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Der Zwergenmagier Kapitel 1

Romane/Serien · Spannendes
Kapitel 1 : Kronos


„Wieso können Zwerge keine Magier sein?“
fragte Kronos seine Elfennachbarin.
Er saß in einer stickigen Kneipe am Rande des Königreiches Nenzis und diskutierte gerade mit seiner Sitznachbarin, darüber ob nur Elfen und Menschen gute Magier abgeben.
Es war so eine Taverne die man eher selten betritt, da sie schon von außen ziemlich alt und schmutzig aussah.
Der Boden bestand aus kaltem Stein und auch mit den Wänden sah es nicht besser aus.
Vereinzelt hingen Tierköpfe an der Wand, von denen manchen schon ein Ohr oder ein Auge fehlte.
Aber Kronos war eben knapp bei Kasse und so musste er sich mit niedrigerem Komfortstandart begnügen.
Kronos war, von außen betrachtet ein ganz normaler Zwerg. Zwerge waren von Natur aus einen ganzen Kopf kleiner als die Menschen.
Er hatte kurzes braunes Haar und sah auch sonst reichlich passabel aus.
Zudem trug Kronos nicht, wie die meisten seiner Artgenossen, einen kräftigen Rauschebart, sondern ließ ihn sich stets beim Barbier scheren.
Von Zwergen wird oft gesagt, dass sie Kampfeslüstern wären und oft tief in die Nacht Saufgelage veranstalten würden.
Zugegeben, Kronos hatte schon manche Nächte durchgezecht, aber ein großer Krieger war er nicht wirklich.
Trotzdem war es sein größter Wunsch als Held in die Geschichte einzugehen.
Die einzige Möglichkeit die ihm blieb, war trotz dem Protest seiner Familie ein Magier zu werden.
Kronos kam aus einer sehr traditionellen Familie.
Seine Eltern waren beide Schmiede und sie dachten daran, dass ihr Sohn das Gewerbe weiterführen würde. Sie lebten in einer kleinen Berghütte in einem Dorf namens Gorag.

Es gab so gut wie keinen Zwergenmagier im ganzen Königreich Nenzis, darum war es sehr schwierig für Kronos einen Meister zu finden, der ihn als Lehrling aufnahm.
Mit viel Schweiß und Mühe schaffte er es trotzdem und wurde nach langen Jahren harter Arbeit als Magier in der Gesellschaft anerkannt.
Doch bis heute hatte er noch keine nennenswerten Taten verbracht, wodurch, der so gut wie einzige Magier mit zwergischer Abstammung, nach und nach an Berühmtheit verlor.
Kronos wollte das ändern, und suchte nach passenden Aufgaben, die er erledigen konnte.
Nach langer Suche kam er schließlich in die besagte Schenke, wo er auf seinen Informanten warten sollte.

„Ich habe genauso viel gearbeitet und geschuftet wie jeder andere Zauberer im ganzen Nenzis!“, rief Kronos hitzköpfig nun der Elfe zu,„Warum sollte ich nicht genauso gut sein, wie alle anderen?"
Er verstummte abrupt, als ein Schwall kühler Luft durch die aufschwingende Tavernentür hereindrang.
In der nun offenen Tür stand ein Zwerg, das Gesicht von einer schwarzen Kapuze verhüllt und dazu gehörendem Mantel.
Dieser ging zielstrebig auf Kronos zu und setzte sich auf den Platz, der eilig wegrückenden Elfe.
Der Fremde bestellte für sich und Kronos noch ein Bier und wandte sich schließlich Kronos selbst zu.
„Du bist sicher Kronos, ich habe schon viel von dir gehört.“, sagte der Fremde zu ihm. Kronos öffnete erstaunt den Mund, aber bevor er etwas sagen konnte redete der Andere weiter:
„Na gut, ich weiß eigentlich gar nichts von dir, bloß dass du einer der Zwerge bist, die es Geschafft haben in den Magischen Zirkel aufgenommen zu werden. Doch das ist jetzt egal, ich habe einen wichtigen Auftrag für dich!“
Kronos blickte ihn immer noch fragend an, und der Fremde schien es zu merken, denn er zuckte entschuldigend mit den Schultern:
„Oh tut mir leid, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt, ich bin Beauftragter des Rates von Nenzis und heiße Graufels.“
Mit diesen Worten zog er sich seine Kapuze vom Kopf und entblößte eine wulstige rote Narbe, die quer über seiner Stirn verlief.
Kronos konnte den Blick gar nicht mehr abwenden.
Der andere Zwerg war schon im fortgeschrittenen Alter und hatte kurze grau-schwarze Haare.
„Ich habe dich beauftragt hierherzukommen, denn der Rat braucht deine Hilfe!“,
fuhr Graufels fort:
„Es geht um die Clans in den Bergen, sie werden angeführt, und überfallen die Händler und Karawanen, die von Bronn nach Lessal über das Spitzgebirge wollen.“
Kronos war gespannt, was er nun tun sollte, aber zuvor stellte sich ihm noch eine andere Frage:
„Wer ist denn nun der Anführer der ganzen Clans?“
„Es ist“,
Graufels schaute sich nach allen Seiten um, als fürchtete er belauscht zu werden:
„Es ist, der große Krieger Hagar!“
 
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Kommentare  

Wirklich ein klein bisschen kurz, denn Geschichte kommt noch gar nicht ins Rollen, aber die Abkehr von den Rollenspielüblichen Stereotypen gefällt mir schon einmal sehr gut.

Jingizu (18.11.2010)

Dieser Anfang hätte ruhig noch ein bisschen länger sein können. Darum ist es schwer etwas dazu zu sagen. Hört sich aber ganz interessant an. Bin gespannt, was du noch als nächstes bringen wirst.

Petra (16.11.2010)

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