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Das Licht der Hajeps Band 2 Guerillas - Kapitel 14

Romane/Serien · Fantastisches · Sommer/Urlaub/Reise
© Palifin
Kapitel 14

„Kor wan ango rina?“, fragte George.
„Mo rina wan Margrit Schramm“, erwiderte sie. „Dandu kor wan ango rina?“
„George de Mesá. Dandu nor kos to?“
„Noi kal a lumanti. Dandu nor kos to?“
„Noi kal a hajep!“
Margrit prustete los. „Nein George, damit kannst du mich nun wirklich nicht mehr anschmieren. Aber was heißt eigentlich Lumanti ganz genau übersetzt?“
„Was soll's schon heißen? Mensch natürlich oder Erdling oder weiß ich was? Als solche werden wir jedenfalls immer bezeichnet, wenn die Hajeps über uns reden.“
„Aber guck mal, die größte Stadt in Zarakuma heißt zum Beispiel ‚Jink ba rina‘. Und das kann man sehr gut übersetzen mit jink gleich Stadt, ba gleich ohne und rina gleich Name. Also: Stadt ohne Namen!“
„Ja und?“ Er zuckte mit den Schultern. „Es muss doch nicht immer alles irgendeine besondere Bedeutung haben. Bei uns heißen die Leute doch auch bloß Fritz oder Susanne und so weiter. Ganz ohne einen besonderen Grund.“
„Aber lumant heißt auch Licht, George!“
„Licht?“ Er schaute verdutzt drein.
„Suki wona lumant! Machen wir Licht! Und ... tes lumant tai Hajeps!“, sagte sie stolz.
„Das Licht der Hajeps!“, krächzte er amüsiert. „So ein Quatsch!“ Er wollte sich ausschütten vor Lachen. „Woher hast du denn das?“
„Aus unserem neuesten Chesbulak!“
„Du musst dich verhört haben, Margrit, denn die Sprache ist nicht so einfach, da wir nichts Schriftliches haben und viele Worte einfach zusammengezogen werden.“
Er machte eine kleine Pause und sagte dann: „Da wir schon mal dabei sind. Du musst genau genommen eigentlich alles so aussprechen: Kor wanangorina? Und … morinawan George dandunor kosto? Noikala Lumanti! Außerdem ist es vielleicht nicht ganz unwichtig, dass die Hajeps weder ein 'ü' noch ein ' ä' noch 'ö' aussprechen können. Woran das liegt, wissen wir nicht. Und du musst immer daran denken, die Umlaute, wenn sie am Ende stehen und mit keinem weiteren Wort zusammengezogen werden können, schärfer zu betonen. Das klingt dann etwa so: „Kor wanangoriná? Noikalá Lumantí. Dandunor kostó?“
„Noikalaé Lumanti!“, sagte Margrit und tippte sich dabei an die Brust.
„Sehr gut, Margrit!“ Georges Funktelefon klingelte und so wurde die kleine Nachhilfestunde unterbrochen. „Aber Renate, was hast du denn erwartet!“, schimpfte er, nachdem er für ein Weilchen zugehört hatte. „Das habe ich dir doch gleich gesagt. Du kannst mit denen nicht verhandeln. Die wollen immer alles vom Lebendigen. Verdammt, die Fahrt bis dort hin hättest du dir wirklich sparen können. Nimm den ganzen Kram wieder mit und versuche ihn woanders einzutauschen. Selbst Pomadenmaxe ist nicht so. Mutiger Kerl übrigens, denn der hält es noch immer in der Stadt aus. Wie? Ja, hast Recht! Ich schäme mich manchmal wirklich, dass ausge-rechnet diese Leute zu unserer Organisation gehört ha …“
George machte nun ein missmutiges Gesicht, weil Margrit ihn am Ärmel zupfte. Sie war sehr aufgeregt.
„He, George“, plapperte sie einfach dazwischen, „ich habe eben die neuesten Nachrichten der Hajeps abgehört und“, sie nahm die Kopfhörer von den Ohren, „das musst du dir unbedingt anhören.“
„Warte mal einen Moment, Renate“, knurrte George, immer noch verdrießlich, in das Funktelefon. „Margrit, ich glaube nicht, dass gerade du mit deinen geringen Kenntnissen ...“
„Darum sollst du es dir ja gerade anhören, George! Es ist immer wieder dasselbe Wort, was die Hajeps gebrau¬chen und sie sind dabei sehr aufgeregt. Eben sagte einer zum Beispiel: ‚Cronn mink ta agol!‘ Oder heißt das eher ‚Cronn minktaagol‘?“
Sie schloss nachdenklich die Augen und warf den Kopf zurück in den Nacken, während sich George die Kopfhö¬rer umlegte und lauschte. „Bei den zwei ersten Worten bin ich mir nicht sicher, aber ich meine, das letzte ganz deutlich als Agol verstanden zu haben!“, sagte sie. „Was könnte dieses Agol nur bedeuten, George?“
„Schscht!“, machte er. „Sei ruhig, sonst kann ich gar nichts verstehen. Ja, Renate, so warte doch noch einen Augenblick!“, schimpfte er in Richtung Funktelefon. Schließlich zuckte George die Schultern. „Keine Ahnung, was die Hajeps plötzlich haben. Vielleicht ist das ein riesiger Computer, ein zentrales Supergehirn sozusagen, oder ein wichtiger Stoff, den sie brauchen.“ Er gab Margrit die Kopfhörer zurück. „Ein Nahrungsmittel vielleicht oder ...”
Er kam mit seiner Aufzählung nicht zu Ende, da plötzlich hinter ihm die angelehnte Tür aufgerissen wurde. Das Stoppelgesicht dahinter wirkte völlig aufgelöst. „He, ihr beiden, ich hab' jetzt was für euch, das euch vom Hocker hauen wird!“
„Ja Kalle, ich weiß, es ist Mittagszeit und wir können endlich Schluss machen!“, murrte George, während er sich wieder seinem Funktelefon zuwendete. „Renate, weißt du was, ich glaube, du kannst das Zeug vielleicht an die Motten verhökern. Die haben womöglich solche Sachen noch nicht. Du fährst nur eine viertel Stunde und ... was? Wen haben Erkan und Wladislaw gerade gefunden?“
„Der ... der ignoriert mich einfach!“, empörte sich Karl bei Margrit.
„Hat ein wichtiges Gespräch, Karlchen. Du kannst mir ja mitteilen, was du zu sagen hast. He, lass mich raten! Du hast erfahren, dass die Hajeps in Wahrheit Echsen sind und zwar feuerspeiende, richtig?“
Karlchen grinste und schüttelte den Kopf.
„Na dann sind's eben Insekten!“, feixte Margrit weiter.
Wieder ein Kopfschütteln.
„Oder anderes blutsaugendes Getier! Endlich wissen wir's!”
„Ja und?“, empörte sich George indessen. „Aber Renate, selbst wenn dieser Kerl einer der letzten Überlebenden ist, schleppt den mir hier nicht an, Fieber hin, Fieber her!“ George wurde immer ärgerlicher, während er Renates Wortschwall lauschte. „Du brauchst ihn mir nicht zu beschreiben, Renate“, fauchte er. Dabei bemerkte Margrit, dass er nicht nur blass im Gesicht geworden war, sondern dass er auch einen ziemlich schuldbewussten Ausdruck angenommen hatte. „Mich interessiert der Kerl nicht!“, schimpfte er, trotzdem hörte er merkwürdigerweise weiter zu. „Ganz erhebliche Verletzungen? Was heißt hier, er tut euch Leid?“, keuchte er und wich dabei Margrits Blicken aus. „Ja und? Warum helfen? Lasst den Kerl liegen wo er ist. Sind wir denn Samariter?“
„He, George?“ Margrit zupfte ihn am Ärmel, doch er versuchte sie abzuschütteln. „Wen haben Renate, Erkan und Wladimir doch gleich gefunden? Wie heißt er?“

Ende
des zweiten Bandes
 
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Kommentare  

Na, wenn ich hier auch noch meinen Kommentar hereinstelle, wird sie hoffentlich weitermachen.
Hallo liebe Doska, Palifin oder wie auch immer, zwei klasse Hajepbände bei denen man ganz allmählich in die fremdartige Welt der Hajeps entführt wird. Deshalb warten wir sehnsüchtig auf eine Fortsetzung. Wann geht`s weiter?
Liebe Grüße


Evi Apfel (10.07.2018)

Und nun ist also Band 2 Guerillas auch zu Ende. Das ging aber schnell. Und wann werden nun die nächsten Bücher hier veröffentlicht? Ich muss sagen, das Lesen hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe die verschiedenen Charaktere ins Herz geschlossen und hoffe darauf, dass sie alle wieder zusammen finden. werden.

Marco Polo (05.07.2018)

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