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Angst

Poetisches · Trauriges
Angst

Blut es wallt in deinen Adern,
immer lauter pocht dein weiches Herz,
Wahn der dich gefesselt hat,
mündet ein in tiefen Schmerz.

Angst, die ständig mit dir fährt,
wenn du auf Achse bist,
Angst, die eine Geißel ist,
wenn du sie nicht besiegst,

Sie ist wie der Fels-
der vor der Brandung steht -
und dich „beschützen“ mag,
erklimme diesen hohen Berg,
auch wenn du ihn nicht magst.

Angst vor der Arbeit und deren Verlust,
vor dem Versagen, dem endlos Verdruss,
Angst vor dem Partner -
der dir nicht mehr traut,
vor der riesigen Menschentraube -
die dich „scheinbar“ durchschaut.
Angst vor dem Dunkel,
den Gestalten auch,
vor halbwüchsigen Teenagern -
im vollen Rausch.

Richte dich auf und schaue nach vorn!
Kletter hinauf und lauf nicht davon!
Sonst überfällt dich die Angst,
die dich gefangen macht,
die deinen Leib so durchwühlt,
bis dass du nie mehr lachst.

Verlassen hast du diese Glocke,
die dich beschützet hat,
gerungen mit der Megatonne,
die Last – sie gab dir neue Kraft.
 
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Kommentare  

Ach herrje, Doska,
hab im Moment nur die Stimmen im Kopf, aber auch da hakt und wummert es. Aber ja, Du hast recht, ein Gedicht wäre mal wieder fällig. Ich streng mich an, versprochen.
LG
Christa


CC Huber (02.07.2009)

Hallo Christa,
ich muss sagen, das klingt so, wie du die Worte umgestellt hast, wirklich besser. Sehr schön. Wann schreibst DU mal eigentlich wieder ein Gedicht?


doska (02.07.2009)

Hallo Michael,
schöne Überlegungen zum Thema Angst. Ich finde nur, der erste Absatz liest sich nicht ganz flüssig. Vorschlag:

Blut, es wallt in deinen Adern,
immer lauter pocht dein Herz,
Wahn, der dich gefesselt hat,
mündet ein in tiefen Schmerz.

LG
Christa


CC Huber (02.07.2009)

Sehr gute Metapher zum Thema Angst und wie man sie überwinden kann. Habe mich bei manchen deiner Beschreibungen wiedererkannt. Ein schönes Gedicht.

doska (01.07.2009)

hallo, michael, in diesem gedicht beschreibst du sehr eindrucksvoll die angst, die uns täglich umgibt. die uns aber auch schützt und vor gefahren warnt und, aus der wir, wenn wir sie besiegt haben, neue kraft schöpfen.
hier ein kleiner verbesserungsvorschlag:
nieder ringst - nicht besiegst
auch wenn du ihn (noch) nicht magst. wegen des rhythmus'.
gruß von


rosmarin (01.07.2009)

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