Ich war in diesem Wald bestimmt schon hunderte Male spazieren gegangen. Jedesmal nahm ich den selben Weg. Hinein in den Wald, bei der monströsen Tanne links (immer schön auf dem Pfad), ein Stück bergab, dann steil bergan und an dem Hügel vorbei.
Auch diesmal hatte ich dieselbe Route gewählt. Ich passierte die Tanne, ging bergab und wieder bergauf, doch als ich an den Hügel, der immer bloß eine gewöhnliche Erhebung aus Erde, Humus, Blättern und Gezweig gewesen war, traute ich meine Augen nicht.
Der Hügel war noch immer da, doch diesmal wies er ein großes Loch in seiner Mitte auf. Nicht nur das - vor dem Loch war eine Art Plateau und ich konnte die ersten Stufen einer Treppe sehen, die in den Hügel hinein führte.
Nachdem ich mir die Augen gerieben hatte, ging ich näher an das Loch heran und vor mir tat sich ein wahrer Abgrund auf. Es musste sich um hunderte von Stufen handeln. Wo kamen sie her - und, was wichtiger war, wo führten sie hin?
Nachdem ich alle Angstgefühle und den "inneren Schweinehund" überwunden hatte, wagte ich einige vorsichtige Schritte ins Ungewisse. Die Stufen waren eben und meine Füße fanden genügend Halt. Ich schritt, ohne es bewußt zu merken, Stufe für Stufe tiefer ins Dunkel. Immer weiter. Immer tiefer...