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Andacht - vom Glauben ab - ge -fallen ....

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Andacht

Vom Glauben ab(ge)fallen

Ihr Lieben


Ihr kennt den Song „Losing my religion“ von der Band REM und auch Sprüche wie „ich fall vom Glauben ab“ , die man manchmal im Scherz raus haut. Es gibt aber auch sehr ernst gemeinte Aussagen. Die erfolgen meist, wenn das schöne ideale Glaubensgerüst mit einem Schlag, einem Erdbeben gleichen Ereignis erschüttert, in Frage gestellt, ad absurdum geführt wird und man selber zur „Überzeugung“ gelangt, manipuliert, spirituell erpresst,
verarscht und überhaupt von vorn bis hinten belogen worden zu sein. Auslöser dafür sind besonders religiöse Führer, Pastor*innen, Pfarrer*innen, die mit ihrem Verhalten, ihrem Predigen, ihrem Gehabe eine Art Jeckyl & Hide Persönlichkeit abgeben. Machen wir uns nichts vor! Es wirkt wie ein Schlag in die geistliche Magengrube, wenn ein Mitglied eines „Ältestenrates“ die Sünder über deren Notwendigkeit zur Buße belehrt und dieses eines Tages mit einem anderen Mitglied jenes Ältestenrates durchbrennt – wohlgemerkt beide waren verheiratet … mit anderen Partner*innen. Oder ein Pastor hat ein ernsthaftes Machtproblem, neigt zu Gewalt, verspottet von der Kanzel herab Sünder als geistig gestört und landet daselbst für zwei Tage in der „Geschlossenen“ zur Überwachung, während nebenher die Öffentlichkeit von dessen Gewaltexzessen innerhalb seiner Familie erfährt, oder aber ein Papst, ein „Stellvertreter Christi“ , der theoretisch mit der „Gebrauchsanleitung“ seines Herrn, an dessen irdischer Stelle er sich „wähnt“, schlafen geht u. aufsteht … nun verkündigt, das was da in - Johannes 14.6, zu lesen wäre, könne man relativieren - es gäbe verschiedene Wege zu GottVater. Ein Jeder, der im Glaubensleben um Erkenntnis kämpft, wird früher oder später mit solchen u. anderen Situationen konfrontiert. Und es ist NICHT LUSTIG! Ein Pfarrer der die Ehescheidung von der Kanzel herab verdammt, samt den „Delinquenten“ u. dann höchstselbst den Weg vor den Scheidungsrichter nimmt, wird u. Umständen einen Sturz ins Bodenlose erfahren müssen, er wird der Häme u. dem Spott nicht nur seiner Gemeinde, sondern auch seiner Kollegen ausgeliefert sein, ohne, dass die um die wirklichen Hintergründe wissen. Dass hier beidseitig gesündigt wird, fällt manchen gar nicht mal auf. Ehebruch ist offensichtlich, ABER eine lose Zunge, Gehässigkeit, Getuschel, Verurteilung, Selbstgerechtigkeit gehören zu den „unauffälligen“ Sünden, deshalb, weil wir uns ihrer nicht wirklich bewusst werden. Sie stehen dem Ehebruch in zerstörender, zersetzender Wirkung jedoch in nichts nach. Das Bashen, und Dissen innerhalb der christlichen Gemeinschaften auf social media Kanälen, in denen man den anderen öffentlich niedermacht ohne mit ihm überhaupt persönlich je gesprochen zu haben und ihm den vermeintlichen Irrtum unter vier Augen mitteilt, verstößt zb. klar gegen Matthäus 18:15-17 ..Es bietet sich u. a vor allem Matthäus 5. 19 -20 an für solche „Temperamentsbolzen“. So mancher Suchende dem sich von außerhalb solch ein Blick ins innere bietet, wird sich mit Grausen wenden und sagen: „Danke für nix“ und den altbekannten Goethe Klassiker bemühen: „Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“ … Wenn ´s doch bei den „Geretteten“, bei den „Heiligen“ genauso zugeht wie bei denen „draußen“, was soll dann der Sch …?
Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – hier im irdischen sind wir ALLE AUSNAHMSLOS unter der Herrschaft des „Fürsten dieser Welt“, auch die, welche in jedem zweiten Satz „Jesus“ benutzen, Glaubensfloskeln en masse abgeben u. überall verkünden, sie wären „gerettet“ (was immer sie darunter verstehen mögen). Dass die Juden ihre 613 Ge – u. Verbote nicht ausnahmslos erfüllten, machte einen neuen Bund notwendig und wir Christen werden nicht müde, ständig darauf hinzuweisen und diese tolle Errungenschaft für uns zu reklamieren. Ja, wie sieht´s denn bei uns in Wirklichkeit aus? 10 Gebote, plus die zwei wichtigsten von Jesus genannten Gebote: Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst – macht 12, dazu kommen noch die vier Gebote die von den Aposteln u. Ältesten in der Apostelgeschichte 15 19 -20 beschlossen wurden, hinzu - KEINE Götzen, KEINE Unzucht, KEIN Fleisch essen von erstickten Tieren und KEIN Fleisch verzehren von nicht ausgebluteten Tieren – macht summasummarum 16 Gebote. Um die Zahl noch etwas nach oben zu hieven, könnten wir noch die Bergpredigt hinzuziehen und Matthäus 5.22 … blieben aber trotzdem WEIT UNTER den 613 Regeln der älteren Verwandten, denen wir ja ständig vorhalten sie wären „nicht gerettet“ u. a weil sie ihre Gebote nie und nimmer erfüllen könnten. Paulus kam in seinem letzten Brief, dem Römerbrief, zu einer niederschmetternden, ernüchternden Erkenntnis: Römerbrief 7.19 … und jetzt die Gretchenfrage (schon wieder Goethe): Sag, wie hälst du ´s mit der Religion – sprich den Geboten DEINER RELIGION? Sieht ziemlich mau aus ...oder?
Für von Menschen, von Gläubigen Enttäuschte, Desillusionierte, ernüchtert Suchende gibt ´s eine hilfreiche u. interessante Möglichkeit, nicht den Weg zu Gott zu verlassen, sondern im Gegensatz zu manch religiösen Schreihälsen die sich gerne ein wenig in der Allmacht Gottes sonnen, wird euch ein Licht aufgehen, WARUM diese Gebote existieren – definitiv NICHT um zu knechten, um zu gängeln, um zu unterdrücken, ihr werdet Gottes WAHRES WESEN erkennen: SKELLETIERT die Gebote gnadenlos, bis auf die puren Knochen, auf ´s nackte Gerüst u. betrachtet sie UNTER EINEM VERGRÖSSERUNGSGLAS! Keine falsche Bescheidenheit, keine unnötige Scham! Unterhaltet euch mit Ärzten, mit Ernährungsberatern, mit Menschen die beruflich viel mit dem menschlichen Körper u. dessen Dasein zu tun haben. Macht euch bitte bewusst, dass, die Nichteinhaltung dieser Gebote für sogenannte „Gerettete“ mindestens die gleiche Konsequenz nach sich zieht, wie für sogenannte „Nichtgerettete.“ Wer GEGEN gewisse Lebensregeln verstößt, verbrennt sich die Flossen, körperlich wie geistlich/spirituell. Wenn man sich in seiner Jugend bereits Dinge auflädt, hat man sie u. Umständen bis ins hohe Alter zu tragen mit allen Konsequenzen. Ein Leben voll Krankheiten, voll Schmerzen, abhängig sein von Medikamenten ist nicht das was Gott einer Seele wünscht. Er will dem Menschen kein solch schweres JOCH auferlegen, das tut …. ein anderer . Deswegen wird Jesus ja auch zitiert mit der Aussage: Wer MICH liebt, hält MEINE Gebote (ich bin der Weg, die Wahrheit u. DAS LEBEN) Das dient nicht nur dem eigenen, sondern auch dem Schutz des/der anderen Mitmenschen. Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, gab Gott sich NICHT mit Kains schnoddriger Antwort zufrieden: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ sondern er legte Kain eine schwere Bürde auf – die Schuld, das Bewusstsein, etwas seinem Nächsten getan zu haben, das nicht gutzumachen, nicht wieder bringbar oder auch reparabel ist. Es mag uns wundern aber unsere Seelen sind miteinander verbunden, egal ob wir uns kennen oder nicht, egal ob in Australien oder an der Nordsee; egal ob im Mutterleib – spätestens von dem Augenblick des ersten Herzschlages ist diese Seele mit dem wachsenden Körper verbunden, ist ein kleiner Mensch, egal ob man „der Sache“ den Begriff „Fötus“ beimengt.
Bei der Lebensrückschau werden wir darüber informiert, was wir in guter oder in böser Absicht einer Mitseele taten und NEIN, es gibt keine mildernden Umstände wegen Trunkenheit, Drogen, weil die Sonne an jenem Tag nicht schien oder das Nutellaglas leer war …

Der Glaube wurde schon immer „ge – und missbraucht“, das war vor tausenden Jahren nicht anders als heute. Wir kennen König Salomos Aussage: Nichts Neues unter der Sonne! Die Welt war früher nicht gottloser als heute. Die Verlogenheit, der geistliche Betrug, werden noch eklatant mehr zunehmen. Die Briefe des Paulus u. anderer, die alten Schriften weisen allesamt auf die heutige Zeit hin. Auffällig – früher wie heute, ist, dass es eher die Kleinstgruppen oder auch nur einzelne Menschen sind, die wirklich in die Tiefe, wirklich zu GottVater durchdringen, wirklich ERFAHRUNGEN bereits hier im Irdischen machen und helfen, das Fenster zur „anderen Seite“ weiter zu öffnen, teils unter enormem Druck, äußerlich wie innerlich.
Nein, fallt NICHT vom Glauben ab. Gerade, wenn die Enttäuschung, die Verbitterung, die Desillusionierung euch überwältigt u. ihr euch elend, allein, belogen, betrogen u. verlassen fühlt – gerade dann geht’ s in die Tiefe, in die EIGENE TIEFE, auf den wirklich EIGENEN WEG!

Gottes Segen!






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