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12 Seiten

PATER PAULI MYSTERY 47.2 ** DIE OMEGA AKTEN **

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
*********
E = MC²
*********

Kosmische Wunder, Erkenntnisse, Vermutungen und Dimensionen außerhalb unserer Vorstellungskraft. Warum die Religion vor der Wissenschaft absolut keine Angst haben muss.

Hinweis/Vorwort:
Es folgen Ausführungen, welche in Teilbereichen keiner klerikalen Lehre entsprechen, vielmehr die orthodoxe religiöse Weltanschauung in Teilbereichen sogar ordentlich infrage stellen. Ich, Euer Pater Pauli, stelle die nachfolgenden wissenschaftlichen Erkenntnisse gerne aber trotzdem einmal zur allgemeinen Diskussion. Den zum Glauben gehört auch immer Mut. Mut zur Auseinandersetzung!

Ich habe einmal vor Jahren in einer Sternwarte mit einem renommierten Astronomen persönlich gesprochen, welcher mir folgendes mitteilte:
Er sei im kommunistisch atheistischen Osten aufgewachsen und hätte auch dort erfolgreich Astronomie studiert. Nun, wo er an Lebensjahren schon betagt sei, seien im insgeheim aber Zweifel gekommen. Zweifel, ob alles wirklich nur aus einem Urknall heraus entstanden ist, oder ob es da nicht doch etwas gäbe, was dahinter die Fäden in der Hand hält.
„Im Prinzip“, so sagte er mir damals in einem sehr leisen und sehr nachdenklichen Tonfall, „wissen wir trotz aller Forschung immer noch nichts genau. Wer heute behauptet, dass es Gott nicht gäbe, da dies die Wissenschaft zwischenzeitlich angeblich bewiesen habe, der hätte keine Ahnung und nichts verstanden. Es wäre auch bei aller wissenschaftlichen Erkenntnis kein Beweis zu führen, dass es einen Gott n i c h t gäbe. Ganz im Gegenteil wäre ihm im Laufe seines wissenschaftlichen Lebens immer klarer geworden, dass die Wahrscheinlichkeit das es da etwas hinter dem Horizont gibt, wahrscheinlicher ist, als das es da absolut nichts gäbe.“

Das Universum:

Nach wissenschaftlicher Erkenntnis ist unser Universum ca. 13.820.000.000 Jahre alt und dehnt sich, wenn man dem Hubble-Weltraumteleskop glaubt, mit einer Geschwindigkeit von 73,2 Km/Sek aus.

Im Jahr 2013 haben Astronomen die Galaxis z8 GND 5296 aufgespürt, welche 13.100.000.000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Das bedeutet, dass deren Licht über 13.000.000.000 Jahre zu uns unterwegs war und das die Schätzungen unserer Astronomen über das Alter des Universums reale Grundlagen haben.

Man sollte hier berücksichtigen, dass 1 Lichtjahr immerhin 9.460.730.472.581 km entspricht.

Unsere Galaxis hat ca. 100.000.000.000 Sterne (Sonnen, Supernova, Blaue Riesen, Rote Riesen, Rote Zwerge, Weiße Zwerge....), welche wiederum wahrscheinlich zusammen X-Milliarden Planeten (vgl. Erde, Mars. Saturn......) haben, über die wir so gut wie nichts wissen.

Das ist aber viel, meint Ihr?

An sich nicht, denn nehmen wir z. B. die Millionen von Lichtjahre entfernte Sombrerogalaxis im Sternbild Jungfrau
(M104 NGC 4594) mit einer Ausdehnung von über 100.000 Lichtjahren hinzu, dann hat alleine diese Galaxis geschätzte 800.000.000.000 bis 1.000.000.000.000 Sonnen im Angebot. Beim Black Hole (Schwarzem Loch) welches sich wahrscheinlich im Zentrum der Sombrerogalaxis befindet, geht man zur Zeit von einer Masse aus, welche 1.000.000.000 Mal größer ist, als die Masse unserer Sonne, deren Masse ca. 333.000 Mal größer ist als die Masse unserer Erde.

In der Ausgabe 04/12 berichtet das Wissenschaftsmagazin Max Planck Forschung auf Seite 45 sogar von einem Black Hole in der Galaxis NGC 1277, welches die 17.000.000.000 fache Masse unserer Sonne hat. Dieses Schwarze Loch belegt also allein schon ca. 14 % der Gesamtmasse von NGC 1277. Es sei darauf hingewiesen, dass die Schwarzen Löcher im Zentrum ihrer jeweiligen Galaxien im Durchschnitt nur jeweils 0,1 Prozent der Gesamtmasse ihrer Galaxis ausmachen.

Man sollte sich einmal klarmachen, über welche Dimensionen / Größenordnungen wir hier reden. Größen, welche vollkommen außerhalb des Vorstellungsvermögens eines HOMO SAPIENS liegen. Ein HOMO SAPIENS, welcher evolutionsgeschichtlich auch heute noch fast auf dem Status des "Jägers und Sammlers" steht, der es ihm lediglich - ohne technische Hilfsmittel - ermöglicht, die notwendige Abwurfgeschwindigkeit eines Speeres mit dem eigenen Wurfarm zu schätzen, um mit einigermaßen Sicherheit ein davon rennendes Reh auch treffen zu können.

Vielleicht sollte man sich einmal die Frage stellen, ob das menschliche Gehirn von der Evolution (oder vom lieben Gott?) eigentlich dazu geschaffen wurde, die Vielfältigkeit des Kosmos, auch unter zu Hilfenahme von technischen Hilfsmitteln, zu erkennen, oder ob der einzige Sinn unseres höher entwickelten Gehirns, aus Sicht der Evolution (Natur), nicht nur allein dazu da ist, die primitive Fortpflanzungsfähigkeit des Individuums, also den Erhalt des Körpers und somit den Erhalt der eigenen Art, zu gewährleisten.

Es ergibt sich die alte Streitfrage u.a. zwischen Religion und Wissenschaft:

Ist der Körper des Menschen dazu da dessen Kopf (Verstand, Erkenntnisfähigkeit...etc.) zu erhalten oder ist der Kopf des Menschen nur dazu da den Körper (also die Fortpflanzungsfähigkeit) zu gewährleisten und zu erhalten?

Der Kosmos. Unendliche Weiten:

Zur Verdeutlichung unseres beschränkten Vorstellungsvermögens über Größenordnungen und Entfernungen im uns bekannten Universum sei auf WOH G64 verwiesen. Der Stern WOH G64 (Magellansche Wolke, Sternbild Schwertfisch, ca. 163.000 Lichtjahre von der Erde entfernt) ist ca. 2000 mal größer als unsere Sonne. Ein Passagierflugzeug, welches mit 900 km/Stunde fliegt, würde ca. 1100 Erdjahre benötigen, um diesen Stern nur e i n m a l zu umrunden.

Über 1.000 Jahre für eine einzige Umkreisung dieses Sterns!

Nebenbei angemerkt, WOH G64 hat sich so weit aufgebläht, dass (s)eine Supernovaexplosion wohl kurz ("kurz" in kosmischen Maßstäben natürlich betrachtet) bevorsteht. Setzt man die Explosionsenergien, welche dann frei werden, mit Explosionskräften, welche wir auf der Erde kennen ins Verhältnis, dann hätte im Vergleich zu dieser Supernovaexplosion die Explosion einer irdischen Atombombe nur die Kraft eines kleinen Neujahrsfeuerwerks-Böllers und die Supernovaexplosion die Kraft einer Atombombe.

Black Hole:

Es soll im Universum sterbende Sterne geben, welche eine so große Masse haben, dass diese zu einem Schwarzen Loch werden (z. B. Sagittarius A im Sternbild Schütze). Häufig findet man diese angeblich im Zentrum einer Galaxis.

Diese Black Hole haben eine so große Gravitationskraft, dass selbst Lichtstrahlen mit Lichtgeschwindigkeit dieser Anziehungskraft nicht mehr entkommen können. Die Stelle, an der die theoretische Fluchtgeschwindigkeit eines Stoffes, größer als die Lichtgeschwindigkeit sein müsste, um dem Ansog des Black Hole noch entgehen zu können, nennt man Ereignishorizont. Als Schwarzschildradius bezeichnet man den Radius des Ereignishorizonts.

Der Schwarzschildradius, benannt nach dem Astronom Karl Schwarzschild 1873 – 1916, beschreibt den kritischen Radius (Ereignishorizont), bei dem ein Körper mit einer bestimmten Masse durch seine eigene Gravitation zu einem Black Hole mutiert.

Dieser Radius errechnet sich nach der Formel:

R = 2 G M / C²

bzw.

R (Radius) = 2 G (Gravitationskonstante) M (Masse des Körpers) / C² (Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat)

Unsere Sonne hat somit einen Radius, nach Schwarzschild, von ca. 3 km und Terra einen Radius von 1 cm.

Niemand weiß, sofern es diese schwarzen Löcher überhaupt gibt, was hinter dem Ereignishorizont mit der eingefangenen Materie oder Energie geschieht.

Besonders krass geht es in ca. 5.000.000.000 Lichtjahren Entfernung von unserer Sonne zu. Ein amerikanischer Astronom namens Todd Boroson soll dort 2009 (?) ein Zwillings-Black Hole geortet haben. Angeblich umlaufen sich dort 2 Black Hole gegenseitig in einer Entfernung von nur 3.000.000.000.000 Km mit einer Geschwindigkeit von 21.600.000 km/h.

Stephen William Hawking ging von Energieverlusten der Black Holes aus (Verdampfungsprozesse) und schuf damit den Begriff Hawking Strahlung.

Es gibt vereinzelte Überlegungen, ob es sich hier beim Schwarzen Loch nicht um eine Übergangsstelle von einem Universum zu einem anderen Universum handelt.

Vielleicht wird die von diesem "kosmischen Staubsauger" eingefangene Materie und Energie, so stark komprimiert, dass
unser drei-dimensionales Raum-Zeit-Kontinuum diese Dinge "nicht mehr halten kann". Vielleicht aber auch nicht!?

Eventl. bilden die angesaugten Stoffe sogar, auf der anderen Seite des “Black Hole“ in Form eines "White Hole", die
Ausgangsstoffe für einen neuen Urknall, in einem neu entstehenden anderen Universum?

Der Auswurf (die Masse) an Teilchenstrahlung, welche ein Black Hole oben und unten aus dem Bereich der Akkretionsscheibe in den Weltraum herauskatapultiert, kann, wie bei Centaurus A, durchaus 15.000 Lichtjahre lang sein.

Vor einiger Zeit sah ich eine populärwissenschaftliche Fernsehsendung, in der namhafte (!) Astronomen sogar die Vermutung äußerten, dass wir alle in keiner dreidimensionalen Realität leben würden, sondern dass vielleicht eher unsere dritte Dimension nur ein Ergebnis einer zweidimensional basierten holografischen Projektion wäre.
Ein Gegenstand, welcher in ein Black Hole hineingesaugt würde, könnte dort völlig desintegriert, entmaterialisiert und kopiert werden. Die ungeheuren Gravitationskräfte würden im Hole jede Art von Materie völlig in ihre subatomaren, bzw. quantenmechanischen Urbestandteile zerlegen. Eine digitalisiert anmutende Kopie dieses Gegenstandes würde innerhalb des Black Hole zweidimensional gespeichert und wäre der Ausgangspunkt für unsere dreidimensionale holografische Scheinrealität in der wir uns alle befinden.

Also meiner Meinung nach hörte sich das alles nach „Welt am Draht“ oder „Second Life“ an. Hier zeigt sich, dass die
Wissenschaft im Bereich des Mikrokosmos und Makrokosmos langsam an einer Erklärungs- und Deutungsgrenze angekommen ist, wenn schon namhafte Wissenschaftler mit internationalem Renommee solche gewagten Theorien veröffentlichen.

"Je mehr wir verstehen, desto geheimnisvoller wird die Natur" (Hans Jürgen Quadbeck-Seeger,dt.Chemiker)

Wir Menschen wären dann nicht wirklich existent, sondern eine Ansammlung von ferngesteuerten Avataren, welche zeit ihres Lebens Handlungsweisen ausführen würden, welche uns von einer höheren Ebene, aus welchen Gründen auch immer, einprogrammiert würden.
Ich glaube, dass solche Philosophien dann in unserer täglichen Wirklichkeit ersticken, wenn ein Mensch, der an so etwas glaubt, selbst eine schwere schmerzhafte Krankheit erleidet. Spätestens dann, wenn ein Mensch (z. B. Krebsleiden?) vor Schmerzen fast irre wird, wird er erkennen, dass er real doch existiert.

Es könnte sein, dass auch für solche Wissenschaftler irgendwann der Tag kommt, an denen diese zugeben müssen, dass die Evolution (oder der liebe Gott?) das Gehirn des Menschen nicht dazu befähigt hat, alle Geheimnisse des Kosmos je erklären und begreifen zu können. Vielleicht, vermuten einige Wissenschaftler, wurde unser Kopf ohnehin nur deswegen von der Evolution geschaffen, damit dieser hilft, bzw. dafür sorgt, den Körper, also die reine primitive Fortpflanzungsfähigkeit, zu erhalten. Wenn dies so ist, dann werden wir irgendwann endgültig an die Grenzen unserer wissenschaftlichen Erkenntnisfähigkeit ankommen und eventl. wieder vollkommen zurück in den Bereich der Metaphysik/Religion fallen. Alle religiös motivierten Leser können sich also entspannt zurücklehnen, da die Zeit wahrscheinlich für die Religionen spielt.

Oder wir schaffen es Maschinen zu bauen (z. B. Quantencomputer?), welche in der Lage sind Dinge zu begreifen, die außerhalb der Erkenntnisfähigkeit des HOMO SAPIENS liegen.

Wenn man historische naturwissenschaftliche Entwicklungen untersucht und das Ergebnis der Untersuchung auf die weitere Entwicklung in der Zukunft hochrechnet, liegt man vielleicht nicht fern, wenn man von folgender Entwicklung ausgeht:

RELIGION --> ASTROLOGIE --> ASTRONOMIE --> ESOTERIK/METAPHYSIK -->RELIGION

Urknall:

Es handelt sich hier nicht um einen zur Jahreswende gezündeten Superböller osteuropäischer Herkunft, sondern der
kosmologische "Urknall" (Big Bang) soll den erstmaligen Beginn des sich aus einem Anfangspunkt heraus ständig weiter
expandierenden Kosmos darstellen. Also eine kosmologische Anfangssingularität, aus der die Existenz von Zeit, Raum
und Materie gleichermaßen entstanden und begründet sein sollen.

Dieser Big Bang soll sich vor ca. 13.700.000.000 Jahren ereignet haben.

Singularität:

Dies ist der theoretische Anfangspunkt allen Seins, ein Punkt in dem die Naturgesetze / Gesetze der Physik noch nicht gültig waren/sind. Die Materie ist hier auf ein so kleines Volumen verdichtet, dass die Größe der damit verbundenen Dichte gegen Unendlich geht (z. B. im Mittelpunkt eines Black Hole). Die Höhe der Temperatur tendiert hier ebenfalls gegen Unendlich. Diese Singularität soll der Ausgangspunkt des Urknalls gewesen sein.

Als Beweise für diesen Urknall führt die Physik zurzeit folgende Argumente/Beweise auf:

- Bei den sichtbaren Galaxien wurde eine "Rotverschiebung" bzw. der "Dopplereffekt" festgestellt.
Die Lichtspektren der Galaxien weisen eine langwellige Verschiebung zur Farbe Rot aus. Sollte diese Beobachtung richtig sein, dann ist dies ein Hinweis dafür, dass sich die Galaxien umso schneller voneinander entfernen umso mehr diese voneinander entfernt sind.

- Primordiale Nukleosynthese / Auffällige Häufigkeit leichter Elemente im Universum.
Im Moment des Big Bang sollen ungeheure Mengen an Wasserstoff mittels Kernfusion in z. B. Lithium und Helium
umgewandelt worden sein, also in leichte Elemente. Erst viel später seien die schweren Elemente durch die Fusionsprozesse der Sonnen erbrütet worden.

-3-Kelvin-Hintergrundstrahlung im Kosmos.
Hier geht man davon aus, dass trotz der Abkühlung des Universums seit dem Zeitpunkt des Urknalls, nach strahlende
Restenergie in der Art von Mikrowellen auch heute noch an messbar ist. 1964 soll man dann in den USA (Bell
Laboratories, New Jersey) diese "3-Kelvin-Hintergrundstrahlung" gefunden und nachgewiesen haben.

Zwischengedanke Pater Pauli:

Nur was war vor dem Urknall?
Ist es wissenschaftlich hier einfach die Kausalkette (Ursache <---> Wirkung) zu unterbrechen, nach der Devise
"irgendwo muss alles ja einmal angefangen haben?" Vor langer Zeit hat mir mal ein eher atheistisch orientierter Mensch
gesagt:"Gott gibt es nicht, da alles durch den Urknall entstanden ist." Also mich hat dieses Argument bis heute nicht überzeugt, da "nichts aus sich selbst ist", sondern alles im 3-dimensionalen Raum Zeit Gefüge eine Ursache hat. Die Urknalltheorie hat mich bis heute, bei der Lösung der Frage, ob es Gott gibt, keinen cm weitergebracht.

Bezüglich Dimensionen sei noch Folgendes angemerkt:

Wir Menschen haben ein grundsätzliches Problem uns kosmische Entfernungen / Dimensionen / Energieausbrüche und Vorgänge von galaktischer Tragweite plastisch darstellen und vorstellen zu können.
Nehmen wir die Radiogalaxie Cygnus A einmal im Sternbild Schwan. Diese Galaxie ist ca. 750.000.000 Lichtjahre von
der Erde entfernt.

750 Millionen Lichtjahre!

1 Lichtjahr entspricht 9,4607 * 10hoch12 km = 63.240 (AE/AU) Astronomische Einheiten = 0,3066 Parsec.

Solche Entfernungen liegen völlig außerhalb der räumlichen Vorstellungskraft des HOMO SAPIENS.

Oder das "Deep Field South" (Ansammlung von Galaxien), welches vom Hubble-Weltraumteleskop 1998 entdeckt wurde.
Dieses Deep Field South ist von der Erde ca. 12.000.000.000 Lichtjahre entfernt.
12 Milliarden Lichtjahre!
Das sind 12.000.000.000 * 9,5 * 10hoch12 km, oder 12.000.000.000 * 9,5 Billionen Kilometer.

Lichtjahr:
Dies ist die Raumstrecke des Lichts oder einer elektromagnetischen Welle, welche diese im absoluten Vakuum innerhalb eines Erd-Kalenderjahres zurücklegen kann/können.

Wie schwer es uns Menschen fällt, kosmische Dimensionen und Urgewalten mit dem beschränkten Verstand eines HOMO SAPIENS nachvollziehen zu können, zeigen z. B. auch die Charakteristika von Neutronensternen.

Neutronensterne:

Der Nobelpreisträger für Physik (1983) Subrahmanyan Chandrasekhar starb 08.1995 in Chicago im Alter von 84 Jahren.
U. a. beschäftigte er sich schon im Alter von 19 Jahren qualifiziert mit sterbenden Sonnen und Weißen Zwergen. Er stellte fest, dass große kollabierende Sonnen sich zu Neutronensternen, aber auch zu Schwarzen Löchern entwickeln können. Das sogenannte Chandrasekharlimit ist die theoretische Massenobergrenze für einen Weißen Zwerg. Ein Stern, welcher die Größe unserer Sonne hat und unterhalb der Chandrasekhargrenze liegt, verwandelt sich, nach dem Erlöschen seiner Kernfusionsprozesse zu einem Weißen Zwerg. Sterne oberhalb dieses Limits (vgl.Tolman-Oppenheimer-Volkoff-Grenze) werden zu Schwarzen Löchern, Neutronensternen oder Quarksternen (Seltsamer Materien Stern, z.B. Pulsar J0205 6449 ?). Diese Grenze ist aber für jeden Stern, je nach seiner Zusammensetzung, unterschiedlich.
Ein Neutronenstern ist das Relikt einer explodierten Supernova, dessen Neutronen-Sternmasse ohne Probleme der mehrfachen Masse unserer Sonne entspricht, wobei dieser Neutronenstern manchmal nur einen Durchmesser von 20 km hat. Wenn eine Sonne ihren eigenen Brennstoff verbrannt hat, dann erlischt auch die Erzeugung von Energie. Der innere Sonnenbereich stürzt dadurch in sich zusammen. Falls wir eine Kernmasse unterhalb des 1,4-fachen unserer Sonne vorliegen haben, bildet sich ein "Weißer Zwerg". Bei einer Kernmasse vom ca. 1,4 bis zum 3-fachen unserer Sonne,kommt es zur Entwicklung eines Neutronensterns.

Mit Informationsstand 2013 sind bereits ca. 2200 Pulsare - sehr dichte Neutronensterne - entdeckt worden, welche sich innerhalb von einer 1,4tausendstel Sekunde bis 8,5 Sekunden einmal um ihre eigene Achse drehen. Angeblich liegt die Höchstgeschwindigkeit dieser Eigenrotation bei ca. 2000 Umdrehungen/Sekunde, da der Pulsar sonst durch die Fliehkraft zerstört würde. Während der Rotation senden die Pulsare von ihren Magnetpolen starke Röntgenstrahlung und Radiostrahlung kegelförmig ab, welche wir auf der Erde anmessen können. Es handelt sich hier tatsächlich um so eine Art von kosmischem Leuchtfeuer, was mit seiner Strahlung sehr zuverlässig und regelmäßig über die Erde streicht,wenn diese den Laufweg der Energiekegel des Pulsars kreuzt.

Oberhalb der 3-fachen Sonnenmasse kann sich auch ein Black Hole bilden. Kommt es zu einer explosionsartigen
Abstoßung der Sonnenhülle in Richtung Weltall, kann man von einer Supernova sprechen.

Schätzungen gehen davon aus, dass es 40 bis 50 Supernovaexplosionen im Jahr innerhalb unserer Milchstraße gibt.
Um 1054 n. Chr. muss die Explosion einer solchen Supernova, welche danach zum Pulsar wurde, wahrscheinlich auch auf der Erde (sogar tagsüber) zu sehen gewesen sein.
Es gibt astronomische Text Fundquellen, die gehen davon aus, dass die Neutronensternmasse 3 Sonnenmassen (unserer Sonne!) nicht übersteigen darf, da sonst der physikalische Zwang zur Transformation in ein "Black Hole" entsteht. Bei all diesen hochenergetischen Explosionen und Transformationen sollen nach Einstein Gravitationswellen entstehen, welche unsichtbar durch unseren Kosmos rasen.

Schon 1915 spekulierte Albert Einstein über die Existenz von Gravitationswellen, welche das Universum durcheilen und eine Art Welle darstellen, welche das All durcheilt, wenn es irgendwo im Kosmos zu Strukturschwankungen im Raum-Zeit-Gefüge kommt. Dies kann laut Theorie z.B. geschehen, wenn "Schwarze Löcher" aufeinanderprallen, Sterne explodieren, oder Neutronensterne sehr stark um die eigene Achse rotieren. Um diese Wellen nachweisen zu können, wurde GEO600 in Ruthe (GPS Breite 52°14'41.91"N Länge 9°48'28.07"E), in der Nähe der Stadt Hannover, gebaut. Die Forschungseinrichtung soll mittels zwei 600 Meter langen Laserstrahlen diese Wellen nachweisen, sobald diese Laser Laufzeitdifferenzen anzeigen, wenn Gravitationswellen diese durcheilen. Da man davon ausgehen kann, dass hier nur sehr geringe Gravitationsschwankungseffekte einwirken werden, benötigt man hochsensible Messapparaturen (Laserinterferometer, Resonanzantennen).

Nebenbei angemerkt:
Am 14.09.2015 wurde in den USA (LIGO-Detektor, Hanford, Livingston, mit 2 je 4000 Meter langen Laserwegen) angeblich eine Gravitationswelle zum ersten Mal entdeckt und wissenschaftlich nachgewiesen.

Unsere Sonne hat am Äquator einen Durchmesser von ca. 1.392.530 km. Die Dichte des Neutronensterns kann ohne Probleme 5*10hoch17 kg/Kubikmeter betragen. Addiert man die Masse aller Menschen und Tiere unserer Erde zusammen, dann würde diese Gesamt-Bio-Masse auf einem Neutronenstern, in den Rauminhalt eines Würfelzuckerstücks passen.

Es gibt Neutronensterne, die drehen sich je Sekunde über 700 Mal um die eigene Achse und weisen in Einzelfällen Magnetfelder auf, welche angeblich 10.000.000.000 Tesla betragen (Erde: 50 M i k r o – Tesla).

In Messier 1 (Sternbild Stier, Krebsnebel) dreht sich eine ca. 32 km große Neutronensternkugel / ein Pulsar 30-mal/Sek. um die eigene Achse. Der ca. 16 Km durchmessende und ca. 34.000 Lichtjahre von uns entfernte Pulsar Ter5ad (Sternbild Schütze), dreht sich je Sekunde ca. 716 mal um seine Achse, mit einer Rotationsgeschwindigkeit von ca. 70.000 km/Sekunde.

Man sollte sich einmal verdeutlichen, von welchen unglaublichen Größenordnungen, Energiemengen und
Geschwindigkeiten wir hier reden.

Nehmen wir zusätzlich auch noch einmal die am 05.09.1977 gestartete Raumsonde Voyager 1.
Mit Stand 24.07.2013 hat sich diese bereits über 18.687.454.136 km von der Erde entfernt. Wer das nicht glaubt, kann auf einer Homepage der NASA die täglich aktuelle Entfernung nachlesen.

Wenn man einen Porsche mit 250 km/h ununterbrochen 24 Stunden am Tag fahren lassen würde, dann hätte dieser nach über 7000 Jahren ununterbrochener Fahrt diese Strecke noch nicht bewältigt. Eine Strecke, die noch nicht einmal bis an die Grenze unseres Sonnensystems reicht! Wenn wir das in Relation zur 29.350.000 L i c h t j a h r e entfernten "Sombrero-Galaxis" setzen, sollte jedem klar werden, über welche gigantischen Entfernungen wir hier reden.

Anmerkung zur Voyager 1:

In den Medien wurde die Reisegeschwindigkeit im Jahr 2013 mit 60.000 km/h angegeben (andere Quellen berichten von einer Reisegeschwindigkeit von ca. 60.800 Km/h, da die Sonde beim Durchflug des Heliosheath durch einen "interstellaren Partikelstrom" dort zusätzlich beschleunigt wird). Da diese Sonde einen technischen Stand hat, welcher dem Jahre 1977 entspricht, ist es nicht verwunderlich, dass die Datensicherung Sonden intern noch auf einem 8-Spuren-Tonband erfolgt und der Computerspeicher der Sonde nur 68 Kilobyte Kapazität hat. Der Prozessor eines normalen Smartphones kann im Jahr 2013 über 30.000-mal mehr Instruktionen je Sekunde verarbeiten, als der Prozessor von Voyager 1. Wenn diese Sonde noch ca. 38.000 Jahre so weiterfliegt, könnte diese die Sonne AC+793888 (Sternbild des Kleinen Bärs) erreichen. Die Schwestersonde Voyager 2 wird nach ca. 40000 Jahren die Sonne Ross 248 (Andromeda Sternbild) erreichen. Spätestens im Jahr 2025 sollen die energetischen Restkapazitäten beider Sonden aber endgültig erschöpft sein.

Was hat Voyager so alles an Geschenken für die Aliens an Bord?:

- Goldene Schallplatte mit analogen Bildern
- Grüße von Terra in 55 Erdsprachen
- Bauplan , damit die Aliens einen Plattenspieler bauen können
- 1,5 Stunden irdische Musik (Walgeräusche, Babyschreie, Chuck Berry Lied....)
- Informationen über das irdische Leben mit kosmischer Position der Erde. Ob das besonders schlau war, werden
vielleicht einmal unsere Nachfahren beurteilen können.

Unser etwas schwächlich strahlender Nachbarstern im Centaurus Sternbild Proxima Centauri (M-Typ) ist ca. 4,24 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt. Man stelle sich das einmal vor, dass man selbst mit Sol 1 (einfache Lichtgeschwindigkeit = 299.792.458 m/s - im Vakuum) über 4 Jahre unterwegs wäre um diesen Stern mit einem lichtschnellen Raumkreuzer zu erreichen.

299.792.458 Meter/Sekunde!

Das sind:

= 299.792,458 km/Sekunde

= 9.460.730.472.580,8 km/Julianischen Jahr (365,25 Tage je Jahr)

= 37.842.921.890.323,2 km/ in 4 Jahren (365,25 Tage je Jahr)

Wenn man von einer Fluchtgeschwindigkeit (am irdischen Äquator) ausgeht, die man erreichen muss, um unsere Erde verlassen zu können, welche ca. 40.321 Km/Stunde (11,2 km/Sekunde) beträgt, dann würde man Proxima Centauri noch nicht einmal nach 107.066 Jahren erreichen (sofern ich mich nicht verrechnet habe). Sollte es irgendwann einmal möglich sein, ein Raumschiff zu bauen, was 100fach schneller ist, dann wäre man immer noch mehr als 1.000 Jahre unterwegs, wobei ich mich in einen solchen "Space runner" nicht hineinsetzen würde (auch nicht im Zustand des Tiefschlafs), denn was geschieht, wenn das Raumschiff einmal mit einem kleinen Asteroiden, so 3 bis 4 cm Durchmesser, geschweige denn noch größer, frontal kollidiert?

Dann heißt es nur noch: "Adios space cowboys!"

"Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ein Ozean!" (Isaac Newton)

Dies alles sind Entfernungen/ Dimensionen / Kräfte / Energiemengen, welche völlig außerhalb jedes menschlichen
konkreten Vorstellungsvermögens liegen.

Und deswegen, diese polemische und unsachliche Bemerkung sei mir verziehen, weil wir alle (also ich auch!) nicht den
Ansatz einer Vorstellung von diesen gigantischen Entfernungen bzw. Kräften, Energien und Dimensionen als Menschen haben, wird bezüglich der Möglichkeit eines Besuchs von Außerirdischen auch so viel unrealistisches Zeug geredet.

Nun melden sich hier natürlich gleich erbost die Wurmlochexperten, welche sogleich versichern, dass dies nur eine Frage der Technik sei, dass man das Raum-Zeit-Kontinuum nur gehörig "stauchen" müsste, um diese Entfernungen irgendwann einmal überbrücken zu können.
Tja, sei es dahin gestellt, ob man dieses technische Problem in tausenden von Jahren einmal löst, was nicht beiseite diskutierbar dabei aber ist, ist der benötigte Energieaufwand. Es gibt ernst zu nehmende Astrophysiker, welche aussagen, dass die gesamte, in unserer Sonne gespeicherte Energie nicht ausreichen würde ein solches Wurmloch zu erzeugen. Nachrechnen kann man das u.a. mit der genialen Formel von Einstein, welche die Massen und Energie Äquivalenz beschreibt und klarstellt, dass Energie (E) und Masse (M) interdependent sind:

E = MC²

E = Energie, welche eine Masse bei Lichtgeschwindigkeit hat
M = Objektmasse ohne Gravitationseinwirkung in Kilogramm
C = Geschwindigkeit, mit welcher das Licht sich im Vakuum ausbreitet

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Kommentare  

Wieder mal ein intelligenter Text von dir.
Und er macht Mut. Da lohnt es sich ihn gleich mehrmals zu lesen. Auch Siebensteins Kommentar dazu ist ganz große klasse. Lieber Mike, das Ganze ist dir wirklich sehr gelungen.


Marco Polo (11.03.2020)

Die Religion braucht vor der Wissenschaft keine Angst
zu haben. Diese beiden Weltanschauungen haben
zwangsläufig nichts miteinander zu tun, schließen sich
aber auch nicht zwangsläufig gegenseitig aus. So war
zum Beispiel der in diesem Text zitierte Einstein keines
Wegs ein Atheist. Er verstand sich viel mehr als
Pantheist. Denn er hat das Göttliche in der Harmonie der
Natur gesehen, insbesondere des Kosmos, und hat
daran geglaubt, dass die Entdeckung seiner Formeln
eine Möglichkeit darstellt, Gott in die Spielkarten zu
schauen. Allerdings, und das ist eine Ausschließlichkeit,
lässt sich die Frage, ob es einen Gott gibt, nicht
wissenschaftlich überprüfen, weil es nicht möglich ist,
eine diesbezügliche, sinnvolle Hypothese zu formulieren
(siehe Karl Popper).


Siebensteins Traum (28.02.2020)

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