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Die Balance

Nachdenkliches · Poetisches
Beim Tanz auf einem Seil wiegt sich das Leben
Dem Gott nicht nur die Leichtigkeit gegeben
Gesunder Mut zum Risiko ist zu erlernen
Sonst grüßt des Glückes Licht aus fernen Sternen

Harte Schwellen sitzen stur in vielen Köpfen
Die störrisch verharren in den alten Zöpfen
Wer tapfer sich den dünnen Seilen stellt
Genießt die Höhen, die der Sonnenschein befällt

In der Flut des Lichtes lauern auch Gefahren
Nicht immer glückt es die Balance zu wahren
Der Fülle Lockruf schreit nach Hast im Leben
Die der Schweinehund urplötzlich hat gegeben

Aus der Überholspur entwachsen listig die Blow-Ups
Die sich rächend stemmen vor des Lebens festen Card's
An den Hebeln zur Balance ruhen die menschelnden Sinne
Um nicht zu ertrinken, im Schein der belanglosen Rinne

In grauen Zellen dröhnt immerfort die steile Achterbahn
Unablässig frönend ihrem nimmermüden Rauscheswahn
In gnadenlosem Tempo verliert sich die Erinnerung
Und mit ihr der echte Zaumpfahl der Besinnung
 
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Kommentare  

Liebe Else: In dieser überaus hektischen Zeit ist
vielen Menschen die Balance auf Dauer schon
verloren gegangen. Dieses passiert des Öfteren
im Leben, wird aber dann problematisch, wenn
es einem nicht mehr gelingt, diese
zurückzugewinnen. Dies kann ganz schnell auch
mal einen Kollaps und noch viel mehr zur Folge
haben. Ich danke dir recht herzlich für die
anerkennenden Worte!
LG. Michael


Michael Brushwood (23.07.2015)

Du hast ja so recht. Ich finde es immer wieder toll, wie es dir gelingt die Geschehnisse unserer Zeit in wunderschönen Gedichten mit treffenden Metaphern darzustellen.

Else08 (21.07.2015)

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