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2 Seiten

Geschichte ohne Namen und Ende

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Es gibt nur noch einen Zeitungsausschnitt an der Pinnwand von ihm, von dem er sie so dann und wann angrinst und glücklich macht, wenn sie dort ist, wo dieser Zeitungsausschnitt hängt.

Sie hatte auch einmal so einen Zeitungsausschnitt an ihrem Magnetboard über dem Schreibtisch, musste diesen aber abhängen, weil ein rascher Flirt etwas gegen die Papierkonkurenz hatte...
Nun liegt dieses göttliche Stück Papier irgendwo zwischen Kritzeleien, Reklame, platten Pizzaschachteln, ihrem Vordiplom und anderem Altpapierkram. Ad Akta quasi. Gilbt und knittert vor sich hin. Unauffindbar

Suchen hat keinen Zweck. Gesucht hat sie viel zu lang, in sämtlichen Lebensbereichen.
Hat bei ihrem Chaosdasein eh keinen Sinn...

Der besagte Herr auf dem Zeitungsauschnitt war so plötzlich aus ihrem Leben verschwunden, wie er auftauchte. Unauffindbar, auf Nimmerwiedersehen. Wie ein helles Streichholzlicht in der dunkelsten Nacht, was dann sehr schnell wieder erlischt.

Man hätte damit eine ewige Kerze anzünden sollen. Aber nun ist es leider zu spät. Stattdessen hat sie es vorgezogen eine Dynamitstange anzuzünden mit dem nächten Streichholz, welches irgendwann wieder für sie angezündet wurde...

Fast wäre ihr die Person auf dem eben erwähnte Stück Papier egal gewesen und für immer in Vergessenheit geraten, doch manche Blätter wenden sich.

Ihre Oma sagte immer, man soll etwas riskieren, damit man etwas gewinnt. Verlieren kann man immer, aber wenn man es nicht ausprobiert, dann ist das eine verpasste Chance. Sie hat diese Chance verpasst.

Es gibt diesen Spruch, dass dieser Mensch dein Herz verdient hat, der es schafft, dir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, ohne großartig viel zu tun.
Und was hat sie getan? Statt sich für die Glückseligkeit des letzen Jahres zu bedanken oder irgendwann mal ihren stolzen Kopp aufzumachen, nur Ignoranz der Gefühle und teilweise Ignoranz seiner Person. Ziemlich dumm und feige.

Zugegeben, es wäre auch nicht einfach gewesen Jemanden, der auch im Nachhinein noch fast überall schlecht gemacht wird, Liebesgeständnis zu machen.
Sie hat ihn zwar auch in Schutz genommen, aber was sie je empfunden habe, hat wohl Niemand bemerkt.
Es wäre für alle Beteiligten wohl so unglaublich wie tanzende Marmeladenufos auf dem Sonntagsbrötchen.

So war das. Irgendwann hat sie aufgegeben und ihr Herz Jemanden geschenkt, der es nie verdient hat.
Nicht dem, der es entfesselt und ausgegraben hat, sonderm dem, der es erneut getreten hat...
 
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Kommentare  

Hallo, vielen Dank für die Kommentare und die Bewertung. Gruß Sabine

@Kleine Meerjungfrau: Das hoffe ich auch ;-)


Sabine Müller (25.01.2007)

Ein göttlicher Zustand... Diesen Fehlerfinderteufel möchte ich gern einmal sehen. Damit ich bei ihm auch mal ein paar Macken und Fehler ausradieren kann. Er traut sich anscheinend noch nicht einmals in die Öffentlichkeit, sonst würde er sich vielleicht einmal outen. Aber Spaß macht es...
@Sabine: Ich wünsche dir von Herzen, dass du den Zeitungsausschnittmann wieder triffst und er noch nicht vergilbt ist


Kleine Meerjungfrau (07.01.2007)

"Es gibt nur noch einen Zeitungsausschnitt an der Pinnwand von ihm, von dem er sie so dann und wann angrinst und glücklich macht, wenn sie dort ist, wo dieser Zeitungsausschnitt hängt." => Gott! Lies dir den Satz doch mal durch!

"Ad Akta quasi." => Latein kann sie auch nicht.

"Gilbt und knittert vor sich hin. Unauffindbar" => Wenn du nicht weißt, wo es ist, woher weißt du dann etwas über seinen Zustand? Da sollten wir wieder Scully rufen.

"Der besagte Herr auf dem Zeitungsauschnitt war so plötzlich aus ihrem Leben verschwunden, wie er auftauchte." => Tempus?

"Wie ein helles Streichholzlicht in der dunkelsten Nacht, was dann sehr schnell wieder erlischt." => Schauderhafter Satz.

"Stattdessen hat sie es vorgezogen eine Dynamitstange anzuzünden mit dem nächten Streichholz, welches irgendwann wieder für sie angezündet wurde..." => Weißt du eigentlich selbst, was du da schreibst?

"Fast wäre ihr die Person auf dem eben erwähnte Stück Papier egal gewesen" => Das wäre schön! Übrigens, die RS!

"irgendwann mal ihren stolzen Kopp aufzumachen," => Was?

"Jemanden, der auch im Nachhinein noch fast überall schlecht gemacht wird, Liebesgeständnis zu machen." => Grammatik!

"Sie hat ihn zwar auch in Schutz genommen, aber was sie je empfunden habe, hat wohl Niemand bemerkt." => Wo hast du bloß dieses schlechte Deutsch her?

"und ihr Herz Jemanden geschenkt," => Ich hoffe deine Deutschlehrer leben noch, sonst würden sie sich nämlich im Grab umdrehen!


Adlerauge (06.01.2007)

Hallo Bine,
gednau das gleiche dachte ich eigentlich auch.
Etwas verworren, Bine ist durcheinander, aber ja, nach zweimaligem Lesen habe ich schon verstanden. was Du sagen wolltest. Manchmal war es einfach noch nicht genug, was man ausgehalten hat. Man braucht eine noch größere Portion, bis man kapiert hat, daß man selbst den Eckpunkt setzen muß.
LG
Christa


CC Huber (12.09.2006)

hallo, bine, der text ist für meinen geschmack zwar etwas verworren geschrieben, hat aber eibe gute aussage.
-Nicht dem, der es entfesselt und ausgegraben hat, sonderm dem, der es erneut getreten hat...-
genau das beobachte ich auch immer wieder. es scheint ein unbegreifliches phänomen zu sein. leider.
lg
rosmarin


rosmarin (12.09.2006)

dein protagonist hat richtig gehandelt indem er die biege gemacht hat
was will er mit einer chaotischen frau die nicht weiß was sie will und die mehr auf andere leute hört als auf ihr herz


cronos (12.09.2006)

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