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Fortsetzungsgeschichte Das Begräbnis

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©  Bignose   
   

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Andre am 19.12.2001 : Es war eine bunt gemischte Karawane, verschiedenster Charaktere. Doch wir alle glaubten an eine Zukunft, vielleicht dort im Westidyll, vielleicht irgendwo anders. In einem Land, in dem man wieder ans Kinderzeugen denken konnte, in dem es wieder einen geordneten Ablauf geben würde, an banale Dinge wie Frühstück oder Musikmachen. Doch wir lebten noch hier in diesem Endzeitszenario, desillusioniert mit Angst vor Hautkrebs und Mutationen in dem Rest, was wir noch als Natur bezeichnen konnten.
Und ausgerechnet jetzt diese Mission!
Es gab dort draußen immer noch Wegelagerer, die sich auf ihre Art am Leben erhielten, brutale Leute, die sich an keine Regeln hielten, die uns einmal als Menschheit ausgezeichnet hatten. Wie auch? Konnten wir das verlangen?
In einer Zeit, in der es um das nackte Überleben ging, durfte man auf keine Gnade hoffen. Und irgendwo da draußen gab es sicherlich noch eine Siedlung, irgendwo, eine Ansammlung von Menschen oder Bastarden. Schon einige unserer Späher waren im letzten Jahr verschwunden oder tot aufgefunden worden. Am härtesten traf mich der Tod von Pacos, dem Philosophen. Er war unser Gewissen und er bewahrte alle diese Schätze in seinem Inneren, um es uns scheibchenweise zu servieren, wenn wir den Mut verloren hatten. Er erzählte von Aposteln und Gesetzestafeln, die ein gewisser Moses geschrieben hatte. Dabei holte er stets ein Buch aus seinem weiten Hemdsärmel und schlug mal hier und mal da einen Vers nach. Als wir ihn fanden, hatte er einen Eisenstange im Herz. An dieser war im oberen Teil eine kleinere im Winkel von 90 Grad befestigt. Thelon sagte damals, dass es die Form eines Kreuzes hatte, was es auch immer bedeuten sollte. Jemand hatte ein Stück Papier daran befestigt. Ich erinnere mich noch an den Wortlaut:

An das Volk von Westidyll!
Mit dem Tode dieses Mannes, sein Name ist Pacos, so stand es zumindest in seiner Bibel, möchte ich euch meine freundlichen Grüße überbringen. Es bereitet mir eine außerordentliche Ehre, euch das zu geben, was ihr glaubt, dass es euch als Menschen auszeichnet: Gefühle.
Was wird euch jetzt für ein Gefühl befallen? Etwa das der Trauer? Nun, Mutmaßungen waren nie meine Stärke, genauso wenig wie Menschen niemals Heil für diesen Planeten bedeuten werden. Deshalb hört meine Worte:
Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, jegliche Ansiedlungen größerer Menschenmassen zu bekämpfen, da diese für den Untergang der Natur stehen. Zur Durchführung meiner Bestrebungen stehen mir mehr als 400 Söldner zur Verfügung, die mir bis in den Tod folgen.
Ein letzter Rest von menschlichem Anstand jedoch bewahrte mich bisher vor einem Angriff auf euren banalen Versuch einer Siedlung. Da dieses Idyll meinen Zielen nicht im Wege steht, da es zu unbedeutend ist, möchte ich hiermit meine Forderungen zur Koexistenz stellen:

Ich akzeptiere den Staat Westidyll in seiner jetzigen Form und geographischen Umfang und dessen Nutzung durch seine Bewohner. J e g l i c h e Ausbreitungsversuche Richtung Feuerberg werden kriegerisch beantwortet, sei es durch Zerstörung der Behausungen oder Tötung seiner Bewohner. Späher und Karawanen werden ohne Vorwarnung angegriffen und vernichtet. Einzelnen Reisenden aber werde ich nach Gutdünken die Durchquerung meines Reiches erlauben.
Sollte euer Volk sich nicht an diese Regeln halten, werde ich euch bei Grenzverletzungen die Aufgegriffenen in Einzelteilen zukommen lassen.

Gez:
Arios

Was würde uns auf unserer Reise erwarten? Wahrscheinlich der Tod.

Wir hatten einen Weg von etwa 20 Meilen pro Nacht geplant. Das Tageslicht war zu grell und zu gefährlich, denn die Ozonschicht war seit etwa 500 Jahren durchlässig wie Pergament. Also schliefen wir tagsüber und reisten nachts.
 
LiracRouge am 01.08.2002 : Tagsüber brannte uns die Sonne dermaßen auf die Häupter das es unmöglich war sich ihr auszusezten, so zogen wir uns gemeinsam in Höhlen zurück, in denen wir uns hinlegten und versuchten ein wenig schlaf zu finden. Früher oder später fand man ihn immer, ob nun durch Müdigkeit oder die totale Erschöpfung. Zwei von unseren Männern hielten stets Wache. Selbst Tagsüber konnte man in diesen Gegenden nicht sicher sein.
Gegen Abend waren die meißten von uns ausgeschlafen und machten sich bereit für die Weiterreise. Bis zum Feuerberg war es noch ein weiter weg...
Die ganze Gruppe, einschließlich mich, machte sich Gedanken um den Brief, welcher am Kreuz des Pacos`befestigt war.
 
Ricarda am 21.09.2002 : Wir überlegten, ob es überhaupt sinnvoll war, sich der Gefahr der Vernichtung als Gruppe in diesem Gebiet auszusetzen. Natürlich stand da die Frage im Raum, wer würde uns vernichten?
Wir entdeckten weit und breit keine Krieger und hätten die Angelegenheit gerne mit einer wegwerfenden Handbewegung abgetan, aber die uns neuerdings überkommenden Gefühle, ließen uns vorsichtig sein. Da wir uns dem Feuerberg bis auf einige Kilometer genähert hatten, kam einer von uns mit der Überlegung:
„Wir könnten ihn hier beerdigen, mit Blick auf dem Feuerberg, dann müssten wir den kriegerisch verfluchten Boden nicht betreten!“
 
Wie soll es weitergehen? Diese Story kannst du selber weiterschreiben.
 
 

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