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8 Seiten

Sound of Love (14. und letztes Kapitel - 2. Teil und Ende)

Romane/Serien · Romantisches
Ich legte die Stirn in Falten und fragte mich, welche Berühmtheit hier wohl an Bord gewesen war, während Marcus völlig unberührt von allem zwischen den Paparazzi hindurch lief und mich mit sich zog – mitten in die Menge der Fotografen hinein. Aus Reflex hielt ich mir schützend den Arm vor die Augen, während ich mich fragte, ob die Europäer immer einen derartigen Aufstand betrieben, wenn Leute anderer Kontinente ihr Land betraten. Marcus, noch immer total ruhig, lief im Stechschritt durch das Flughafengebäude, vorbei am Gepäckband, direkt nach draußen, wo er zielstrebig auf eine schwarze Limousine zuschritt. „Marcus!“ Ich blieb ruckartig stehen. Erstaunt drehte er sich um und sah mich an. „Marcus, Stop! Was ist mit unserem Gepäck? Was soll denn das alles?” Langsam wurde ich sauer… Marcus antwortete nicht, sondern hielt mir die Tür der Limousine auf und murmelte nur: „Steig ein!“ Ich runzelte die Stirn, sagte aber nichts weiter und stieg ein, in der Hoffnung eine Erklärung zu bekommen. Die Tür fiel ins Schloss und die Limousine setzte sich in Bewegung. „Marcus, willst Du mir nicht einiges erklären?“, fragte ich bissig. Nach dem langen Flug waren meine Nerven alles andere als belastbar. „Was soll ich Dir denn erklären?“ Er sah mich fragend an. Langsam war meine Geduld am Ende und meine Antwort lauter und bissiger als nötig: „Nun, zum Beispiel, warum wir von einem Haufen Paparazzi empfangen werden, die scheinbar nur auf uns gewartet haben. Oder weshalb Du durch das Terminal hetzt, wie ein Verrückter, ohne auch nur einen Gedanken an unser Gepäck zu verschwenden. Ach ja, und dann wäre hier noch dieses Auto. Oder wird jeder in England so begrüßt wie wir beide eben?“ Ich erhielt keine Antwort. Eine Weile saßen wir schweigend nebeneinander. Ich starrte aus dem Fenster und betrachtete die Häuser, die langsam immer dichter wurden, bis wir schließlich fast in Londons Mitte angelangt waren. „Summer?“ Markus’ Stimme riss mich aus meinen Gedanken. Ich drehte ohne viel Begeisterung den Kopf und sah ihn an. „Bitte, Summer, nimm mir es nicht übel, spätestens heute Abend werde ich dir alles erklären…wenn es sich vorher nicht schon von selbst erklärt!“, verschluckte er den letzten Teil seines Satzes. Vorsichtig legte Markus seine Hand auf mein Knie und meine Verstimmtheit verflog. „Markus, ich nehme Dir das nicht übel!“, seufzte ich. „Ich finde es alles nur etwas…na ja, mysteriös. Dein Verhalten, seit Du meine Mutter kennen gelernt hast, dieser Aufstand, der hier betrieben wird… Ich weiß noch nicht, was ich darüber denken soll…Ich möchte nicht das Spielzeug in einer groß inszenierten Schau sein.“ Jetzt seufzte Markus. Er legte mir den Arm um die Taille und zog mich an sich. „Das wirst Du nicht, versprochen!“ Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und beobachtete weiter die vorbei fliegenden Häuser. Nach etwa 10 Minuten hielten wir vor einem Hotel. Es strahlte nur so vor Eleganz und Luxus. Einmal mehr an diesem Tag sah ich Markus erstaunt an. „Ich dachte, wir fahren zu Deinen Eltern?“ Der Portier hielt die Tür auf und Markus stieg aus. Er reichte mir die Hand, um mir beim Aussteigen behilflich zu sein. „Nein, heute schlafen wir noch hier, aber wir werden meine Eltern heute noch besuchen.“ Hand in Hand liefen wir die breite Treppe hinauf, auf der ein roter Teppich ausgerollt war. Ich schüttelte nur noch den Kopf vor Staunen. Wo, um alles in der Welt, war ich hier hineingeraten? Ohne sich an der Rezeption anzumelden, durchquerte Markus die große Eingangshalle, in der alles in dezentem Gold gehalten war, und fuhr mit mir im Fahrstuhl geradewegs in 26. Stock. Als wir den Aufzug verließen, säumten Dienstmädchen und Butler unseren Weg. Was für ein Empfang… In unserem Zimmer angekommen, waren wir endlich ungestört. Ich ließ mich rücklings auf das große Doppelbett fallen und verarbeitete meine ersten Eindrücke von London. Und meine Eindrücke, was um mich herum geschehen war, nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten. Alles sehr seltsam… Auf die Erklärung war ich gespannt. Während ich versuchte mich zu entspannen, lief Markus aufgescheucht durch die Räume, ständig sein Handy am Ohr. Ich begriff kaum ein Wort und verstand nur, dass wir beide heute Abend einen Termin wahrnehmen sollten. Aber wo, wann oder was, war mir völlig schleierhaft. Markus’ ruhige Stimme machte mich schläfrig und es dauerte nicht lange, bis mir die Augen zufielen…

„Marisa, komm bitte her!“ - „Setzen Sie sich doch!“ - „Halt, Stopp! Das gehört hier her!“ Stimmengewirr riss mich aus meinem unruhigen Schlaf. Ich schlug die Augen auf - und erschrak. In unserem Zimmer (na ja, eigentlich war es eine Suite) wimmelte es nur so von Leuten, die ich (natürlich) noch nie zuvor gesehen hatte. Sofort kam eine junge Frau auf mich zugeschossen: „Ah, Miss Peach, Sie sind wach!“ Natürlich, wie denn auch nicht? Ich setzte mich auf. Die Frau sah mich schockiert an. „Was?“, fragte ich erstaunt. Sie lief rot an und stammelte verlegen: „Verzeihen Sie, aber Ihre Haare…“ Ich fasste mir an den Kopf. Meine Haare standen ich alle Richtungen ab und mein Versuch, sie mit den Händen zu glätten, war vergeblich. „Kommen Sie, Miss Peach!“, forderte die mir unbekannte Frau mich auf und reichte mir die Hand, um mir vom Bett aufzuhelfen. Ich ergriff ihre Hand und folgte ihr durch das während meines Schlafes entstandene Chaos aus Stühlen, kleinen Schminktischen und Kleiderständern. Während die Frau sich sicheren Schrittes durch den Raum, drehte sie sich zu mir um. „Sie können mich übrigens gerne Marisa nennen!“ Und schon flog ihr Kopf wieder nach vorne, um einen weiteren Raum zu durchqueren und mich dann auf einem der zahlreichen Stühle platzierte. „Sagen Sie…Marisa, wissen Sie, wo Markus ist?“ Marisa tänzelte um mich herum und begutachtete mich. Hier und da zupfte sie an meinen Haaren oder strich sie mir aus dem Gesicht. „Seine kö - ich meine, Markus, wird in Kürze wieder hier sein, Miss Peach!“, antwortete Marisa zwischen zwei Haarsträhnen. „Er bat mich, Ihnen auszurichten, dass Sie sich über all das hier nicht wundern und sich uns anvertrauen sollen. Wir sollen Sie für heute Abend vorbereiten.“ Vorbereiten? Für heute Abend? Na gut, dann wollte ich mich mal überraschen lassen. Marisa stand hinter mir und hielt meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Sie legte den Kopf zur Seite, betrachtete uns beide im Spiegel und meinte: „Vielleicht sollten Sie sich zuerst duschen, dann können wir weitermachen.“ Mit wenigen geschickten Handgriffen steckte sie meine Haare nach oben und schickte mich ins Bad.
Das Bad…Wow! Mehr fiel mir nicht ein, als ich die Tür öffnete und vom hellen Glanz der Armaturen geblendet war. Die mit Gold überzogenen Wasserhähne und das schwarze Marmor strahlten mit den weißen Fließen um die Wette. Nachdem ich mich vorsichtig, um ja nichts kaputt zu machen, ausgezogen hatte, stieg ich in die Dusche. Ich traute mich kaum, den goldenen Wasserhahn anzufassen, drehte dennoch das warme Wasser voll auf und genoss die Entspannung, die sogleich meinen Körper durchfloss. Es war jetzt schon ein langer Tag und eigentlich hätte ich noch dringend ein bisschen Schlaf nötig. Doch ich war einfach zu gespannt, um was Markus so ein Geheimnis machte. Außerdem war ich neugierig, was die ganzen Stylisten draußen in der Suite mit mir anstellen wollten. Ich drehte den Wasserhahn aus und schlang mir das Handtuch um den Körper. Als ich gerade einen Fuß auf die kalten Fließen setzte, klopfte es an der Türe und gleich darauf steckt Markus seinen Kopf durch den kleinen Spalt, den er die Türe geöffnet hatte. „Darf ich reinkommen, Prinzessin?“ Ich lächelte und nickte nur. Es war schön, ihn zu sehen. Irgendwie hatte ich ihn im dem ganzen Chaos völlig aus den Augen verloren. Markus nahm auf dem schwarzen Sessel Platz und sah mir zu, wie ich mich hinter der Trennwand langsam fertig machte. Ich spürte förmlich seine Blicke auf meinen Beinen. „Wo warst Du die ganze Zeit? Ich war ein bisschen verwirrt, als ich aufgewacht bin und diese ganzen Leute hier gesehen habe!“ „Ich musste etwas erledigen, Prinzessin!“ Seine Stimme war plötzlich ganz nah und ich merkte, dass er hinter mir stand, als er mir die Enden meines BHs aus den Händen nahm und die Häkchen verschloss. Seine Lippen berührten meine Schulter. „Und ich habe Dir etwas mitgebracht!“, flüsterte er an meinem Ohr. Gleich darauf spürte ich, dass er mir etwas Kaltes um den Hals legte. Als ich die Augen hob und mein Blick in den Spiegel fiel, stockte mir der Atem. Ich trug eine solch wunderschöne Kette um den Hals, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Das Collier war mit wunderschönen Diamanten besetzt und in der Mitte prangte ein roter Rubin in Herzform. „Markus, das…das ist wunderschön!“ Ich drehte mich um. Markus legte seine Arme um meine Taille und zog mich näher zu sich. „Du vertraust mir, obwohl Du mich gar nicht richtig kennst, das habe ich heute wieder gemerkt. Und Du hast definitiv mehr verdient, als nur meine Liebe!“ Ich stellte mich auf Zehenspitzen, meine Lippen fanden seine und wir versanken in einem innigen Kuss.
„Miss Peach, da sind Sie ja endlich! Kommen Sie, wir haben nicht mehr viel Zeit!“ Ich hatte kaum die Badezimmertüre hinter mir geschlossen, als Marisa schon auf mich zugestürzt kam. Erneut nahm sie mich bei der Hand, flitzte mit mir durch das Chaos und wies mir einen Stuhl zu, während Marisa ihre Siebensachen um sich herum drapierte. Bevor ich mich versah, waren zwei weitere Mädchen an mir beschäftigt. Marisa steckte mir in Blitzgeschwindigkeit die Haare hoch, während die anderen Beiden mit Make-Up und Fingernägeln beschäftigt waren. Es dauerte keine 15 Minuten bis Marisa einen Schritt zurücktrat und mich zufrieden betrachtete. „Sehr schön, Miss Peach! Bitte gehen Sie hinüber zu Claire, sie wird Sie einkleiden!“ Sie gab mir einen Klaps auf den Rücken und wies mir die Richtung. Claire befand sich im Raum neben an und wuselte genauso herum, wie jeder andere in der Suite. Als ich den Raum betrat, sah ich Markus mit Claire auf dem Sofa sitzen. Als sie mich erblickte, sprang Claire auf, reichte mir die Hand und knickste leicht. Warum knickste sie? „Hallo Miss Peach, wir werden nun das richtige Kleid für Sie finden. Kommen Sie…“ Ich sah Markus an: „Und Du hilfst mir bei der Auswahl?“ Er nickte nur. Markus war bereits perfekt angezogen. Der schwarze Smoking stand ihm wunderbar. Claire tauchte aus den Reihen von Kleiderständern wieder auf und hielt im Arm das schönste Ballkleid, das ich je gesehen hatte. Der rote Stoff schien über ihren Arm zu fließen und schmiegte sich an den Tüll, der als Unterrock diente. Es war trägerlos mit einem leicht aufgebauschten Rock und mit Perlen bestickt. Über dem Bügel hingen die passenden weißen, ellenbogenlangen Handschuhe, die ebenfalls mit einzelnen Perlen besetzt waren. Markus trat hinter mich und legte mir den Arm und die Taille. „Nun, Prinzessin?“, sagte er an meinem Ohr. „Wirst Du es heute Abend tragen?“ Ich war immer noch sprachlos, aber ich nickte, wobei die gelockten Strähnen an meinem Ohr zu wippen begannen. „Na, dann los!“, rief Claire erfreut, packte mich an der Hand und zog mich hinter eine Stellwand, wo sie mir half, in das Kleid zu gelangen. Der Stoff raschelte sanft, als er an meinem Körper herunterfiel. Es fühlte sich wunderbar an. Ich konnte es kaum erwarten mich im Spiegel zu sehen. Als ich hinter der Stellwand hervortrat, lächelte Markus mich wie verzaubert an und ich merkte, dass ihm gefiel was er sah. Er reichte mir die Hand und drehte mich, sodass auch ich mich endlich im Spiegel sehen konnte. Das Kleid raschelte um meine Beine und als ich mich so da stehen sah, mit den gelockten Haaren, dem wunderschön geschminkten Gesicht und diesem zauberhaften bodenlangen Kleid - ich konnte nicht anders, als ein kleines Tränchen zu verdrücken. In diesem Moment war einfach alles perfekt. Markus war hier bei mir, ich würde heute Abend seine Eltern kennen lernen und endlich sein Geheimnis erzählt bekommen. Ich drehte mich zu ihm um, stellte mich auf die Zehenspitzen (die übrigens von traumhaften roten Pumps bekleidet waren) und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange: „Danke, mein Schatz!“
Wieder saßen wir in der schwarzen Limousine. Ich umklammerte Markus Hand, zerquetschte sie fast. „Peach…“ Peach? Es war das erste Mal, dass er mich Peach nannte. „Prinzessin, bitte, lass meine Hand leben. Du wirst sehen, ich werde sie gleich noch brauchen!“ Er lockerte meinen Griff ein wenig, ließ meine Hand jedoch nicht los. Gespannt starrte ich nach draußen, nahm meine Umgebung nicht wahr. Zu sehr war ich damit beschäftigt, die Eindrücke des Nachmittags zu verarbeiten, als dass mich die Schönheit Londons bei Nacht erreicht hätte. Die Limousine schlängelte sich durch die Straßen der Stadt. Ich spürte Markus Blick auf mir ruhen und drehte mich zu ihm um, meine Hand immer noch fest in seiner. „Bist Du aufgeregt, Prinzessin?“ Ich musste lächeln. „Natürlich bin ich aufgeregt. Du machst ja ein riesiges Geheimnis aus allem hier. Ich fahre in einer Limousine, trage das schönste Kleid, das ich in meinem ganzen Leben gesehen habe - und du fragst mich, ob ich aufgeregt bin?“ Er lachte. „Na, dann wird Dir hoffentlich gefallen, was Du gleich siehst…“
Die Fahrt dauerte noch etwa eine viertel Stunde, doch ich war immer noch zu aufgeregt, um mich auf die Stadt zu konzentrieren. So merkte ich auch nicht, welches Ziel wir ansteuerten. Erst als man mir die Autotür aufhielt und die kühle Abendluft ins Auto strömte, wurde mir bewusst, dass wir angekommen waren. Markus war bereits aus der Limousine ausgestiegen und wartete auf mich. Nachdem ich mein Kleid sortiert hatte, nahm ich meine Umgebung richtig wahr - und mir blieb die Luft weg. Wir befanden uns im Innenhof des wohl bekanntesten Wahrzeichens Londons, dem Buckingham Palace! Ich wirbelte zu Markus herum, doch der lächelte nur entschuldigend. „Was…was hat das denn jetzt zu bedeuten?“ Dieser Ort erklärte wohl einiges, jedoch nicht genug, als dass ich die Dinge verstanden hätte. Aber wie viele Gründe gab es, hierher zu kommen?
Die Tür der Limousine fiel hinter mir ins Schloss und ich stand einen Moment lang einfach nur da, überwältigt von der Mächtigkeit dieses Gebäudes. „Komm mit, Prinzessin!“ Markus nahm meine Hand und führte mich zum eindrucksvollen Eingangsportal. „Lass mich Dich noch meinen Eltern vorstellen, dann haben wir kurz Zeit für uns und ich werde Dir endlich alles erklären können!“ Was sollte ich dazu noch sagen…Mir war zwar noch immer nicht klar, was hier eigentlich gespielt wurde, aber so langsam wurde mein Bild klarer. Ehrfürchtig lief ich durch die Gänge des Palastes und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich meine, wie oft bekommt man schon die Gelegenheit, ein solches Gebäude von innen zu sehen?! „Markus?“ Meine vor Aufregungen schrille Stimme hallte an den hohen Wänden wieder. „Die Frage mag jetzt vielleicht blöd klingen…aber…muss ich irgendwelche Regeln beachten? Knicksen oder so?“ Obwohl ich Markus’ Gesicht nicht sah, wusste ich, dass er mich im Stillen belächelte. „Nein, Prinzessin, sei einfach Du selbst und Du wirst alle bezaubern!“ Ich selbst sein… Leichter gesagt als getan… Wir standen vor der nächsten großen Tür. Markus hielt kurz inne, drückte mir noch einen Kuss auf die Stirn und nickte dann dem wachhabenden Mann, der vor der Türe stand, kurz zu. Der Mann mit der Bärenfellmütze öffnete die Türe und lies Markus und mich eintreten. Der große Saal, der uns hinter der Türe erwartete, war bombastisch. Eines Schlosses würdig eben. In der Mitte stand eine große Tafel, auf der Gedecke für vier standen. Kurz nachdem wir den Saal betreten hatten, öffnete sich eine Türe an der gegenüberliegenden Seite und ein Paar mittleren Alters trat ein. Der Haushofmeister, der neben dieser Türe stand, kündigte sie mit zwei Schlägen seines Stabes auf den Boden an: „Ladies und Gentlemen, Ihre Majestät, Königin Gracia, die Zweite und Prinzgemahl James!“ Auch der Haushofmeister, der neben der Türe stand, durch die wir hereingekommen waren, klopfte zweimal mit seinem Stab auf den Boden: „Ladies und Gentlemen, Seine königliche Hoheit, Markus, Prinz von Wales, in Begleitung von Miss Summer Peach!“

Die ganze Zeit hatte ich vor Erstaunen kaum ein Wort herausbekommen. Jetzt, fast zwei Stunden später, saß ich auf einer luxuriösen Yacht, die sanft auf den Wogen der Themse vor sich hin schaukelte. Markus und ich waren eben hier angekommen und er war verschwunden, um uns etwas zu trinken zu besorgen.
Ich hing meinen Gedanken nach und als ich in meiner kleinen Zeitreise an der Stelle angelangt war, als der Haushofmeister Markus‘ Eltern ankündigte, schüttelte ich ungläubig den Kopf. Genau in diesem Moment betrat Markus den kleinen gemütlichen Raum. Ich stand auf, um ihm die Gläser abzunehmen. „Nun…Prinz von Wales!“ Ich musste lächeln. Irgendwie war das alles so irreal… „Jetzt wird mir einiges klarer…“ Markus nahm mich in die Arme. „Weißt Du, Prinzessin, ich bin so verdammt froh, dass Du mir das alles hier nicht übel nimmst! Ich glaube, es gäbe wenige Mädchen, die es so gut verkraften würden, wenn man sie der Königin von England vorstellt…“ Ich legte den Kopf leicht in den Nacken, um ihm in die Augen sehen zu können. „Glaub nicht, dass ich es nur im Entferntesten verkraftete habe. Das ist immer noch der Schock, der nachwirkt…“ Markus löste seine Umarmung, nahm mich an die Hand und zog mich mit nach draußen. Der Vollmond tauchte die Themse in ein harmonisches Licht und die Wellen ließen das Schiff sanft schaukeln. „Komm, lass uns die kurze Zeit genießen, bevor wir zum Empfang zurück müssen…“, flüsterte Markus und legte mir von hinten den Arm um die Taille. Ich nippte an meinem Cocktail und legte dann den Kopf in den Nacken, sodass er an seiner Schulter ruhte. „Jawohl, königliche Hoheit!“, sagte ich lachend. Auch Markus lachte sein tiefes, beruhigendes Lachen. Dann drehte er mich zu sich um und küsste mich, bis mir alle Sinne schwanden…


ENDE


________________________________________________________
So, nach fast 5 Jahren des Schaffens ist das Werk nun endlich vollendet!

Danke an meine Lieblingsmädchen, die alle einen tragenden Part in dieser Story übernommen und mich dazu inspiriert haben. Die Figuren haben, wie ich hoffe, alle positiven Eigenschaften meiner Lieblingsmädchen übernommen.

Tina - Faith
Tani - Emily
Franne - Mia

Und mein Lieblingsjunge und bester Freund nicht zu vergessen:

Julian - Jake

Danke, dass Ihr immer Muse für mich wart, auch wenn Ihr es wahrscheinlich nie gemerkt hab.
Diese Story ist euch gewidmet!!
 
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Kommentare  

ja, was soll ich sagen Summer, wunderschön *seufz*
Ich bin begeistert von den Ende. Wirklich schön geschrieben. :)


midnight (14.02.2010)

Auch von mir vielen Dank für diese schöne Geschichte.

Else08 (13.02.2010)

Na, da hat ja die Geschichte ein bombastisches Ende genommen. Wer hätte das gedacht? Du hast alles sehr schön plastisch beschrieben, sodaß ich richtig mit dabei sein konnte. Wunderschön verträumt. Das hast du gut gemacht. Es ist eben eine total romantische Story und darum finde ich ist das Ende auch angemessen. Danke, dass du mich so schön hast träumen lassen. :))

Petra (11.02.2010)

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