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6 Seiten

Twins (Kapitel 4)

Romane/Serien · Schauriges
4. Kapitel
Märchenstunde

„Bist du dir sich, dass wir ein Puppenauge suchen sollen?“ fragte Ela. Lucy nickte nur. „Denkst du dass wir hier raus kommen, wenn wir das Auge gefunden haben und es ihr zurück gebracht haben?“ fragte Ela und schaute Lucy an. „Ich denke, wir sollten es versuchen. Vielleicht finden wir beim Suchen eine weg hier raus“, meinte sie. „Du hast recht“, stimmte Ela ihr zu. „Dann mal los“, sagte Lucy, versuchte es so positiv wie möglich klingen zu lassen und ging los. Ela folgte ihr. Sie gingen immer grade aus, an vielen Türen vorbei. „Warum gehst du an den ganzen Türen vorbei?“ fragte Ela. „Ich glaube nicht das wir in den Räum etwas finden was uns weiter helfen könnt. Ich weiß nicht wie ich erklären soll aber es reizt mich nicht diese Türen zu öffnen“, versuchte sie es ihrer Schwester zu erklären. „Aber da könnte doch was hinter sein“, meinte Ela. „Da ist bestimmt was hinter. Und zwar Puppen. Und die will ich nicht mehr sehen“, antwortete sie. „Da hast du vermutlich recht“, stimmte Ela zu. Keiner sagte mehr was und es war Still. Sie gingen weiter an den Türen vor bei. Die Abstände zwischen den schwarzen Abstelltischen mit den Kerzen drauf wurden immer größer. Doch die Beiden bemerkten es erst nicht. Erst als sie eine Zeitlang im Dunkeln lief bis die nächste brennende Kerze wieder kam. „Liegt das nur an mir oder hast du auch das Gefühl, dass hier irgendetwas anders ist?“ fragte Lucy Ela und blieb stehen. „Die Abstände der Tische muss sich verändert haben. Wie werden jetzt wohl länger im Dunkel laufen müssen“, meinte sie und blieb ebenfalls stehen. Die Beiden schauten auf die brennenden Kerzen auf den Tischen. Lucy ging zur einer hin. Sie wollte den Kerzenhalter nehmen doch kriegte ihn nicht von dem Abstelltisch ab. „Ich glaube die Kerzenständer sind fest geklebt oder so“, meinte sie und ließ ihn los. „Dann nehm nur die Kerze“, meinte Ela und ging zu ihr. Lucy nehm die Kerze und brach sie ab. Sie drehte sich vorsichtig mit der Kerze um. Das Licht der Kerze leuchtete die Beiden an. „Jetzt müssen wir nicht mehr durchs dunkle gehen“, freute sich Lucy. Doch die Freude hielt nicht lange an, denn das Licht erlosch. „Warum ist die Kerze denn jetzt aus gegangen? Ich hab extra drauf geachtet, dass ich sie nicht ausversehen aus puste“, sagte sie leicht überrascht. Ela zuckte nur mit ihren Schultern. „Dann eben nicht“, seufzte Lucy. „Solange wir uns nicht trennen ist alles gut“, versuchte Ela sie auf zu muntern. „Ja, was soll schon passieren“, sagte sie und die Beiden gingen weiter. Die Abstände der Abstelltische wurden immer größer und größer. Nach einiger Zeit standen die Beiden vor einer Tür. Neben der Tür standen zwei verstaubte kleine Tische mit jeweils einer brennenden Kerze drauf. Das Licht der Kerze leuchtete die Tür an. Es war eine alte Tür aus dunklem, fast schwarz wirkendem, Holz. Sie war Gold verziert. Die Beiden gingen näher zur Tür. „Meinst du hinter der Tür ist etwas?“ fragte Ela. „Da hinter muss etwas sein. Das ist die letzte Tür in dem Flur. Und sie ist so sehr verziert. Das sag alles“, antwortete sie. „Ich hoffe nur dass da keine Puppen drin sind“, meinte Ela. Lucy nickte zustimmend. Schweigend schaute sie auf die Tür. Keiner von ihnen wollte sie öffnen. „Du öffnest sie“, unter brach Lucy die Stille. „Warum ich?“ fragte Ela. „Weil ich die Tür mit dem Mädchen geöffnet habe“, antwortete sie. „Sie hat sie selbst geöffnet“, meinte Ela. „Aber nur etwas. Ich hab sie dann ganz auf gemacht“, stellte sie fest. „Na gut“, sagte sie wieder willig und ging näher zur Tür. Vorsichtig bewegte sie ihre Hand auf den Tür griff zu. Sie zitterte dabei. Bevor sie den Türgriff berührte, drehte er sich von selbst und die Tür ging langsam und quietschend auf. Erschrocken schauten sich die Beiden an. Der Raum war dunkel. Sie ging auf den Raum zu. „Wenn wir da rein gehen, schlägst dann wieder die Tür hinter uns zu?“ fragte Lucy leicht ängstlich. „Ich weiß es nicht“, antwortete Ela. „Ich mach eine Kerze da zwischen“, sagte Lucy und brach eine Kerze ab und legte sie zwischen die Tür. Dann gingen die Beiden in den Raum. Wie erwartet schlug die Tür hinter ihnen zu. Dabei ging die Kerze, die zwischen der Tür war, kaputt und die Tür schloss sich. Erschrocken schauten sie auf die Tür. Dann wurde der Raum auf eine mal hell. Die Beiden drehten sich um. Im Karmin brannte jetzt ein Feuer. Vorsichtig ging Ela auf dem Karmin zu. Lucy schaute sich im Raum um. Sie ging zum Sofa. „Hier sind auch Puppen drin aber zum Glück nicht so viele“, sagte Lucy als sie eine der Puppen in die Hand nahm. Ela drehte sich zu Lucy und schaute sie an. „Und was soll wir jetzt machen?“ fragte Lucy und legte die Puppe wieder aufs Sofa. „Ich weiß es nicht“, antwortete Ela. Lucy seufzt und schaute sich noch mal um. Sie entdeckte ein Buch auf den Tisch. „Ein Buch“, sagte sie und nahm es. „Sollen wir die Zeit mit lesen tot schlagen oder was?“ fragte Ela leicht gereizt von der Situation. „Wenn du unbedingt Märchen lesen möchtest“, antwortete sie leicht grinsend. „Ich passe. Ich such hier lieber nach einem Ausgang“, sagte sie und ging zur Tür. Sie wollte die Tür öffnen doch es ging nicht. Sie drückte so fest gegen die Tür wie sie nur konnte doch sie ging nicht auf. Als sie merkte dass es kein Sinn hat gegen die Tür zu drücken, hörte sie auf. Sie ging durch den Raum und schaute sie alles genau an. Lucy hielt während dessen immer noch das Buch in der Hand. Sie schlug die erste Seite auf. Dort stand nichts. Sie blätterte weiter, doch auch auf den darauf folgenden Seiten stand nicht. „Die Seiten sind alle leer“, sagte sie und schaute Ela an. „Das ist mir grade sowas von egal! Ich will hier einfach nur raus“, sagte nicht ganz so freundlich. Lucy legte das Buch wieder auf den Tisch und schaute Ela dabei zu wie sie durch den Raum ging und dabei alles anschaute. Ela stand vor einem roten Vorhang. Er sah nicht so aus wie in den Anderen Räumen. Er hatte noch sein dunkles Rot und war heile. Der ganze Raum sah eigentlich neu und nicht verstaubt aus. Nur auf dem Karmin hatte sich eine dünne Staubschichte gebildet. Ela packte den Vorhang und schob ihn zur Seite. Hinter dem Vorhang war eine Tür. Es war eine schwarze Holztür mit goldenen Verzierungen. Sie packte den Türgriff und wollte die Tür öffnen, doch sie ließ sich nicht öffnen. „Hier ist eine Tür aber ich krieg sie nicht auf“, sagte sie und wandte sich Lucy zu. Lucy ging zu ihr und schaute die Tür an. Auch sie versuchte die Tür zu öffnen, doch ohne Erfolg. „Ich sagte doch das sie nicht auf ging“, sagte Ela immer noch gereizt. „Ja, das hab ich gehört. Ich wollte es nur noch mal testen. Vielleicht sollten wir und jetzt erst einmal hinsetzten und uns ein bisschen ausruhen“, schlug sie vor. „Okay“, sagte Ela und setzte sich in den roten Sessel. Lucy legte die Puppen auf dem Sofa zur Seite und setzte sich auf das ebenfalls rote Sofa. „Was ist mit diesem Buch?“ fragte Ela und nahm es. „Ich hab es zwar grade schon gesagt aber ich sag es dir noch mal. Die Seiten sind alle leer“, sagte sie erneut. Ela schlug das Buch auf. „Da steht doch etwas“, meinte sie. „Zeig mal“, sagte sie überrascht. Ela drehte das Buch so um das Lucy die Seiten sah. „Ich sehe nicht auf den Seiten“, meinte sie Kopfschüttelnd. „Dann kann wohl nur ich es lesen“, meinte sie. „Dann wurde das Buch mit dem Tot geschrieben. Sofern das Möglich ist“, sagte sie. „Und was jetzt?“ fragte Ela. Lucy zuckte nur mit den Schultern und lehnte sich an. Ela schaute sie fragend an, doch Lucy ignorierte das. „Wie glaubst du kommen wir hier raus?“ fragte Ela. „Ich weiß es nicht“, antwortete Lucy. „Ich meine es muss doch einen weg hier raus geben“, meinte Ela. „Die Türen sind zu und ich hab keine Ahnung was wir machen solle“, sagte Lucy. Keiner sagte mehr was und es herrschte eine Angespannte stille. Beide saßen nur da und schauten auf das Buch. Minuten lang starrten sie es einfach nur an. Dann hörte man wieder Kinderlachen. Doch dieses Mal war es anderes. Es war freundlich und irgendwie ruhig führ ein Kinderlachen. Verwundert schauten sich die Beiden um. „Hast du das gehört?“ fragte Lucy Ela. „Das Kinderlachen?“ fragte sie zurück. „Nein. Etwas anderes. Ich glaub es war ein richtiges Wort. Aber nur eins“, erklärte sie. Ela schüttelte den Kopf. Die Beiden waren wieder still und hörten genau auf das Kinderlachen. „Schon wieder! Hast du es dieses Mal gehört?“ fragte Lucy. Doch Ela schüttelte wieder den Kopf. „Was ist das denn für ein Wort?“ fragte sie zurück. Lucy war wieder still und versuchte sich auf das Wort zu konzentrieren. „Ich glaube da sagte jemand: lesen oder so“, antwortet sie. Sie nahm das Buch und hielt es Ela hin. „Das ist nicht dein ernst oder?“ fragte sie und schaute Lucy an. „Du hast doch nach einer Möglichkeit gefragt, wie wir hier raus kommen könnten. Ich glaube so kommen wir hier raus“, meinte sie. „Wie soll uns das hier raus bringen. Ich meine, das ist ein Buch und wenn ich jetzt lese, dass wird uns hier auch nicht raus bringen“, meinte sie nur. „Versuchen kann man es doch mal. Wenn es nicht klappt können wir wenigstes sagen, wir haben alles Mögliche versucht“, sagte Lucy und grinste dabei. „Okay“, stimmte sie wiederwillig zu und nahm das Buch. „Und was soll ich hier raus lesen?“ fragte sie. „Keine Ahnung. Fang einfach vorne an“, meinte Lucy. Ela schlug die erste Seite auf und begann zu lesen. Während sie las, verstummte das Kinderlachen und mach hörte nur Ela lesen. Nicht mal das Feuer im Karmin hörte man knistern. Als Ela das erste Märchen gelesen hatte hörte sie auch und schaute Lucy an. Das Kinderlachen fing wieder an und wieder hörte Lucy das Wort: lesen. „Sie wollen dass du weiter liest“, erklärte Lucy. Ela schaute sie nur. „Da die Tür“, sagte Lucy und zeigte mit dem Finger auf die Tür. „Was ist mit der Tür?“ fragte Ela. „Die Verzierungen! Sie verschwinden!“ sagte sie leicht überrascht. „Und?“ fragte Ela. „Vielleicht kommen wir so hier raus! Vielleicht müssen wir einfach solange lesen, bis die Verzierungen weg sind“, meinte Lucy. „Wir könnten auch versuchen die Tür auf zu brechen oder“, meinte Ela. „Wie denn? Hier ist nichts“, antwortete Lucy. „Na gut, ich versuch es“, sagte Ela. Sie schaute noch auf das Buch und las dann weiter. Das Lachen verstummte wieder und alles war wieder still. Doch nach einiger Zeit fing das Kinder lachen wieder an. Ela schaute Lucy nur an. „Ich lese doch, warum lachen die?“ fragte Ela und versuchte nicht in Panik zu geraten. „Vielleicht wollen sie, dass du ein anderes Märchen liest“, meinte Lucy. „Na gut“ antwortete Ela und blätterte zum nächsten Märchen und las es vor. Während dessen stand Lucy auf und ging zur Tür. Sie schaute auf die Verzierungen, doch sie sah nicht, dass sie verschwanden. „Ela, sie verschwinden nicht“, unterbrach sie Ela. „Hast du nicht gesagt, sie würden verschwinden wenn ich lese?“ fragte Ela. „Das dachte ich ja auch. Dieses Lachen ist ja auch wieder da. Versuch es doch einfach mal mit einem anderen Märchen“, meinte Lucy. Ela nickte und blätterte zum nächsten Märchen. Sie lies weiter, doch das Lachen hörte nicht auf. Auch die goldenen Verzierungen verschwanden nicht. Ela las ein Märchen nach dem Anderen doch das Lachen hörte nicht auf und die Verzierungen verschwanden nicht. Im gegen Teil. Es wurden immer mehr. „Ela hör auf zu lesen! Es wird immer mehr“, sagte Lucy leicht panisch und riss ihr das Buch aus der Hand. „Es werden mehr?“ fragte Ela überrascht. Sie stand auf und ging zur Tür. Ela packte den Türgriff und versuchte vergeblich die Tür zu öffnen. „Was tust du da? Die Tür wird sich nicht öffnen“, sagte Lucy. „Was soll wir sonst machen? Wir können nicht für immer hier drin bleiben!“ sagte sie laut und panisch. „Ich weiß. Aber vielleicht fällt uns was etwas besseres ein“, meinte sie und versuchte ruhig zu bleiben, auch wenn es ihr schwer viel. „Was denn?“ fragte Ela. „Vielleicht steh etwas in diesem Buch drin. Vielleicht steht es in irgendein Märchen“, meinte Lucy und schaute auf das Buch. „Ich habe keine Lust mehr in diesem Buch zu lesen!“ schrie sie Lucy an. „Was sollen wir denn deiner Meinung nach machen um hier raus zu kommen?“ fragte sie gereizt. „Die Tür irgendwie öffnen“, antwortete sie. „Und wie?“ fragte Lucy weiter. „Das weiß ich nicht. Irgendwie“, sagte sie genervt und wütend. Ela versuchte weiter die Tür zu öffnen. Lucy setzte sich aufs Sofa und schaute Ela zu. Sie hatte das Buch immer noch in der Hand. „Ela du musst weiter lesen“, sagte Lucy. „Nein!“ schrie Ela sie an. „Du musst lesen. Das ist der einzige weg hier raus!“ schrie Lucy zurück. Ela antwortete nicht. Sie schaute ihre Schwester nur wütend an. „Lies!“ befahl Lucy ihr und hielt ihr das Buch hin. „Das wird nicht klappen“, meinte Ela. „Lies das die erste Geschichte. Lies sie so lange bis die Verzierungen verschwunden sind“, sagte sie. „Bist du dir auch sicher, dass es klappen wird?“ fragte Ela. „Ja“, log Lucy. Sicher war sie sich nicht. Sie hoffte es nur. Lucy nahm das Buch und hoffte, das ihre Schwester recht hatte. Sie setzte sich aufs Sofa, schlug das Buch auf und fing an die erste Geschichte zu lesen. Wieder verstummte das Kinderlachen. Lucy schaute auf die Tür und sah, das die Verzierungen verschwanden. „Es funktioniert!“ freute sie Lucy. Ela las weiter. Als sie die Geschichte durch gelesen hatte, fing sie wieder von vorne an. Es verschwanden immer mehr Verzierungen, so wie Lucy es gehofft hatte. Sie ging zu Ela und setzte sich neben ihr aufs Sofa. „Es funktionier. Les weiter“, sagte sie zu ihr. Das tat Ela auch. Nach einer Weile waren die Türen komplett verschwunden. „Lucy, die Tür!“ rief Ela überrascht. Sie hatte gar nicht auf die Tür geachtet. Die Beiden standen auf und ging zur Tür. Das Kinderlachen fing wieder an. Doch es war nicht lange zu hören. Schnell wurde daraus ein weinen. „Schnell raus“, sagte Ela, packte den Türgriff und öffnete die Tür. Das weinen wurde immer und immer lauter. Ela verließ schnell den Raum. Lucy blieb noch drin stehen. „Lucy, komm!“ rief sie. „Warum weinen sie? Wie haben ihnen doch vor gelesen“, fragte Lucy. „Ich weiß es nicht. Es ist mir aber auch egal“, sagte sie. Sie ging zu Lucy und packte sie am Arm. Dann zog sie Lucy aus dem Raum raus. „Wir können sie doch nicht so zurück lassen“, meinte sie. „Doch können wir“, antwortete Ela und knallte die Tür zu. Lucy schaute sie nur an, während Ela in den langen Gang schaute. Die Wände waren in einem dunklem blau gestrichen. Wieder wurde die verblasste Farbe vom Kerzenlicht an beleuchtet. „Wieder ein endlos langer Gang“, sagte Ela.
 
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