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Letztens an der Haustür

Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
Schönen guten Tag. Wir würden mit Ihnen gerne einmal über Hitler sprechen!

Wie bitte? Was wollen Sie?

Wir wollen mit Ihnen gerne über Hitler sprechen.

Über Hitler?

Haben Sie ihn in Ihrem Herzen? Sprechen Sie mit ihm? Teilen Sie den Alltag und alle Sorgen?

Hitler ist doch tot. Außerdem war das ja wohl voll das Arschloch.

Leider gibt es diese Meinung, ja. Aber uns persönlich hat Hitler sehr geholfen. Gabi hier wäre ohne ihn sicher schon längst am Drogenkonsum gestorben oder ich hätte sie wahrscheinlich aus lauter Geisteskrankheit erschossen. Hitler, gesegnet werde sein Sein, hat uns aber errettet.

Und die Menschen, die er umgebracht hat?

Im Krieg meinen Sie?

Ja.

Das tut uns leid. Jeder Mensch macht einmal Fehler und genau diese Kriege führen wir doch auch innerlich. Hitler zeigte uns unser Inneres auf und nun können wir uns darauf berufen, weil er all unsere Kriege mitgenommen hat.

Und jetzt klingeln sie an allen Türen?

Die Menschen warten!

Auf Hitler!?

Auf seine Botschaft und auf seine Liebe. Ja, natürlich. Stimmts Gabi? Schauen Sie, sie nickt.

Kann Sie nicht sprechen?

Sie will nicht mehr sprechen bis Hitler wieder niedersteigt. Wissen Sie, niemand hat doch Hitlers Leiche gefunden und natürlich ist er gestorben, aber er ist gleichzeitig aufgestiegen und wird der Menschheit genau dann erscheinen, wenn sie ihn am stärksten braucht.

Sie haben doch wirklich einen an der Waffel. Sie beten also einen Massenmörder an und verklären ihn zum Heiland.

Sagen Sie das doch noch mal?

Was.

Ach, es ist so einfach. Wir warten auf Sie und unser „Heil“and wartet auch.
 
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Kommentare  

Öfter nal was neues...
Hat mir gut gefallen. Kann man sich richtig gut vorstellen. Statt Zeugen Jehovas mal ein ganz anderer Haufen. Zum Kugeln ;-)
Grüße


Bernhard Brüllmückel (24.08.2010)

Owohl ich Christ bin, muss auch ich darüber lachen. Gut gemacht.

Petra (23.08.2010)

Höhö, köstlich, was du immer für Vergleiche findest. Gelungen.

Jochen (23.08.2010)

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