Herr Meier hatte bislang einen anstrengenden Tag gehabt: Sitzungen, Präsentationen, langweilige Routinearbeit. Frau Schneebeli arbeitete in einem Büro auf der anderen Seite der Firma. Sie war eine Frau, auf die sich Herr Schneebeli jeweils freute, wenn er sie sah. Manchmal tauschten die beiden beim Essen vertraute Blicke aus, manchmal sassen sie nebeneinander und scherzten. Dann waren die langweiligen Sitzungen und Gespräche für einen Moment vergessen, dann blinkte so etwas wie Freude in seinen Augen auf.
Nachdem Herr Meier an jenem Tag die Mensa betreten hatte, erblickte er Frau Schneebeli alleine an einem Tisch. Sie las gerade die Zeitung und ass eine Banane. Als Herr Meier zur Fassstrasse schritt, um sich die Mensamahlzeit zusammenzustellen, ass Frau Schneebeli die Banane zu Ende und legte die Schale hinter der Zeitung seitlich auf den Tischrand. Als ein anderer Mitarbeiter nahe an ihrem Tisch vorbeiging, fiel die Bananenschale auf den Boden. Herr Meier, der gerade mit seinem Tablett und dem Essen darauf auf Frau Schneebelis Tisch zukam, bemerkte die Bananenschale nicht. Er rutschte auf ihr aus, liess sein schweres Tablett fallen, das auf dem Boden aufprallte, und fiel selbst zu Boden. Frau Schneebeli erschrak und sah erst dann, dass Herr Meier wegen ihrer Bananenschale ausgerutscht war. Sie fühlte sich schuldig. Herr Meiers Steissbein schien ungemein zu schmerzen. Herr Meier konnte nicht mehr aufstehen und musste von einem Kollegen nach Hause gefahren werden.
Frau Schneebeli rief ihn am Abend an und sagte: "Tut mir leid, ich fühle mich so schuldig, kann ich etwas für dich tun?" "Ja", sagte er und in seiner Antwort lag eine Vorfreude, die in Erfüllung gehen sollte.