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Begegnung

Nachdenkliches · Poetisches
Begegnung im Du
einander anschauen
aufnehmen ohne zu Grollen
sondern um zu lernen
durch deine Bildnatur
wachsendes Interesse
vom Ich zum Du

bildhaft
dich erfassen
geistiges Urbild schauen lernen
als Abbild des Geistigen
als Bild des Ewigen
deine Wärme fühlen
einander erwärmen

erspüren
den Ursprung des Wortes
die Wort-Gebärde erfassen
durchströmt von der
Quelle hinter dem Wort
Kraft des Geistquells
erspüren den Engel in dir

lautfärben
deine Seele hören im Wort
in bunten Farben lauschen
was auf den Flügeln der Laute tönt
in Regenbogenfarben
die ganze Welt hören

einander atmen
schnell oder langsam
atmend dich erkennen
im fühlenden Sein

einander verdauen
im Willen zum Du
tatkräftige Impulse
um aufzuwachen im Ich
Todeskraftmetamorphose

(2005)
(Digital Art von ues, 2010)
 
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Kommentare  

Guts nächtle auch, RosMarin.

kalliope-ues (29.03.2007)

soviel humor lob ich mir. nachti ues. es wird zeit.
grüßli


rosmarin (29.03.2007)

Hallo rosmarin,
ich kann Dich fast lachen hören und lache gerne mit - nun siehst Du's - wässern und mehrmals umsetzen und umundumschichten - dann kanns wieder zu Erde werden - oder eben halt auch nicht. Manches ist wohl noch nicht ganz kompostiert, bevors eins meiner Gedichte wird - lach.
Liebe Grüße
Ursula


kalliope-ues (29.03.2007)

hallo, ues, ach, du meine güte. da muss ich doch gleich an einen komposthaufen denken, auf dem der abfall landet, um wieder zu erde zu werden, allerdings nur, wenn man ihn schön wässert und mehrmals umsetzt. lach. lach. und das in zusammenhang mit einem gedicht.
köstlich. na, nichts zum essen.
grüßli


rosmarin (28.03.2007)

"Kompostierung"

kalliope-ues (28.03.2007)

Hallo rosmarin,
danke fürs nochmalige Lesen und bewerten, danke auch für Deine erklärenden Worte. Über diese "eine" Person von der Du sprichst sollte ich mir vllt. Gedanken machen - wers wohl sein mag? Mein alter ego? Viele meiner Texte, besonders der "jüngeren" aus den beiden letzten Jahren, entstehen aus der Verarbeitung - "Kopostierung" - der Bücher, die ich lese, Quintessenz dessen, was ich verstehe, verstanden oder interpretiert habe. Und oft ist es auch so, dass sie aus einer Begegnung entstehen - vllt dann ja auch aus einem inneren Dialog. Danke für Deine Denkanstöße.
Ganz liebe Grüße
Ursula


kalliope-ues (28.03.2007)

Hallo Mike,
schade eigentlich - die 5e hätte ich gerne angenommen - aber es ist wie es ist, und also nicht. Das Komprimierte wie das Erklärte ist für mich in Übereinstimmung - schade dass es Dich diesmal nicht erreichen konnte. Vllt dann ein andermal, wenn die Aussage in ein anderes einfließt ...
Ganz liebe Grüße
Ursula


 (28.03.2007)

hallo, ues, es muss nicht alles knapp gepunktet sein, wie bei weltuntergang. dennoch ist manchmal weniger mehr, damit die eigene fantasie angeregt werden kann. bilder entstehen. es ist nicht so, dass mir deine gedichte nicht gefallen, im gegenteil. vom intellekt her verstehe ich sie auch, doch das reicht mir nicht. ich brauche mehr gefühl. mehr leidenschaft, um mich mit den worten identifizieren zu können. und noch etwas: es ist seltsam, aber mir scheint, als seien all deine texte für eine ganz bestimmte person geschrieben. eine person, die du unbedingt mit deinem intellekt erreichen willst, ihr sagst, was du dir wünschst, wie du die welt siehst und sehen willst und diese person dir nicht zuhören mag. deshalb redest du immer eindringlicher, immer mehr, drehst dich manchmal im kreis, brichst hervor, wiederholst dich. ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber es ist mein empfinden. und diese art zu schreiben hat auch seinen reiz.
gruß von rosmarin


rosmarin (28.03.2007)

Oh Ursula,

ich bin der letzte, der dir sagen würde, ein Gedicht umzuschreiben.
Schon gar nicht, wenn ich es nicht verstehe...
Ich finde es nur schade um die Aussage.
Denn diese hätte 5e von mir bekommen!!

*blume*
Mike


weltuntergang (28.03.2007)

Hallo rosmarin,
ich gebe Dir mit jedem Deiner Worte recht - ein Gedicht sollte nicht erklärt werden müssen, sollte erlebbar sein - dennoch ist da etwas, das mich irritiert: erlebbar wird etwas doch nicht ausschließlich über das Fühlen - wir leben im Zeitalter der Bewusstseins-Seele, das Denken, zunehmend das Herzdenken ist es, das der Mensch sich erarbeiten soll in seiner Entwicklung. Diese meine jüngeren Gedichte bemühen sich darum. Dass diese sich aber nicht übermitteln zeigt mir auf, dass mir Mikes Fähigkeit zur Punktlandung im Wort fehlt - und ich also zu viel Worte mache und damit zerrede, was gut ist.

Lieber Mike,
danke für Dein Kompliment. Du hast recht, schade ist es. Dennoch will ich die Begegnung im Du nicht verändern, weil es mir nicht möglich ist das, was ich unten versuchte habe zu "übersetzen", anders ins Wort zu bringen. Vllt auch, weil es Menschen gibt, die diesen Text direkt und unmittelbar so verstehen konnten, wie ich ihn gemeint hatte. Wenn der Text sich verändert, wird er sofort ein Anderer und wäre dann nicht mehr dieser.

Liebe Grüße
Ursula


kalliope-ues (28.03.2007)

hallo, ues, so vage verstehe ich vom intellekt her all deine neueren gedichte, weiß, was du sagen willst, wie du deine wohlgesetzten worte meinst, finde jedoch, ein gutes gedicht muss man nicht erklären müssen. man muss es sehen, fühlen, riechen, schmecken, hören können. all dies kann ich leider nicht. ich meine, es zu verstehen . aber das reicht nicht. ich sehe keine bilder. höre keine musik. ich kann mich nicht mit deinem gedankengut identifizieren. ich glaube, du machst zu viel worte um das, das du sagen willst. und zuviel worte fressen sich gegenseitig auf.
gruß von rosmarin


rosmarin (27.03.2007)

Wow Ursula,

also erstmal, dieses Ganze, dass du da beschreibst, ist echt toll.
Wenn nur mehr Menschen wären wie du.
Andererseits, manche Seelen haben tiefe dreckige Schluchten, in die ich gar nicht blicken mag.

In deinem Gedicht kann ich das so nicht lesen, ohne das dus mir erklärst. Schade eigentlich.
Denn es wäre ein sehr guter Grundstoff.

Liebste Grüße, Mike


weltuntergang (27.03.2007)

ein ganz Individuelles im Ich und im Du beboren --> geboren

kalliope-ues (27.03.2007)

Hallo Christa, hallo Mike -
ja, schade dass es Übersetzungsarbeit braucht - dies zeigt mir, dass es mir gerade nicht gelingt, verständliche, eingängige Bilder zu worten ...
Ich will es versuchen:

Zunächst eine Begegnung, ohne Vorbehalt, ohne Voreingenommensein den/die Anderen anschauen - es ist ja nicht immer ganz leicht, sich von Sympathie oder Antipathie unbeeindruckt zu begegnen. Wenn dies aber gelingt, den anderen, das Du, also das andere Ich, bildhaft mit den fünf Sinnen zu ertasten kann Kontakt entstehen, ein "sich füreinander erwärmen". Wenn es dann auch noch gelingt, hinter der nach außen sichtbaren "Maske" das wirklich Wesenhafte zu erspüren, eröffnet sich im sich verstehen eine reiche, farbenprächtige Vielfalt, dann hört man also zwischen den Worten das Unausgesprochene, und im Unausgesprochenen ein kleines Stückchen einer größeren Wirklichkeit. Wenn sich die Begegnung darin und dadurch festigt und intensiviert, also zum direkten, lebendigen, herzwarmen Austausch kommt - gleichsam ein Ein- und Ausatmen wird - verliert sich nicht einer im Anderen, sondern erst gerade dadurch wird ein ganz Individuelles im Ich und im Du beboren. Todeskräfte, die mensch dazu geneigt sein lassen, sich nicht mehr um die Lebendigkeit einer Beziehung zu bemühen, werden durch dieses wache sich erspüren überwunden - metamorphosiert. Also: eine gänzlich freie, unabhängige, aber vom Du tiefdurchdrungene Begegnung, die eine Nähe zum Ausdruck bringt, wie sie nur in der Distanz geboren werden und durch immerwährende Pflege der Beziehung erreicht werden kann.
Habe ich mich halbwegs verständlich machen können? Bitte fragt gerne!
Liebe Grüße
Ursula


kalliope-ues (27.03.2007)

Hallo Ursula,
mir geht es ähnlich wie Mike, obwohl ich herauszulesen glaube, was Du meinst.
Es ist das Einfühlen in das du, das Eindringen in eine bekannte und fremde Seele, wobei das ich eine Wandlung, Metamorphose erfährt.
Aber es ist mir auch aufgefallen, dass Deine letzten Gedichte von der Wortwahl her immer schwerer verständlicher werden. Aber es ist wohl auch Dein Stil, da will ich Dir nicht reinreden.
Aber es fällt mir schwer, hier mit Punkten zu bewerten.
LG
CC


CC Huber (27.03.2007)

Hallo Ursula,

im Moment verstehe ich deine Gedichte nur ganz schwer.
Aber du kannst mir ja helfen...

Willst du damit sagen, das Lebe ist der Weg zum Tod?
Das Äußerliche als das, dass verfällt und wir passen uns innerlich dem äußerlichen Verfall an?
Denn eigentlich altert eine Seele nicht?
Bin mal gespannt, was du mir zu erzählen hast *g*

Liebe Grüße,
Mike


weltuntergang (27.03.2007)

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