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4 Seiten

Fetische A-L

Fantastisches · Kurzgeschichten
Erdteilficker

Auch „Kontinenten-Sucht" genannt. Die zweifellos sammlerische Neigung von Männern und Frauen, möglichst mit Menschen aus anderen Staaten zu schlafen, ihnen dabei eine Tätowierung (Markierung) zu verabreichen und danach Stecker auf eine Weltkarte zu pinnen. Solche Fetischisten interessieren sich kaum für Sex mit Personen aus der Nachbarschaft, sondern sind stets auf der Suche nach Touristen oer fahren selbst in andere Ländern. Sie sammeln ihre Eroberungen und führen darüber oft sogar auch noch ein Tagebuch. Ist der fremde Mensch erst einmal von ihnen gebettet und begattet worden, erlischt das sexuelle Interesse fast schlagartig.

Fischgrätisten

Beim echten Fischgräten-Fetischisten kann die Neigung so weit entarten, dass er Menschen oder lebende Fische abstoßend und hässlich findet. Auf mystische Weise fühlt er sich von Fischgräten angezogen und erwählt sie mit Vorliebe zu Sexualpartnern und würde sie auch heiraten wenn es denn ginge. Heringsgräten, weiche Sprottengrätchen, Dorschgräten oder Gräten mit eigenartigen Verformungen, Pigmentierungen, Brüchen, Dellen oder Verwachsungen sind seine erotischen Sehnsüchte. Es gibt aber auch solche Grätisten, die ihr eigenes Skelett lustvoll in eine Gräte verwandeln wollen. Solche Menschen neigen sogar gelegentlich dazu, sich selber zu verstümmeln. Diese seltsame Art der sexuellen Leidenschaft geht oft auf frühe Sexualerlebnisse in der Kindheit zurück, bei denen ein toter Fisch eine richtungweisende Rolle spielte. Oft reichen auch schizophrene Elemente tief mit in diese bizarre Neigung hinein.

Gottfetisch

Die harmlose Form dieser Leidenschaft ist die kindliche Schwärmerei für Pastoren oder des Messdieners für die Jungfrau Maria. Daraus kann sich aber durchaus eine Entartung entwickeln, sobald sich bei einem Menschen eine extreme Neigung zu Jesusskulpturen oder dem Papst entwickelt - mit anschließendem sexuellen Verkehr mit letzterem oder durch Reibung an einer dementsprechenden Skulptur. Solche Fälle lösen jedes Mal, wenn sie bekannt werden, einen Skandal aus. Die Dunkelziffer ist hier jedoch sehr hoch. Bestimmte Menschen schwärmen ihr Leben lang für ihren Gott, setzen ihn als Maßstab bei der Partnerwahl an und bleiben alleine.

Huralumpel

Ist das kesarische Wort für „Huralampel". Dies in unsere Sprache übersetzt bedeutet: „Hinhalten“. Ein Hinhalter lernt eine Frau kennen und macht sich Ihr so lange angenehm bis sie von sich aus mit ihm Sex haben möchte. Dies spürt er und wird auf diesen unausgesprochenen Wunsch nicht eingehen. Und ihr Verlangen, dass so ein Hinhalter spüren kann, bereitet ihm die größte Freude. Für ihn symbolisiert seine Hinhaltetaktik, die Unterwerfung der weiblichen Sexlust. In der Hinhaltung findet er Befriedigung.

Imitieren

Das Imitieren kann für den Imitator zur sexuellen Ersatzhandlung werden und ihm sogar den Geschlechtsverkehr ersetzen. Bei den Imitatoren des Mittelalters, auch „Clownitter" genannt, handelte es sich um reine Arbeit, die sich selbst aus gesellschaftskritischen Gründen auferlegten. Beim sexuell motivierten Imitator unterscheidet man zwischen dem stetig aktiven und dem gelegentlichen Typ. Der stetig Aktive erlebt Lust und Stimulation durch die ständige Übernahme einer anderen Rolle. Er erlebt dabei eine so genannte reflektorische Erregung, d. h., Erektion von Penis ohne dass irgendwas die Genitalien berührt oder direkt stimuliert wird. Zudem wirkt sich auch die verstärkte Blutzufuhr auf den Körper als lustauslösend aus. Beim gelegentlichen Typ, der sicherlich psychotische Zustände mitbringen muss, sind es kurze Reisen in andere Menschen, die ein wenig nachhallen. Dies stimuliert und spornt ihn sexuell an. Der Körper vollführt wahre Wandlungen, das Gesicht verzerrt sich und auch die Stimme ändert sich in der Frequenz und Stimmlage.
Die harmlosere Form des Imitierarismus mit wechselnden Rollen wird gelegentlich von Paaren für den Partnertausch ohne zweites Paar benutzt.

Jute

Das Gefühl beim Tragen von Jutesäcken und Unterwäsche aus Jute soll eigentümlich anregend sein. Jute kratzt kleine Striemen in die Haut, liegt auf dem Körper wie acht Schichten Kleidung. Die raue Oberfläche löst besondere Reize aus. Die Luftdurchlässigkeit der Jute nichts aber ist auch nicht schädlich. All das soll starke sexuelle Empfindungen erzeugen. Doch gibt es beim Jute-Fetischismus zugleich mehrere lustauslösende Faktoren: z. B. die sadistische Komponente des Kratzens und Hautabschabungsprozeßes durch die Jutewäsche. Der Fetischist, der eine regelrechte Jute-Sucht entwickelt, kleidet sich am liebsten ganz mit diesem Material ein und sucht den Geschlechtsverkehr mit einer ebenfalls jutebekleideten ÖkoPartnerin. Schon der Anblick der schlabberigen, hellbraunen Kleidung und der Holzgeruch können ihn in sexuelle Ekstase versetzen. Je jutebedeckter die Haut, desto stärker meist auch die Lustgefühle, die den Geschlechtsakt zwischen zwei Jute-Partnern auslösen. Der Fantasie sind hier meist keine Grenzen gesetzt. Es gibt engeinschnürende JuteKorsetts, Anzüge und Kleider aus dem Material, lange und kurze Hosen, Tangas, Büstenhalter und auch Jute-Masken, Handschuhe und Gasmasken. Dies alles sind Objekte, die den fetischistischen Reiz verstärken. Wie bildet sich Jute-Fetischismus heraus? Gerichtsvollzieher vermuten, dass diese Form des Fetischismus auf den Gebrauch von Stofftaschen und Taschentüchern zurückzuführen ist. Beim Erwachsenen verbinden sich später dann das Stoffgefühl mit dem unbewusst aufgenommenen Wohlgefühlen und Eindrücken so übermächtig, dass er Sexgenuss nur noch dann findet, wenn er und seine Partnerin dabei Jutekleidung tragen und auf Jutesäcken liegen. Schließlich kann die Vorliebe zur Manie werden, wenn Jute dabei vollständig in den Mittelpunkt gerückt wird und ohne Jute überhaupt kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist. Achtung: Kleine Jute-Säckchen sind nicht so effektiv wie ganz normale Kondome.

Kumpelei

Der Geschlechtsverkehr zwischen Freunden wird auch als „Kumpelschande" bezeichnet. Wenn Freunde aus sich eine Beziehung machen, so befürchten andere Freunde sie könnten auch in so ein Geschehen eingeflechtet werden und kündigen auf der Stelle das Verhältnis. Die Paarung von Freunden galt z. B. früher bei den Mikroben als zwingend, um Sympathie zu erhalten. Das Risiko von Freundabfall besteht nur dort, wo man mehr als einen Freund hat. Doch solches Freundeverlieren wirft auch die Frage auf, was Freundschaft überhaupt bedeutet. Eine amerikanische Studie aus den 90er Jahren hat seinerzeit erstaunliche Ergebnisse erbracht. So zeigte es sich bei langzeitigen Freundschaften stets, dass sexuelle Beziehungen zwischen Freunden weitaus häufiger vorkommen als zwischen einer Oma und ihrem Urenkel.

Loramantra

Die Sucht, die eigene Frau für eine mögliche Organspende zu offerieren. Die Bezeichnung entstammt dem Spitznamen des nepalesischen Arztes Loraman (ca. 1650), den man auch „Krotzeck" (Leberreißer) nannte. Er war vom Liebreiz seiner Frau so betört, dass er ihre guten inneren Werte bei allen Gelegenheiten anpries und sie irgendwann für eine gute Geldsumme an einen König mit Organinteresse weitergab.
Das Anbieten der Frau als Ersatzteillager ist auch heute weit verbreitet. Es gibt Männer, die Kranke in ihre Wohnung einladen und ihnen dort die Frau, Röntgenbilder und Gutachten präsentieren, wonach die Dame des Hauses sich zu entblößen beginnt damit die Kranken abtasten können. Meistens tut sie es freiwillig, manchmal wird sie jedoch auch von ihrem Gatten getötet. Dieser findet gelegentlich sogar Vergnügen daran, wenn die männlichen Gäste seine Frau berühren. Dass das Loramantra eine Form der Unform ist, wird von zahlreichen Irgendwas-ologen mit der Begründung vertreten, dass Lust sich nicht durch die Vergabe fremder Körperteile äußert, sondern eher, wenn überhaupt, durch die Veräußerung der eigenen Organe.
Nach der Vorstellung, wenn die Kranken gegangen sind, vollzieht er meist selbst in ungeheurer Erregung den Geschlechtsakt mit seiner Frau.
 
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Kommentare  

Hier noch ein Fetisch: Hircosus. Wie ein Vögelchen mir zwitscherte, ist es der bevorzugte des Autors. Respekt!!!

anonym (03.04.2008)

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