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7 Seiten

Im Wiener Wald (Teil 1)

Erotisches · Kurzgeschichten
© klaus60
Marc

Langsam fährt Marc auf den Parkplatz am Waldrand. Es stehen trotz des sonnigen und angenehm warmen Septembernachmittags nicht viele Autos herum. Nun ja, es ist Dienstag, mitten in der Woche. Da müssen die meisten arbeiten. Chris hat sich frei gemacht für ihr erstes Treffen. Sie haben es als „blind date“ vereinbart, sich daher vor dem Treffen keine Bilder geschickt. Im Grunde wissen sie nur voneinander, dass sie ein paar Stunden miteinander verbringen und erproben wollen, ob sie sich auch in der Realität sympathisch finden. In der Korrespondenz im Internet hatte es „gefunkt“. Wie und warum – das kann er nicht sagen. Irgendwie haben sie schnell die gleiche „Wellenlänge“ gefunden. Die Balance zwischen ernsten Themen und spielerischem Flirt. Mit leichtem Herzklopfen und den berühmten Schmetterlingen im Bauch hat er schon nach kurzer Zeit reagiert, wenn er ihren Absender in seinem Postfach entdeckte. Zumal dies fast immer sehr erotische Mails waren und sie darüber hinaus einige Male extrem heiß gechattet hatten. Seine Dienstreise nach Wien hat er daher zum Anlass genommen, um diese Frau, Chris, auch einmal persönlich kennen zu lernen.

So sitzt er jetzt in seinem kleinen Leihwagen auf diesem Waldparkplatz und kommt sich vor wie ein Pennäler beim ersten Rendezvous. Noch einmal atmet er tief durch. Mit feuchten Händen nimmt er die heutige „Kronenzeitung“ vom Beifahrersitz. Das Erkennungszeichen. Sehr einfallsreich in Wien. Aber am Telefon war ihnen in der Aufregung der Terminabsprache nichts Besseres eingefallen. Niemand zu sehen. Chris hat ihm alles genau erklärt. Nun sucht er den Weg am Ende des Parkplatzes und wählt dann den ersten Abzweig nach rechts, vorbei an dem kleinen Kiosk.

An einen Baum gelehnt sieht er eine attraktive Frau, mittleres Alter, braune Haare mit leichten Wellen. Die Frau ist nicht schlank, aber die „paar Kilo zu viel“, von der Chris einmal gesprochen hat, sind gut verteilt. Der dunkelgrüne weite Rock, die beige Bluse, der Janker in etwas hellerem Grün – das ist alles gut aufeinander abgestimmt und zeugt von einem sicheren Geschmack. Eine fesche Wienerin.

Sein Herz klopft. Ob es wirklich Chris ist? Noch schaut die Dame sinnend hinauf zu den wenigen Wolken am Himmel. Als er näher kommt, taxiert sie ihn kurz mit kritischen Blicken. Vergleicht ihn offenbar mit seinen Internet-Angaben: Leichter Waschbärbauch, graue Haare, gute 10 cm größer als sie. In seiner schwarzen Jeans, dem blau gestreiften Hemd und dem intensiv blauen Pullover wirkt er nicht so lässig elegant wie die Dame am Baum, aber für einen Mann seines Alters doch einigermaßen sportlich.

Als er näher kommt, holt sie eine „Kronenzeitung“ mit dem heutigen Aufmacherfoto, dem üblichen drallen und blonden Nackedei, hinter dem Rücken hervor. Es ist Chris! Und offenbar gefällt ihr seine Erscheinung zunächst einmal.

Ein wenig verlegen stehen sie sich gegenüber. Zum ersten Mal. Chris bricht das Eis. „Schön, dass du gekommen bist!“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln und streckt ihm ihre Hand entgegen. „Hast du den Weg gut gefunden?“

„Das war kein Problem, denn du hat mir das so gut beschrieben, dass ich mich gar nicht verfahren konnte.“ Er strahlt zurück und lacht ebenfalls kurz. Die erste gegenseitige Sympathie ist gesichert. Es klappt wohl nicht nur im Internet.

„Lass uns ein wenig spazieren gehen. Der Wald ist hier wirklich schön. Ich weiß da einen Weg, wo uns nur wenige Wanderer stören.“, fordert Chris ihn auf. Mit einem aufmunternden Druck nimmt sie seine Hand und fügt hinzu: „Vertrau dich mir an, Marc!“ Eine kleine Pause glaubt er vor dem „Marc“ gehört zu haben. So, als müsste sie sich erst noch daran gewöhnen, dass dieser Name auch einen Körper hat, der nun neben ihr steht.

„Das tue ich mit Freuden!“, antwortet er ihr galant.

Nach der anfänglichen Befangenheit kommen sie schnell ins Plaudern. Über Unverfängliches, das Wetter, die Schönheit des Waldes. Er legt den Arm um ihre Schultern. Sie lässt es sich nicht nur gefallen, sondern drückt sich sogar ein wenig an ihn und legt dann ihren Arm um seine Hüfte. Eng umschlungen spazieren sie weiter. Nach einiger Zeit nehmen sie einen kleinen Weg nach links, gehen an einem alten Heuschober vorbei.

„Meinst du, ob da immer noch Heu drinnen aufbewahrt wird?“, fragt er. „Denn heutzutage wird das Heu doch immer aufgerollt und in Plastik konserviert.“

„Vermutlich schon.“ meint Chris und fügt mit verschmitztem Lächeln hinzu: „Aber wir können später ja einmal nachsehen...“

Beim Weitergehen zeigen sie sich hier ein Eichhörnchen, dort einen Vogel in den Ästen der Bäume. Eine Gelegenheit, sich ganz nahe zu kommen, so dass sich ihre Gesichter wie unabsichtlich berühren. Der erste schüchterne Hautkontakt...

Durch dichtes Unterholz blinkt es hell herüber. Sie schlüpfen in einen engen Pfad ein, drücken einige Zweige zur Seite und stehen plötzlich auf einer wunderschönen, unberührten, großen Wiese mitten zwischen den Bäumen.

Ihm ist warm geworden. Vom Spaziergehen, von dem angenehmen Herbsttag, von Chris’ Nähe? Wahrscheinlich alles drei. Er zieht seinen Pullover aus. Chris geht es offenbar ähnlich, denn auch sie legt ihren Janker ab.

„Eine einsame Wiese, Sonne, blauer Himmel. Das alles bei unserem ersten gemeinsamen Ausflug. Herz, was begehrst du mehr?“, ruft er aus. Etwas sehr pathetisch klingt das, das merkt er sofort. Aber irgendwie fühlt er tatsächlich so.


Chris

Zielstrebig hat sie ihn zu dieser wunderschönen Wiese geführt. Sie ist zufrieden, dass er es nicht gemerkt hat und an eine zufällige Entdeckung glaubt. Dabei denkt sie: „Marc ist wirklich so sympathisch, wie ich ihn mir vorgestellt habe.“ Sie hat lebhafte Schmetterlinge im Bauch und ist etwas verlegen. Zwar sind sie sich bei den Mails schon näher gekommen, haben offen und zuweilen auch schamlos geflirtet. Aber ihm jetzt gegenüberzustehen, ist doch etwas anderes.

Marc macht den Vorschlag: „Setzen wir uns doch etwas in die Sonne.“ Natürlich ist sie damit gleich einverstanden. Bei so einem schönen Tag, mit so einem netten Mann...

Langsam wird sie ruhiger. Beim Spaziergang sind sie sich ja schon ein bisschen näher gekommen. Es hat sich sehr gut angefühlt. Wie wird es sein, wenn Marc sie küsst? Ob er sich schon traut? Oder soll sie besser den Anfang machen?

Sie breitet ihren Janker aus und setzt sich nieder. Lehnt sich ganz fest an Marc. Er fasst mit der Hand um ihre Schulter. Sie schaut ihn an und weiß, dass es gefunkt hat. Nicht nur bei ihr, sondern auch bei ihm.


Marc

Als er den Arm um Chris legt und sie ein wenig an sich zieht, hat er den Eindruck, dass sie darauf wartet, dass er den Anfang macht, dass sie nichts dagegen hätte, wenn er versucht, sie zu küssen. Noch hält er sich jedoch zurück, pflückt statt dessen eine langstielige Margerite und fragt: "Sollen wir zupfen und
das Orakel befragen?"



"Das brauche ich nicht. Ich weiß die Antwort...", meint sie, nimmt ihm die Blume
aus der Hand und sieht ihn voll an. Ihre Augen treffen sich, bleiben
 aneinander haften. Langsam kommen sich ihre Gesichter näher. Die erste
 Berührung ihrer Lippen ist zart. Scheu. Er genießt es, die Weiche von Chris'
Lippen zu spüren. Ihre Lippen knabbern aneinander. Plötzlich spürt er Chris'
Zunge. Ganz leicht nur, suchend. Seine lässt sich von ihr finden. Sie spielen 
zusammen, flirten, genießen die erste Begegnung. Lange. Leise. Gewöhnen sich
aneinander. Erproben den ersten Druck. Wissen nicht, wer wen zuerst in seiner
 heimatlichen Höhle besuchen soll.



Zögerlich lösen sich ihre Lippen wieder. Beide lehnen sie sich ein wenig
 zurück, sehen sich wieder ganz tief in die Augen. Fühlen, wie die Welt um sie
herum versinkt.


Sie rücken näher zusammen. Sind magisch voneinander angezogen. Schlingen überraschend 
die Arme um den anderen, drücken ihn, pressen die Lippen auf das andere
 Lippenpaar, das sich öffnet, den Weg frei gibt für die stürmisch forschenden 
Zungen. Sie dringen vor, verfolgen, weichen zurück, lassen sich verfolgen,
drücken dagegen, ringen fast miteinander. Die Zärtlichkeit geht immer mehr in
 nur noch mühsam gebändigte Leidenschaft über...




Chris

Endlich hat Marc seine vornehme (oder eher schüchterne?) Zurückhaltung aufgegeben. Sie musste dabei aber ziemlich deutlich nachhelfen, findet sie. Als ihre Lippen aufeinander treffen, spielt sie zum Ausgleich noch etwas das scheue Reh. Aber schon bald öffnet sie sich ihm, lässt ihre Küsse intensiver werden. Voller Hingabe. Und immer leidenschaftlicher. Chris versinkt tiefer und tiefer in der Lust, die sie durchströmt und die sie so lange vermisst hat. Sie taucht in sie ein, gibt sich ihr rückhaltlos hin...

Küsse genügen ihr nicht mehr. Da sich Marc nun wieder vorsichtig zurückhält, nimmt sie seine Hand und legt sie sich auf die Brust. Darauf scheint er gewartet zu haben: Sofort nestelt er an einem, dann an noch einen Knopf ihrer Bluse und geht auf Entdeckungsreise. Sie mag diese Berührungen sehr und reagiert darauf mit wachsender Leidenschaft. Ihr Unterleib meldet sich, will mehr...


Marc

Der Körper neben ihm war ihm bis vor einer Stunde noch fremd. Nun hat er einen 
Namen, einen ihm schon länger vertrauten Namen: Chris. Er spürt ihn, fest und
 doch weich. Spürt, wie dieser Körper auch nach ihm verlangt. In ihm erwacht der Wunsch, die 
fremde Haut zu ertasten. Sie sich vertraut zu machen.

Marc merkt, wie Chris sein Streicheln genießt. Wieder überlässt er ihr die Initiative. Lächelt ein wenig in sich hinein, als sie seine Hand nimmt und sie auf ihre linke Brust legt. Er lässt sie dort einen Moment
 ruhen, fühlt durch die Stoffe, wie sich die Knospe weiter hervorhebt aus der
weichen und doch angenehm festen Umgebung. Zittrig beginnt er, die Knöpfe zu 
lösen. Es gelingt ihm nur langsam. Ist plötzlich zu aufgeregt. Hat das so schon lange nicht mehr getan. Hat keine Übung mehr. Endlich kann seine Hand den Stoff ein
wenig beiseite und sich unter ihren BH schieben. Kann Chris' Körper an einer seiner schönsten und
 aufregendsten Stellen intensiver erkunden. Kann diese schöne volle Rundung erfühlen. Sein Daumen
 spielt vorsichtig mit dem schon erigierten Nippel. Wandert zur anderen Seite. Streichelt auch dort, sanft und doch intensiv. Spürt, wie sie immer härter werden. Sich immer mehr
versteifen. Er küsst ihren Hals. Seine Lippen wandern über ihre Haut abwärts zu ihrer Brust, drücken auf sie. Die Zunge leckt die Warze mit Hingabe. Der Nippel taucht in seinen Mund, wo die Zunge sie weiter umspielt.

Sie wollen beide nicht mehr sitzen, legen sich hin. Wälzen sich kurz hin und her. Halb auf ihren abgelegten Kleidungsstücken, halb auf dem Gras. Egal. Die Nähe, die Gemeinsamkeit ist wichtiger. Mit seiner freien rechten Hand zupft Marc hinten die Bluse aus dem Rock. Endlich
 spürt er nicht mehr nur Stoff. Schiebt seine Hand unter die Bluse. Fühlt die Wärme ihres Rückens, der vor Erregung ein wenig feucht ist. Er erkundet den Rücken, zieht die Bluse
weiter heraus. Erweitert den Spielraum für seine Hand.


Chris

Chris reagiert mit großer Sensibilität. Es erregt sie, wenn Marc ihre Knospen streichelt. Nur mit Mühe kann sie ihre Leidenschaft zügeln. Als seine Hand über ihren Rücken fährt, drängt sie sich noch fester an ihn.
Zieht ihrerseits sein Hemd aus der Hose
und streichelt nun auch seinen Rücken. Vorsichtig tastet sie sich zu seiner Brust vor, öffnet die Knöpfe seines Hemds. Offensichtlich gefällt dies auch ihm, denn sein Atem wird schneller. Er stöhnt auf. Leise zwar, aber sie registriert es sofort. Ihre Zungen spielen wieder miteinander. Langsam zieht er ihr die Bluse aus. Öffnet den BH. Endlich spüren sie einander. Ihre Brust reibt an seiner. Seine Haare kitzeln ihre harten Nippel. Auch seine versteifen sich und wölben sich nach vorne. Vorsichtig streicht sie mit der Zunge über die linke, nimmt sie in den Mund, knabbert leicht mit den Zähnen daran. Und dann über die rechte, knabbert auch an ihr.

Sie sehen und hören nichts mehr, spüren nur die Nähe des anderen. Chris wird unruhig. Sie merkt, wie ihre Schamlippen anschwellen, wie ihr Slip immer feuchter wird. Wie Nässe aus ihrer Mitte herausquillt. Sie will ihm noch näher sein...


Marc

Mit der Zunge über seine Brustwarzen zu lecken, an ihnen zu knabbern – das hatte noch nie eine Frau bei ihm gemacht. Es fühlt sich so schön an. Noch mehr aber genießt er das Gefühl, dass Chris seine Lust steigern möchte, dass sie die Lust zusammen mit ihm genießen will.

Er zieht sie zu sich herauf, küsst sie wieder. Lange. Intensiv. Die Küsse werden immer ungezügelter. Ihre Brust drängt sich noch stärker an seine, reibt auf ihr hin und her. Haut an Haut. Nur noch Wärme. In diesem Augenblick kann er sich nichts Schöneres vorstellen als diese Nähe dieser Frau. Sie nimmt alle seine Sinne in Beschlag.

Chris legt sich auf ihn. Drückt ihre Lenden gegen seine. Muss die Härte über seinem Bauch spüren. Er wälzt sich mit ihr im Gras. Sie bleibt auf dem Rücken liegen. Er kniet neben ihr. Weidet sich am Anblick ihrer schönen Brust. Beugt sich wieder hinunter, leckt, saugt, knabbert an ihren Knospen. Chris drückt seinen Kopf gegen ihre Brust.


Chris

Chris wirft ihren Kopf nach hinten, damit ihre Brust sich seinem Mund stärker entgegen wölbt. Wieder begräbt er sie unter sich. Aber sie fühlt das Gewicht nicht. Fühlt nur die Härte vor seinem Bauch. Genießt seine Nähe. Aber sie will mehr, will alles noch viel intensiver! Sie kann ihm doch nicht schon wieder deutlich machen, wo sie eine Hand haben will. Vielleicht hilft es, wenn sie ihm etwas Raum gibt? Sie gleitet von ihm herab, bleibt neben ihm liegen und blickt sehnsuchtsvoll in den blauen Himmel. Da ... selig fühlt sie es: Seine Hand streichelt über ihren Bauch, über ihre weiche, samtene Haut. Gleitet weiter, wühlt sich unter den Rock und den Slip. Die Finger erreichen die ersten Schamhaare, dringen weiter vor. Dahin, wo sie schon lange feucht ist, nein: wo sie nass ist. Die Finger krümmen sich in den Spalt, erkunden ihn zum ersten Mal, massieren Chris’ empfindlichste Stelle, die sie ihnen freudig entgegendrückt.

„Bitte, zieh dich aus!“, hört ich ihn flüstern. „Ich will dich nackt sehen und spüren!“

„Gerne!“, antwortet sie. „Aber willst du selbst etwa alles anbehalten?“
 
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Kommentare  

schön romantisch.
gruß von


rosmarin (29.01.2013)

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