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19 Seiten

Endstation Hölle

Romane/Serien · Schauriges
© Aves
Sorry, is wohl n bisschen spät =) Aber Lies hat mich 'überredet' die Good-End-Story doch noch zu veröffentlichen... Ist weitgehend das Selbe wie 'Endstation Hölle - No way home', einfach mit gutem Ende.



„Daran glaubst du doch nicht wirklich, oder?“, lachte ich. Es schüttelte mich beinahe. „Nee, diesen Schwachsinn kauf’ ich dir nicht ab!“
Nadine verschränkte die Arme und blitzte mich an. Ich wusste, was jetzt gleich kommen würde, und verdrehte innerlich schon mal die Augen.
„Benjamin Roth!“, fauchte sie „Nur weil du an nichts und noch mal nichts glaubst, heisst das noch lange nicht, dass…“
Weiter kam die Gute nicht, ich unterbrach sie gespielt entrüstet: „Das stimmt ja gar nicht! Ich glaube an McDonalds, Freibier, Schnupftabak und…“
Sie verwarf die Hände und seufzte: „Du wirst es nie lernen!“
„…und an nackte Frauen.“
Sie machte einen raschen Schritt nach vorne, packte mich mit beiden Händen am Kragen und schob ihr Gesicht ganz nah an meines.
„Du kommst morgen mit!“, zischte sie.
Angesichts dieser drohenden Worte und der sehr nahen Distanz zu ihr konnte ich nur willig nicken.
Zufrieden lies sie mich los. „Brav. Morgen um acht bei mir.“
Sie drehte sich um und zog ihre Jacke an: „Ich muss los, Toni hat mich ins Kino eingeladen. Tschüss!“
Als Nadine die Türe zuknallte, liess ich mich in einen Sessel sinken. Ich fuhr mir mehrmals mit der Hand über die Augen, bevor ich aufstand und mir einen Scotch meines Vaters eingoss.
Als ich ihn hinunterwürgte und das mittlerweile vertraute Brennen spürte, überdachte ich kurz die letzte Woche.
So viel war passiert, und nichts davon war positiv. Erst hatte mein Dad diese Flasche Scotch – übrigens ein in Schottland gelagerter – gekauft und der Versuchung war ich manchmal einfach nicht gewachsen.
Dann hatte mir Nadine – meine kleine süsse Nadine! – mitgeteilt, dass sie diesen dummen Idioten Toni süss fand. Nun ja, er sah gut aus, sicher…
Und jetzt wollte sie mit mir diese dämliche Legende testen. Nur weil ich ihr den Artikel gezeigt hatte. Dabei war das doch nur ein Scherz gewesen! Verdammt, ich glaubte doch nicht an so einen Mist!
Vielleicht muss ich hier kurz für Aufklärung sorgen. Seit einiger Zeit geisterte in unserem Dorf, Schlatt mit Namen, das Gerücht über einen Gespensterzug herum.
Er sollte kurz vor Mitternacht, wenn sonst nichts mehr auf den Schienen fuhr, kurz vor Schlatt auftauchen und dann in weiter Ferne verschwinden.
Niemand wusste so recht, was daran nun wahr war oder was nicht. Ein Bahnwärter behauptete steif und fest, kurz vor zwölf eine Lok gesehen zu haben, die mit Höchstgeschwindigkeit über die verlassenen Gleise raste.
Natürlich alles Humbug! Aber wenn ich Nadine für ein paar Stunden für mich alleine hatte, war ich schon glücklich. Hoffentlich schleppte sie morgen diesen Angeber nicht mit!

Der Zug fuhr mit einem lauten Pfeifen auf mich zu. Seine Scheinwerfer starrten mich an wie rote Augen und es schien, als wäre das Mistding lebendig. Ich versuchte wegzulaufen, doch irgendjemand hatte mir die Schnürsenkel zusammen gebunden, so dass ich der Länge nach auf die Schienen knallte.
„Diese Schweine.“, murmelte ich.
Panisch versuchte ich davon zu kriechen, als ich neben mir eine mir ebenso bekannte wie verhasste Stimme sagen hörte: „Aber, aber, Benjamin, Sie werden doch nicht wirklich hier herumkriechen wollen? Da machen Sie sich doch ganz schmutzig und da muss ich Ihnen wieder eine Note abziehen, das wissen Sie doch.“
Herr Kretschmer, mein Klassenlehrer, stand neben den Gleisen und lächelte höhnisch. Am liebsten hätte ich ihm eine in seine Krautfresse gehauen, doch ich lag ja immer noch auf den Schienen.
„Ausserdem “, fuhr Kretschmer fort „ haben Sie ja Ihre Hausaufgaben noch gar nicht gemacht.“
„Wir haben aber Ferien!“, stöhnte ich leise.
Der Kretschmer lachte nur hämisch.
„Na und? Sie sind eine absolute Niete in Buchhaltung! Sie sollten die ganzen Ferien durchbüffeln. Also stehen Sie gefälligst auf!“
Dann fing er vor meinen verdutzten Augen an zu hupen. Der Zug, den ich mittlerweile völlig vergessen hatte, stand lauernd vor mir und blickte mit seinen rot glühenden Scheinwerfern drohend zu mir herunter.
Auch er hupte leise, was langsam in einen schrillen Klingelton überging.
Mit einem Mal war ich wach und schreckte im Bett hoch. Was für ein Albtraum!
Doch das Klingeln hatte ich mir nicht eingebildet. Mein Handy schellte mit einem Auto, das draussen hupte, um die Wette.
Mit einer Hand griff ich zu dem lästigen Ding, mit der anderen versuchte ich, das Fenster zu schliessen. Beides klappte nicht richtig, so dass ich aus dem Bett plumpste und mein Kreuz eine nähere Bekanntschaft mit meinem Radio einging.
Stöhnend schaute ich aufs Handydisplay. Ein Bild von Nadine mit raus gestreckter Zunge und der Schriftzug ‚Nadine Home ruft an’ liessen mich sofort hell wach werden.
Ich nahm ab und sofort schnatterte meine Angebetete auf mich ein: „Morgen Benji! Na, gut geschlafen? Ich einfach wunderbar! Es war so toll gestern Abend! Wir haben…“
„Sorry, ich bin noch nicht richtig wach. Was war gestern Abend?“, unterbrach ich sie mit einer Stimme die direkt aus der Gruft zu kommen schien.
„Du tönst aber munter!“, klang ihre Stimme fröhlich weiter aus dem Handy „Wir waren im Kino, schon vergessen? Toni und ich. Und wir haben uns sogar…“
Ich wollte es nicht wissen, so dass ich schnell wieder unterbrach: „Nochmals Entschuldigung, aber ich liege hier auf meinem Radio und breche mir wahrscheinlich bald mal die Wirbelsäule, wenn du hier weiter auf mich einquasselst!“
Ihr überraschtes Schweigen gab mir Zeit, aufzustehen und wieder unter die Decke zu kriechen.
„Gut.“, nuschelte ich „Weiter, wenn’s schon sein muss.“
Nadine schnaubte, doch dann nahm ihre Stimme einen verträumten Klang an, als sie leise sagte: „Wir haben uns sogar geküsst.“
Wumm! Das war er also, der Berg, der mich geistig beinahe erschlug. Zu den Kopfschmerzen vom Scotch am Vorabend und meiner Begegnung mit dem Radio kamen nun diese seelischen Qualen dazu. Geküsst… Ich merkte, wie sich in meinen Augenwinkeln Tränen bildeten.
„Benji? Bist du noch da?“
„Ja… jaja, ich bin noch da.“, beeilte ich mich zu sagen „Schön… ähm, in dem Fall gehen wir heute Abend nicht zu den Gleisen, richtig?“
Wenigstens dieser Lichtblick könnte mir vergönnt sein!
„Doch, sicher.“, zerschlug Nadine meine Hoffnungen „Dir macht’s doch nicht aus, wenn Toni mitkommt, oder?“
Doch! Und wie mir das Etwas ausmachte! Sollte er doch in der Hölle verrecken!
„Nein, natürlich nicht.“, hörte ich mich sagen „Aber da störe ich doch nur…“
Wütendes Schnauben am anderen Ende der Leitung machte mir klar, dass ich dieses Treffen leider nicht verschieben konnte: „Natürlich nicht! Du bist immer willkommen, das weißt du!“
Ich nickte und sagte leise: „Ja… Okay, ich geh dann mal duschen. Bis heute Abend.“
Ich wollte schon aufhängen, als ihre Stimme noch einmal durchs Handy erklang: „Benji?“
„Ja?“
„Ich hab dich lieb.“
Stumm schluckte ich einen Kloss hinunter.
„Ich dich auch.“
Dann hängte ich auf.
Für einen Moment kämpfte ich mit mir, das Handy nicht einfach mit voller Wucht gegen die Wand zu schmettern.
Geküsst! Sie hatte diesen Affen geküsst! War ich denn dazu verdammt, ewig die zweite Geige zu spielen?
Ich vergrub das Gesicht in der Bettdecke und schluchzte einmal. Ziemlich gekünstelt, wie ich fand. Sofort kam mir wieder die Flasche Scotch in den Sinn, die unten stand. Doch dann schalt ich mich einen Narren.
Das musste aufhören! Ich würde, wenn ich so weiter machte, mich bald totsaufen. Und noch war ja nicht aller Tage Abend. Wenn sie sich vielleicht bald von diesem Deppen trennen würde, oder noch besser, er sich von ihr, dann wäre ich wieder an vorderster Stelle.
Ich sprang aus dem Bett und fing an Liegestütze zu machen. Nach fünfzehn lag ich schweissüberströmt und keuchend auf meinem Zimmerboden.


Schlotternd parkierte ich mein Mofa neben dem weissen Opel von Nadines Eltern. Leicht stotternd erstarb der Motor und ich machte mir langsam Sorgen um den Auspuff, der nur noch improvisiert an der Maschine hing.
Ich knöpfte meine Jacke auf und stapfte die Stiegen zur Haustür hinauf. Mit leicht klopfendem Herzen klingelte ich und wartete dann.
Für einen Moment herrschte Stille, dann hörte ich von drinnen Schritte und schliesslich wurde die Tür aufgerissen.
Mit einem Freudenjauchzer fiel mir Nadine um den Hals. Ich lächelte und umarmte sie kurz.
Sie liess mich wieder los und strahlte: „Das ist Toni.“
Ich kannte den grossen, schwarzhaarigen Jungen vom Sehen her. Er nickte mir zu und ich tat es ihm gleich. Irgendwie war da eine Spannung zwischen uns, die mir klar machte, wie viel er von mir hielt: genau so wenig wie ich von ihm.
„Wollen wir?“, fragte Nadine strahlend und hakte sich bei beiden unter. Ich genehmigte mir ein böses Grinsen, als ich den Gesichtsausdruck von Toni sah.
Nadine hatte vorgeschlagen, den Weg zum Bahnhof zu Fuss zu gehen, da wir immer noch viel zu früh waren.
Wir würden nun zwar etwa um 23 Uhr beim Bahnhof ankommen, dafür froren wir uns aber die Hintern ab.
Während wir die lange Hauptstrasse hinunterspazierten, erzählte Toni uns quasi seine Lebensgeschichte. Wie er das erste Mal Fussball in einem Club gespielt hatte, wie er sein erstes Tor in der C-Klasse geschossen hatte, seinen ersten Pokal in der B-Klasse und so weiter.
Mir wurde beinahe schlecht, als ich diese ganze Selbstverliebtheit aus seinen Worten heraushörte. Und langsam begann ich mich zu wundern, wie Nadine, die ja so sehr auf ihren christlichen Glauben schwor, es überhaupt mit diesem Egoisten aushielt.
Obwohl ich in ihren Augen eigentlich ein Heide war, hatte ich mich doch heimlich schlau gemacht und wusste ziemlich viel über ihre Religion. Egoismus und Selbstverliebtheit gehörten, glaube ich, nicht zu Eigenschaften, die da gerne gesehen wurden…
Und Doofheit auch nicht… Ich kicherte leise und die beiden sahen mich fragend an.
„Was ist?“, fragte Nadine.
„Ach, nichts!“, sagte ich und suchte hastig nach einer Ausrede „Ich habe mich nur gerade gefragt, was zur Hölle tut Ench Amun?“
Ich erntete einen Lacher von Nadine und einen abschätzigen Blick ihres Geliebten. Zugegeben, den Scherz konnte man getrost als misslungen bezeichnen.
Die Zeit verging ziemlich schnell, obwohl wir, als wir endlich beim Bahnhof ankamen, beinahe steif gefroren waren.
Da es erst halb elf war, beschlossen wir, noch kurz im Restaurant Bahnhof einzukehren. Als ich ein Bier bestellte, erntete ich zwei missbilligende Blicke. Den einen kannte ich. Nadine hatte mit Alkohol nicht viel am Hut und sie wusste, dass ich den Hang zur Übertreibung hatte. Auch Toni sah mich schief an, was mich zu einer kleinen Stichelei veranlasste: „Noch nie ’n Bier gesehen?“
„Hab so was nicht nötig.“, murrte er zurück.
Ich grinste breit und prostete ihm zu: „Das würde dir aber gut tun. Cheers!“
Seine Antwort ging im sanften Gurgeln des blonden Weizensafts unter.
Als ich mich später kurz verabschiedete, um aufs Klo zu gehen, hörte ich noch wie Toni sich zu Nadine rüberbeugte und leise – aber nicht leise genug – fragte: „Warum hast du den bloss mitgenommen?“
Ich klopfte mir in Gedanken auf die Schultern, doch dieses kurze Hochgefühl verging so schnell wie es gekommen war, kaum war ich wieder draussen.
Nadine und Toni hatten ihre Jacken wieder angezogen und warteten am Ausgang. Das heisst, sie waren ziemlich mit sich selbst beschäftigt.
Als sie ihren leidenschaftlichen Kuss beendet hatten, trafen sich der Blick von Toni und der meinige. Ein leichtes Zucken seiner Mundwinkel verriet, was er dachte: Dieser Punkt geht an mich, Arschloch.
Ich legte einen zerknitterten Zehn-Frankenschein auf den Tisch und schloss mich den beiden an.

Als wir kurz darauf das verlassene Bahnhofsgelände betraten, setzte erstmals ein langes Schweigen ein. Es war kurz vor Mitternacht und eine innere Stimme lachte sich darüber kaputt, weil wir hier waren.
Die dunklen Gebäude der Ziegelei auf der anderen Seite der Schienen erschienen mir jedoch auch ohne Geisterzug unheimlich genug.
Irgendwo in der Ferne heulte wie auf Verabredung ein Käuzchen, was dazu führte, dass sich Nadine noch näher an ihren Freund drückte.
Als um zwölf noch immer nichts geschah, wuchs in mir langsam der Unmut. Ich hätte weiss Gott besseres zu tun gehabt, zumal Nadine und ihr ach so toller Freund wieder zu testen schienen, wer die längere Zunge hatte.
Leise Stimmen liessen uns aufschrecken. Doch es waren nur zwei junge Frauen, die aufgeregt plappernd auf uns zukamen.
„Haben wir ihn verpasst?“, fragte die eine, eine grosse Blondine und die andere, die genau das Gegenteil zu sein schien, nämlich klein und brünett, fügte hinzu: „Ist er schon durch?“
„Wer?“, fragte ich, wobei mich die beiden irgendwie seltsam ansahen.
„Na, der Zug!“, machten beide.
Ich glotzte sie an. Waren wir denn nicht die einzigen Spinner hier?
„Nein…“, sagte Nadine langsam „Ist er nicht. Wir warten ebenfalls.“
Und so warteten wir gemeinsam; die beiden Hühner, meine Angebetete, der Angeber und meine Wenigkeit.
Nach einer weiteren Viertelstunde schnaubte ich entnervt: „Der kommt nicht. Falls es ihn überhaupt geben sollte, dann hat er mehr Verspätung als die Regionalzüge. Und das heisst was!“
Die beiden Damen warfen mir entrüstete Blicke zu, doch es schien, als gewöhnte ich mich im Laufe des Abends an solche.
Bevor jedoch noch jemand weiteres irgendwas Nettes zu mir sagen konnte, meinte ich: „Der… Geist, auf den wir warten, ist doch ein Zug, oder?“
Toni schnaubte entnervt, doch Nadine schien zu merken, dass ich eine Idee hatte: „Ja. Wieso fragst du?“
„Und wann hält ein Zug in Schlatt an?“, fragte ich weiter.
Die Brünette meldete sich diesmal als Erste: „Na, wenn man ihn ruft.“
Ich klatschte in die klammen Hände. „Wunderbar! Ihr seit n Haufen ganz Schlauer!“
„Ich verstehe nicht ganz…“, fing Toni an und mit einem gehässigen Grinsen unterbrach ich ihn: „Das war mir schon klar. Quizfrage an dich: Wie ruft man einen Zug?“
Beinahe konnte ich sehen, wie sich die Zahnrädchen in Tonis Kopf drehten. Dann schien ihm ein Licht aufzugehen.
„Na, wenn man den Halteknopf drückt!“, trompetete er erfreut. Jetzt kapierten es auch die anderen und bevor ich mich versah, war Nadine zu eben diesem Knopf gerannt.
Der Halteknopf war ein grosser, roter Knopf, eingelassen in ein gelbes Kästchen. Wenn man ihn drückte, fing er an zu blinken und sandte ein Signal an die Züge. So wussten die Lokführer, ob jemand am Bahnhof wartete.
Ich schlenderte zu Nadine hinüber, die beinahe feierlich den Knopf drückte. Für einen Moment herrschte absolute Stille. Nichts passierte.
„Och…“, seufzte die Blonde „Funktioniert anscheinend auch nicht.“
Triumphierend grinste ich in die Runde: „Na, seht ihr! Es gibt ihn nicht, euern doofen…“
Ein lautes Hupen liess mich und auch die anderen sofort erstarren.
Ich spürte wie sich die Härchen im Nacken und auf den Armen aufrichteten, diesmal nicht vor Kälte.
„Das… das kann nicht wahr sein!“, keuchte Toni „Es gibt keine Geisterzüge.“
„Es kann auch ein Auto gewesen sein…“, versuchte ich die Sache mit einer natürlichen Erklärung abzutun, doch ich verspürte auf einmal eine grosse Lust mich einfach umzudrehen und wieder ins Restaurant zu gehen.
Wie gebannt starrten wir auf die Schienen vor uns. Von oben, aus Richtung Diessenhofen, kam nichts. Doch von unten, also von Schaffhausen, wurden die Gleise auf einmal erhellt. Wegen des Bahnhofsgebäudes sahen wir nicht, was da auf uns zukam.
„Scheisse!“, stöhnte ich, nahm jedoch allen meinen Mut zusammen und trat näher an die Schienen heran.
In diesem Moment fuhr, entgegen all meinen Hoffnungen, ein Zug in den kleinen Bahnhof ein.
Wie gelähmt blieb ich stehen. Es war keine alte Dampflokomotive, auch keines der alten Ungetüme, sondern ein neuer, schnittiger Thurbo-Zug.
„Hä?“, machte Blondie relativ blöde. Die anderen hatten zu mir aufgeschlossen und sahen den Zug mit Erstaunen an.
Es war einer des neusten Baujahres mit mehr Platz im Innern als gewöhnliche Thurbos.
Nadine neben mir schien ein wenig enttäuscht, als ich es mit ‚Nachtzug’ versuchte.
„Es gibt keine Nachtzüge um diese Zeit.“, schmetterte die Brünette meinen Versuch ab „Der Nächste fährt erst wieder um drei.“
„Was ist der dann?“, fragte sich Toni laut, worauf Nadine strahlend meinte: „Na, der Geisterzug natürlich! Kommt, den gucken wir uns an!“
Sie schien das alles immer noch für ein lustiges Spiel zu halten, denn sie rannte direkt auf den Zug zu.
„Nadine! Warte!“, schrieen Toni und ich gleichzeitig und setzten uns in Bewegung. Auch die beiden Suppenhühner folgten uns, so dass wir fast gleichzeitig an den geöffneten Türen des Zugs ankamen.
Im Inneren sah der Zug aus wie ein normaler Zug aussehen sollte. Sitzreihen zu beiden Seiten, hell erleuchtet aber absolut leer.
„Kommt ihr?“, fragte Nadine, die schon halb im Zug drin war „Ist doch nur ein Regionalzug. Fahren wir halt nach Diessenhofen und gehen was trinken.“
Ich runzelte die Stirn. Diese Worte passten irgendwie nicht zu der Nadine, die ich kannte.
Toni und die anderen schien das nicht zu stören, denn einer nach dem anderen stieg ein. Zum Schluss stand nur noch ich vor den geöffneten Türen.
Toni lächelte mir aufmunternd zu: „Komm, Benjamin, ist echt nur ein Zug.“
Was sollte denn das? Wieso war der auf einmal so freundlich zu mir?
Ich verspürte absolut keine Lust, in diesen dubiosen Zug einzusteigen. Irgendetwas in mir drin sträubte sich regelrecht, da rein zu gehen.
Doch konnte ich Nadine da wirklich alleine lassen? Die anderen waren mir – gelinde gesagt – total wurscht. Doch um sie machte ich mir Sorgen.
Auf einmal drang ein Piepsen aus dem Inneren des Zuges das ich nur zu gut kannte. Es würde nun nicht mehr lange dauern, bis der Lokführer die Türen schloss.
Mein Kopf zog mich von diesem Zug weg, doch mein Herz schrie danach, zu Nadine zu gehen. Und mit einem beherzten Sprung landete ich im Innern.

Mein Kopf war leer. Alles erschien mir so friedlich. Ich trieb wie in Trance auf einem weichen Nebel und grosse Freude erfüllte meine Seele. Halt! Was für eine Seele? Du bist Atheist, schalt mich eine Stimme, du glaubst nicht an eine Seele!
Das ist doch egal, hörte ich eine andere, weitaus sanftere Stimme, die von weit her zu kommen schien.
Es gibt eine Seele, säuselte die Stimme, aber sie ist nicht wichtig.
Nicht wichtig? Aber all den religiösen Büchern, die ich gelesen hatte, stand, dass es nichts Wichtigeres als die Seele auf der Erde gäbe.
Nicht doch, hallte die Stimme jetzt von allen Seiten, siehst du nicht, wie schön es ist? Sag einfach ja, dann wird es immer so gut sein.
Ja zu was? Zum Verkauf meiner Seele?
Die Stimme kicherte leise. Nicht Verkauf, sagte sie, Tausch. Du gibst mir deine unwichtige Seele und erhältst dafür ewiges Glück.
Ewiges Glück? Krieg ich dann Nadine? Ich merkte, wie mein Widerstand schmolz. Was war schon so ein Ding, das man ja nicht einmal sehen konnte, gegen das ewige Glück und vielleicht auch Nadine?
Natürlich kriegst du Nadine, flüsterte die Stimme, diesmal ganz nah an meinem Ohr, und noch so viel mehr. Alles was du dir wünschst!
Vor mir sah ich Nadine, wie sie sich mir näherte. Ihr Gesicht war zu einem Lächeln verzerrt und ihre linke Hand streichelte mir zart über die Wange.
Siehst du?
Jetzt sagte Nadine etwas. Ich strengte mich an, doch ich verstand nur ein Wort: Benji.
„Was?“, fragte ich leise. Meine Stimme hörte sich an wie flüssige Watte. Meine Stimme… meine! Genau wie meine Seele!
„BENJI!“
Nadines Schrei riss mich endgültig aus dem verfluchten Traumnebel. Es war wie ein Sprung in kaltes Wasser, doch plötzlich war ich wieder Herr meiner Sinne.
Ich stand wieder in diesem komischen Zug mit den anderen. Irgendwie waren sie seltsam drauf, als hätten sie zu viel gesoffen.
Nur Nadine starrte mich an als wäre ich ihr Leibhaftiger persönlich.
„Was… was ist passiert?“, fragte ich verdutzt. Nadine hatte Tränen in den Augen als sie mich umarmte. Ihr Körper zitterte und als sie schluchzte: „Keine Ahnung. Da war auf einmal eine Stimme und wollte mir meine Seele abluchsen. Ich…“
Ich unterbrach ihre tränenreichen Schilderungen: „Bei mir auch. Und wo dein Glaube dich gerettet hat war es bei mir mein Egoismus.“
Sie liess mich los und starrte mich mit geröteten Augen an.
„Glaubst du mir jetzt die Legende dieses Zuges?“, fragte sie leise. Ich nickte und schluckte leer. Verdammt! Dieser Zug war tatsächlich nichts Normales! Und wir waren mittendrin…
„Wir müssen die anderen wecken!“, riss mich Nadines Stimme aus meinen Gedanken „Wenn sie ihre Seele verkaufen…“. Sie liess den Satz unausgesprochen, doch ich konnte mir gut vorstellen was sie meinte.
„Zuerst Toni!“, meinte sie. Es widerstrebte mir, doch wenn es sie glücklich machte.
Neugierig sah ich zu, wie Nadine versuchte Toni aufzuwecken. Doch der stand nur wacklig da und starrte mit glasigen Augen ins Leere.
Sie gab ihm eine schallende Ohrfeige, doch auch das nutzte nichts.
„Mich hast du nur gestreichelt…“, warf ich ein und ein verwirrter Blick traf mich.
„Gestreichelt?“, fragte sie „Bei deinem Dickschädel habe ich noch fester zugehauen!“
Erst jetzt bemerkte ich das dumpfe Pochen an meiner linken Backe.
„Oh, danke, ich…“, schnaubte ich, doch sie kam mir zuvor: „Nicht jetzt! Hilf mir lieber.“
Ich trat näher und schaute mir das Problem mal genauer an. Irgendwie sah er komisch aus mit den wässrigen Augen und dem dünnen Speichelfaden, der ihm aus dem Mundwinkel hing.
„Könnten wir ihn nicht so lassen? Ich meine, er ist viel friedlicher als vorher und…“
„Benjamin!“
Ich zuckte die Achseln und meinte: „Okay, dein Wunsch sei mir Befehl.“
Es tat verdammt gut und dass es sogar von Nadine offiziell genehmigt worden war, machte es doppelt so schön: Ich haute Toni meinen saftigsten Kinnhaken rein.
Dieser stöhnte, kippte nach hinten und landete mit dem Hintern im Papierkorb, der an der Wand des Zuges hing.
„Au!“, brüllte Toni und seine Augen wurden wieder normal „Was soll denn das?“
Er funkelte mich wütend an und setzte nach: „Ich war gerade dabei, den Preis auf zwei Stadien rauf zu handeln, als du Volltrottel mich geschlagen hast!“
Er sprang angeekelt von seinem unfreiwilligen Sitz herunter und kam drohend auf mich zu. Ich ballte die Fäuste und funkelte zurück: „Du kannst gerne noch eine haben, Schleimscheisser!“
Bevor es jedoch zu Handgreiflichkeiten kam, sprang Nadine zwischen uns: „Aufhören! Sofort! Toni, siehst du denn nicht, was passiert ist?“
Toni blieb verdattert stehen.
Dann schob er Nadine unwirsch zur Seite und stellte sich schmollend in eine Ecke. Wieder bildeten sich Tränen in ihren Augen, doch diesmal schniefte sie nur einmal und packte mich dann an der Hand.
„Komm, die anderen müssen auch befreit werden.“, verlangte sie und fügte etwas leiser hinzu: „Hoffentlich ist es nicht schon zu spät.“
Bei den beiden Frauen ging es erheblich leichter, zumal ich mich da auch gescheut hätte, ihnen eine zu brettern.
Ein paar leichte Ohrfeigen und etwas Schreien und schon waren sie zurück aus dem Nebel der Albträume.
Zu ihrem grossen Glück hatten auch sie sich bis jetzt geweigert, ihre Seele frei zu geben.
Es dauerte nicht lang, bis wir ihnen die Sachlage erklärt hatten. Danach musste ich mich erstmal setzen. Diese Situation hatte mein Weltbild gehörig aus dem Konzept gebracht.
Nicht nur dass so etwas wie ein Geist zu existieren schien, nein, es gab auch eine Seele! Und das widerfuhr mir, dem Ungläubigen. Mein Lebensmotto hatte bis jetzt darin bestanden, das Leben bis aufs Äusserste zu geniessen, auch wenn das manchmal nicht so richtig klappte.
Doch wenn es eine Seele gab, gab es dann nicht auch einen Gott? Und ich hatte in den letzten Monaten genug über das Christentum gelernt, dass man da nicht unbedingt das Leben unbegrenzt geniessen sollte…
Ich schloss erschöpft die Augen und rief in Gedanken nach Gott. Wenn es ihn geben sollte, und es wirklich stimmte, dass er jedes Leben im Voraus geplant hatte, dann sollte er mir gefälligst auch hier raus helfen!
Aufmerksam horchte ich in meine Gedanken, doch nur ein Wort geisterte da durch: Hintern.
Hintern? Gott, ist das wirklich alles?
Doch dann spürte ich auf einmal ein Stechen in meinem Allerwertesten. Erschrocken sprang ich auf und starrte auf unzählige kleine Stacheln, die sich durch mysteriöse Weise durch den Sitz gebohrt hatten.
„Scheisse, verdammte!“, brüllte ich und betastete meinen Hintern. Er fühlte sich grausam an und als ich meine Hände betrachtete, klebte ein wenig Blut daran.
Ich schluckte. Die Stacheln hatten nur leicht zugeschlagen. Mittlerweile waren sie über zwanzig Zentimeter aus dem Sitz gedrungen, so dass sie mich locker durchbohrt hätten.
„Kann sich mal jemand meinen Arsch angucken?“, fragte ich in die Runde. Scheele Blicke waren die Antwort.
„Arsch?“, fragte Toni verdutzt.
Ich seufzte. „Nicht du. Meinen Hintern sollt ihr euch angucken.“
Jetzt bemerkten auch sie die Stacheln, die sich langsam wieder in den Sitz zurückzogen.
Nadine hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund und sprang dann sogleich zu mir.
„Bücken!“, befahl sie. Etwas errötend kam ich ihrem Wunsch nach, während sie anscheinend meinen Allerwertesten betrachtete.
Dann gab sie mir einen Klaps darauf, so dass ich vor Schmerzen aufschreiend in die Luft sprang.
Sie grinste mich an und meinte: „Alles in Ordnung, nur ein wenig angekratzt. Aber du hast eine hübsche Unterhose an.“
Wieder wurde ich rot.
Alle drängten sich nun mehr oder weniger von den Wänden des Zuges weg und betrachteten das unheimliche Gefährt.
„Wenn da vorne nun ein Psychopath sitzt?“, mutmasste ich laut „Ich meine, das könnte genau so gut irgend ein Gas gewesen sein und die Stacheln bringt man schnell mal noch hin…“
Nadine schüttelte energisch den Kopf: „Ein Gas? Ich denke nicht. Und wegen den Stacheln – schau dir doch mal den Sitz genauer an.“
Ich kam ihrer Aufforderung vorsichtig nach und stutzte. Kein aufgerissener Stoff war zu sehen und auch sonst kein Anzeichen für plötzlich auftauchende Stacheln.
Ein grausiger Schrei liess mich herumfahren. Tonis Augen waren schreckgeweitet.
„Was ist?“, fragte ich und rannte zu ihm. Er hob seine Hand zitternd vor sein Gesicht. Sie war über und über mit einer dicklichen roten Flüssigkeit, die mir verdächtig nach Blut aussah.
Hatte er mir an den Hintern gegrabscht?
Dann schrie auch die Blondine leise auf und deutete hinter Toni. Blut lief in kleinen Bahnen die Wand herab, die die erste Klasse von der zweiten trennte.
Es war Toni über den Hals unter die Jacke geflossen.
Mit einem Würgen torkelte er von der Wand weg.
„Mist, Mist, Mist!“, stammelte die Brünette „Wo sind wir hier nur gelandet?“
„Im Zug eines Psychos!“, knurrte ich „Wieso gehen wir nicht einfach nach vorne und hauen dem Typen eins auf die Rübe?“
Die Reaktion auf diese Worte war beängstigend. Ein leises, immer mehr anschwellendes Lachen schien von allen Seiten auf uns einzudringen.
Wieder richteten sich mir die Nackenhärchen auf und Nadine drückte sich eng an Toni.
Das Lachen verklang und dann sprach eine Stimme, so tief und doch kreischend, als käme sie direkt aus der Hölle: „Nun, dann komm doch nach vorne, Benjamin.“
Die Tür zum Führerhäuschen schwang heftig auf und knallte gegen die Wand.
Der kalte Schweiss brach mir aus.
Wieder erklang das Lachen, das mir jetzt schon in den Ohren wehtat.
„Hast du Angst?“, fragte die Stimme „Musst du nicht, hab keine Angst.“ Und dann fügte sie hinzu: „Sondern fürchte dich zu Tode!“
„Wer sind Sie?“, schrie Nadine „Zeigen Sie sich, Sie Irrer!“
Als Antwort gingen diesmal die Lichter aus. Erst jetzt bemerkte ich, dass der Zug zwar fuhr, man aber nichts von einer vorbeiziehenden Landschaft sehen konnte.
Ab und zu schienen Windstösse an den Fenstern zu rütteln, doch ansonsten war es stockdunkel draussen.
„Aber ich bin doch hier.“, zischte mir eine Stimme ins Ohr. Mit einem Schrei sprang ich zur Seite, landete unglücklich und fiel nach hinten.
Viele Hände griffen nach mir, so dass ich erneut einen Schrei ausstiess und wild um mich schlug. Ein gepresstes Stöhnen verriet mir, dass ich getroffen hatte.
Unter grausigem Gekicher ging das Licht wieder an und ich blickte auf Toni, der sich seine blutige Nase hielt und am Boden lag.
Trotz der gesamten Situation konnte ich ein Lächeln kaum unterdrücken.
„Benji!“, fauchte Nadine, die neben ihm kniete „Was ist los mit dir?“
Ich guckte verdutzt.
„Habt ihr die Stimme nicht gehört?“, fragte ich und erntete allgemeines Kopfschütteln.
Auf einmal wollte ich nur noch nach Hause. Ich wollte nicht hier sein, nicht in diesem beschissenen Zug, nicht um diese Zeit.
„Scheisse…“, hörte ich mich selbst stammeln und vergrub für einen Moment das Gesicht in den Händen. Nadine kam zu mir und hielt mich tröstend fest.
„Geht’s?“, fragte sie mitfühlend. Ich nickte und sie liess mich wieder los.
„Wir müssen jetzt einen Weg hier raus finden!“ Meine Stimme hatte einen grimmigen Unterton angenommen. Meine vorherige Resignation hatte sich in Wut verwandelt.
Ich riss den Papierkorb von seiner Halterung und schlug ihn so fest ich konnte gegen die Scheibe. Ausser dass ein heftiger Schlag durch meine Arme fuhr und die Scheibe ein wenig zitterte, passierte nichts. Ich schlug noch einmal zu, legte all meine Kraft in den Schlag.
Diesmal schlug mir die Wucht den Papierkorb aus den Händen.
Keuchend stand ich da, als wieder dieses grausige Lachen erklang.
„Wieso dieser Aufstand?“, flüsterte die Stimme „Ihr braucht doch nur zu fragen.“
Verdutzt starrte ich auf die offene Tür der Fahrerkabine.
„Fragen?“, echote die Blondine und zuckte die Achseln „Okay. Würden Sie uns bitte rauslassen?“
Das Lachen schwoll zu einem Dröhnen an.
„Es kostet euch aber eine Kleinigkeit.“, schnarrte die Stimme.
„Unsere Seelen, nicht wahr?“, fragte Nadine leise und bekam wieder das Lachen als Antwort.
Ich sah mich um und entdeckte Toni, wie er den kleinen Notöffner in der Hand hielt. Der Notöffner war ein kleiner, roter Gegenstand, der nur aus einem Griff und einer eisernen Spitze bestand. Normalerweise hing er an einer speziellen Halterung, so dass man ihn schnell ablösen konnte, wenn zum Beispiel in einem Tunnel ein Feuer ausbrach und man die Türen nicht mehr normal öffnen konnte.
Ein paar schnelle Schläge und so ein Fenster würde kaputt gehen.
„Gute Idee…“, fing ich an, kam jedoch nicht weiter. Toni schien mitnichten daran interessiert, den Notöffner am Fenster anzuwenden.
Viel mehr kam er mit einem ziemlich beunruhigenden Gesichtsausdruck auf mich zu.
„Toni?“, fragte Nadine, der das seltsame Verhalten ihres Freundes anscheinend auch auffiel „Was hast du vor?“
„Er ist es.“, sagte Toni mit fast tonloser Stimme und dann schrie er: „Er war es von Anfang an! Er hat uns hierher gelockt, damit wir alle draufgehen!“
Ich starrte ihn an und bemerkte aus den Augenwinkeln, wie die anderen es mir gleich taten.
Abwehrend hob ich die Hände und wich langsam zurück. In Tonis verschleiertem Blick lag der pure Hass.
„Was soll das?“, fuhr ich ihn an und merkte, wie meine Hände zitterten „Hör auf, sonst…“
Weiter kam ich nicht, denn Toni holte aus und schlug mit dem Hammer zu. Nur dank eines raschen Ausfallschrittes zur Seite entging ich einer Schädelspaltung. Stattdessen erwischte er mich an der Schulter, in der sofort der Schmerz explodierte. Aufschreiend ging ich zu Boden und presste meine rechte Hand auf die stark blutende Schulter.
Mit einem wütenden Schrei ging Toni auf mich los und wollte den Hammer in mein Gesicht krachen lassen. Mit aller Kraft hielt ich seine Arme fest, wobei ich vor Schmerzen schier ohnmächtig wurde.
Als er merkte, dass er mich nicht erschlagen konnte, liess er den Notöffner los und würgte mich. Seine Hände drückten unbarmherzig meine Kehle zu und ich fühlte, wie ich keine Luft mehr bekam.
Mein Blickfeld verschleierte sich und langsam wurden meine Hände kraftloser und kraftloser.
Kurz bevor ich die Besinnung verlor, hörte ich einen dumpfen Laut und sofort endete der Druck auf meiner Kehle.
Keuchend schnappte ich nach Luft und meine scharfe Sicht kehrte zurück. Nach Atem ringend stützte ich mich auf die Ellbogen.
Toni lag neben mir auf dem Rücken und sein Hinterkopf wies eine üble Platzwunde auf.
Nadine stand über mir und hielt zitternd den Abfalleimer in ihren Händen. Tränen rannen ihr über die Wangen und sie liess den Eimer, der am Rande mit rötlichem Lebenssaft besudelt war, fallen.
Schluchzend sank sie ebenfalls zu Boden und ich schloss sie in die Arme.
„Danke.“, hauchte ich und merkte, dass meine Stimme ebenfalls zitterte.
Nadine heulte sich an meiner Schulter aus und ich hielt sie tröstend fest.
Auf einmal wurde ihr Schluchzen jedoch zu einem erstickten Keuchen.
Sie würgte und entsetzt starrte ich sie an.
Ihre schönen Augen hatten sich entsetzt geweitet und sie fuhr sich mit der Hand an die Kehle. Untätig schaute ich zu, wie sich etwas langes, Haariges aus ihrem erschrocken geöffneten Mund presste.
Ihr Keuchen war zu einem hässlichen Gurgeln geworden und ehe ich etwas tun konnte kroch etwas Langes aus ihrem Mund.
Es glich einer Heuschrecke, nur viel länger und seltsam deformiert. Hastig mit den verkümmerten Flügeln schlagend plumpste das abstossende Ding zu Boden.
Sofort wurde es von einem Schwall Erbrochenem zugedeckt. Nadine war ganz grün im Gesicht und ihre Augen waren total gerötet.
Entsetzt schlug sie die Hand vor den Mund, doch wieder flutschte eine übel riechende Lache Gekotztes hinaus.
Diesmal schwammen kleine, beige Maden darin, die sich genau so wanden wie das Heuschreckending.
„Oh Gott…“, wimmerte Nadine entsetzt und stand hastig auf.
Wieder dröhnte die Stimme durch den Zug, doch diesmal war sie dunkel und voller Hass. Alle Schadenfreude war daraus verschwunden.
„Dein kümmerlicher Gott wird dir nichts nützen, Nadine! Das war alles nur ein Vorgeschmack auf das, was euch noch erwarten wird, wenn ihr mir nicht eure Seelen übergebt!“
Nadine presste ihre Hände so fest gegen meine Schulter, dass ihre Nägel schmerzhafte Abdrücke hinterliessen.
„Du… kannst mich nicht einschüchtern!“, rief sie mit zitternder Stimme „Lieber sterbe ich.“
„Wie du meinst…“
Flackernd gingen die Lichter aus und wir standen erneut im Finstern. Doch diesmal erleuchtete ein leichter, rötlicher Schein von draussen den Zug.
Die vollkommene Schwärze war flackernden Lichtern gewichen. Sie schienen wie Feuer, doch sobald man eines davon mit den Augen fixierten, verschwanden sie um sofort an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen.
„Ich gebe euch eine letzte Chance!“, polterte die grässliche Stimme und dann krachte etwas gegen die Scheiben.
Nein, nicht etwas. Jemand. Ein in der Mitte durchgeschnittener Torso rutschte, eine blutige Spur hinter sich herziehend, das Fenster hinunter.
Die drei jungen Frauen kreischten erschrocken auf und ich zuckte zurück.
Doch von allen Seiten regneten nun abgetrennte Leichenteile auf den Zug ein, mit ekelhaftem Klatschen prallten sie gegen die Scheiben.
Wimmernd drückte sich Nadine an mich, als wir auch schon ein rasselndes Stöhnen hinter uns hörten.
Wir drehten uns um und nun entfuhr auch mir ein leiser Schrei. Wo vorher alle Plätze leer gewesen waren, lagen und hockten nun etliche Gestalten.
Doch sie waren genau so tot wie diejenigen von draussen. Alles in allem waren die Leute noch ganz, doch zierten hässliche, tiefe Schnitte ihre bleichen, ausgemergelten Gesichter.
Dickes Blut lief über die entstellten Körper auf den Boden. Ich unterdrückte mit Mühe ein Würgen.
„Das sind die, die sich meinen Befehlen widersetzt haben!“, drang die tiefe Stimme aus allen Ritzen „Seht das als Warnung.“
„Was bist du eigentlich?!“, schrie ich mit schriller Stimme „Was? Ein Sammler?“
Die Stimme lachte und meine Gänsehaut wurde trotz allem noch stärker.
„Nenn es wie du willst.“, dröhnte die Stimme. Mittlerweile schien sie direkt von Satan persönlich zu kommen.
„Aber der Begriff ‚Sammler’ trifft es eigentlich ganz gut. Ich fange solche ahnungslosen Dummköpfe wie euch und schnappe mir ihre Seelen. Die kommen dann nach unten.“
„Ich hab’s gewusst…“, flüsterte ich leise „Genau das hab ich vermutet. Anstatt eine Schiffsladung schickt er einen vollen Zug zum Boss...“
Etwas schweres, nasses klatschte auf meine verletzte Schulter, die noch mehr zu brennen anfing.
Angeekelt sah ich, dass sich meine rötliche Wunde mit einem schwarzen Tropfen mischte.
Gleich darauf klatschte wieder ein schwerer Tropfen hinab. Entsetzt realisierte ich, wie schweres, schwarzes Blut von der Decke und den Wänden rann. Auch auf dem Boden breitete es sich aus. Der Gestank war schier unerträglich.
„Raus!“, schrie ich „Sofort!“
Ich packte den Notöffner und lief auf eine Scheibe zu.
„Egal was uns draussen erwartet, hier bleibe ich keine Sekunde länger!“
Ehe ich den Öffner heben konnte, explodierte in meinem Kopf ein entsetzlicher Schmerz.
Die Stimme brüllte ungeheuer laut: „Du Narr! Dafür stirbst du!“
Ich taumelte und schlug noch in der selben Sekunde zu. Krachend traf die metallene Spitze des Hammers auf die Scheibe. Leichte Risse bildeten sich und spornten mich an, noch einmal zu zuschlagen.
Diesmal entstand ein faustgrosses Loch. Pfeifender Wind drückte durch das Loch und der Gestank nahm noch einmal zu.
Etwas, das wie ein Hautfetzen aussah, blieb an einer Scherbe hängen.
Hastig bearbeitete ich das Glas weiter, bis ein genügen grosses Loch zum hindurchklettern entstanden war.
„Raus hier. Sofort!“, brüllte ich gegen den heulenden Wind an. Nadine stützte Toni, der wieder aus seiner Ohnmacht erwacht war und torkelte langsam auf mich zu. Die beiden jungen Frauen hinter ihr rührten sich vor Schreck nicht.
„Los!“, drängte ich „Wir müssen sofort hier raus!“
Das zäh fliessende Blut war stetig näher gekommen und schwappte bereits gegen unsere Füsse.
Doch die beiden Frauen regten sich nicht und starrten nur auf die entstellten Leichen und den Blutfluss.
Hastig drückte ich mich an Nadine und Toni vorbei und schüttelte die beiden kräftig durch. Auf einmal erwachten sie aus ihrer Lethargie und schluchzend stolperten sie zu dem Loch in der Scheibe.
Unsicher standen die anderen davor.
„Los! Geht einfach raus.“, fuhr ich Nadine an und drängte sie zu der Scheibe.
Dröhnendes Lachen erklang.
„Ihr werdet genau so sterben wenn ihr hinausgeht!“, lachte die Stimme.
„Raus!“, brüllte ich gegen das Dröhnen des Zugs und der Winde an.
Nun nickte Nadine liess Toni auf das zersplitterte Fenster klettern. Doch als er springen wollte, machte der Zug eine scharfe Kurve und er verlor das Gleichgewicht. Schreiend stürzte er hinaus, wobei sich seine Hose in den spitzen Ecken des zerbrochenen Glases verfing.
Die Scherben drückten sich in sein Bein und auf einmal drehte er sich, wobei sein Bein ein hässliches Knirschen von sich gab.
Aus seinem Wimmern wurde ein lauter, lang gezogener Schrei. Nadine packte sein Bein und versuchte ihn hinauf zu ziehen, was seine Schmerzen nur noch zu verstärken schien.
Blitzartig griff ich nach dem fallen gelassenen Hammer und zertrümmerte mit ihm die spitzen Scheibenreste. Mit einem Ruck flog Toni vom Fenster weg und verschwand in der Dunkelheit.
Doch auch der Hammer entwickelte auf einmal ein Eigenleben. Er fing an zu glühen und erschrocken liess ich ihn los. Anstatt zu Boden zu fliegen bohrte sich die stählerne Spitze tief in mein Bein. Aufschreiend knickte ich weg.
Nadine packte den glühenden Hammer und schleuderte ihn aus dem Fenster.
„Los, komm!“, sagte sie und half mir auf. Das getroffene Schienbein brannte wie Feuer und ich stützte mich am Fenster ab, dessen Scherben mir sogleich die Hände zerschnitten.
„Ihr zuerst.“, befahl ich den drei Mädchen, die mich zwar entsetzt ansahen, jedoch dann gehorchten. Zuerst die Brünette und dann die Blonde. Beide sprangen – wenngleich zögerlich – aus dem rasenden Zug.
Nadine blickte mich mit ihren braunen Augen an und deutete mir stumm, raus zu springen.
„Nein.“, flüsterte ich, wobei mich die Schmerzen beinahe ohnmächtig werden liessen „Du bist wichtiger.“
Ihre Augen füllten sich mit Tränen und rasch beugte sie sich vor und drückte mir einen Kuss auf die Lippen. Obwohl ich diesen Moment so lange herbeigesehnt hatte, empfand ich in diesem Moment nicht viel.
Dann stieg sie auf das zertrümmerte Fenster, sprang hinaus und wurde von der heulenden Dunkelheit verschluckt.
Ich drehte mich noch einmal um und erstarrte, als ein fremder Mann vor mir stand.
Er war um einiges grösser als ich und seine Augen funkelten leicht rot. Er hatte braunes Haar und hielt in der Hand eine schwarze, blutende Rose.
„Nicht schlecht, Benjamin Roth.“, sagte er und ich erkannte die grausige Stimme wieder, die aus dem Mund dieses, eigentlich harmlos aussehenden Mannes noch schlimmer klang
„Aber du weißt, dass du dich und deine Freunde dem Tod geweiht hast, als du das Fenster eingeschlagen hast?“
Ich schaute ihn mit einer Mischung aus Verachtung und Panik an.
„Ich glaube Ihnen nicht, Sammler.“, sagte ich mit mühsam kontrollierter Stimme.
„Wirst du aber müssen!“, dröhnte er und auf einmal saugte er alles Licht an. Es wurde immer dunkler und ich erkannte, dass sein Umriss jetzt eher einem muskulösen, geflügelten Teufel glich.
„Geh!“, dröhnte die Stimme von überall „Geh und stirb, Jämmerlicher!“
Hastig drehte ich mich um und stieg unter Qualen auf das Fenster.
Für einen Moment erwartete ich, dass der Sammler, oder was auch immer er war, mich aufhalten würde. Doch nichts geschah und so liess ich mich aus dem Fenster fallen.
Rasch kam ein Boden näher, rascher als ich gedacht hatte. Bevor ich noch die Arme schützend ausstrecken konnte, knallte ich bereits auf eine Böschung.


Grelles Licht empfing mich. War ich tot? Rasch verwarf ich den Gedanken, denn im Himmel würde es wohl kaum aussehen wie in einem Krankenhaus.
Angewidert betrachtete ich die geblümte Decke. Ich versuchte mich aufzurappeln, doch ein stechender Schmerz in meinem rechten Bein liess mich zurück in die Laken sinken.
Anscheinend lebte ich noch, denn Schmerzen und eine geblümte Decke – so fies konnte nur das Leben sein.
Tastend griff ich auf einem Nachtkästchen neben meinem Bett herum und bekam endlich das zu fassen was ich gesucht hatte: ein Schnupftabakdöschen.
Gierig schraubte ich es auf und nahm eine Kräftige Ladung davon. Das tat gut!
Dann übermannte mich die Sorge um Nadine beinahe. Hatte sie den Sturz überlebt? Wo war sie? Hoffentlich nicht tot…
„Benji?“, fragte jedoch eine mir so bekannte Stimme neben mir.
„Nadine.“, stammelte ich erleichtert „Du lebst!“
Ich drehte unter Schmerzen den Kopf und sah Nadine mich anlächeln.
„Wir leben alle.“, sagte sie und ihre Stimme klang wie der süsse Gesang einer Nymphe „Dank dir.“
Ich winkte ab.
Das letzte was ich gebrauchen konnte war übertriebener Ruhm. Auch wenn er aus Nadines Mund wundervoll klang. Dann doch lieber Rum.
„Du hast übrigens einen Blumenstrauss und Karten von deiner Familie erhalten.“, sagte Nadine und deutete auf ein überirdisch grosses Ding, dass ich bei näherem Hinsehen als Strauss erkannte.
Ein Stapel Karten lag daneben. Müde griff ich nach ihnen und überflog sie. Eine war von meinen Eltern, zwei weitere von Schulfreunden und eine von meinen Grosseltern. Anscheinend lag ich schon länger hier.
Die letzte Karte liess mich erstarren. Sie war weiss und hatte als Sujet eine schwarze, blutende Rose.
Mit zitternden Fingern öffnete ich sie und merkte, wie mir der kalte Schweiss ausbrach.
Blutrot leuchteten mir fünf Wörter entgegen: Wir werden uns wieder sehen!
 
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Kommentare  

Aves
mal wieder super gemacht*lob* Bei dir kann ma lesen. ohne das es nach ein paar Zeieln langweilig wird.
Die richtige Prise an Spannung und, wie unter mir schon gesagt wurde, W. Hohlbein-Stimmung ist auch dabei..
Meiner Meinung deine Beste Geschichte => 5 Pkt.


Zimtsternchen (28.06.2005)

Servus!

Cool, du solltest weiterhin so etwas schreiben, das kannst du besser als Fantasy - jedenfalls so weit ich das bis jetzt beurteilen kann. Ich finde die Geschichte lustig... klingt komisch, ist aber so.
Aber ich erkenne dein problem. Das hatte ich auch, bevor ich es beseitigt habe. Du benutzt manchmal Wörter, die eher in einen Fantasy-Text gehören(Beispiel: Lenenssaft). Jedenfalls in der Verwendung, wie du sie benutzt. Okay, zweimal Blut benutzen klingt doof, aber man hätte ja sagen können: Auch hier befand sich eine hässliche rote Spur; und wenn im Absatz vorher die Rede von Blut ist, wird man wahrscheinlich schon gleich drauf kommen.
Außerdem erinnerst du mich an einen frühen Hohlbein... ;-)
Und Hohlbein hat auch Bücher über Azrael geschrieben.
Und ich werde dir kein Buch schicken. Höchstens per e-mail, aber das darf ich jetzt nicht mehr. Du kannsts ja - wenns so weit ist - bei amazon.de bestellen. Aber tu dir keinen Zwang an. Mach so weiter wie bisher, du hast schon jetzt den richtigen Pfad gefunden, den ich noch so verzweifelt suche - oder besser: bereits gefunden habe, aber nicht beibehalten will. Ich weiß, hört sich komisch an, aber ich fühle mich wie zwischen zwei Magneten, die mich beide anziehen - oder abstoßen.
Übrigens: hast du mit Absicht manchmal die alte Rechtschreibung benutzt, oder ist der Text etwas älter?

Bye!


Benedikt (17.03.2005)

Hi Aves
Ich habe BEIDE gelesen. BEIDE waren gut!
Trotzdem gebe ich gerne zu: die mit dem netteren Ende fand ich schöner.
Ich mag nun ein Mal Happyends oder doch wenigstens keine zu grausemen Schlusse.
Für beide Fassungen gebe ich dir 5 Punkte.


Kuft Wildebrunn (17.12.2004)

Hallo Aves, wie versprochen habe ich nun auch deine Horrorgeschichte mit gutem Ausgang gelesen und muß sagen, die gefällt mir irgendwie besser. Trotzdem hattest du für die andere Geschichte von mir auch fünf Punkte bekommen(was man leider nicht sehen kann!), denn die war ebenso gut geschrieben, nur nicht ganz nach meinem Geschmack. Hier bei diesem relativ guten Ende finde ich, kann man deinen hintergründigen Humor einfach besser genießen und besonders über den letzten Satz noch ein wenig schmunzeln.

Doska (06.11.2004)

Danke danke für die guten Punkte =)

Wegen des Satzes, Shan, tut mir leid :o) Aber wenn ich die Scheibe wieder ganz machen hätte lassen, dann müssten sie sie wieder zerhauen und das ginge dann viiiiel zu lange. Und weil die Story ja bei diesem Teil gut ausgehen muss, liess ich sie kaputt =)
I am so sorry (natürlich ohne die englische Aussprache *g*)


Aves (05.11.2004)

Vom Thema her gefiel mir die andere Geschichte genauso wie diese. Traurig musste ich allerdings erkennen, dass genau jene Szene im Geisterzug, die sich mir, da zuvor noch nie gelesen, ins Hirn gebrannt hatte, dem Radiergummi anheim gefallen ist * schluchtz
Nämlich die, in der die Scherben der zerbrochenen Waggonscheibe sich wieder zusammensetzen.
Für meine Befindlichkeit dürfen Protagonisten auch sterben *Augenzwinker
4 Punkte


Shan (05.11.2004)

PUNKTE: 5
Habe hier und da mal in die Geschichte reingeschaut, ist ja wohl identisch mit der anderen Höllenstorie, bis zur Stelle wo alle aus dem Zug springen.
Das Ende hier passt genauso gut.


NewWolz (04.11.2004)

Hui Hui

Die Drohung am Ende ließ ja dann offen, wann das Wiedersehen sein wird.
Ich plädiere dafür, den Armen am Ende seiner belasteten Tage nicht in die Hölle zu schicken sondern auf Wolke sieben.
Schön horrormäßig....4 Punkte

Gruß Lies


Lies (04.11.2004)

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