In dieser Welt
gibts keine Armen,
nur fette Wiesen,
bunte Farben.
In dieser Welt
schauts niemals düster aus,
auch ohne Bühne
gibt es viel Applaus.
Ein Fest fürs Herz,
ein Lied fürs Gemüt,
um das Wohl des anderen
ist stets jeder bemüht.
Ein Rausch für die Seele,
ein Gedicht des Seins,
eine Welt frei von Sünde,
unberührt und rein.
Eine Utopie,
trotzdem real,
zwischen Gut und Böse
gibt es keine Wahl.
Ein Karussel der Freude,
ein Ausschweif der Manier,
eine Welt verschlossen
für Arroganz und Gier.
Die Tugend ist Norm,
das Teilen Gesetz,
viele Kulturen,
ganz ohne Gefecht.
"Wach auf, wach auf,
du dummer Knecht,
dein Meister kommt
und prügelt dich zurecht!
Ab in den Stall
die Arbeit ruft,
schnell
sonst bist der Nächste
der nach Arbeit sucht."
So raff ich mich auf
in trister Gestalt,
schleppend,
lustlos,
ohne Halt.
Das Ende vom Traum
ist der Beginn vom Leid
und die Welt dreht sich weiter
in Traurigkeit.