Gemeingefährliche Lichtgeschwindigkeit |
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| © Ron Holiday
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Liebe Leser und Leserinnen,
liebe Außerirdische und alle dazwischen und außerhalb!
Immer, wenn es draußen regnet oder schneit, so wie jetzt gerade, übermannt mich die Sehnsucht nach sonnigem Wetter. Dann schaue ich Erlösung suchend in den Himmel und versuche die genaue Position der Sonne zu ermitteln, welche hinter dichten grauen Wolken verborgen ist.
Sonne?
Ja, da fällt mir sogleich auch das Wort „Licht“ ein, welches untrennbar mit SOL verbunden ist. Ein Licht, welches uns wärmt und den einen oder anderen unserer Mitmenschen vielleicht auch einmal erhellt, damit auch diesem einmal „ein Licht aufgeht“.
Und zum Wort „Licht“ fällt mir gleich das Wort „Lichtgeschwindigkeit“ ein. Eine Naturkonstante, welche wahrscheinlich dafür sorgt, dass wir niemals unser Sonnensystem verlassen werden, um auch außerhalb unseres Planetensystems direkt nach extraterrestrischen Lebensformen forschen zu können. Die Entfernungen sind einfach zu groß.
Sind sie das?
Vielleicht ja auch nicht, würde mir nun Captain James Tiberius Kirk entgegenhalten und auf den WARP-Antrieb seiner USS Enterprise hinweisen.
Ein Antriebssystem, welches mal eben so nebenbei die Raumzeit krümmt (warp) und mit dem wir dadurch überlichtschnell, oder um die Worte von Lord Helmchen (Spaceballs) zu verwenden, mit „gemeingefährlicher Lichtgeschwindigkeit“ durch unser Universum rasen können. Major Cliff Allister McLane, vom schnellen Raumkreuzer Orion, benutzte dazu den „Hyperspace plus Schlafende“.
Er begnügte sich in der legendären TV-Serie ab 1966 aber etwas realistischer damit, nur in unserem Sonnensystem, penetrante Alien-Invasoren namens FROGS hinweg zu blastern. Unter den Fittichen von Perry Rhodan -
für alle Unwissenden: Das ist der, welcher ein ganzes Universum (Perryversum) erbte, während viele von uns noch nicht einmal einen Pflichtanteil zu erwarten haben
- ermöglichte ein Transitions-Triebwerk Sprünge durch den fünfdimensionalen Hyperraum und damit in gewisser Weise Reisegeschwindigkeiten, welche weit über der Lichtgeschwindigkeit lagen.
Aber bevor ich noch mehr in die Science-Fiction abschweife, rufe ich hiermit dazu auf, dass wir uns an dieser Stelle einmal realistisch über die Möglichkeit der Existenz von außerirdischen Lebensformen und der Lichtgeschwindigkeit als Naturkonstante unterhalten.
Wenn wir darüber diskutieren, -
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„Wenn wir diskutieren, dann rede ich!“
(Zitat einer Bekannten)
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- kommen wir aber am o.g. Problem der Lichtgeschwindigkeit nicht vorbei, da diese nach derzeitigem Wissensstand eine ärgerliche Konstante im Kosmos ist, welche wirksam verhindert, dass sich Lebewesen zu schnell und zu weit von ihrem Heimatplaneten entfernen können.
Vielleicht hat unser aller Herr (sofern es diesen gibt), in seiner unendlichen Weisheit diese Konstante ja geschaffen, damit sich unterschiedliche Lebensformen ungestört voneinander im Kosmos entwickeln können, ohne sich bei der ersten Gelegenheit der interstellaren Begegnung gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Dogmatisch gläubige Menschen sollten hier auch ehrlich berücksichtigen, dass die Existenz von anderen intelligenten Lebensformen in der unendlichen Weite des Weltalls gleichzeitig bedeuten würde, dass der Mensch als auserwähltes Volk seinen biblischen Stellenwert infrage stellen würde. Das hat sich natürlich zwischenzeitlich auch bis zum Vatikan herumgesprochen.
Irgendwo habe ich kürzlich in einer Infoquelle aus klerikalen Kreisen gelesen, dass es aus christlicher Weltsicht grundsätzlich denkbar wäre, dass auch Alien Christen werden könnten, sofern sie die Fähigkeit zum Glauben und zur Annahme der christlichen Erlösung besitzen. Ich will dies einmal unkommentiert so stehen lassen, weise aber darauf hin, dass mir hier sofort das fragwürdige Missionsgebaren der spanischen und portugiesischen Konquistadoren des 15ten und 16ten Jahrhunderts einfällt. Aber vielleicht haben die Außerirdischen irgendwann ja mal mehr Glück als die indigenen Völker Amerikas.
Doch zurück zum Thema.
Fangen wir einmal mit der Lichtgeschwindigkeit an.
Die Lichtgeschwindigkeit (Symbol "C") (angeblich die höchstmöglich erreichbare Geschwindigkeit im Kosmos) liegt gerundet bei 300.000 Kilometer in der Sekunde. Sie gilt auch für elektromagnetische Strahlung. Sie gilt aber nicht als Grenze für die Ausdehnung des Raumes selbst, denn unser Kosmos/Universum kann sich durchaus überlichtschnell ausdehnen. Jenseits des sogenannten „Hubble-Radius“ kann die Fluchtgeschwindigkeit von Galaxien voneinander scheinbar überlichtschnell sein. Die „spezielle Relativitätstheorie“ erlaubt dieses, da diese nur lokale Geschwindigkeiten von Information (dazu gehören Daten, Nachrichten und Signale ; Vermeidung von Kausalitätsverletzungen) und Materie mit 299.792,458 km/s im Vakuum begrenzt.
Bedeutende Wissenschaftler, welche die Geschwindigkeit des Lichts untersucht haben, waren u.a.:
Ole Römer (1644 nC bis 1710 nC) und Albert Einstein (1879 nC bis 1955 nC; Spezielle Relativitätstheorie).
Die Geschwindigkeit des Lichts (Photonen) ist nicht in allen Medien gleich.
Man spricht zudem vom Welle-Teilchen-Dualismus. Dies bedeutet, dass Licht sich wie eine Welle aber auch wie ein Teilchen verhalten kann.
Die maximale Geschwindigkeit kann das Licht als elektromagnetische Strahlung aber nur im Vakuum (z. B. Weltraum) erreichen, da es dort keine Materie gibt, welche das Licht abbremst. Geringere Geschwindigkeiten sind je Beschaffenheit des Mediums möglich.
Die Lichtgeschwindigkeit beträgt z. B.:
- im Vakuum 299.792,458 km/s)
- in der Luft 299.700 km/s.
- im Wasser 224.000 km/s.
- in Glas ca. 200.000 km/s bei Kronglas/ Glasfaserkabeln oder ca. 186.000 km/s bei Flintglas.
- im Schwefelkohlenstoff 184.000 km/s.
- im Diamant 122.000 km/s.
- beim Bose-Einstein-Kondensat ca. 17 Meter/Sek.
(Erklärung hierzu, folge Link: https://webstories.eu/stories/story.php?p_id=130165)
Was sagt eigentlich Albert Einstein zu seiner Relativitätstheorie?
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"Manche Männer bemühen sich lebenslang,
das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere
befassen sich mit weniger schwierigen
Dingen z. B. der Relativitätstheorie."
(Albert Einstein)
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Gemäß Albert Einstein (1879-1955), welcher 1915 in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie die wechselseitigen Abhängigkeiten von Raum, Zeit und Materie beschrieb, ist die Geschwindigkeit des Lichts im Vakuum immer unveränderlich.
D. h., dass ein Objekt, welches mit z.B. 40.000 km/s durchs All rast und dabei einen Lichtstrahl in Flugrichtung aussendet, eine Geschwindigkeit "C" für den Lichtstrahl erzeugt, der nur 299.792.458 m/s schnell ist und n i c h t 299.792.458 m/s plus noch einmal zusätzlich 40.000 km/s.
Selbst wenn das Raumschiff mit 1/2 "C" fliegen würde, betrüge die Geschwindigkeit des ausgestrahlten Lichtstrahls weiterhin konstant 299.792.458 m/s .
Weltweit besteht bei vielen Wissenschaftlern ein ungebändigter Ehrgeiz, die Lichtgeschwindigkeit als schnellstmögliche Geschwindigkeit immer wieder durch Versuche zu beweisen.
Es gibt aber auch Physiker welche verzweifelt versuchen zu beweisen, dass dies nicht der Fall ist und Einstein sich geirrt hat. Würde dies gelingen, dann wäre diesen der Nobelpreis sicher.
Im Rowland Institute of Science in Cambridge-Massachusetts soll es 1999 immerhin gelungen sein, die Geschwindigkeit des Lichts auf 1,5 km/h (Fußgängertempo) abzubremsen, in den man es durch ein Spezial Gas (Bose-Einstein-Kondensat) leitete.
Quantenphysikalische Teilchen sind nach Meinungen einiger Forscher dazu in der Lage, mittels eines Tunneleffekts Barrieren überwinden zu können, die laut allgemeiner physikalischer Lehrmeinung eigentlich als für diese undurchdringbar gelten.
In einem Labor wurde 1994 angeblich der Nachweis (Experiment von Prof. Günter Nimtz) erbracht, dass man Musik (in diesem Fall war es Symphonie Nummer 40 von Wolfgang Amadeus Mozart) als Tonfrequenz (Nutzsignal) zur Überlagerung (Modulation) von Mikrowellen (Trägersignal) verwenden kann und dass man diese mit 4,7 facher Lichtgeschwindigkeit transferieren (Tunnelung durch Barrieren) kann.
Das bedeutete, wenn ich das Experiment richtig verstanden habe, dass die Musik (bzw. die in dieser gespeicherte Information) durch ein Medium (Barriere) geschickt wurde, welches so eine Art von Übertragung eigentlich nicht zulässt und das durch eine Art von Teleportation diese Musik hinter der eigentlich undurchdringlichen Barriere doch empfangen werden konnte. Es wurde hier, wie man nachlesen kann, bei einer experimentellen Distanz von 11,4 cm angeblich eine Übertragungsgeschwindigkeit in Höhe der 4,7-fachen Lichtgeschwindigkeit gemessen, was eine Verletzung der Einstein’schen Relativitätstheorie wäre. Mit Stand 2026 scheinen die Diskussionen über diese Messergebnisse aber weltweit noch nicht abgeschlossen zu sein.
Es ist vielleicht (!) nur noch eine Frage der Zeit, dass die Musik in einem physikalischen Testlabor zeitlich schon aus einem Plattenspieler-Lautsprecher kommt, bevor die Ton-Abnehmernadel die sich drehende Schallplatte überhaupt berührt hat. Das würde bedeuten, dass die „Wirkung“ (Musik) sich schon realisieren würde, bevor deren „Ursache“ (Ton-Abnehmernadel berührt die Schallplatte) sich verwirklicht hat.
Wenn so etwas tatsächlich ginge, wären die Kausalitätsregeln in Art eines Zeit-Paradoxons praktisch außer Kraft gesetzt.
Doch nun zu „Fred vom Jupiter“, "Mork vom Ork" und deren Freunde.
Die unvorstellbaren kosmischen Entfernungen führen dazu, dass man u. a. auch durch die Grenzen, welche uns allein die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum setzt, bis heute keinen Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation aufnehmen konnte.
Die Entfernungen sind einfach viel zu weit!
Okay!
Alle Ufologen und Anhänger der Prä-Astronautik (Paläo-SETI) werden nun erbost aufschreien. Sie werden argumentieren, dass es tausende von UFO-Sichtungen gibt und die Aliens schon seit Jahrtausenden ihr Unwesen in unserem Sonnensystem treiben. Viele behaupten, dass die Menschheit ihren heutigen technischen Wissensstand nur durch die Hilfe von Aliens, welche von den Menschen schon seit Jahrtausenden als Götter verehrt werden, erlangen konnte.
Festzustellen ist hier, dass es bis zum heutigen Tag hierfür keinerlei Beweis gibt!
Nicht eine einzige UFO/UAP-Sichtung -
(UFO: Unidentified Flying Object;
UAP: Unidentified Anomalous Phenomenon)
- konnte bisher wissenschaftlich unanzweifelbar außerirdischen Lebensformen zugeordnet werden.
Auch wenn man bestätigen kann, dass in unserem Himmel weltweit so einiges an unerklärlichem Gedöns unterwegs ist, was sich manchmal jeder wissenschaftlichen Eruierung entzieht, kann doch eindeutig erklärt werden, dass ein Kontext zwischen diesen unerklärlichen Himmels-Phänomenen und dem Wirken Außerirdischer weiterhin nicht bewiesen werden kann. Es können Erscheinungen sein, welche Naturerscheinungen sind, die wir uns mit heutigem Wissen einfach noch nicht erklären können. Weiterhin lassen sich viele Geschehnisse sicher auch auf waffentechnische Experimente der Großmächte dieser Erde zurückführen, wenn man mal die UFO-Augenzeugenberichte mit dem modernsten Stand der Waffentechnik (Laser, Drohnen, Directed-energy weapons, Plasmakanonen, Maser, Blendwaffen, Infraschallwaffen, Mikrowellenwaffen (High-Power-Microwave) .... etc.) abgleicht. Um von einem Bodenradar nicht mehr erkannt zu werden, ist heutzutage keine Alien-Technik vonnöten. Grelle nächtliche Lichtobjekte, die mit aberwitzigen Hyperschall-Geschwindigkeiten in akrobatischem Zickzack-Kurs über das Himmelszelt rasen und dabei keinen Überschallknall erzeugen, weisen eindeutig auf extrem starke Lasertechnik hin. Wenn es diesbezüglich nächtliche Augenzeugen auf Flugzeugträgern laut präastronautischen-TV-Sendungen tatsächlich gibt, dann sollte man sich vor dem Verbreiten von Alien-Fantastereien deutlich machen, dass es schon U-Boote auf hoher See gegeben hat (z. B. ohne Gewähr: 2005 HSwMS Gotland Schweden; 2001 U24 Klasse 206 Deutschland), welche angeblich unbemerkt während eines Manövers in unmittelbarer Nähe eines Flugzeugträgers plötzlich aufgetaucht sind.
Reine Theorie (!): Sollten solche Geister-U-Boote plötzlich vielleicht mit modernster Lasertechnik ausgestattet auf einem Ozean vor anderen Manöver-Teilnehmern (z. B. Begleitschiffen) im Rahmen von vertraulichen Manöver-Zusatzaufgaben (ähnlich: hip-pocket training; Opportunity Training) nächtlich herum Funseln (Laserionisation mit Luftplasma-Produktion), könnten die späteren Alien-Sichtungs-Geschichten schnell erklärt sein.
Interessant ist vielleicht in diesem Zusammenhang die Antwort einer befragten KI zum berühmten "Tic Tac" USS Nimitz-Vorfall im Jahr 2004 (Pazifik), welcher bis heute unentwegt durch die Medien geistert. Der KI wurde die Frage gestellt, ob die damaligen Alien-Verfolger-Kampfflugzeuge auch eine gemeinsame Soft- oder Hardwarestörung gehabt haben könnten:
Antwort der KI (Auszug): ".... Eine systemweite technische Störung, die bei allen ähnlichen Geräten gleichartige Thermobilder erzeugt, ist technisch möglich, aber im Fall der "Tic Tac" Sichtung unwahrscheinlich ......."
Unwahrscheinlich, aber technisch möglich!
Was trennt den UFO-Leugner vom UFO-Bejaher?
Ist es wirklich ein unüberbrückbarer Glaubensgraben?
Ich glaube, dass es bei ca. 100.000.000.000 Galaxien mal ca. 100.000.000.000 Sternen (Sonnen) im Weltall unwahrscheinlich ist, dass wir Menschen die einzigen Lebensformen im Universum sind. Der Glaube an die Einzigartigkeit des Menschen im Universum ist Megalomanie.
Ich gebe zu, dass man solche Behauptungen im Mittelalter vor der Inquisition aber besser nicht geäußert hätte. Die Gesundheit von Giordano Bruno (1548 nC bis 17.02.1600 nC) z. B. hat dadurch damals ordentlich Schaden genommen. Immerhin wurde er am 12.03.2000 nC (!) vom Papst schon wieder rehabilitiert. Es dauert in der Gemeinschaft der Gläubigen eben immer etwas länger bis sich wissenschaftliche Erkenntnisse durchsetzen. Das ist für viele Kirchenfürsten und klerikale „Opinion Leader“ auch kein Problem, da man notfalls eben mal ein Jahrhundert vor fast leeren Kirchenbänken predigt.
Gibt es nun außerirdisches Leben?
Geht man davon aus, dass unser Universum zurzeit insgesamt ca. 100.000.000.000 Galaxien hat, jede dieser Galaxien wiederum ca. 100.000.000.000 Sonnen hat, von denen jede einzelne Sonne vielleicht sogar ein eigenes Sonnensystem hat, mit wahrscheinlich zusätzlich unzählige Planeten (vgl. Venus, Mars, Jupiter etc. ...) die ihren Mutterstern umkreisen, dann ist es eigentlich absolut unwahrscheinlich, dass es im gesamten Kosmos keine weiteren Lebensformen (dazu gehören auch Bakterien bzw. Einzeller) mehr gibt.
Überall da, wo im Kosmos die Grundbedingungen (u. a. flüssiges Wasser; Habitable Zone) stimmen, wird Leben entstehen können und wahrscheinlich auch schon entstanden sein. Warum sollte unser aller Herr (sofern es einen solchen gibt) sonst so viele Sonnen und Planeten geschaffen haben? Das hätte doch keinen Sinn, wenn diese für Milliarden von Jahren sinnlos und leblos durch das Universum kreisen, wenn es nur auf einem Planeten (unserer Erde) Leben und ein auserwähltes Volk gäbe, was ausgebremst durch die Naturgesetze nie dazu in der Lage wäre, andere Sonnensysteme, geschweige denn andere Galaxien, zu erreichen und zu besiedeln.
Vielleicht schadet an dieser Stelle nicht der Hinweis auf die mathematische "Green Bank Gleichung" des Radioastronomen Frank Drake (28.05.1930 nC bis 02.09.2022 nC) und auch auf die SETI-Forschung (Search for Extraterrestrial Intelligence).
Eine Faust-Formel-Kalkulation, die zu berechnen versucht, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Menschheit einmal mit Außerirdischen in Verbindung treten kann bzw., dass es außerirdische Lebensformen gibt.
Green Bank Gleichung aus dem Jahr 1961 nC:
N = S * Ap * Aö * Al * Ai * At * L
(diese wird in der Literatur jedoch auch mit anderen Faktorbezeichnungen publiziert z.B. R*fp*ne*f1*fi*fc*L = N)
N = Anzahl der Außerirdischen innerhalb der Milchstraße, mit denen eine Funkkontaktaufnahme möglich erscheint
S = Summe der jährlich in der Milchstraße neu entstehenden Sterne (teilweise auch "R*" für Sternentstehungsrate genannt). Mit Stand 2018 entstehen ca. 7 neue Sterne im Jahr in unserer Galaxis. Dieser Faktor betrifft alle Sterne, egal ob "lebensfeindlich" oder nicht.
Ap = Anteil der Sterne, welche ein Planetensystem haben (Schätzung im Jahr 2018 = ca. 100.000.000.000 Planeten gibt es)
Aö = Anteil der Planeten je System, die theoretisch Leben hervorgebracht haben oder dazu in der Lage sind. Planeten in der habitablen Zone.
Al = Anteil der Planeten, welche von den unter Aö genannten, wirklich mit Lebensformen bevölkert sind
Ai = Anteil der Planeten, welche mit intelligenten Lebensformen bevölkert sind (wohlwollende Schätzung 1 Ai : 100 Al)
At = Anteil der intelligenten Lebensformen, die in der Lage sind Technik zu beherrschen (wohlwollende Schätzung 1 At : 100 Ai)
L = Durchschnittlicher Faktor für deren Lebensspanne (Anzahl der Jahre, der technischen Lebensdauer einer Zivilisation).
Es gibt Schätzungen, dass eine Zivilisation nicht länger als 10.000 Jahre existiert.
Fazit der Formel: Es gibt optimistische Kreise, welche von ca. 10.000 Zivilisationen in unserer Galaxis ausgehen.
SETI-Forschung (Search for extraterrestrial intelligence) ab 1960 (vgl. auch Ozma-Projekt):
Die beteiligten Radioastronomen horchen hier u.a. in das Universum wie folgt hinein:
Da elektrisch neutraler (weder positive noch negative Ladung) Wasserstoff, als wahrscheinlich wichtigster und häufigster chemischer Stoff in unserem Universum, im Bereich einer Funkwellenlänge von 21 cm (1.420 MHz) Radiowellen aussendet (auch 21 cm Linie genannt), wird in diesem Frequenzbereich und im Bereich von 10-30 cm auch nach Signalen von Lebensformen aus der Weite des Weltalls durch SETI gesucht. In diesen Radio-Wellenbereichen wird funktechnisch nach Signalen gesucht, die von fremden intelligenten Lebensformen stammen könnten.
Beim "OSETI-Verfahren" wird die Suche nicht nach Funksignalen durchgeführt, sondern es wird versucht optische sichtbare und unsichtbare (Infrarotstrahlung) Laserlichtquellen zu orten, welche kommunikationsfreudige Außerirdische evtl. ins Weltall schicken.
Was hat man bis heute gefunden?:
01.
Bis heute hat man beim SETI-Projekt außer einem 72 Sekunden langen legendären Wow-Signal (Zeichenfolge: 6EQUJ5 aus der Richtung Sternbild Schütze) vom 15.08.1977 nichts gehört und auch nichts gefunden. Beobachter war damals der Astronom Jerry R. Ehman (USA), welcher die o.g. Zeichenfolge auf seinem Ausdruck kenntlich machte und "Wow" daneben handschriftlich eintrug.
02.
Die Russen sollen am 15.05.2015 mit Ihrem Ratan 600 Sonnenaktivitäts-Radioteleskop (600 Meter Durchmesser) in Selentschukskaja auch ein verdächtiges 2-Sekunden-Signal aufgefangen haben. Sein Ursprung soll der ca. 6.300.000.000 Jahre alte Stern HD164595 (Sternbild Herkules) in ca. 95 Lichtjahren Entfernung gewesen sein, bzw. der Planet HD164595b. Leider wurde dieser Empfang weltweit auch durch kein zweites Radioteleskop bestätigt.
03.
Nachrichten aus Juli 2017 zufolge, wollen Astronomen (Arecibo-Radioteleskop, Puerto Rico GPS Breite 18°20'39.52"N Länge 66°45'9.52"W) von Ross 128 im Sternbild der Jungfrau (Roter Zwerg in ca. 11 Lichtjahren Entfernung von Terra) seltsame unerklärliche periodische Breitband Radiowellensignale empfangen haben.
Warum empfängt man nichts Nachweisbares von den Aliens?
Die Gründe sind vielfältiger Natur.
Dies kann z. B. daran liegen, dass
- wir tatsächlich allein in der Galaxis oder sogar im Universum sind,
- die kosmischen Entfernungen viel zu groß sind,
- Außerirdische keinen Kontakt wünschen,
- wir die Alien-Signale nicht erkennen,
- die Alien unsere Signale nicht verstehen,
- wir in einem völlig falschen Frequenzbereich suchen.
Fazit/Gedanke:
Wäre es nicht sinnvoller einen Frequenzbereich zu verwenden (falls es einen solchen gibt), der von natürlichen kosmischen Strahlungsquellen relativ oder vollständig frei ist?
Also, wenn ich ein kontaktfreudiger Außerirdischer wäre, dann würde ich in einem Funkfrequenzbereich suchen, bei dem ich davon ausgehen kann, dass alle Signale die ich dort erhalte, höchstwahrscheinlich auch künstlicher Natur sind.
Für sehr hohe Frequenzen haben wir aber diesbezüglich leider auf der Erde ein Sende- und Empfangsproblem, welches u. a. durch unsere Atmosphäre verursacht wird. Sinnvolle Versuche einer funktechnischen Kommunikation können eigentlich nur außerhalb der Erde gestartet werden. Z. B. durch Satelliten in hohen Umlaufbahnen und oder eine funktechnische Raumbasis auf der Rückseite bzw. erdabgewandten Seite des Mondes.
Ein weiteres Problem ist, dass nach dem Terahertz-Funk-Bereich nur noch z. B. Infrarot Ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlung und Gammastrahlung kommen. Also Bereiche, welche nicht mehr als klassische Funkwellenbereiche bezeichnet und genutzt werden können. Die praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Frequenzen nehmen nämlich mit steigender Frequenz ab.
Produktion, Transferierung und Detektion werden mit steigender Frequenz technisch immer anspruchsvoller.
Das legendäre 72 Sekunden lange "Wow-Signal" wurde am 15.08.1977 von einem Astrophysiker namens Jerry R. Ehmann (SETI) mittels des Radioteleskops "Big Ear" (State University Ohio) aufgezeichnet. Der Physiker war so von dem Signal begeistert, dass er das Aufzeichnungsprotokoll handschriftlich mit dem Wort "Wow!" ergänzte. Das Signal kam aus Richtung des Sternbildes des Schützen und hatte eine Sendeintensität (signal-to-noise ratio), welche ca. 30-fach oberhalb des normalen galaktischen Hintergrundrauschens lag. Mit Stand 02.2020 ist noch nicht geklärt worden, wodurch das Signal damals erzeugt wurde.
Waren es irdische Funkquellen (Amateurfunker, üble Scherzbolde, irdische Funkstreustrahlung (z.B. funktechnischer Industriemüll)), war es ein Pulsar, oder tatsächlich eine Funkbotschaft mit Modulation von Aliens, welche sich mit uns im Frequenzbereich von 1.420,356 Mhz (andere Quelle: 1.420,453 MHz) in Verbindung setzen wollten?
Wenn sich jemand mal aus Spaß, bei vorhandener funktechnischer Möglichkeit, auf diese Frequenzen als Zuhörer aufschaltet, was ich mal gemacht habe, so muss sich dieser nicht wundern, wenn aus dem Lautsprecher als Ergebnis nur ein tierisch ätzendes Störgeräusch kommt.
Natürlich sei hier angemerkt, dass ein funktechnischer Empfänger aus dem Bereich des Amateurfunks nur ein Spielzeug im Gegensatz zu einem wissenschaftlichen Radioteleskop ist.
ENDE |
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28.02.2026 - 17:55:45 |
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