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7 Seiten

Mortal Sin 2008- Hunting For Myself

Romane/Serien · Spannendes
© JoHo24
Manche Leute glauben, Durchhalten macht uns stark. Doch manchmal stärkt uns gerade das Loslassen.
- Hermann Hesse


Der Wecker auf der Nachtkommode zeigte ihr, dass es noch mitten in der Nacht war. Erst in vier Stunden würde die Sonne langsam aufgehen und mit ihren wärmenden Strahlen die abscheuliche Finsternis vertreiben, die ihr Schlafzimmer noch fest im Griff hatte.
Emilia Sophia McDermott setzte sich atemlos und unter leichtem Zittern auf. Ihre Haut war heiß und durch den Schweiß klebrig. Das blonde Haar fühlte sich leicht feucht an, als sie ihre linke Hand hindurch gleiten ließ. Ihr Körper war noch im Erregungszustand durch die voran-gegangene Anstrengung und Leidenschaft.
Sie hatte Sex gehabt; Sex mit Victor Drake, dem Barkeeper aus dem 38° mit dem sie bisher nur eine lockere Flirtbeziehung gepflegt hatte, doch heute Nacht hatte sie ihn mit nach Hause genommen. Den genauen Grund für diese Entscheidung kannte sie selbst nicht genau. Viel-leicht hatte sie zu viel getrunken oder sich unbedingt nach Gesellschaft gesehnt. Emilia erinnerte sich daran, wie deprimiert, mutlos und einsam sie an der Bar des Clubs gesessen und sich selbst bemitleidet hatte. Automatisch kehrte sie in diese Gedankenwelt zurück und ihr wurde bewusst, warum sie in das 38° eingekehrt war und sich hatte vollaufen lassen.
Die Blondine war ausgebrannt und sah keine Möglichkeit aus diesem furchterregenden Zu-stand auszubrechen. Verzweifelt und mit allen erdenklichen Mitteln suchte sie nach ihrer Identität und das bereits seit fast zwei Jahren, was sie unglaublich ermüdete. Seit dieser Zeit schwamm sie in eiskaltem Wasser, das sie betäubte und bewegungsunfähig machte. Emilia konnte nicht atmen und sich an die rettende Oberfläche kämpfen. Sie war allein und in der Dunkelheit verloren.
Ihre Familie; ihr Grundpfeiler, der das Konstrukt aus ihrem Charakter, ihren Träumen, Wün-schen und Wertvorstellungen getragen und gestützt hatte, war weggebrochen und hatte alles mit sich in die Tiefe gerissen. Emilias Selbst war völlig zerstört und musste mit aller Kraft wieder zusammengesetzt werden, doch selbst dann würde es nie wieder so aussehen, wie zu-vor. Es würde ein neues Ich werden, bei dem sie noch nicht wusste, ob sie dieses mögen wür-de. Denn seit geraumer Zeit fühlte sie sich innerlich leer und zerbrochen.
Es war nichts mehr übrig von ihrer Freude, Güte und Ausgeglichenheit, die sie einst ausgemacht hatten. Die Blondine hatte sich zu ihrem Entsetzen in die gleiche Richtung wie ihre blutrünstigen Kollegen entwickelt, dabei hatte sie dies immer vermeiden wollen.
Kräftig biss sie sich bei diesem erschreckenden Gedanken in die Unterlippe, sodass diese zu bluten begann und die roten Tropfen auf das schneeweiße Laken fielen.
Dessen ungeachtet malträtierten ihre Zähne pausenlos ihre Lippe, während sie apathisch die gegenüberliegende Wand anstarrte und gedanklich abdriftete.
„Em?“ Seine Stimme drang nur schwach durch die dichten, schweren Schwaden des Selbsthasses und der Lethargie, aber sie hatte dennoch die Kraft sich ins Hier und Jetzt zu holen.
„Was machst du denn?“, fragte Victor sie halb besorgt, halb amüsiert, als er sie von der Seite her ansah. Es dauerte noch einige Sekunden, bis die Killerin sich in der Lage sah ihren Kopf in seine Richtung zu drehen und ihm eine Antwort zu geben.
„Nichts“, winkte sie entschieden ab und zwang sich zu einem lieblichen Lächeln, das sie selbst verabscheute, weil es falsch war und nicht mal ansatzweise widerspiegelte, wie sie sich in Wahrheit fühlte. Doch sie war bemüht eine Fassade zu errichten, für Victor und letzten Endes auch für sich selbst. Allerdings war sie nicht gut genug und er fiel auf ihre Maskerade nicht herein.
„Ich sehe dir an, dass was nicht stimmt. Hat es dir etwa nicht gefallen, Em?“, wurde Victor fast schon panisch, was sie auf sein Ego schob. Schließlich war er ein junger Mann und definierte sich, wie so viele in diesem Alter, über seine Qualitäten als Liebhaber. Emilia konnte darüber bloß den Kopf schütteln, denn für sie war dies albern und nichtig. Da sie ihn jedoch nicht verletzen oder vorführen wollte, hielt sie sich zurück und legte sich gründlich ihre nächsten Worte zurecht, ehe sie das Gespräch fortführte.
„Was in mir vorgeht, hat nicht im Geringsten mit dir zu tun, Victor“, versprach sie ihm im ruhigen Ton. „Du brauchst dir keine Gedanken zu machen.“ Sie neigte ihren Oberkörper und gab dem Barkeeper einen intensiven Kuss, der seine Stimmung schlagartig hob.
„Du warst großartig“, hauchte sie ihm im Anschluss wahrheitsgetreu ins Ohr. Ja, der Sex war wild und heiß gewesen und hatte sie von ihren Problemen abgelenkt. Emilia hatte die Nähe eines Mannes genossen, was sie nach der Sache mit Marcus nicht mehr für möglich gehalten hätte. Sie hatte sich gut gefühlt; attraktiv und begehrenswert und war einfach eine normale Frau gewesen, die einen One-Night-Stand hatte.
Aber kaum, dass sie nicht mehr durch Victor abgelenkt wurde, quälten sie wieder ihre Ängste und Sorgen, die an ihr hafteten wie ein Schatten. Etwas Düsteres legte sich langsam, aber sicher über Emilia und presste sie nieder; zermalmte ihre Knochen und zerquetschte ihr Herz und Hirn, sodass bloß ein seelenloser Matsch aus Haut, Blut und anderen Körperflüssigkeiten übrig blieb. Genauso elend und wertlos fühlte sich die Killerin gerade und nichts und niemand konnte etwas an ihrem Zustand ändern, egal wie sehr sie es auch wollte und sich darum be-mühte. Es schien, als ließe ihr Inneres es nicht zu, dass sie irgendwann wieder glücklich war und von ihrem unvergleichbaren Schmerz geheilt wurde.
„Dann ist es was anderes, Em“, stellte er mit ernster und professioneller Miene fest, als sei er ein Psychotherapeut, der sie analysierte, um herauszufinden, was nicht mit ihr stimmte.
Ja, sieh mich nur an, Victor! Neben dir sitzt ein kaputter Mensch, obwohl man mich nach meinen Taten keinen Menschen mehr nennen kann. Ich bin das warnende Beispiel für eine fatale Entscheidung, die man trifft und sich daraufhin alles zum Negativen verändert. Es existiert nichts Gutes in meinem Leben. Mir ist nichts Bedeutungsvolles geblieben, das mich vor dem Absturz bewahrt. Es ist mein Schicksal zugrunde zu gehen!
„Rede bitte mit mir.“ Er legte behutsam seine rechte Hand auf ihren unteren Rücken, um ihr zu zeigen, dass er sich um sie sorgte und für sie da war. Emilia konnte über diese nett gemeinte Geste nur müde Lächeln.
„Du brauchst dich für meine Probleme nicht verantwortlich zu fühlen, nur, weil wir miteinander geschlafen haben“, erklärte sie ihm und strich über sein volles, unbändiges Haar.
„Das hat gar nichts damit zu tun, Em“, widersprach ihr Victor rigoros und setzte sich hektisch auf. „Du bist eine tolle Frau und wir verstehen uns gut. Mir ist wichtig, wie es dir geht und was dich bedrückt.“ Seine Einfühlsamkeit und sensible Seite, die er ihr bisher nie gezeigt hat-te, überraschten und rührten sie, dennoch blieb bei ihr die Unsicherheit, ob er verstehen würde, was in ihr vorging. Nach einer Minute Bedenkzeit gab sie sich letztlich doch einen Ruck.
„Hattest du schon mal das Gefühl nicht zu wissen, wer du bist?“, fragte sie ihn direkt heraus.
„Hä? Wie meinst du das?“ Die etlichen Fragezeichen in seinem Gesicht verrieten ihr, dass er nicht den Hauch einer Ahnung hatte, worauf sie hinaus wollte.
„Ach, vergiss meine Frage, Victor. Du bist noch zu jung, um das zu verstehen.“
„Hey, ich bin doch kein Kind“, warf er gespielt empört ein. „Ich bin bloß fünf Jahre jünger, als du.“ Das freche Grinsen, was er dabei zur Schau stellte, zeigte ihr allerdings seine Unreife und naive Leichtigkeit, mit der er durchs Leben ging. Emilia nahm ihm dies nicht übel, im Gegenteil. Sie beneidete ihn um seine Sorgenfreiheit und um die Tatsache, dass er all das aus-leben konnte, was ihm Spaß machte und wozu er Lust hatte. Er zog die Fäden seines Werdegangs; ihm standen alle Wege offen und er konnte sich frei entfalten.
Sie hingegen war gefangen; eingeengt in einer Welt, die sie vernichten würde, wenn sie keinen Ausweg fand.
Just in diesem Moment begann sie notorisch an ihren Fingernägeln zu kauen, wie immer, wenn ihre Emotionen sie zu überwältigen drohten und sie keine Ahnung hatte wie sie sonst den inneren Druck abbauen sollte.
„Emilia?“ Victor rüttelte an ihrer Schulter, aber sie reagierte nicht. „Hey!“ Erschrocken zuckte die Blondine zusammen und ließ ihre Hand sinken.
„Was ist bloß los mit dir? Ich mache mir echt Sorgen um dich.“ Als sie in seine treuen, grünen Augen sah, mit denen er sie betrachtete, wurde sie schlagartig wütend, denn sie fühlte sich von ihm bedrängt. Was fiel ihm ein sich in ihr Gefühlsleben einzumischen? Was nahm er sich heraus? Glaubte er, dass ein enges Band zwischen ihnen bestand, weil er mit ihr gevögelt hatte?
„Halt dich gefälligst aus meinen Angelegenheiten raus und hör auf dir Sorgen zu machen, Victor“, fauchte sie ihn böse an, was ihn dazu brachte panisch aus ihrem Bett zu flüchten. Hatte er etwa Angst vor ihr? Vor einer Frau, die zweieinhalb Köpfe kleiner und viel schmächtiger war, als er? Emilia McDermott beäugte genaustens die Mimik und Gestik des jungen Barkeepers, der völlig perplex und bleich am Bettende stand. Er machte auf sie tatsächlich einen erschütterten und überforderten Eindruck, was sie mit Macht und Überlegenheit erfüllte.
Sie genoss die Wellen der Euphorie und Selbstzufriedenheit, die sie mitrissen und in andere Sphären trugen. Die Killerin spürte, wie sie stärker wurde, aber auch Aggressionen in ihr brodelten. Ihr Puls raste; das Blut kochte.
Victor sah sie als schwaches, labiles Opfer, das man in Schutz nehmen und dem man helfen musste. Er war wie all die anderen, die ihr nichts zutrauten oder sie Ernst nahmen. Emilia hatte es satt. Sie hasste es, dass die Menschen ein solches Bild von ihr hatten. Es war eine dreiste Fälschung; eine optische Täuschung, die sie klarstellen musste.
„Ich…ich wollte dich nicht aufregen“, meinte er beschwichtigt und hob die Hände, als wolle er sich ergeben. Seine Rechtfertigung befeuerte ihren Zorn allerdings nur noch, statt sie zu beruhigen.
„Warum bohrst du dann immer weiter nach, hm?“, brüllte sie ihm mit tiefer, furchterregender Stimme entgegen. „Verdammt, ich habe dir gesagt, dass du mich nicht verstehen wirst. Aber nein, anstatt auf mich zu hören und zu akzeptieren, dass ich nicht weiter darüber reden will, entscheidest du dich einfach dafür über meinen Wunsch hinwegzugehen und mir auf die Nerven zu gehen!“ Erzürnt schnappte sie sich kurzerhand ihren Wecker und warf ihn nach Victor, welcher gerade noch ausweichen konnte.
„Bist du verrückt geworden?“ Sie hatte ihn mit ihrer Wut angesteckt und bekam nun die volle Ladung ab. „Ich erkenne dich gar nicht wieder!“
„Sprich nicht so, als wüsstest du, wer und wie ich bin!“ In diesem Moment zerplatzte brutal ihre Illusion einer selbstsicheren Frau, die sie selbst erschaffen und sich nur vorgemacht hatte. Sie war sich nicht sicher, ob der letzte Satz an ihn oder doch eher an sich selbst gerichtet war. In einem Ausbruch von Zorn und Unzufriedenheit hatte sie Victor angeschnauzt und für alles verantwortlich gemacht, dabei war sie der Kern des Problems; der Auslöser diesen überflüssigen Zwists.
Scham war das neue, vorherrschende Gefühl, das sie befiel und unerträglich für sie war. Sie machte sich schwere Vorwürfe und wusste nicht, was plötzlich in sie gefahren war. Wie hatte sie bloß dermaßen die Kontrolle über sich verlieren können?
Emilia hatte zunächst keine Erklärung für ihr Verhalten, aber dann kam ihr ein furchtbarer Verdacht. Waren ihre heftigen Reaktionen vielleicht die Antwort auf die Frage, die sie seit einer Ewigkeit in die Verzweiflung trieb? Wusste sie eigentlich schon längst, wer sie war und hatte bisher nur nicht den Mut gehabt dies vor sich selbst zuzugeben? Hatte sie vor dem Offensichtlichen die Augen verschlossen und es gnadenlos verdrängt?
Sie bekam von einer höheren Macht die unwiderruflichen und unübersehbaren Zeichen für das, was sie war; was in ihr schon immer geschlummert hatte und sich bemühte ins Freie zu gelangen, um sein hässliches Gesicht zu zeigen. Ein Gesicht, das die Blondine keinesfalls sehen oder ihren Mitmenschen zeigen wollte. Sie wollte weder akzeptieren, noch wahrhaben, dass etwas abgrundtief Böses in ihr zu finden war, das sie niemals würde zähmen oder unter-drücken können. Es war ein Teil von ihr und wollte ausgelebt werden, egal, um welchen Preis.
„Du bist doch diejenige, die keine Ahnung hat, wer sie ist!“, blaffte Victor tollwütig in ihren wirren Gedankengang hinein. „Du kommst mit dir selbst nicht klar und lässt das an mir aus! Scheiße, mir reicht´s!“ Im Eiltempo las er seine Klamotten vom Fußboden auf und war im Begriff zu verschwinden, doch das würde sie nicht zulassen. Sie konnte ihn nicht gehen las-sen. Nicht, ohne noch einmal das Gespräch mit ihm gesucht zu haben.
„Victor, warte bitte!“, flehte sie, bevor sie aus dem Bett sprang und ihn fest am linken Unter-arm packte, damit er sie nicht verließ.
„Es tut mir aufrichtig leid, was ich gesagt und wie ich dich behandelt habe.“ Reumütig schau-te sie ihn an, in der Hoffnung, dass er die Ehrlichkeit ihrer Worte erkannte und ihr verzieh.
„Ich bin wütend auf mich selbst und habe es an dir ausgelassen, was nicht richtig ist. Ich hätte dir mit Respekt und Dankbarkeit gegenübertreten müssen, Victor.“ Eindringlich redete sie auf ihn ein und lieferte ihm eine Erklärung, die er vielleicht nachvollziehen konnte. Anschließend standen sie sich minutenlang gegenüber und starrten sich an. Emilia wagte es nicht sich zu bewegen oder gar zu atmen. Der Barkeeper wirkte indes unsicher, welche Entscheidung er treffen sollte. In seinen Augen sah sie Zorn und Güte miteinander vereint, was sie irritierte. Sie stand unter Anspannung und wurde, je mehr Zeit verstrich, immer nervöser.
„Du bist die geheimnisvollste, aber auch durchgeknallteste Frau, der ich jemals begegnet bin, Em“, gab er trocken und ernst von sich. Aber dann hoben sich seine Mundwinkel zu einem spitzbübischen Grinsen, mit dem er sie fesselte und ihr die erlösende Bestätigung gab, dass er gewillt war über ihren Ausraster hinwegzusehen und ihre Entschuldigung anzunehmen.
„Verzeihst du mir?“, konnte sie es dennoch nicht verhindern, dass sie ängstlich klang. Victor nahm ihr Gesicht in seine Hände und nickte.
„Ja, ich verzeihe dir deinen zickigen Auftritt.“ Er nahm ihren Streit auf die leichte Schulter, obwohl sie ihn wie Dreck behandelt hatte. Emilia fühlte sich mies und erleichtert zugleich.
„Danke“, wisperte sie. Danach schlang sie ihre Arme um seine Taille und küsste ihn lange und leidenschaftlich. Victor nahm diese Art der Wiedergutmachung begeistert an und drängte sie zurück zum Bett, um dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten. Die aufflammende Erregung infizierte jede Zelle ihres Körpers und ließ ihrem selbstzerstörerischen Gedankengut keine Chance erneut auszubrechen. Emilia genoss die kurzweilige Freiheit, die sie süchtig machte. Auf keinen Fall sollte dieser traumhafte Zustand aufhören, also legte sie sich hin und zog Victor energisch zu sich herunter.
„Fick mich“, verlangte sie mit einer unberechenbaren Dominanz, denn er sollte sie alles Schreckliche vergessen lassen, was sie in ihrem Leben getan hatte. Er sollte das grausame Monster vertreiben, was ihre Seele beherbergte und sie zu verschlingen drohte. Sie hatte hohe Ansprüche an den jungen Mann, aber er war momentan der Einzige, der sie vor sich selbst retten konnte.
 
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