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Weihnachtsstimmung

Poetisches · Winter/Weihnachten/Silvester · Für Kinder
Am Abend rieseln samtig weiße Flocken,
Weihnacht naht, bald ist's soweit.
Süßer klingen lieblich zarte Glocken,
die nähren Hoffnung weit und breit.

Der Weihnachtsmann klopft an die Pforte -
und kommt ganz schnell zur Tür herein.
Kinderaugen leuchten flackernd
im betörend schönen Kerzenschein.

Ruprecht teilt die Geschenke aus,
der Gameboy war der Wunsch nicht nur im Traum,
der endlich in Erfüllung geht.
Freude schwingt am Weihnachtsbaum.

Süße Düfte schwängern wohlig,
im Zauber festlicher Musik.
Des Kindes Auge strahlt in zarter Wonne -
und versprühet innig sanftes Glück.

Im warmen Glanz der Lichterketten,
ruhet die Stille der Heiligen Nacht.
Schwebt in der Luft erhaben das Bizarre,
einer kristallklaren Weihnachtsnacht.

Sterne funkeln still am Himmel -
wie der Stern von Bethlehem.
Der Glücksstern leuchtet wie die Sonne,
ist er doch genauso hell.

Stille senkt sich lautlos nieder,
über Wald und über Flur.
Kahle Äste glitzern wieder -
im weißen Kleide der Natur.



Anmerkung:

Weihnachten wie es einst mal war, Weihnachten wie es schöner nicht sein könnte, ein Fest, welches dem gigantischem Konsumrausch leider zum Opfer gefallen ist - so habe ich dieses Fest beschrieben und denke dabei gern an meine eigene Kindheit zurück, als Bescheidenheit noch eine Zierde war, als ich mich selbst über kleine Dinge freuen konnte.
 
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Kommentare  

Hach, schön, gefällt auch mir. Kindheitserinnerungen tauchen dabei auf, obwohl.... einen Gameboy gab es damals nicht. Anregend ist diese weihnachtliche Knisterstimmung die dein Gedicht erzeugt. Ja, und richtig, die letzte Strohe ist dann wieder ganz ruhig und wunderschön verträumt.

doska (16.12.2009)

die letzte strophe ist es...
ich habe es aufgegeben, weihnachten zu feiern - nein nicht wirklich, ich tue es erst, wenn es offiziell vorbei ist - dann nämlich finde ich die stille und ruhe dazu.
dennoch: schönes gedicht, erinnerungen kommen auf. ;)


Ingrid Alias I (16.12.2009)

Konsumrausch hin oder her...ich finds schön;)
Freue mich auch schon auf unser diesjähriges weihnachtsfest, es ist das erste was meine beiden söhne mal bewusst mitbekommen und das wird sicherlich herrlich. Mit Kindern bekommt das ganze weihnachtsfest erst wieder richtig bedeutung finde ich. ach so grün.....übrigens;) ich fand dein gedicht perfekt....bis auf die persönliche kritik....nicht nur im traum, bei deinem gameboy satz....ich finde ohne diese anmerkung klingt das viel schöner:)


Daniel Lehmann (14.12.2009)

Besonders die letzte Strophe hat es mir angetan. Tolles Weihnachtsgedicht.

Petra (14.12.2009)

hallo, michael, es ist doch seltsam- in allen neueren weihnachtsgedichten schwingt die trauer über etwas längst vergangenes im modernen kaufrausch lorenes mit, das wir schmerzlich vermissen und am liebsten wieder hervorzaubern möchten, aber nicht können. wohl dem, der sich dem entziehen und weinigstens für eine kurze zeit in eine traumwelt entfliehen kann.
grüß dich


rosmarin (14.12.2009)

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