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Das Kind vor der Kirchentür

Poetisches · Trauriges
© rosmarin
Die Sonne schien hell
Das Laub fiel vom Baum
Da lag da das Kind
Im Septembertraum

Ich weiß nicht
Woher ich komm
Ich weiß nicht
Wohin ich geh
Ein winzig Bündel
Vor der Kirchentür

Die Frau nahm das Kind
Gab ihm Wärme und Licht
Doch die Heimat ersetzen
Das konnte sie nicht

Ich weiß nicht
Woher ich komm
Ich weiß nicht
Wohin ich geh
Ein winzig Bündel
Vor der Kirchentür

Die Frau ist gestorben
Gott ist es auch
Das Kind ging verloren
Im Weltenbauch

Ich weiß nicht
Woher ich komm
Ich weiß nicht
Wohin ich geh
Ein winzig Bündel
Vor der Kirchentür

Das Herz verrissen
Vor unsäglichem Weh
Ist es das Geheimnis
In Eis und in Schnee

Das Kind
Vor der Kirchentür

***
 
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Kommentare  

hallo, ihr lieben, habt dank für eure kommentare und bewertungen.
gruß von


rosmarin (06.11.2007)

Hallo, traurig, aber schön. Wieder ein tolles Gedicht. Regt sehr zum Nachdenken an. Das passt auch zur Jahreszeit etc. Lg Sabine (obwohl man auch zu anderen Jahreszeiten nachdenken sollte bzw. sich mal um andere Dinge Gedanken machen sollte und nicht Alles um sich herum vergessen sollte)

Sabine Müller (05.11.2007)

das ist sehr schön !
lg


Nathanahel Compte de Lampeé (05.11.2007)

hallo, christa, danke für deinen einfühlsamen kommentar. ich denke, das kind will auch kein mitleid. es freut sich, dass es ist. und ist wohl auch schon weise.
ganz lieben gruß
p.s.: danke für die bewertungen


rosmarin (03.11.2007)

Das ist ein sehr trauriges Gedicht. Aber ich muss auch für das Kind eine Lanze brechen. Es ist nicht im Weltenbauch verloren, es ist ein Mensch wie wir alle mit Hoffnungen, Wünschen und einem hoffentlich gnädigen Schicksal. Und sagen nicht die schlauen Leute, dass man nur durch die Überwindung des Schmerzes weise wird? Dieses Kind hat kein Mitleid verdient, sondern die Bestätigung, dass es geliebt wird.
Grüßle
Christa


CC Huber (02.11.2007)

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