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Ihre Brieftasche

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Wollen Sie Pinke, Pinke machen? Sich selbst den Geldhahn aufdrehen bis zum Anschlag und wie King Lui mit leckeren 50-Euro-Scheinen nach Mulattinnen werfen?
Haben Sie Interesse an einer größeren Wohnung mit guter Hubschrauberanbindung und Kaviarflecken auf dem Teppich?
Wollen Ihre Kinder nur noch zu Schule gehen, wenn diese bei Ihnen zu Hause stattfindet und erst um 12 Uhr anfängt. Kein Problem.
Sie wollen also reich werden?
Ich bin es und möchte Sie gerne daran teilhaben lassen.
Haben Sie ein Portmonee, eine Brieftasche, einen Geldbeutel? Schauen Sie jetzt einmal hinein. Was finden Sie an Barschaft vor? 5 €, 10€, 50€ oder gar 200€? Und in irgendwelchen Steckfächern eine EC-Karte und eine Kreditkarte. Diese Karten sind übrigens gar kein Plastikgeld. Es sind gepresste schwarze Löcher, die das Geld immer bei den Banken halten und in Strudeln dahin zurückführen.
Nun überlegen Sie einmal, wie lange das Geld, und wenn es sich nur um ein Centstück handelt, in Ihrer Brieftasche verweilt. Ich denke, nicht sehr lange. Es wird immer weniger, verkleinert sich, wird ausgetauscht und dann haben Sie wieder das Geld von Ihrer Bank. Dadurch wird dann wieder das Kontoguthaben kleiner. Ergo das Kontoguthaben verhält sich zur Brieftasche in Koexistenz.
Die meisten Menschen versuchen reich zu werden indem sie auf Ihrem Konto Geld anhäufen. Also sparen. Das klappt manchmal sogar, aber ist im Grunde wenig effizient.
Der Bauer hat ja auch keinen höheren Ernteertrag wenn er seinen Samen schon in der Scheune gießt.
Dies bedeutet nichts anderes, im übertragenem Sinne, das Sie das Geld bei sich häufen sollten. Ihre Großeltern und deren Großeltern hatten ja auch ihr Geld zuhause. Die wussten schon was sie da machten. So eine Brieftasche ist ja nichts anderes als ein Geldmultiplikator wenn man den Scheinen und Münzchen eine gewisse Zeit lässt um im Leder zu wurzeln. So nach einem halben Jahr erst tragen sie Früchte. Natürlich hat man nicht einfach auf einmal mehr Geld in der Börse sondern das Schicksal segnet einen. Oder besser, das Schicksal bringt die Geldkinder. So wie der Storch halt bei uns die Menschenkinder. Knick Knack, Sie wissen schon.
Hat man nun also sein Geld so reingelegt, also angelegt wird man ganz automatisch reich. Ein befreundeter Psychologe meint, das liege gar nicht an dem Schicksal sondern der Mensch stimme sich damit viel besser auf das Sparen ein und außerdem fühlt man sich ja mit Geld in der Tasche irgendwie viel besser, was ja auch Ausstrahlung zaubert. Ausstrahlung macht erfolgreich also beeinflusst man das Schicksal dann ja sowieso.
Wie es nun ist, ob Placebo oder esoterischer Hintergrund Hauptsache ist doch, dass es funktioniert. Dieser Tipp von mir an Sie. Übrigens total kostenlos. Habe die Ehre.

Ach ja, und übrigens. Wenn Sie im Moment zu den Menschen gehören die gar keine Brieftasche besitzen. Ich hätte Ihnen noch einen Vorschlag zu machen. So ganz nebenbei und natürlich ohne jegliche Verpflichtung. Kostet auch nur ein wenig und es soll Ihnen auch nicht schaden. Ganz im Gegenteil. Ein Bauer nimmt ja auch nicht irgendwelchen Mist und das ist wörtlich zu nehmen. Ein Bauer nimmt am besten Schweinescheiße von glücklichen Mastebern. So wächst der Weizen auch zu regelrechtem Wunderweizen und Erdinger schmeckt noch besser. In unserem Sinne bedeutet es, es kommt auch auf die Brieftasche drauf an. Nicht jede Verpackung beschert einen Geldsegen. In meinem Besitze befinden sich noch 10 Geldbörsen die aus Zauberleder gefertigt sind.
Ja, wirklich, aus Zauberleder. Das gibt es nicht? Klar gibt es das. Es ist aus der Haut von Einhörnern gemacht und wurde im Gerbprozess von Zyklopen mit Elfenblut bestrichen. Aussehen tut es wie ganz normales Leder, es riecht auch genauso. Legt man es aber in die Nähe von Geld verstärkt sich dessen Wachstum. Kobolde schwören auf dieses Leder, schwören auf diese Brieftaschen. Ich habe noch genau 10 Stück. Wie viel bieten Sie mir?
 
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