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Fremde dieser Welt

Nachdenkliches · Poetisches
© 
Er trägt das Leid der Welt geballt
auf schmalen Schultern momentan,
die Knie zittern, das Blut gefriert,
doch sein Wille bricht niemals.

Für Vernunft ist lange schon
kein Platz in seiner Welt,
überzeugt sagt er all dies,
auch wenns ihm nicht gefällt.

Wenn Menschen fliehen,
Häuser brennen,
gar Greise um ihr Leben rennen,
fragt er sich
was ihn noch hält,
in dieser grausam´ Unterwelt.

Donnerblitze, Dauerregen,
grauen Wolken überall,
matschig stampft er durch das Leben,
mühsam allemal.

Die Sicht ist trüb,
der Wind, er peitscht ihm ins Gesicht,
auf dem Pfade alter Helden
verschwindet er im Nichts.
 
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Kommentare  

l�schenEin schönes düsteres Gedicht mit einem intelligenten Inhalt.

Evi Apfel (08.04.2012)

l�schenDa ich immer zuerst meckere, hier das, was mir nicht so gefallen hat - die Kommas. Warum hast du sie an jeder Zeile gesetzt auch wenn sie da gar nicht hingehören und damit die Satzstruktur zerstören? Auch stört in der ersten Strophe das Wort "momentan", denn es passt überhaupt nicht zum Rest des Satzes.

"Er trägt das Leid der Welt
geballt auf schmalen Schultern.
Die Knie zittern, das Blut gegfriert,
doch sein Wille bricht niemals."

wäre eine "rundere" Version deiner Zeilen.

Der Aufbau des düsteren Gedichts gefällt mir dann wieder. 4 Strophen des stoischen Ertragens in der Mitte durchbrochen von einer Strophe des Selbstzweifels.
Besonders die letzten zwei Zeilen haben es mir angetan. Die Wortwahl dort finde ich geradezu hervorragend.


Jingizu (08.04.2012)

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