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Jahresrückblick im Zorn auf das Jahr 2021

Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
Liebe Schwestern und Brüder,

ich Pauli, von Gottes Gnaden, klage an!

Ja, in der Tat, Ihr lest es richtig, die Zeit der Jahresendabrechnung ist mal wieder gekommen!

Nun, ich werde nachstehend natürlich nicht jedes Ereignis aus 2021 kommentieren, sondern mich auf die Ereignisse beschränken, welche mir besonders in Erinnerung geblieben sind.

Zunächst aber ein offenes Wort in eigener Sache:

Im Zorn blicke ich auf das Jahr 2021 zurück, welches meiner Zunft übel mitspielte. Einer der unsrigen, gehandikapt schon durch eine Sehschwäche, wurde sogar aus seinem Kirchenschiff heraus mit Genehmigung des „Primus inter pares“ in eine Auszeit bis ins neue Jahr 2022 gezwungen.

In der normalen Arbeitswelt nennt man so etwas wohl BURNOUT.

An einem Seminarort der Unsrigen hält er sich zurzeit auf, .... vor den Medien dort versteckt, wie gemunkelt wird.
Vermutlich nur bei Wasser und Brot führt er dort sicherlich freiwillig erniedrigende Exerzitien durch, wie man diese bisher nur mittelalterlich von den Flagellanten oder Geißlern praktiziert kannte.
In einer kleinen feuchten Klause ohne Tageslicht, auf einer menschenunwürdigen Liegestatt von Albträumen geplagt ruhend, wie oben schon erwähnt, nur notdürftig am Leben gehalten durch Wasser und Brot, führt er dort geistliche bzw. geistige Übungen aus, welche ihn zur Besinnung und Erleuchtung bringen sollen. .....So wird es an den Stammtischen wenigstens vermutet. .......Da es in seiner Zwangs-belüfteten Klause etwas zieht, hat er sich sein Pileolus (Scheitelkäppchen) wahrscheinlich tief ins Gesicht gezogen. Das ist auch sinnvoll, da es ab und zu dort durch die Decke tropfen soll, wenn Regen in die Klause sickert. ...So wird es wenigstens nach dem zehnten Kölsch hinter vorgehaltener Hand an der Theke erzählt.

Die stets gut informierte Gerüchteküche erklärt weiterhin:

Nur ab und zu wird ihm durch eine schmale Revisionsluke ein trockener Maiskolben vom Feld gereicht, an dem er dann verzagt knabbert. .....Jeden Sonntag reicht man ihm aber zusätzlich etwas trockenen Schiffs-Zwieback mit einer Tasse ranziger Milch, damit er das Vertrauen auf die Gnade des Herrn dort nicht ganz verliert.

Allein schon sein dortiges Ruhebett ist eine Zumutung für eine Person seines Standes. Dies ist in seiner zweifelhaften Qualität nicht angemessen, denn wie heißt es doch hierzu in der Heiligen Schrift unter Hiob 7.13:

"Mein Bett soll mich trösten, mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern!"
Und dies ist hier eindeutig nicht der Fall!

Und wieso das alles?
Nur weil sich diese von den Medien geschundene Person an die himmlischen Richtlinien hielt, die da unter Psalm 39.10 lauten:

„Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun!“

Wie es dem armen Knecht des Herrn im Moment wohl geht, wollen viele von Euch nun wissen und ich glaube nicht das ich gegen mein Schweigegelübde verstoße, wenn ich hier ein Zitat von ihm wiedergebe, dass anlehnend an Psalm 6.7 von diesem wie folgt überliefert wird:

„ Ich bin müde vom Seufzen, schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager!“

Liebe Schwestern und Brüder,

Buße ist nicht ungefährlich!

Wenn so inbrünstig aus unseren Kathedralen heraus tränenerstickt gebüßt wird, reicht das Flussbett des Rheins vielleicht nicht aus, um die Massen an Tränenwasser zu bändigen. Vielmehr kann es zu sintflutartigen Überschwemmungen kommen. ......Wollen wir das wirklich?

Was hat er denn getan?

Das gibt es doch überall, dass nicht alles, was man so intern zu hören bekommt, an die große Glocke gehängt wird. Mein Freund Giacomo Fragile zum Beispiel, welcher als erfolgreicher Unternehmer zahlreiche Edel-Pizzerien in unserem Land betreibt und trotz Covid-Lockdown und fehlender Kundschaft regelmäßig erstaunliche Umsätze den Finanzbehörden meldet, wies mich auf die Tradition und Notwendigkeit der OMERTA hin.

Und überhaupt, was geschieht denn mit einem hohen Würden- und Verantwortungsträger, der zu penibel irgendwelche Gutachten und Meldungen liest und deren explosives Ergebnis dann redselig in der Gegend herumposaunt? Die Folgen kann man in Mose 2.17 gut nachlesen, wo u.a. so oder so ähnlich geschrieben steht: "...von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen. .....An dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.." Und daran hat unser Kirchenfürst sich gehalten.
Der ist doch nicht lebensmüde!

Liebe Brüder und Schwestern,

die, die Ihr alle hoffentlich in „Brot und Arbeit“ steht, habt doch auch eine Schweigepflichtvereinbarung mit Eurem Arbeitgeber vereinbart, welche die gefährlichen globalen Tendenzen der schwatzhaften Whistleblowerei verhindern soll.
Oder nicht?
Ich, liebe Freunde(*innen) sage es laut und deutlich:

„Was in der Familie geschieht, soll auch in der Familie bleiben!“

Und nebenbei, was bleibt dem armen Mann denn auch anderes übrig? Während der Gläubige mit seiner Seele aufersteht und nur vor das Jüngste-Gericht muss, wo seine Sündenbilanz gewürdigt wird, muss dieser treue Knecht des Herrn vor dem Finanzausschuss von Petrus Rede und Antwort stehen. Dort muss er, als beauftragter Wachhund des Herrn, auf Heller und Pfennig nachweisen, was aus den 3 bis 4 Milliarden Euro an materiellen und immateriellen Gütern geworden ist, die er in seinem Zuständigkeitsbereich zu beaufsichtigen, zu hüten und zu pflegen hatte.

Aber bevor Ihr nun, liebe Leser, in einen Zustand empathischer Depression versinkt, sei darauf hingewiesen, dass eine gewisse Person hier schon Lösungsmöglichkeiten selbst gefunden hat, um seine Zeit der Askese abzumildern.

Wie mir aus vertraulicher Quelle zu Ohren kam, soll er es dort aber in seiner Kammer schon geschafft haben, ähnlich der mittelalterlichen Alchemisten, nur durch die Kraft des Gebets, Wasser in Wein zu verwandeln. Auf die Heilige Schrift Johannes 4,46 sei diesbezüglich verwiesen.

Liebe Schwestern und Brüder,

wer jetzt verwundert die Augenbrauen hochzieht und sich denkt "Was schwatzt der Pauli denn da wieder für ein saudummes Zeug zusammen?", der sei auf die Leistungen solcher hohen Würdenträger in der Vergangenheit hingewiesen. Nur diesen ist es zu verdanken, dass sich in dieser Stadt der karnevalistischen Dauersünden die Spreu vom Weizen trennt. Endlich verabschieden sich Säulenheilige, Taufschein-Gläubige und kulinarisch undisziplinierte Hasardeure von unserer Gemeinschaft durch Austritte für immer. Und nebenbei mal angemerkt, ist Euch überhaupt klar, dass viele, und darunter sind auch reichlich konfessionslose, z.B. in der Winterzeit in den Kirchen nur deswegen regelmäßig erscheinen, um sich dort kostenlos aufzuwärmen? Wer zahlt das denn alles? Die Frage darf man doch wohl mal stellen. Die Energiekosten werden immer höher und so eine Kathedrale verschlingt Unsummen an Heizkosten. Rum kritisieren, austreten, nichts mehr zahlen wollen....., aber sich auf Kosten der Standhaften dann aufwärmen, ....... das ....das ......das haben wir schon gerne.


Wahrlich wahrlich ich sage Euch,

derjenige, der in 2022 weiterhin dem Genuss zweifelhafter Speisen und Getränke wie Döner Kebab, Sushi, Nasi-Goreng-Spezial oder Düsseldorfer Altbier vom Fass frönt, wird am Jüngsten Tag nicht teilhaben der Barmherzigkeit des Herrn. Vielmehr wird er dem Leibhaftigen Gesellschaft leisten und es wird zu Heulen und Zähneknirschen bei diesen kommen. .....Dies sind gefährliche kulturelle, kulinarisch-lukullische Entgleisungen beziehungsweise Entwurzlungen, die im neuen Jahr 2022 von uns Hirten nicht mehr widerspruchslos geduldet werden können! Man kann sich nicht die Wohlstands-Mägen vollstopfen, während andere im Zuge ihrer persönlichen Sühneauflage nur bei Wasser und Brot monatelang vor sich dahin darben. ........Insofern sei hier zusätzlich auf Markus 9,18 verwiesen.


"Sollen die doch alle gehen und austreten", hat mein Organist letzthin noch im Gemeinderat angemerkt und weiter ausgeführt:......"um so weniger Illoyale sich in der Kirche auf den Gebetsbänken herumdrücken, umso leerer die Kirche ist, umso besser ist der Sound der Orgel!"

Warum gibt es so viele Austritte?

Kann daran nur ein Mensch allein Schuld sein?

Ein armer Mensch, der sich eine längere Auszeit nimmt?

Und wenn mal was schiefläuft und unangenehm wichtige Informationen nicht weitergegeben werden, dann liegt das oft auch eher an einem klerikalen Befehlsnotstand. Auch der inzwischen stark abgemagerte oben genannte Auszeitnehmer hat seine Vorgesetzten. Und auch wenn es nur der Erzengel Michael war, der ihm damals im Schlafe erschien und diesen dünkte besser alles unter den Altar zu kehren. ......Nun kennt sich der Erzengel natürlich im Dom nicht so gut aus. Ihm wäre sonst klar gewesen, dass unter dem Altar schon so viel gestopft wurde, dass auch da kein Platz mehr ist.

Ich frage Euch an dieser Stelle:

Muss so etwas wirklich sein?

Was soll das denn alles?

Darf man mit einem frommen Knecht des Herrn so umspringen?

Was kümmert uns das Hier und Jetzt?
Was interessiert uns der Verlust von einigen aufsässigen und lästigen Kirchensteuerzahlern, die immer nur kritisieren ....kritisieren .....kritisieren?
Wir denken hier seit zweitausend Jahren in anderen transzendentalen Dimensionen!!
Wir sind aus anderem Holz geschnitzt!

Schwestern und Brüder!

Wir alle haben Träume für das Jahr 2022.

"I also have a dream!"

In diesem Traum hält der oben genannte geläuterte Büßer, zurückgekehrt in den Schoß der Gemeinschaft der Gläubigen, eine Bußmesse im Dom, breitet vor halbleeren Kirchenbänken weit seine Arme am Altar aus und ruft dem Gekreuzigten inspiriert von Johannes 19,30 laut über die Rückkopplung-geschädigte Lautsprecheranlage zu:

"Oh Herr!
Ich habe gesündigt!
Ich habe gebüßt und gelitten!
Solum aqua et panis!
Consummatum est!"


WOW!!

Dies wäre die gelungene Auftaktveranstaltung zu einer erfolgreichen Resozialisierung.
Ganz großes Kino.
HOLLYWOOD IN GERMANY!


Doch jetzt zu einem anderen Thema!

Beeindruckt hat mich in diesem Jahr vor allem der „Bison“-Mann im Capitol. Also dieser voll tätowierte postfaktische Aktivist, welcher mit einer seltsamen hornigen Kopffellmütze und nacktem Oberkörper gutturale Laute in den ehrwürdigen Hallen der Demokratie von sich gab. Es bleibt abzuwarten, ob hier der nächste Präsident sein erstes mediales Stelldichein abgab. Optisch und qualitativ könnte es diesbezüglich in Zukunft an der Pennsylvania Avenue (Washington) interessant werden. Ich hatte schon gedacht, dass nach Barney Geröllheimer, also demjenigen, dem man angeblich „die Wahl geklaut“ hat, nichts mehr steigerungsfähig wäre, aber da habe ich mich vielleicht getäuscht.

Bildlich sehe ich es schon vor mir, wie Mr.Bison, als vielleicht zukünftiger Präsident, mit seinen spitzen Hörnern wütend unzählige Löcher in unsere Gaspipeline Nord Stream 2 sticht. Aber man kann sich auch täuschen. Vielleicht ist er ja insgeheim sogar ein Freund „lupenreiner Demokraten“ und steht dem Projekt durchaus positiv gegenüber.

Man weiß es einfach nicht genau.

Man kann heutzutage manchmal nur noch raten, wer zu welcher Zeit auf wessen Seite steht bzw. welche Politik verfolgt.
Alles ist so schwierig geworden.
Die politischen Grenzen sind schwammig und schwer durchschaubar geworden.
Genauso wie unsere Politiker.

Manchmal,
liebe Brüder und Schwestern,

habe ich mich in 2021 gefragt, was in den Köpfen von Politikern eigentlich vorgeht, wenn die Katastrophensituationen managen sollen und einer von denen die Verantwortung auf den anderen schiebt, vielleicht weil man im Wahlkampfmodus steht und nichts falsch machen will. Dann ist es vielleicht besser, einem anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben, damit der sich dann medial geschlagene blaue Augen holt. Wobei hier gleich anzumerken ist, dass „Schwarzer Peter“ heute nicht mehr gesagt werden darf. Auch diesbezüglich ist ein Ruck durch unsere Gesellschaft gegangen. Man traut sich kaum noch etwas von der Kanzel herunter zu sagen, ohne dass dies einige selbsternannte Sprachwächter vorher abgesegnet haben.

Solche Katastrophen bzw. Krisensituationen sind für einen Politiker auch sehr unangenehm und ärgerlich.
Immer kommen die zur falschen Zeit.
Da geht endlich die Rauten-Frau in den Ruhestand und ein Pöstchen wird frei, ......man hat gerade wirklich wichtigeres mit dem Wahlkampf und dem CORONA-Ärger zu tun und plötzlich fängt es auch noch an stark zu regnen.

Sofort erwartet das Wahlvolk natürlich, dass man vor Ort erscheint und wenigstens eine Rede hält. ......Da kann es schon einmal vorkommen, dass vor laufenden Kameras mal ein derber Witz im Hintergrund gerissen und auch herzhaft darüber gelacht wird.

Das kann schon mal passieren.

Wir sind alle nur Menschen!

Niemand ist perfekt!

Außer Barney Geröllheimer vielleicht, also der Lichtgestalt der Weltpolitik, der man angeblich „die Wahl gestohlen“ hat.


Liebe Schwestern und Brüder,

wie steht es in Johannes 8,7 so oder so ähnlich geschrieben:

“Wer ohne Fehler ist, der werfe hier den ersten Stein!“

Jeder von uns hat schon einmal etwas getan, was einer Situation nicht angemessen war.
Jeder von uns hat eine Leiche und einige auch mehrere im Keller.
Gleichwohl sollte man zu Johannes 8,7 vorsorglich hier anmerken, dass solch ein idiomatischer Phraseologismus der sicherste Weg ist, sich ein paar Steinklötze schmerzhaft einzufangen, denn der überwiegende Teil der Menschheit ist und war schon immer der Überzeugung fehlerfrei zu sein.

Der Durchschnittsbürger hat noch Glück. Dieser fängt sich dann oft nur einen ermahnenden Spruch vom Pikierten ein. Der feixende Spitzenpolitiker verliert dann aber u.a. dadurch die Wahl, wird entwurzelt und muss sich wieder eine ehrliche Arbeit suchen, wenn es mit der Politik nichts mehr wird. Wohl dem, der auf einen gelernten Beruf dann zurückgreifen kann.

Zurückblickend auf das Jahr 2021 ist der wichtigste Ausspruch unserer politischen Amts- und Würdenträger vielleicht der Satz:

„DAFÜR BIN ICH NICHT ZUSTÄNDIG!“

Verantwortung zu übernehmen, vor allem wenn man dafür auch noch ordentlich bezahlt wird, kann eine unangenehme Sache werden.
Mein Chef, Dr. T.Abernakel kann ein Lied davon singen!

Und dann sollte man noch seiner Vorbildfunktion als Politiker in 2021 jederzeit nachkommen.

Liebe Schwestern und Brüder,

ich frage Euch: Wie soll das gehen, wenn man mit 120 km/h in einer Tempo 70 Zone niederträchtig geblitzt wird. Da liegt es auf der Hand, dass man erst einmal einfach behauptet nicht am Steuer gewesen zu sein. Nur Pech, wenn man ein so bekanntes Medien-Gesicht hat, dass das Blitzer-Beweisfoto dem Richter keinen Interpretationsspielraum lässt. Maximal hätte der Beschuldigte in diesem konkreten Fall noch vorbringen können, nicht er, sondern Alfred E. Neumann sei gefahren. Da hätte sich der Richter erst eine große Lupe beschaffen müssen, da die Gesichtszüge hier vielleicht nur schwer auseinander zu halten sind. ......Und davor noch die Lobby-Affäre, ....der freche und respektlose YouTuber Rezo, ......der schmerzliche Verzicht auf die versprochenen Aktienoptionen ......und der Wahlkampf ging später auch noch „in die Hose“. .....Dann diese Selfies mit politisch bedenklichen Personen. .....Wieso wählt einen plötzlich keiner mehr, hat sich dieser Delinquent sicherlich gefragt?
Weil man Brillenträger mit Seitenscheitel ist?
Wohl kaum.
Wie soll man da als Politiker noch Freude an der politischen Zukunft haben?

Das haben sich auch andere politische Würdenträger 2021 gefragt, nachdem diese wegen „Gier im Amt“ erwischt wurden. ....Da hat man schon mal als Volksvertreter eine historisch einmalige Gelegenheit ein ordentliches Geschäft durchzuziehen, mal richtig Kasse zu machen, ....kann einen ordentlichen Reibach z.B. beim Schutzmaskenhandel realisieren und .....zack .....schon mischte sich wieder diese verflixte vierte Gewalt im Staate, die frei Presse, frech in die Transaktionen ein und redete von einem gewaltigen Skandal. Schnell wurde von den Parteispitzen darauf reagiert und Ehrenerklärungen wurden von den Parteimitgliedern gefordert. Die letzte diesbezüglich Proklamation die mir hierzu in Erinnerung geblieben ist, fing vor ca. 30 Jahren auch mit „ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ an und fand ein paar Wochen später ein schreckliches Ende in einer Badewanne in einem Hotel in Genf. Und in 2021 können wir sehen, was einige daraus gelernt haben. ......Nämlich nichts! ..Und was können wir daraus lernen? ......Nun, ich glaube unverbindlich, es war Georg Wilhelm Friedrich Hegel der mal dazu angemerkt hat: „Wir lernen aus der Geschichte, dass wir überhaupt nichts lernen.“ Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir dumm geboren werden und ohne etwas dazu gelernt zu haben, SIX FEET UNDER auch wieder enden.

Aber man muss gerecht bleiben. Einer unserer Spitzenpolitiker, welcher 2021 starb, hatte als Ministerpräsident manchmal wirklich die Ruhe weg und einen fast schon philosophisch ironisch gelassenen Weitblick, wenn man ihm gewisse kritische Fragen zu den Fehlern und manchmal unsinnigen Kosten bei der Schaffung der DEUTSCHEN EINHEIT befragte. Er soll den Journalisten daraufhin geantwortet haben, dass diese Fehler bei der nächsten Wiedervereinigung von ihm berücksichtigt würden. …..Zack!... Ein aus der Hüfte geschossenes Statement, was viele Journalisten sprachlos mit „offenem Mund“ wegsteckten, weil denen dazu wirklich nichts mehr einfiel. ...Ja, liebe Brüder und Schwestern, was soll man dazu sagen?


Dann schreibt man doch schon lieber auch einmal aus einem fremden Buch ab, bevor man sich als potenzieller Kanzlerkandidat zu schnell auf eigene Aussagen festlegt.
Oft weiß man ja auch nicht, wie man sich gewählt ausdrücken soll, wenn man mehr aus dem Völkerrecht kommt und nicht vom Bauernhof, wie politische Konkurrenten, die mehr was vom Kühe melken verstehen.
Das Völkerrecht ist kein Germanistikstudium!
Und im Übrigen galt im Jahr 2021: „Keiner schreibt ein Buch allein.“

Wir werden sehen, wie sich hochambitionierte Außenpolitiker*innen bewähren, wenn diese so um den Erdball auf den neuen Seidenstraßen tingeln, auf Autokraten mit enormer Militär- und Wirtschaftsmacht treffen und von diesen ordentlich eingenordet werden. Vielleicht sind diese irgendwann sogar froh, wenn ein Olaf hinterherfliegt und den Scherbenhaufen kraft Richtlinienkompetenz wieder zusammen kittet?
Vielleicht auch nicht.
Vielleicht ist das Ende einer jungen parteiübergreifenden Zweckfreundschaft schneller da, als es einer Völkerrechtlerin genehm ist?

Die Zukunft wird es zeigen.

Wahrlich wahrlich ich sage Euch,
es ist frustrierend, wenn man als Außenpolitiker ein Land vertritt, welches international nicht mehr viel zu melden hat.

Was war eigentlich sonst noch in diesem Jahr so los?

Wenden wir uns zunächst kurz unserem siebzehnten Bundesland Mallorca zu.
Was war denn 2021 am Ballermann 6 eigentlich so los, werden sich mache fragen?
Tja, nachdem die Policía Local dort selbst von dem das Tragen einer Atemschutzmaske verlangte, welcher von seinen full stoned Kumpels mit 4 Promille im Blut auf einer Bauschubkarre liegend und über den Sinn des Lebens lauthals lallend philosophierend durch die Schinkenstraße geschoben wurde, kam auch dort die Feier-Ekstase nicht so richtig in Schwung. Es ist einfach entsetzlich wie viel Verzicht unsere jungen Mitbürger*innen auch dort in 2021 üben mussten. Ihre Leber wird es ihnen aber danken.

Weiterhin bot die beschauliche Situation vor Ort rund um die Schinkenstrasse im Jahr 2021, unserer Party-Jugend endlich die Gelegenheit sich zu Hause als Ersatz wieder intensiver dem Studium der Geisteswissenschaften und der Bibelexegese widmen zu können.
Nun, ich glaube es ist nicht übertrieben, liebe Freunde und Freundinnen des trinkfesten Teutonengrills, wenn man die gesamte Umgebung des Balneario 6 bisher durchaus als Brutstätte und Schmelztiegel unserer zukünftigen Pulitzer-Preis- und Nobelpreisträger bezeichnete.

Vielmehr noch gilt dort die Devise:

"HIER SAUFEN SIE
RUND UM DIE UHR

ZUM RUHME IHRER
EUROPÄISCHEN LEITKULTUR"

Besonders im Bereich der Chemie, also der Bier- und Brauerei-Produktions Forschung, war man hier in den Vorjahren 24 Stunden am Tag so emsig im Bereich der Grundlagenforschung am Werk, dass man durchaus respektvoll anmerken kann, dass an diesem Ort das Label "Made in Germany" neu geadelt wurde.
"Viva España!" bleibt da nur noch laut auszurufen. Hier kommt, trinkt und wächst zusammen, was zusammengehört.
Nur manchmal kam es dort vor Ort zu sittlich ethischen Entgleisungen.
Denn wie ist es sonst anders zu erklären, dass es nicht ungewöhnlich wäre, wenn dort um 2 Uhr früh ein hoch motivierter Inselgast an beiden Füßen voran über das Trottoir von der Guardia Civil zum Polizeiwagen geschleift würde und dabei lautstark intonierend "einer geht noch...einer geht noch rein..." singt.
Das kann man wirklich nur noch positives Denken nennen, meine lieben Schwestern und Brüder.


Ach ja,
die Coronawelle hat uns kräftig überrollt und es klapperten die apokalyptischen Statements am lauteren Bach, dass es so manchem Lanz eine Freude war.

Nach Meinung der neuen Opposition, begründen permanent schelmig schlumpfig grinsende Opinion leader einen neuen Zeitabschnitt des Scholzismus, welcher bisher von partieller Amnesie und immer guter Laune ihrer Leistungsträger geprägt zu sein schien. Lästige Untersuchungsausschüsse, Cum-ex, cum-cum, dumm-li-dumm, was sollte das alles? Das kann doch einen Hanseaten nicht erschüttern.
Das muss man erst einmal können.
Lange Reden halten, ohne etwas Verbindliches auszusagen, mit der gleichzeitigen Gewissheit, dass das Wahlvolk danach der Überzeugung ist, dass doch was Konkretes und Wichtiges gesagt worden ist. Wenn dies thunbergische bla bla bla das Grundprinzip des zukünftigen Scholzismus ist, na dann gute Nacht heilige Johanna.

Aber wenigstens hatten sich alle in gewissen Parteien furchtbar lieb in 2021. Machten viele Selfies. Manche mit versteinertem Gesicht.

Nur in einer Partei ging es so drunter und drüber, dass deren Spitzenkandidat endlich verstand, was die folgende Steigerungsformel bedeutete, nämlich

FEIND –> TODFEIND -> PARTEIFREUND

Der arme Armin.
Und dann dudelte aus dem Radio einen Tag nach der Wahl auch noch frech so eine komische Spott-Version des STEIGERLIEDS.

Die erste Strophe ist mir noch in Erinnerung geblieben. Diese lautete wie folgt:

"Glück auf, Glück auf, der Armin kommt!
Und er fand kein helles Licht vor lauter Nacht
Und er fand kein helles Licht vor lauter Nacht
Schon gelöscht, bevor angezünd
Schon gelöscht, bevor angezünd
Und er klopfte an die Wählertür in dieser Nacht
Und er klopfte an die Wählertür in dieser Nacht
Niemand hat ihm aufgemacht
Niemand hat ihm aufgemacht....."

Also damals fand ich das ziemlich blöd und gemein.
Der arme Mann.
Hatte sich so viel Mühe gegeben.
Alles umsonst.

Aber egal!
Die neue Regierung steht!
Ausgestattet mit Fachkompetenz wenigstens in zwei bis drei Ministerien.
Was will man mehr?

Das Verteidigungsministerium?
Wie immer Top besetzt.
Wie immer geballte Kompetenz.
Da kann man nicht meckern!
Mal sehen wie viele Große Zapfenstreiche wir in dieser Legislaturperiode so schaffen.

Das Gesundheitsministerium?
Auch hier mal eine gute Ministerwahl.
Respekt!
Endlich verbreitet mal ein wirklich naturfroher dynamischer Mensch permanent gute Laune in den zahlreichen zukünftigen Talkshows in dieser schweren Zeit.

Da ist noch jemand zukünftig ministeriell u.a. für unsere "nukleare Sicherheit" zuständig.
Da sag noch einer, dass in unserem Staat nicht jeder eine Aufstiegschance hat.
Hier hat es sogar eine ehemalige Zootechnikerin und Briefträgerin ganz nach oben geschafft.
Auch hier, .....Respekt, wer`s selber schafft.

Und im Landwirtschaftsministerium?
Ja holla die Waldfee.
Da geht`s jetzt vielleicht aber wirklich ab.
Vielleicht! Vielleicht auch nicht!
Es wird ja heutzutage viel erzählt, übel nachgeredet und erfunden.
Man erwartet an den Stammtischen aber durchaus gespannt schon den "Limburger Weg".
Könnte ja sein, dass unsere Bauern zukünftig das Zeug jetzt hier selbst anbauen dürfen.
Jetzt, wo das mit der Schweinezucht nicht mehr richtig für die Klein-Bauern läuft, muss der Staat sich ja um Alternativen kümmern. Das Zeug riecht auch sicherlich besser als Schweineställe, sagen einschlägige Kreise, nämlich angeblich süßlich, würzig, mit durchaus einem Kick zur Penetranz.
Ich kann dazu wenig sagen.
Kenn ja nur den Weihrauch.
Dann klappt das vielleicht auch endlich mit "Bauer sucht Frau" wieder. Denn spätestens, wenn der Jungbauer Erwin seiner Traumbäuerin den Schweinestall zum ersten Mal stolz gezeigt hat und diese mal kräftig hineinschnuppern durfte, fand die TV-Turtelei oft ein jähes, aber nachvollziehbares Ende.
Aktuell wird in der Presse im Jahr 2022 sogar davon berichtet, dass Bestandteile von diesem Kraut angeblich eine Coronainfektion verhindern können. "KIFFT EUCH GESUND" heißt anscheinend die neue Devise für 2022. Die Reisebüros melden schon eine steigende Nachfrage nach Jamaika Reisen und vor den niederländischen Coffee-Shops, werden die Parkplätze knapp. Wer hätte das 2021 für möglich gehalten? Führende Epidemiologen sind telefonisch nicht mehr erreichbar, da diese umfangreiche Selbsttests durchführen. TALKSHOW Moderatoren suchen bereits verzweifelt nach möglichen Rastafari Gästen. Auch ich habe bei meinem Vorgesetztem Dr.T.Abernakel schon angefragt, ob wir zukünftig nicht was vom dem Kraut unserem Weihrauch beimischen sollten. Endlich würde man mal von der Kanzel aus, nach Jahrzehnten der Gesichtsdepressionen, wieder in die Antlitze von verträumt lächelnden Gläubigen sehen können. Eine Gruppe von Senior-Hippies soll in den Bundestag schon die Petition eingebracht haben unsere Nationalhymne durch das Lied "I wanna be a hippie" in der "Radio edit"-Interpretation von DJ Gollum & Shinzo zu ersetzen. Unglaublich, was sich hier entwickelt.


So mancher Dr.-Titel wurde auch 2021 wieder frech hinterfragt und es stellte sich heraus, dass angeblich eigene Gedanken oft nur die Wiedergabe fremder mentaler Leistungen sind.

Übrigens, wenn der in 2021 schmählich des Plagiats entlarvte kein Politiker (m/w/s) gewesen wäre, dann wäre das in den meisten Fällen niemals aufgefallen bzw. hätte dies kaum einen gestört. Denn kaum einer interessiert sich in der Öffentlichkeit für den einfachen Durchschnittsbürger, der analog der Gaußschen Normalverteilungskurve innerhalb des hohen Mittelkurvenbereichs sein Leben als ADAC-Mitglied fristet und Guppys züchtet. ....Dieser wird für die Sensationspresse erst interessant, wenn er in den linken und rechten flachen Gaußschen Kurvenbereich lautstark polarisierend und mit Bengalos um sich werfend rein driftet. Solche Menschen, an den sogenannten Außenbereichen des soziologisch-sozial-psychologisch-politischen-Spektrums angekommen, werden auch in 2022 nützliche Quotenbringer der Medienkonzerne sein.


Kurzer Ausblick noch ins Jahr 2022:

Die Poesie soll endlich in den Deutschen Bundestag Einzug halten. Es liegt ein ernst zu nehmenden Vorschlag vor, einen Parlamentspoeten (m/w/s) zu installieren. Alles wird nun gut! Endlich beweisen unsere Repräsentanten einmal mehr, dass diese Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden können. Es wird auch allerhöchste Zeit, dass mittels edler Verse und Reime den Hartz-IV-Empfängern mittels eines solchen "beachtenswerten Impuls" mal vermittelt wird, was wirklich wichtig ist im Leben und vor allem wofür das Steuergeld da ist und wofür nicht. Und wenn ich dann mal wieder mit meinem Dienst 2CV in eines der Straßenschlaglöcher unserer maroden Straßen fahre, werde ich die Parlamentspoesie dazu befragen, um Trost zu finden:

DIE ACHSE BRICHT
IM STRAßENLOCH

EiN GEDICHT HILFT MIR
HiER WEDER NOCH

Hier beweist sich doch wirklich mal die soziale Kompetenz und Bodenständigkeit gewisser poetischer Parlamentarier ala Theodor Fontanes Ballade über John Maynard:

*********************************
Ein poröses Schlauchboot
fliegt über den Tegeler See
Poesie schäumt um den Bug
wie Flocken im Schnee

Des Hartzers Gesicht 
benetzt von Gischt
Für ne richtige Kreuzfahrt 
reichte seine Kohle nicht.

Was sind die Gründe,
dass sein Geld reichte noch nie?
Die Antwort liefert
die Parlamentspoesie.
*******************************

Schlusswort:

Um so mehr man sich daneben benimmt, um so größer ist die Chance „in den Medien groß raus zu kommen“. Und Nachteile, außer vielleicht ein gebrochenes Nasenbein und diverse vom Amtsgericht aufgebrummte Tagessätze, hat man nicht groß zu befürchten.
Ganz im Gegenteil, denn es galt bzw. gilt auch für 2021 und 2022 die Devise:

„Und ist der Ruf erst mal ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert!“

Insoweit noch einen guten Rutsch ins neue Jahr

gez. Euer Pater Pauli
 
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Kommentare  

Lieber Pater Pauli, wo ist denn plötzlich Pet Gerrets süßer, frecher Kommi geblieben? Dabei bin ich wirklich immer wieder begeistert von deinem Ernst.

Else08 (17.01.2022)

Lieber Pater Pauli, ich bin ein Fan von deinen Geschichten. Vor allem liebe ich deinen Ernst. Diese hier ist dir wieder ganz besonders gut gelungen.

Else08 (07.01.2022)

Mein Gott, der ist einfach göttlich, dein politischer Rückblick - um dabei mal Pater Paulis Worte zu gebrauchen. Habe mich schlapp gelacht. Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich auch dir. Kommt gut - vor allem gesund - rüber, wünsche ich auch allen anderen Webstorihasen.

Gerald W. (31.12.2021)

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