... für Leser und Schreiber.  

Ich übergebe dir die Schlüssel und das Schloss zu deinem Königreich

4
4 Stimmen
   
© Ludwig Weibel   
   
Ich übergebe dir die Schlüssel und das Schloss zu Meinem Königreich und vermute, dass du sogleich selig und begeistert eintrittst unter Pauken und Trompeten. Doch du zögerst, will Mir scheinen, setzest deinen Fuss vorerst in viele dumpfe, stumpfe Weltengruften, wo Unfriede herrscht und Laster ruchbar sind des Langen und des Breiten. Nach Strich und Faden lässest du dich in die Irre führen, weitab vom sichern Pfad, den Ich dir wohlvertrauend vorgetragen.
Nun weiss Ich, dass es dir noch an Verstand und Willen fehlt, die Dinge Meiner Gunst und Kunst gebührend zu durchschauen und dem Edlen nur dich zuzuwenden in der Geisterfahrt der Tage. Da tret Ich ein in deine Räume bittern Nachgeschmacks unsel’ger Taten und Bin der Strahlende, Verzeihende, Befreiende in dir und jedem deiner Schritte, einem Höherwertigen und Tugendhafteren entgegen. Allmählich lös Ich dich aus der Versunkenheit in eigensinnige Träume, die du hegst - und im Erwachen wirst du dir gewahr von Meiner Güte, Weisheit und Gerechtigkeit des Unterweisens, die Ich Mir für deinen Fall zurechtgelegt.
Nun ist das Geben, Nehmen und Daraus-Gewinn-Erzielen zwischen dir und Mir ein Wechselspiel von immanenter Seinsgeschicklichkeit und Redlichkeit am Weltenwerk geworden, das Ich seit Urzeiten in der Sorge um sein Wohlgelingen inszeniere. Trage bei und sei, befleisse dich der Tugend und erwidre Meinen Ruf, schärf Ich dir ein, damit das Unbeschwerte, Heitere, Vertrauensvolle und Vollkommene zum Vorschein kommen kann in deiner noch so wankelmütig konzipierten Strategie des Aufstiegs aus den Lebensnöten. Kommt her zu Mir, ist hier die gängige Parole und verschwistert euch mit dem, was Ich hier Bin, damit das Wohlgelingen euch begleitet und ihr Meines Reiches Zierde seid im götterherrlichen Gehaben, das euch zusteht als Berufene von Mir und Meinem Ewigkeitsgeflüster in der Folge reiner Stillezeiten.
Hast du Mich begriffen, bist du eingeschaltet in das Regelwerk der Sterne, das von ganz oben bis zuunterst Hand in Hand Garant ist eines wunderbar gefälligen Agierens und Sistierens, Räsonierens und Vermehrens der Verbindlichkeiten, die zum hohen, höchsten Daseinsziele führen, das Ich Bin und das in ewiger Lauterkeit und Harmonie dem Seinsglückseligen geweiht ist, das Ich präsentiere und in aller Weltenwesen Schicklichkeit zur Dominanz erhebe. Du gehörst Mir an, so wie Ich ewig dir gehöre. Einmal ist das Werk getan in der Pracht der Engelscharen. Sieh dich vor und trete in den Chor der Weisen, wo die Wonne dich umhüllt am Sein und an des Seins Holdseligkeit und Zärtlichkeit in ewigem Genügen.www.das-sein.ch
 

http://www.webstories.cc 29.04.2024 - 00:35:09