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Auf der Flucht

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©  Siehdichfuer   
   
Auf der Flucht
von Rolf Fütterer

Der Sanfte Wind, der Heimat war
zum Sturm nun ist gewandelt,
er macht dir Angst, er reißt am Haar,
weil Dummheit nach Parolen handelt.

Gestern noch Freund der Nachbar war,
böses Spiel nun treiben alte Phrasen
die längst vergessen galten all die Jahr,
jagt Menschen fort wie Hasen.

Zur Flucht verurteilt, der nun verflucht,
als Kinder sie zusammen saßen,
Angst und Tod Triumph verbucht,
weil Menschen den Frieden vergaßen.

Der böse Sturm, er treibt voran,
die Menschen wie im Rausche,
schon mancher denkt derweil fortan,
die Heimat ich mit Frieden tausche.

Doch kein Land auf der ganzen Welt,
kann, was Heimat war dir ersetzen,
was nutzt in der Fremde dir das Geld,
wenns Heimatherz dir bleibt in Fetzen.

Wer möchte gerne Flüchtling sein,
abhängig von fremden Wohlwollen,
ein Kinderherz wünscht sich allein,
im Heimatland, mit den Liebsten tollen.

Die dunkle Nacht mög Ende finden,
in den Köpfen, in den Herzen,
gemeinsam Zukunftsbänder binden,
enden Hass, Leid und Schmerzen.

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Gedicht zum gleichnamigen Bild
"Auf der Flucht" von Marlies Odehnal
zu finden hier:
http://fc-foto.de/36678698
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