31


1 Seiten

Ach wie ist der Reim doch so verpönt

Poetisches · Amüsantes/Satirisches
© rosmarin
Ach wie ist der Reim doch verpönt
Auch wenn er einstens hat
Das Leben uns verschönt
Und mit Ursprungs Tatenkraft
Gesprudelt reinen Lebenssaft
Wie allgemeines Grundvergnügen
Mit seinen wahren Heuchellügen

Wer erdreistet sich zu rügen
Des alten Lehrherrn Minnesang
Des Vogelweides Liebesgang
- ich minne, singe, lange zit
versinne, minne… -
Und ich spinne
Weiter diesen Faden

Ja - ihr habt es schon erraten
Stürz mich auf verschlung'nen Pfaden
Hinein ins volle Menschenleben
Soll mein Herz vor Glück erbeben
Stelle nun die Gretchenfrage
Bis ans Ende meiner Tage

Auch wenn ich niemals
Meisterschaft erlange ist's
Mir um den Reim nicht bange
Vergällt mir doch nicht
Diese Lust

Ich reim(t)e weil ich reinem muss(t)

***
 
Wenn du registriert und angemeldet bist und selbst eine Story veröffentlicht hast, kannst du die Stories bewerten, oder Kommentieren. Wenn du registriert und angemeldet bist, kannst du diese Story kommentieren.
Weitere Aktionen
Wenn du registriert und angemeldet bist, kannst du diesen Autoren abonnieren (zu deinen Favouriten hinzufügen) und / oder per Email weiterempfehlen.
Ausdrucken
Kommentare  

Gefällt mir wirklich gut, dein Gedicht. Vor allem der Schluss geht runter wie Öl, es lässt sich alles so schön lesen, dass ich es gleich ein paar Mal gemacht habe. Echt gut!
Und irgendwie stimmt es ja auch. So beschäftigt man auch ist, so viel man zu Beispiel auch zu tun hat, es treibt ein trotzdem immer wieder zum Dichten, dafür findet man irgendwie platz. Bei mir ist es so: Ich dichte, weil ich muss.


Yassa Yassa (24.11.2006)

hallo, simone, ein toller kommentar, ja, wer liebt, gleich welcher art, liebt ohne die hoffnung auf gegenliebe. und nur das ist die wahre liebe.
lg
rosmarin


rosmarin (14.11.2005)

hallo rosmarin,
ich kann christa voll und ganz zustimmen.

wie sagte christian morgenstern doch einst so treffend: "schön ist eigentlich alles, was man mit liebe betrachtet..." es gibt menschen, die lesen gedichte lieblos und ohne gefühl und welche die sie liebevoll lesen und dabei jedes einzelne wort fühlen. es würde alle menschen, die gedichte lieben, sehr hart treffen, wenn es niemanden mehr geben würde, der mit liebe und leidenschaft gedichte kreiert. liebe liebt, sie entscheidet nicht rational, wer liebt hat keine andere wahl, als zu lieben, auch auf die gefahr hin, dass man dabei nicht immer auf gegenliebe stößt.
liebe grüße
simone


Simone Cyrus (06.11.2005)

ja, christa, da stimme ich dir voll zu. jeder sollte das recht haben, gedanken und gefühle auf seine weise auszudrücken, ohne gleich ein großer dichter sein zu wollen oder zu können.
lg
rosmarin


rosmarin (06.11.2005)

Ja, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Wer kann schon nachfühlen wie es einen treibt, wie sich die Worte in Herz und Seele formen und nach Ausdruck drängen, als ein Dichter? Natürlich ist nicht jeder ein Barde, aber hat nicht jeder auch das Recht, sich in der ihm gemäßen Form auszudrücken?
Liebe Grüße
Christa


CC Huber (05.11.2005)

Login
Username: 
Passwort:   
 
Permanent 
Registrieren · Passwort anfordern
Mehr vom Autor
ANGST  
KROKO  
Götter in Weiß  
Auf dem Grab da blüht die Liebe  
Die Pusteblume  
Empfehlungen
Andere Leser dieser Story haben auch folgende gelesen:
Strandidylle  
Die Wohnung mit dem Fenster zur Straße  
Das Liebesspiel  
Eine schöne Stadt  
Hinterbums  
Das Kleingedruckte | Kontakt © 2000-2006 www.webstories.eu
Counter

Counter Web De