... für Leser und Schreiber.  

Fortsetzungsgeschichte 1 + 1 = 1?

3
3 Stimmen
   
©  Kathy   
   

Warning: strtr(): The second argument is not an array in /homepages/15/d193061821/htdocs/webstories_php5/stories/story_print.php on line 103

Warning: strtr(): The second argument is not an array in /homepages/15/d193061821/htdocs/webstories_php5/stories/story_print.php on line 104
Kathy am 26.08.2001 : ~2 Monate später~

Endlich war es soweit. Die letzten zwei Monate waren wie im Flug vergangen. Einen Großteil dieser Zeit hatte ich mit Trish verbracht. Auch wenn sie es nur ungern zugab, hatte sie meine Besorgtheit um sie genossen.

Ich war öfter einmal abends nach der Arbeit zu ihr gekommen und hatte für uns gekocht und war danach noch ein wenig geblieben. Vor etwa zwei Wochen hatte ich Trish überreden können, abends auszugehen. Sie war nicht gerade begeistert gewesen und hatte Proteste wie "es ist noch zu früh für mich" und "ich hab keine Lust" gemurmelt. Doch sie hatte sich im Endeffekt leicht überreden lassen und war mitgekommen. Seitdem waren wir auch mehrmals in der Woche abends zusammen ausgegangen, in Bars oder Clubs. Mit jedem Mal hatte Trish sich mehr entspannen und gehen lassen können.

Ich genoss es, sie wieder so unbeschwert zu sehen. Sie hatte ihre Krise mit Kevin inzwischen fast hinter sich gelassen, und das freute mich für sie.

"Meine Damen und Herren, wir bitten Sie nun, ihre Tickets bereit zu halten. Wir fangen nun mit dem Boarding an."

Der Aufruf riss mich aus meinen Erinnerungen zurück in die Gegenwart. Es ging los. Meinen Koffer hatte ich bereits vor etwa einer Stunde aufgegeben und stand nun, mein Ticket, das drei erholsame und ungestörte Wochen Urlaub verhieß, in der Hand und einen Rucksack locker über einer Schulter, im Abflugbereich und wartete geduldig auf das Flugzeug. Es war scheinbar angekommen und endlich bereit zum Einstieg.

Ich stellte mich in die Schlange am Eingang zum Flugzeug und es ging zügig voran. Fünf Minuten später saß ich auf meinem Platz in der Maschine, mein Handgepäck verstaut und bereit für den Abflug. Um mich herum füllten sich die Sitze.
 
Jochen Buegler am 27.08.2001 :
Mein Platz war fast neben dem Fenster,
aber nur fast. Ein Platz war noch frei.
Ich hoffte, dass er auch frei bleiben würde, da ich unheimlich gerne die Aussicht während des Fluges geniessen wollte.

Neben mir schob sich langsam die Passagierkolonne entlang und ich beobachte argwöhnisch, ob jemand beabsichtigte, neben mir Platz zu nehmen. Zum Glück waren es zum grössten Teil Spasstouristen, Familien, die eine ganze Reihe hinter mir gebucht hatten.

Plötzlich bewegte sich jedoch eine etwa 30-jährige Frau auf mich zu, sie war sehr fein gekleidet, vielleicht eine hohe Angestellte bei der Regierung. Ich wusste es nicht, doch sie schien allein und war völlig darauf konzentriert ihre Ticketnummer mit denen auf dem Gepäckbord zu vergleiche. Fast hatte ich es geahnt, als sich ihr Gesicht etwas auflockerte und sie neben mir Platz nahm.

Sie nickte mir nur kurz freundlich zu und versenkte sich dann in ihre New York Times, welche am Flugzeugeingang verteilt wurde.

Nunja, wenigstens belästigte sie mich nicht. Diese ganzen arroganten fein herausgemachten Regierungstunten hatte ich so schon das ganze Jahr über zu ertragen.

Langsam hatte sich das Flugzeug nun bereits vollständig gefüllt und eine leise Melodie ertönte, wonach kurz darauf die Stewardessen vorführten, was in einem Notfall zu tun sei. Die Luftmasken über mir und irgendwas anderes unterm Sitz. Ich versuchte den Anweisungen zu folgen auch wenn alles viel zu schnell ging. So oft war ich in meinem Leben noch nicht geflogen und ich hatte noch immer etwas Angst davor. Links, ein paar Reihen vor mir sass eine Frau, die fast wie Aaliyah aussah.

"We need a resolution we have so much confusion", ging es gleich durch meinen Kopf. Manchmal schaute ich MTV.

Nunja, die Frau neben mir war noch immer in ihre Zeitung vertieft während das Flugzeug langsam losrollte. Bitte das Rauchen einstellen und Gurte festmachen.
Ui, jetzt legte er los. Es rumpelte ganzschön, doch plötzlich hörte es auf. Dieses surrealistische Schweben über den Boden am Anfang fand ich immer am besten. Dann gings aber auch gleich steil nach oben und nach kurzer Zeit erschienen die Gebäude unten nur noch wie in SimCity.

Die reguläre Flughöhe war erreicht und es durfte wieder geraucht und getrunken usw. werden.

So flogen wir etwa eine halbe Stunde, dann wurde das Essen angerollt. Ich wählte so ein vietnamesisches Reisgericht, weil ich mich schonmal einstimmen wollte.
Die Frau neben mir ass eine Wurst.

Inzwischen war ich satt und schaute glücklich auf das blaue Meer hinunter.
Plötzlich klingelte neben mir eine Handymelodie. Toll, die Regierungsfrau hatte sich nicht an die Vorsichtmassnahmen gehalten und ihr Handy angelassen. Noch immer war sie in ihre Zeitung versunken und brauchte einige Sekunden, bis sie realisierte, dass das ihr Handy war.

Dann ging sie ran und ich war erstmal entnervt, sie war tatsächlich von der Regierung. Ich wandte mich von ihr ab und starrte gegen die Decke.

Was war denn das für ein komisches Blinken an den Seitenleuchten? Tatsache war, dass die FBI-Frau neben mir durch ihr Handy die Flugzeugelektronik völlig durcheinander gebracht hatte und jetzt völlig unkrolliert überall die Lichter blinkten und sich aus den Boxen komisch verzerrte Melodien quälten.

Die Stewardessen liefen verwundert durch die Gänge und versuchten nebenbei amateurhaft die Fluggäste zu beruhigen, so weit das noch ging, sowas hatten sie nämlich auch noch nicht erlebt. Schönerweise drehten nicht nur die Lichter durch sondern auch der Rest der Fliegerelektronik. Als ich nämlich kurz aus dem Fenster hinaus auf den grossen weissen Flügel schaute bemerkte ich wie ständig kleine Klappen auf und zugingen.

Kurzgesagt, das Flugzeug war dabei abzustürzen und die dabei natürlich unausweichliche Panik brach aus.

Die Stewardessen wurden erstmal niedergetrampelt, und die Leute bewegten sich aufs Cockpit zu, was sie dort wollten war mir nicht bekannt. Ich blieb erstarrt sitzen. So hatte ich mir meinen Urlaub nicht vorgestellt!

Die FBI-Frau telefonierte tatsächlich immer noch mit ihrem Handy, ich konnte das alles nicht glauben. Das Flugzeug befand sich inzwischen im senkrechten Sturzflug und kam dem Wasser immer näher. Wie im Traum stand ich auf und bewegte mich instiktiv zu Tür ohne an irgendwas zu denken. Plötzlich wurde das ganze Flugzeug durchgeschüttelt als es mit der Spitze gegen die Wassermassen prallte.
 
Kathy am 23.09.2001 : ~ später ~

Als ich wieder zu mir kam, war mein erster Gedanke, dass das alles nur ein furchtbarer Albtraum gewesen war. Ich versuchte die Augen zu öffnen und mich aufzusetzen, stellte jedoch schnell fest, dass ich das besser ließ. Es war doch kein böser Traum gewesen, sondern die grausame Wirklichkeit. Mir taten sämtliche Knochen in meinem Leib weh.

Also blieb ich erst einmal bewegungslos liegen. Ich lag auf dem Rücken, und der Grund unter mir war seltsam weich und warm. Um mich herum war es still.

Langsam begann auch mein Gehirn wieder zu arbeiten. Wo war ich? War ich tot? Nein, dazu spürte ich meinen Körper zu schmerzhaft genau. Was war dann passiert? Das Letzte, an das ich mich erinnern konnte, war, dass das Flugzeug abgestürzt war, und plötzlich Meer überall um mich herum war, und meine Ohren schmerzten bei der Erinnerung an die panischen Schreie, und das dumpfe Motorendonnern der Maschine, und das Rauschen von Wasser um mich herum. Dann - Schwärze...

Aber Meer? Wie konnte das sein? Mein Flugticket war für einen Flug von Washington nach Los Angeles gebucht worden, bevor ein weiterer Flug mich nach Hanoi gebracht hätte. Und eigentlich hätte das Flugzeug also gar nicht über dem Meer sein *können* bei diesem ersten Flug.

Was war also passiert? War ich in das falsche Flugzeug eingestiegen? Nein, dafür hatte ich zu genau darauf geachtet, wo ich am Flughafen hin musste. War der Pilot falsch geflogen? Wenn mir nicht alles so weh getan hätte, hätte ich bei diesem Gedanken sogar laut lachen können. War das Flugzeug entführt worden? Warum hatten wir Passagiere dann nichts mitbekommen? Natürlich hatten die Stewardessen ein wenig angespannt gewirkt, aber nachdem Flugzeug-Katastrophen in letzter Zeit häufiger geworden waren, schien das eine ganz natürliche Reaktion... Oder etwa nicht?

Die letzten Minuten vor dem Absturz gingen mir immer wieder durch den Kopf. Die höflich-arroganten Züge der Frau neben mir, das plötzliche Klingeln des Handys, das nervöse Flackern der Kabinenbeleuchtung, die ausbrechende Panik, als bei den Passagieren die schreckliche Erkenntnis dämmerte, dass irgend etwas nicht stimmte, die blendende Sonne, als ich mich umsah...

Moment... blendende Sonne von der Seite? Früh vormittags? Wären wir planmäßig nach LA geflogen, müssten wir die Sonne eigentlich im Rücken gehabt haben, und nicht rechts von uns...
 
Wie soll es weitergehen? Diese Story kannst du selber weiterschreiben.
 
 

http://www.webstories.cc
Fatal error: Call to undefined function rid_formatdatetime() in /homepages/15/d193061821/htdocs/webstories_php5/stories/story_print.php on line 139