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Blutegel, Wale und Weinbergschnecken

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Gerade kam mir in den Sinn, dass man ja total froh darüber sein kann, dass Blutegel keine Beine haben. Wobei gleichzeitig die Frage kam, ob die Evolution dies in der nächsten Zeit noch bewerkstelligt.
Beine sind auf jeden Fall besser als wenn die Viecher auf einmal Flügel hätten und man sie wie Mücken ständig an der eigenen Haut totklatschen müsste. Gehen die gut totzuklatschen? Ich hab da keine Ahnung denn mich hat im Wasser noch nie so ein Tier gebissen und gesaugt. Aber Kaputtklatschen wird man so ein großes Schleimtier sicher nicht, weil man mit Rückständen rechnet, die man nicht als dritte Epidermis haben will. Ich glaube, man nimmt oder reißt die ab oder so.
Ob Blutegel irgendwann wirklich Beine bekommen hängt wohl davon ab, ob sie im Wasser weiterhin genug Nahrung finden oder nicht. Ist dies irgendwann mal nicht der Fall werden sie sich auf in unsere Städte machen und sich auf blutgefüllte Waden werfen.
Wieso heißen die eigentlich Blutegel? Gibt es da mehrere Arten? Blaublutegel, Nervenwasseregel, Urinegel und eben reine Blutegel? Apropos Urinegel! Ich wollte einmal eine Geschichte von einem komischen Vampir schreiben, der nicht auf Blut sondern Urin steht, ständig in Altenheime einbricht und Urinbeutel an den Betten aufbeißt. Hab ich dann gelassen, aber die Idee reift weiter und wird sicher bald aufgeschrieben. Doch zurück zu den Egeln.
So, jetzt sind wir wieder bei den Tieren und von den Blutsaugern mit Beinen komme ich jetzt zu Walen. Ja, genau. Diese riesigen Fische, die eigentlich Säugetiere sind. Was wäre denn wenn die auf einmal Beine bekommen würden? Die würden wahrscheinlich die ganzen Küstenstädte Kaputtschubsen und hätten meiner Meinung auch nach den ganzen Walfängen jegliches Recht dazu. Also rein Mor(än)aalisch gesehen.
Und ganz schlimm wäre es für die Menschheit wenn Raubtiere, nehmen wir mal Krokodile, auf einmal die Fähigkeit hätten sich in einen Menschen zu verwandeln und mitten im Gespräch loszuschlagen. Eben noch nach der Uhrzeit gefragt und gleich schon verschlungen. Und wer weiß, vielleicht hat irgendein Raubtier die Fähigkeit. Menschen haben ja auch die Fähigkeit sich in Raubtiere zu verwandeln.
Als ich eben von einem Bankgespräch wieder nach Hause ging, ging mir noch mehr durch den Kopf. Irgendwie kam ich von Blutegeln und Walen zu Schnecken. Kann vielleicht auch daran liegen, dass die überall rumlagen, weil es ja geregnet hatte. Kennen Sie Weinbergschnecken? Sicher oder? Nun werden die Ihren Namen ja sicherlich haben, weil sie in Weinbergen sehr gerne zuhause sind oder das Weingrün gerne in sich reinhauen. Nun versuchen Sie aber mal den Namen der Weinbergschnecke anders herzuleiten. Ich hab da ein wenig schmunzelnd vor mich hintheorietisiert und mir vorgestellt dass ich dies als lustiger Papa irgendwann mal meinem Sohn so erzähle. Natürlich nicht ohne ihn dann gleich danach aufzuklären.

Weinbergschnecke 1

Also früher waren Weinbergschnecken viel größer. Riesig waren die und die Menschen bauten auf ihren ChitinHäusern ihren Wein an. Das gab dann nämlich eine schöne süße Würznote, die jetzt leider nicht mehr erreicht werden kann. Irgendwann wurde der Wein so gut (Kultivierung), dass er fast schon so gut wie Ambrosia wurde und so zauberte Gott die Weinbergschnecken klein und sie haben bis heute ihren Namen behalten.

Weinbergschnecke 2

Ein Naturforscher der ersten Generation zertrampelte einmal einen, schon damals, sehr seltenen Schmetterling, beerdigte diesen auf der Spitze eines Berges, weinte dabei und eine Schnecke kam und wanderte über die Tränen. Deshalb gab er der Schnecke diesen Namen.

Weinbergschnecke 3

Katowitz mit Vornamen Koro, aus Malschewitz hat sich eine Kutsche gekauft. Das war im Jahre 1388. Zur gleichen Zeit regnete es auf der anderen Seite der Welt Frösche, aber das hat nichts mit diesem Text zu tun. Koro war ein sehr gläubiger Farmer und gab jeden zehnten Teil seiner Ernte ab. Weil er ziemlich weit weg vom Schuss wohnte, gab er diesen Anteil einer Horde Schnecken. Denn Gottes Geschöpfe sind Gottes Geschöpfe. Egal ob Mensch oder Schnecke. Ein Wanderer kam des Weges und bekam mit, dass Koro Schnecken mit Menschen auf eine Stufe stellte. Dann hörte das die Kirche, verbrannte Koro auf einem Weinberg und …

Mehr mag ich jetzt nicht mehr schreiben. Erstens kommt Langweile auf, zweitens können Sie sich als Leser ja noch einige Sachen zum Thema einfallen lassen und drittens muss ja auch mal gut sein.

Heil Schepperell
 
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