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PATER PAULI MYSTERY 35.4 ** DIE OMEGA AKTEN **

Schauriges · Kurzgeschichten
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Das Rätsel des unsterblichen Mönch
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Ein buddhistischer Mönch namens Hambo-Lama Daschi Dorscho Itigelow scheint ebenfalls (vgl.PATER PAULI MYSTERY 34 "Le Catacombe dei Cappuccini") nicht zu verwesen, obwohl er aufgebahrt im Schneidersitz (sitzt angeblich im Lotussitz ohne Rückenstütze) von Interessierten in einem Kloster zu besichtigen ist.

(Ungefähre Kloster-GPS-Daten:51°45'32.43"N Breite, Länge 107°12'4.79"E)

Der Mönch lebte in der Zeit von 1852 n. Chr. bis 1927 n. Chr. und verbrachte Teile seines Lebens in einem russischen Kloster in der Provinz Burjatien. Angeblich, so wird berichtet, soll er schon zu Lebzeiten verkündet haben, dass sein Körper, auch nach seinem Tod niemals verwesen wird.

Irgendwann soll Daschi Dorscho Itigelow während einer Tiefenmeditation plötzlich gestorben sein. Über 30 Jahre soll man ihn dann vergraben haben und erst im Jahre 2002 wieder exhumiert haben.

Die "Tatsache", dass er bis heute kaum verwest ist,
stellt auch Fachwissenschaftler (u.a. angeblich auch die Chemisch-Technische Universität Moskau) vor ein Rätsel.

Wissenschaftler haben den Leichnam genau untersucht und keine Spuren von äußeren Manipulationen (z. B. Einbalsamierungs Arbeiten) feststellen können.

Der medizinisch/chemische Zustand seiner Verwesung wurde über 80 Jahre nach seinem Tod von Sachverständigen auf nur 1,5 Tage (nach Eintritt des Todes) geschätzt. Auf Deutsch: Der Leichnam ist so gut erhalten, als wäre erst vor eineinhalb Tagen gestorben.

Was fast absolut unglaublich sein soll ist, dass zudem berichtet wird, dass dieser Mönch bis heute noch Körpervitalfunktionen in sehr geringem Ausmaß zeigen würde. So würde dieser bisweilen die Augen öffnen und auch den Mund bewegen.

Es gibt die Aussage von Wissenschaftlern, welche den Mönch untersucht haben, welche seinen derzeitigen Zustand als Zwischenstation zwischen Leben und Tod bezeichnen. Andere gehen hier vom Zustand einer Wachsleiche aus. Durch langen Aufenthalt in einem ziemlich luftleeren Raum, sollen eigene Fette des Körpers eine schützende Außenhülle um diesen herum gebildet haben.



Fazit Pater Pauli: Interessante Geschichte. Jeder entscheide selbst, was er/sie davon hält.

Aber mal hier so angemerkt.
Es ist schon krass, was im Bereich des Buddhismus Mönche so an Selbstexerzitien auf sich nehmen. So wird von einem Mönch Kuukai (angeblich auch Gründer einer Sekte) berichtet, der sich ca. 8 Jahre lang auf seinen Tod dadurch vorbereitet
hatte, dass er seinem Körper Fett und Wasser durch Askese entzog. Er trank wenig und aß viele Hülsenfrüchte, Baumrinde und gesundheitsschädliche Baumharze in dieser Zeit. Die Baumharze sollten wohl dafür sorgen, dass sein Körper nach seinem Tod nicht von Tieren, Insekten, Würmern und Maden aufgefressen wird. Ob unser heimischer Borkenkäfer (Scolytinae) auch davon beeindruckt gewesen wäre sei einmal dahingestellt.
Zum Schluss wurde er von seinen Jüngern auf seinen Befehl hin in eine kleine Zelle mit Luftloch bei lebendigem Leib eingemauert.
Dort verweilte er im Lotussitz, betätigte ab und zu noch eine Lebensglocke, damit "die da draußen" über seinen Zustand regelmäßig Bescheid bekamen, bis zu seinem Tod 835 n.Chr..
Als man von seinem Dahinscheiden ausging, weil die Signalglocke nicht mehr ertönte, wurde er endgültig eingemauert.

Nach über 2 Jahren wurde das Grab geöffnet und man stellte fest, dass Kuukai gut erhalten und vollständig mumifiziert war.

(Exkurs: Mumie = mumia bedeutet angeblich = "Pech/Bitumen" im persischen, obwohl, wenn man "Mumie" im Google Übersetzer eingibt, dies manchmal dort im persischen in unverschämter Weise mit "Mamas Körper" übersetzt wird. Kann natürlich auch sein, dass dies mal wieder eine paulinische Falschbedienung eines Internet-Auskunftdienstes war.)

So um 1877 n. Chr. herum gab es noch einmal einen Mönch namens Tetsuryou-Kai welcher auf ähnliche Weise starb. In der Mongolei hat man vor einiger Zeit -

(Januar 2015? Fundort Songino Khairkhan, GPS unverbindlich: Breite 48° 4'47.08"N Länge 106°35'21.22"E)

- einen Mumienmönch im Lotussitz gefunden, der nach ca. 200 Jahren Mumienzeit immer noch so aussah, als wäre er erst vor ein paar Tagen gestorben. Es gibt von ihm Fotos, welche wirklich sensationell sind. Sein mumifizierter Schädel trug/trägt noch reichlich Haare. Ein Mumienhändler hatte vorher versucht, den Leichnam gewinnbringend zu verkaufen. Ein einheimischer Professor aus Ulan-Bator (Ulaanbaatar GPS: Breite 47°54'47.86"N Länge 106°55'11.92"E) ging sogar davon aus, dass der Tote gar nicht tot sei, sondern nur in einem Zustand der Tiefenmeditaion (Tukdam) verweile.

Seltsam geht es bis heute, wie man hört, auch noch in Neuguinea beim Volksstamm der Dani zu. Dort werden Gestorbene solange geräuchert bis diese statuenhaft mumifiziert sind. Das kann schon einmal Monate dauern.

Der japanisch religiöse Weg der Automumifizierung wird dort Sokushinbutsu genannt und ist angeblich seit 1903 n.Chr. behördlich verboten worden.


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ISBN: 978-3-7396-2494-5 Welche Rechte hat ein Alien? (Satire)
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