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PATER PAULI MYSTERY 12.3 ** DIE OMEGA AKTEN **

Trauriges · Kurzgeschichten
Vorwort:
Was sind die OMEGA AKTEN? Lese hierzu die Erläuterungen im Bradfort Portrait.


恐怖の森

Aokigahara. Wald des Schreckens.
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Liebe Brüder und Schwestern,

das dichte japanische Waldgebiet Aokigahara, nahe dem Vulkan Fuji -

(Narusawa Fujikawaguchiko, District Minamitsuru, Yamanashi Japan; GPS Breite 35°27'52.07"N Länge 138°39'21.42"E)

- ist weniger als Erholungsgebiet und Zone explodierender Atomkraftwerke bekannt geworden, sondern weltweit mehr als Selbstmörder Waldgebiet. Jahr für Jahr werden dort zahlreiche Tote gefunden. Vereinzelt wird sogar von ca. 100 Toten im Jahr gesprochen.

Seit Jahrhunderten fühlen sich selbstmordgefährdete Personen anscheinend magisch von diesem Waldgebiet angezogen.
Obwohl für uns in Europa dies vielleicht verwunderlich
ist, entspricht es doch der traditionellen Beziehung mancher Japaner zum Thema Selbstmord.

Während in unserer Gesellschaft der Freitod seit Alters her sündhaft und unehrenhaft ist, wird/wurde er von vielen Japanern durchaus als ehrenvoller Abschluss (Seppuku, Harakiri) des eigenen Lebensweges angesehen.

Unzählige Menschen haben sich dort schon das Leben genommen.
Viele sind ins Unterholz gegangen und nie wieder aufgetaucht.
Es gab/gibt sogar Japaner, welche der heidnischen Ansicht sind, dass dort auch Waldgeister hausen und das sich regelmäßig Blüten von Waldpflanzen aufrichten, wenn wieder jemand dort aus dem Leben getreten ist.

In den Zeiten des ausklingenden Mittelalters, war es für die damaligen Japaner vereinzelt nicht ungewöhnlich, wenn dort Familienmitglieder, für die kein Essen mehr da war, gezielt
in den Wald geführt wurden, um dort alleingelassen orientierungslos herumzuirren und zu sterben. Vor allem Senioren und Kinder wurden dort vor über 100 Jahren immer wieder ihrem gnadenlosen Schicksal überlassen.

Lieber Brüder und Schwestern,

auch dies ist, was absolut keine Entschuldigung sein soll, weltweit historisch nichts Ungewöhnliches und hat es schon in vielen vergangenen Kulturen, mit oft ohnehin heidnischer Volksreligion, gegeben. Auch die Spartaner waren diesbezüglich "nicht von Pappe".
Im Mittelalter wurden Selbstmörder bei uns mit einem Eselsbegräbnis (sepultura asinina) bestraft, u. a. da diese durch ihren Suizid öffentlich die Gnadenbereitschaft unseres Herrn verneinten. Die Toten wurden deswegen sogar oft noch einmal vor Gericht gestellt.
Heute geht man bei uns weniger von sündhaften Verhalten, als mehr vom Vorliegen einer schweren psychischen Störung aus.

Es soll im Aokigahara regelmäßige Suchmannschaften geben, welche das Waldgebiet begehen und dort nach Toten und selbstmordgefährdeten suchen. Inzwischen gibt es richtige Grabfelder im Wald, wo u.a. die Toten "an Ort und Stelle" gleich beerdigt werden. Hinweisschilder wurden auf Waldwegen aufgestellt, die diesbezügliche Notfalltelefonnummern
gefährdeten Menschen anbieten.

Lieber Brüder und Schwestern,

was sind die Gründe für diese tragischen Vorfälle?

Einer der Gründe liegt sicherlich in einem fast krankhaften Ehrenkodex, der häufig vor allem Männer dort zum Selbstmord treibt, da diese "ihr Gesicht nicht verlieren" möchten, wenn Sie dieses aus persönlichen und/oder beruflichen Gründen zu verlieren glauben.
Der oft unmenschliche Arbeitsdruck, Perfektionismus, Erfolgszwang und Zwang zum Lernerfolg u. a. in Schule und Beruf, ist dort seit Jahrhunderten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen so groß, dass diese manchmal dies als einzigen Ausweg für sich selbst ansehen.

Es ergibt sich hier die Frage, wer eigentlich kränker ist. Die betroffene Person oder die Gesellschaft in der diese Person lebt.

Lieber Brüder und Schwestern,

wenn man sich das alles so durch den Kopf gehen lässt, dann sind wir mit unseren BURN-OUT Fällen in der westlichen Welt, so schlimm diese für den persönlich Betroffenen auch sein mögen, noch einmal relativ gut weggekommen. Wer weiß aber, wie sich unsere Leistungsgesellschaft zukünftig entwickeln wird.

Vielleicht geht es schon bald wieder in Richtung Mittelalter zurück?

Was heißt hier aber vielleicht?

Wenn ich täglich aus dem Fenster sehe oder das Fernsehen anmache, dann habe ich das persönliche Gefühl, dass wir weltweit schon auf dem starken Weg dahin sind.

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ISBN: 978-3-7396-2031-2 Lotterie des Todes (Esoterik)
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