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Andacht Nr. 116 Gottes Segen?

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Andacht Nr. 116

Ist da wirklich Gottes Segen drauf oder drin? …




Ihr Lieben


Vor einigen Wochen beteiligte ich mich an einer Diskussion um die fehlgeschlagene Mondlandung der israelischen Raumsonde „Bereschit“. Meine Worte waren in etwa: „Mich wundert sowieso was der Mensch auf dem Mond oder dem Mars zu suchen hätte. Uns wurde die Erde als Wohnstätte gegeben und ich könne da keinen Segen des Allmächtigen darin erkennen, sonst wohin zu fliegen, während man im eigenen „Haus“ immer mehr Chaos veranstalte. Verständlicherweise gab es diverse Meinungen – soll ja auch so sein – zu dieser Aussage und eine Kommentatorin stellte mir eine interessante Frage, nämlich: Worin liegt dann für dich der Segen Gottes, worin erkennst du ihn?

Antwort:
GOTTES SEGEN HAT KEINE UNERWÜNSCHTEN NEBENWIRKUNGEN UND TRÄGT DARÜBER HINAUS FRÜCHTE DIE HILFREICH SIND, EBENFALLS OHNE UNERWÜNSCHTE NEBENWIRKUNG!

Es gibt zum Beispiel Medikamente die auf den ersten Blick schnell helfen, danach aber werden sie zum Fluch. Bei mir waren es u. a Tabletten gegen andauernde Schlaflosigkeit. Wie froh war ich, als ich nach Jahren plötzlich wieder einmal vier Stunden am Stück schlafen konnte. Mit der Zeit musste die Dosis gesteigert werden und die Warnung auf dem Beipackzettel wurde zur Realität: Abhängigkeit!

Die Globalisierung die Anfang der 90er so hochgejubelt und angepriesen wurde als neue Weltordnung, zeigt spätestens heute ihr hässliches Antlitz. In der Tat gab es dadurch einige die vorher arm und nun wohlhabend sind. Die überwiegende Mehrheit jedoch auf deren Rücken und mit deren verhornten, blutenden Händen die „Segnungen“ billig und billiger produziert wurden, ist die „Nebenwirkung.“
Oder trifft es der Ausdruck „Kollateralschaden“ vielleicht besser?

Wir freuen uns über preiswerte Ware. Natürlich, man geht dahin und kauft wo es am billigsten ist. Das gilt auch für Einrichtungsgegenstände, Möbel, Küchengeräte etc. deren Reparaturkosten, wenn sie einmal kaputt gehen sollten, höher sind als ein Neukauf und der Kreis dreht sich ...
Die „Nebenwirkung“ dieser Segnungen sind immer mehr Müll um den man sich kümmern, diesen entsorgen und, falls möglich recyceln muss, was auch Kosten verursacht.

Die „wunderbare“ Digitalisierung ermöglicht uns weniger Aktenordner, weniger Papier, die Bäume werden es uns danken …. die „Nebenwirkung“ ist: Wir machen uns völlig abhängig von der ununterbrochenen Verfügbarkeit von Strom. Unsere gesamte Technik ist abhängig von Strom! Die jüngst geschehenen Stromausfälle in Berlin, der große Stromausfall in New York vor etlichen Jahren führt uns unser Ausgeliefertsein deutlichst vor Augen. Es ist eine höchst fragile Eisschicht auf der wir mit unseren „technischen Schlittschuhen“ dahin gleiten.

Die Segnungen der sozialen Netzwerke, die von den Medien immer wieder neu entfachten und angeheizten Aufforderungen sich zu Hinz und Kunz zu äußern, seiner Stimme Aus – und Nachdruck zu verleihen haben sicherlich Vorteile, unbestreitbar. Die „Nebenwirkung“ jedoch sind immer ausufernde Aggressivität, Beleidigungen und Vereinsamung, obwohl die „Freundeslisten“ auf Facebook &Co. Im dreistelligen Bereich liegen und lt. „Followerzahlen“viele von hunderten, ja tausenden „umgeben“ sein müssten.
Die vielen bestimmt nützlichen Informationen aus dem Internet wirken im ersten Augenblick als ein Segen. Die „Nebenwirkung“ - wir sind trotz „Nicknames“ so gläsern und verfolgbar wie niemals zuvor.
Unsereins ging noch demonstrieren wegen „Volkszählungen“ ...

Wir reisen in Flugzeugen, fahren in Autos, benutzen Smartphones die u. a mit Stoffen hergestellt wurden, die in anderen, in entfernten Gegenden der Welt aus der dortigen Erde entnommen werden. Die hüpfenden „Fridays for future Kids“ werden sicher nicht auf ihre Smartphones verzichten, auf ihre Flugreisen , auf die Autos – ach ja, jetzt sollen es die mit Strom betriebenen Autos richten. Wohin denn mit den kaputt gegangenen Akkus, was, wenn kein Strom da ist, was, wenn kein Strom aus der Steckdose oder sonst woher kommt weil durch Cyberattacken oder real geführten Kriegen keine Stromerzeugung und dadurch Versorgung möglich ist? Hoffen wir, dass es den guten alten Drahtesel mit zwei Pedalen dann immer noch gibt!
Tja, das sind eben die Nebenwirkungen dieser, unserer Segnungen. Ich benutze sehr bewusst den Ausdruck „unsere Segnungen“. Jawohl, zweifelsfrei steckt „auf den ersten Blick“ ein Segen in diesen Dingen. Aber ob darin wirklich auch GOTTES SEGEN darin liegt, das kann und sollte durchaus hinterfragt werden.

Für die kommende Woche wünsche ich euch Gottes Segen und Schutz – den, ohne unerwünschte Neben – und Spätwirkungen
 
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Kommentare  

Hallo Rosmarin
Ich freu mich von dir zu lesen.
Ich habe dir etwas in dein Postfach geschrieben.


martin suevia (28.04.2019)

Du hast ja so Recht. GOTTES SEGEN HAT KEINE
UNERWÜNSCHTEN NEBENWIRKUNGEN UND
TRÄGT DARÜBER HINAUS FRÜCHTE DIE
HILFREICH SIND, EBENFALLS OHNE
UNERWÜNSCHTE NEBENWIRKUNG! Aber sage
mir: Wo soll es sein, dieses Wunderland? Nicht
auf dieser Erde. Da ist Segen immer auch Fluch.
Gruß von


rosmarin (27.04.2019)

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