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3 Seiten

Urzeittheorien

Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
Als die Ratten evolutionstechnisch noch als gepanzerte Pelzquallen die Strände unsicher machten und die Vögel Schnäbel aus Perlmutt hatten, regierte auf der Welt nur das Gesetz des Dümmeren.
Denn wer wirklich dumm war, musste das durch einen anderen Vorteil wieder wegmachen und das war dann meist die Stärke oder Größe (was wiederum dann auch Stärke bedeutete). So heißt eigentlich das Gesetz des Dümmeren, das Gesetz des Stärkeren. Und weil das ein alter Hut ist mit viel Löchern, die alle ins Allgemeinwissen führen, muss eine neue These her. Eine, die genau in die Zeit passt, damit der Anfang nicht ganz umsonst war und die Leser sich nicht aufregen und dann folgenden Monolog anfangen.

„Oh Mann, was soll das denn jetzt. Erst liest man von Urzeittieren und dann wird man rausgerissen und befindet sich im 18. Jahrhundert. Mit mir so was nicht, ey. Mit mir nicht. Da les ich schon mal was und dann das, aber vielleicht muss das ja so. Vielleicht ist das ein Zeitreisetext. Vielleicht sind wir alle Zeitreisende wenn wir so einen Text lesen. Ich meine, es gibt doch die Theorie, dass man alleine mit seinen Gedanken Welten erschafft und nehmen wir mal an das geht. Dann ist es doch sicher auch möglich, dass man in das, was man erschafft, auch eintreten kann und wenn man darüber schreibt oder das liest, ist das nichts anderes als ein Schlüssel in diese Welt. Besonders das Schreiben, denn das erschafft ja eh. Oh das ist gerade zuviel Output, was ich gebe. So was denke ich nur ganz hinten im Kopf und jetzt, wo ich das so hochhole, merke ich erst wie schlau ich bin, ey. Das fasst sich gut an, irgendwie, aber ich bekomme davon auch Kopfschmerzen. Kopfschmerztabletten sind schon eine feine Sache. Die schmecken recht süsslich und verwandeln sich auf der Zunge in kleine klitzekleine lebende Gummitierchen die im Magen dann eine Partey feiern, die so laut ist, dass sogar der Kopfschmerz in den Bauch zieht um mitzufeiern. Sie meinen, dass das jetzt völliger Quatsch ist? Mitnichten. Ich hab grad eine Welt erschaffen, ey. Schlüssel benutzen und Klappe halten.“

Um solche irrwitzigen Grübeleien und Kopfschmerzen zu verhindern, also etwas aus der Urzeit. Und das ist die Zeit vor den Menschen und auch den Affen. Die Affen sind auch gar keine Vorläufer des Affen. Ich meine, die Menschen haben mit den Affen wenig gemeinsam. Natürlich sind sie verwandt, aber der Mensch stammt nicht von den Affen ab, so wie ich auch nicht von meinem Bruder abstamme. Das sind zwei unterschiedliche Evolutionsstränge. Der Mensch hat sich wahrscheinlich aus einem Urtier entwickelt, aus dem sich auch der Affe entwickelte. Irgendeinem Batzen mit vier länglichen Endbatzen. Dann hat es total doll geregnet und Batzen mochte das nicht. Manche Batzen jedoch doch und so entwickelten sich aus diesem Tier Affen, die lieber im Baum saßen und Menschen, die eine Zeitlang im Wasser lebten. Also nicht vollständig sondern so knie-, oder brusthoch. Deshalb sind wir auch unbehaart, siehe im Meer oder Wasser lebende Säugetiere und die wenigen Haare, die wir haben, liegen stromlinienförmig an uns. Babys haben einen Atemanhalteinstinkt und man kann sie gleich nach der Geburt auf ein 10-Meter-Sprungbrett stellen.
Besonders bei den asiatischen Völkern kann man ersehen, dass sie sehr lange im Wasser lebten. Wenig Bartwuchs und echte Chinesen (diese Information habe ich von einer echten Chinesin) haben einen gespaltenen kleinen Fußnagel. Wahrscheinlich eine Schwimmflossenmutierfehlfunktion.
Aber das ist ja noch gar nicht die Theorie, dass war eine Nebentheorie, die man im Hinterkopf behalten kann, aber nicht muss.
Das eigentliche Hauptüberlegunsmaterial rankt sich um das Thema der Aura von Urzeitzebrafischchen. Klingt total uninteressant, aber das ist es nicht. Früher hatten Zebrafische noch gar keine Streifen, aber das brauchten sie auch nicht. Es gab ja noch niemanden, der sie Zebrafische nennen hätte können und wenn es die gegeben hätte, dann hätten sie es nicht gekonnt, denn es gab ja noch gar keine Zebras. Interessant an diesen Urzeitfischen ist jedoch, dass sie sich irgendwann dazu entschlossen haben, Streifen zu entwickeln. Vielleicht sogar mit den Zebras und anderen Streifentieren wie Streifenhörnchen zusammen. Man weiß es nicht. Auf jeden Fall kommt da die Frage „Warum“ auf. Warum hat also ein Zebra Streifen? Zur Tarnung? Humbug! In der Wüste gibt es ja gar nichts Schwarzstreifiges vor dem man sich hinstellen kann. Viel mehr sagt ihr Körper ja, „Hallo hier bin ich. Bitte fressen“. Aber genau das ist es. Die Streifen auf den Tieren bedeuten eigentlich nichts anderes, als dass sie schon angefressen sind. So, als hätte ein Tiger oder halt Raubfisch seine Klauen oder Zähne hineingeschlagen. Und bevor die Pigmentierung vonstatten ging, gab es schon die feinquellende Aura, die dann die Farbe mit sich zog. Mensch, da hab ich mir ja jetzt was aus den Flossen gesogen, aber es klingt plausibel und muss so. Habe die Ehre. Weitermachen.
 
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Kommentare  

so kenne ich und mag ich deine Texte - du kommst "von Hinz zum Kunz" und zurück.
heute habe ich in einem P.M.-Heft über die urzeitlichen Terrorvogel gelesen - und musste denken, wie viel effektiver die doch wären, als all die Kampfjets und Raketen - wie gut, dass sie längst ausgestorben sind!

Lg,
Heidi StN


Heidi StN (19.06.2007)

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