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XF-302 – der neue Kampfflieger der Erdraumflotte

Fantastisches · Kurzgeschichten
Für den Unauffälligen Einsatz innerhalb der Erdatmosphäre hat die Forschungsabteilung der Erdraumflotte einen neuen Kampfflieger entwickelt. Die XF-302 gleicht optisch dem irdischen Kampfflugzeug F22, ihre Fähigkeiten übersteigen die der F22 jedoch bei weitem. Der Name wurde durch eine Maschine vom Typ F-302 aus den Stargate- Fernsehserien inspiriert, dies ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit mit dieser fiktiven Maschine. Obwohl die XF-302 speziell für den unauffälligen Einsatz innerhalb der Erdatmosphäre konzipiert wurde ist sie dennoch ein vollwertiger Kampfflieger auch außerhalb einer planetaren Atmosphäre.



Antrieb: Die XF-302 verfügt über den Standardantrieb der Erdraumflotte bei dem für den Vor- bzw. Rückschub ein Gravitationsfeld vor bzw. hinter der Maschine erzeugt wird. Außerdem ist es möglich ein negatives Gravitationsfeld unter der Maschine zu erzeugen was den Schwebeflug über einer Schwerkraftquelle ermöglicht. Dadurch kann die Maschine innerhalb und außerhalb der Atmosphäre eines Planeten über einem Punkt seiner Oberfläche genau ihre Position und Höhe halten. Die Maximale Geschwindigkeit welche mit diesem Antrieb erreicht werden kann liegt bei einem Prozent der Lichtgeschwindigkeit, also bei 0,01 c. Für die Überwindung größerer Distanzen verfügt die XF-302 über den Standard- Sprungantrieb der Erdraumflotte. Dieser Antrieb faltet die Raumzeit zwischen Start- und Zielpunkt zusammen und verbindet die beiden Punkte durch eine Passage. Während des Sprungverlaufs legt man 16,042 Lichtjahre pro Stunde zurück.



Steuerung: Für die Änderung von Fluglage und Kurs verfügt die XF-302 über zwei separate Steuerungssysteme. Innerhalb der Atmosphäre wird primär ein System aus Steuerflächen für die Kursänderung benutzt, bei niedrigen Geschwindigkeiten oder im Schwebeflug kommt das gleiche System zum Einsatz welches auch außerhalb der Atmosphäre die Steuerung ermöglicht. Hierbei wird die Änderung der Fluglage durch drei massive Schwungräder bewirkt welche in je einer Bewegungsachse rotieren. Wird eines von ihnen beschleunigt bewegt sich die Maschine durch den Drehimpuls in die entgegengesetzte Richtung.



Flugkontrollen: Der Pilot hat drei verschiedene Möglichkeiten zur Steuerung der Maschine.

1. Möglichkeit: Die konventionelle Steuerung, hierbei werden die Steuerbefehle über die Steuerkontrollen an die Maschine übermittelt. Hierzu befinden sich zwei Steuersticks links- und rechtsseitig des Pilotensitzes. Der rechte Stick kontrolliert die Änderung der Fluglage durch rollen und nicken, also die horizontale Schräglage der Maschine und die Neigung der Nase. Der Linke Stick ist für den Schub und das Gieren zuständig, also wenn sich die Maschine um die eigene vertikale Achse dreht ohne dabei die Flügel zu neigen.

2. Möglichkeit: Die Steuerbefehle können direkt vom Gehirn des Piloten an die Maschine übermittelt werden, dies geschieht mit Hilfe eines EPOC- Headsets welche die Hirnströme des Piloten auswertet und aus den daraus resultierenden Ergebnissen die Steuerbefehle ermittelt. Diese Möglichkeit der Steuerung wird besonders bei Kampfeinsätzen bevorzugt da sie den Zeitverlust durch die Trägheit der Reaktion des menschlichen Körpers umgeht.

3. Möglichkeit: Über das Sprachinterface kann der Pilot der künstlichen Intelligenz Befehle für einfache oder komplexe Flugmanöver oder andere Aktionen geben. Diese Möglichkeit wird meist während eines Überführungsfluges oder während des Hin- und Rückfluges zu einem Einsatzort genutzt. So kann sich der Pilot seine Konzentration für den Einsatz aufheben.



Ausrüstung: Die XF-302 wird standardmäßig mit einem 10 G- Trägheitskompensationssystem ausgerüstet welches auch für die künstliche Schwerkraft während eines Fluges im All zuständig ist, bei den ersten Maschinen war dieses System noch in den Rumpf der Maschinen integriert. Aufgrund der Anfälligkeit für Störungen welche durch die Platz sparende Bauweise des Systems bedingt war verzichtete man bei den späteren Maschinen der Serie XF-302 auf die Integration dieses Systems in den Schiffsrumpf, statt dessen wird die Trägheitskompensation und die künstliche Schwerkraft über phaseninvertierte Schwerkraftanzüge realisiert welche durch einen Trägheitssensor gesteuert werden. Zur Sichtverbesserung verfügen die Piloten der XF-302 über ein Augenliderprojektionssystem welches die Daten der Sensoren, die Bilder der Bordkameras und die Flugdaten auf die geschlossenen Lider ihrer Augen projiziert. Dieses Verfahren ist im Kampfeinsatz sehr nützlich da der Pilot nicht blinzeln muß, außerdem werden durch diese Sehhilfe die Augen des Piloten weniger angestrengt. Weitere Vorteile des Augenliderprojektionssystem sind sein stufenloser Zoom und sein optischer Wandler. Der optische Wandler ermöglicht durch das stauchen und strecken von elektromagnetischen Wellen das sehen in anderen Bereichen des elektromagnetischen Spektrums wie zum Beispiel im Infrarot- oder Radiobereich. Die XF-302 verfügt außerdem über das Langstrecken- Kommunikationssystem der Erdraumflotte dessen Funktion auf der Quantenverschränkung basiert, dieses System ermöglicht auch auf große Distanzen (im kosmischen Sinne) eine verzögerungsfreie Kommunikation.



Taktische Systeme:

Defensivsysteme: Die XF-302 verfügt über ein einzelnes elektromagnetisches Lorenz- Schildfeld welches auftreffende metallische Projektile mittels der Lorenz- Kraft ablenkt. Das Lorenz- Schildfeld kann jedoch auch mit wechselnder Amplitude eingesetzt werden um zum Beispiel das Feuer von Mikrowellengeschützen effektiv zu absorbieren. Das Schildfeld ersetzt zusätzlich zu seiner defensiven Aufgabe im Kampfeinsatz auch den Hitzeschild beim Atmosphäreneintritt. Zusätzlich verfügt die XF-302 über ein System zur Punktverteidigung, dieses nutzt zahlreiche am Rumpf angebrachte Hochleistungspulslaser um anfliegende Lenkwaffen unschädlich zu machen.

Waffen: Für den Angriff verfügt die XF-302 über eine große Palette an Waffen. So stehen dem Piloten zwei fokussierte Mikrowellengeschütze, zwei Gammastrahlenemitter, zwei elektrostatische Impulsgeschütze, ein leichtes gammastrahlengepulstes Plasmageschütz sowie ein vorwärts gerichteter Hochleistungspulslaser zur Verfügung. Aufgrund ihrer Wechselwirkung mit der Atmosphäre eines Planeten ist während des inneratmosphärischen Einsatzes jedoch vom Einsatz der Gammastrahlenemitter abzusehen.



Anmerkung: Einige Entscheidungsträger der Erdraumflotte sehen in der angespannten global- politischen Lage auf der Erde zunehmend einen Grund, die oberste Richtlinie für den interkulturellen Kontakt zum Zweck der Befriedung der Erde auszusetzen. Dies würde bedeuten daß Kampfpiloten der Erdraumflotte mit XF-302-Kampffliegern direkt in interkulturelle Konflikte auf der Erde eingreifen würden um diese zu beenden. Das Flottenmanagement steht derzeit noch in Verhandlungen mit der ESA und anderen Institutionen Europas um die Notwendigkeit eines solchen Eingriffs abzuwenden. Es gibt auf der Erde etwas mehr als 7 Milliarden Menschen, die meisten sind jedoch noch nicht bereit dafür die Wahrheit über die Existenz der Erdraumflotte zu erfahren. Die oberste Richtlinie für den interkulturellen Kontakt soll diese Menschen davor schützen an Technologien zu gelangen, welche aufgrund ihres Unwissens für sie und andere gefährlich sind.
 
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