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2 Seiten

Wenn die Liebe stirbt

Trauriges · Kurzgeschichten
Einen Menschen zu verlieren den man liebt ist das schlimmste im Leben was einen passieren kann. Ich habe vor ein paar Monate einen geliebten Menschen verloren. Man sagt der Schmerz geht vorbei, doch ich spüre davon nichts, kein bisschen, er ist da wie vom ersten Tag an. Vielleicht meinen die Leute damit, dass es nach außen hin so aussieht als ob der Schmerzpunkt überwunden ist. Doch bei mir ist er da von innen wie auch von außen. Die Menschen die man liebt und die einen lieben, die sehen es. Natürlich geht das Leben weiter, aber wie, ich weiß es nicht, ich denke ich finde es irgendwann heraus, ich hoffe. Denn wer sucht der findet. ER war meins, ER war ein Teil von mir. Der Teil fehlt und er kann niemals wieder hergestellt werden und geschweige denn ersetzt werden. Ich sehe IHN. SEIN ganzes Leben geht an mir vorbei, aber ich weiß ich kann ihn nie mehr anfassen oder ansprechen. Hätte ich damals geahnt das es das letzte mal war dass ich ihn sah hätte ich ihn nie losgelassen. Hätte ich gewusst, dass ich ihn verloren hätte, hätte ich mir gewünscht ihn niemals kennengelernt zu haben. Immer frag ich mich wieder ob er gewusst hat, wie viel er mir bedeutet hat, ob ich es ihm noch mehr zeigen hätte können. Und ich hasse mich selber dafür dass ich ihn wehgetan hatte, als ich seine Gefühle nicht erwiedert habe. Dadurch haben wir Zeit verloren, Zeit die wir gemeinsam verbringen hätten können und Zeit die wir jetzt nie wieder haben werden. Für alle war es ein Schock doch für mich hat sich durch sein Tod mein ganzes Leben verändert. Ich muss lernen damit umzugehen. Leute sagen man kann mit Worten helfen, aber die Worte erreichen mich nicht, darum können sie mir auch nicht helfen. Alle Leute sagen "Es tut mir Leid", aber keiner ist Schuld daran. Meine Freundin hat mir gesagt denke an die Vergangenheit, lebe die Gegenwart und träume von der Zukunft. Und ich weiß seit diesem Moment dass im Leben nichts wichtiger ist als gute Freunde. Als ich an seiner Beerdigung mit seiner Schwester und seinen Papa an seinen Grab stand sagte der Pfarrer "Mit den Flügeln der Zeit, fliegt die Traurigkeit davon".
Die Zeit dauert vielleicht auch mein ganzes Leben lang. Doch auch wenn ich es nicht hören will, weiß ich das Leben geht weiter egal was passiert oder schon passiert ist. Jeden Morgen stehe ich auf, wieder eine schlaflose Nacht, wieder nur an IHN gedacht. Wieder die ganze Nacht geweint, wieder ein Morgen an dem alles hoffnungslos scheint. Diese Bilder prägen meinen Kopf, prägen mein ganzes Leben, sie kommen immer und immer wieder, die Polizisten an der Tür, der Schrei deiner Schwester, als wäre es gerade erst passiert, sie verfolgen mich und fangen mich jedes Mal wieder ein. Jedes Mal sage ich mir, bleib stark, doch ohne dich kann ich nicht stark bleiben ohne dich scheint mir das Leben sinnlos. Mir ist alles gleichgültig. Die Leute reden über dich und mich über deine Familie, wenn ich sie höre denke ich sie reden von einen Bericht aus der Zeitung, aber es ist dein und mein und deiner Familie ihr Leben. Ich weiß das Leben ist wie ein Spiel mit Höhen und Tiefen mit Freude und Trauer, aber du weißt schon beim Anfang dass du verlierst.
 
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Kommentare  

hi alexa!
diese geschcihte, vielleicht auch nur gedanken, gefallen mir sehr gut!sie sind endlos traurig,ich könnte im moment in tränen asubrechen, aber du weißt ja.5 punkte!mfg


Steffi (31.12.2004)

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