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4 Seiten

Erben des Dritten Reichs - Prolog

Romane/Serien · Spannendes
© Alexander
Vorwort:

Bei "Erben des Dritten Reichs" handelte es sich um eine Nachfolgegeschichte von "Das Tor" mit deren Hauptcharaktern.
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Vor Stunden überquerten die Alliierten den Rhein.
Damit war die Niederlage in diesem kolossalen Krieg des Deutschen Reichs besiedelt. Die propagandistische verbreitete Wende hatte nie statt gefunden. In der Verzweiflung das unvermeidliche hinauszuzögern hatte Adolf Hitler eine Offensive entlang der Heimatfront bewilligt, die den Namen Offensive nicht verdiente. Sie sollte ihnen lediglich Zeit verschaffen.
Das Deutsche Reich wurde als besiegter in die Geschichte eingehen, daran gab es nichts zu rütteln. Wie sagte eine berühmte Person: Die Schlacht mag verloren sein, doch nicht der Krieg. Genau das traf hier zu, ohne das den Alliierten klar war welchen letzten Trumpf Adolf Hitler mit seinen engsten Vertrauten in den Ring warfen.
Er schritt die Reihe der Jungs im Alter von 5 bis 7 Jahren ab, blieb vor jedem stehen, begutachtete jeden Jungen ausgiebig. Sie stellten die letzte Verteidigungslinie dar. Die letzte Kugel die den Alliierten den Tod bringen sollte.
Die Erben des Dritten Reichs.
Jahre der Vorbereitung waren aufgewendet worden, um die Grundlagen für den Fall der Fälle zu schaffen, das die sich abzeichnende Niederlage tatsächlich bewahrheitete. Vorkehrungen waren getroffen worden, damit die Alliierten von dem Projekt keinen Wind bekamen.
Zufrieden mit dem was er sah, schritt der Führer vor den nächsten Jungen, schaute in dessen blauen Augen, in das unschuldige Gesicht eines Kindes, der zu etwas auserkoren war, das die Welt für immer verändern sollte.
Die Villa lag abgeschieden im Schwarzwald. Alle Lichtquellen waren gelöscht, damit zufällig tieffliegende Aufklärer des Feindes keine Meldung machen konnten, sofern Sie den Beschuss der Flakgeschütze überlebten. Auch für diesen Fall hatte man Vorkehrungen getroffen. Es regnete stark, Donner grölte.
Als er am fünften und letzten Jungen ankam, ihn schweigend musterte, sein Blick die Reihe entlang glitt, zeigte sein Gesicht keine Regung der Zufriedenheit oder dessen Gegenteil.
Jetzt begann die letzte Phase, die zugleich der Anfang eines Unternehmens war das die Niederlage in einen Sieg verwandeln sollte.
Der Führer wandte sich gebückt und hinkend ab, schritt über den Platz, wo die Autokolonne wartete.
Die schwerbewaffneten Männer, in ihren schwarzen Kampfanzügen, bildeten einen Schutzwall um ihn, stiegen in die Autos. Die Wachen der Jungen warteten wie die Jungs, bis die Autokolonne in der Dunkelheit verschwand.

***

Bagdad, Irak
Gegenwart

Obgleich es am Tag zu durchschnittlich 3 Bombenanschlägen kam, galt die Nacht als weitestgehend sicher. Was auch daran lag das sich Nachts nicht allzu viele Menschen auf den Straßen aufhielten. Dennoch gingen die Menschen am Tage ihrem Alltag nach. Sie ließen sich vom Terror nicht vorschreiben, wie sie zu leben hatten. Welche andere Wahl hatten sie denn!?
Dass auf dem UN-Depotstützpunkt nachts noch gearbeitet wurde, war durchaus außergewöhnlich aber nicht bedenklich. Nachtarbeiten kamen vor, vor allem wenn morgendliche Hilfslieferungen am nächsten Tag aufgeliefert werden mussten und man mit der Verladearbeit in Verzug war. Außerdem war es angenehmer in der Nacht zu arbeiten, wo die Temperaturen angenehm waren und nicht einem die segnende Sonne zu schaffen machte.
Sah man sich die nächtliche Aktivität jedoch genauer an, sofern es einem gelang Barriere der schwer bewaffneten, in schwarz gekleideten Wachmänner zu durchbrechen, wurde das Ganze ungewöhnlich.
Zum einen weil die Wachmänner nicht zu der regulären UN-Sicherheitstruppe für das Depot gehörten. Zum anderen handelte es sich bei den Arbeitern ebenso wenig um jene, die sonst auf dem Depot ihre Arbeit verrichteten. Dabei galt das Depot als Hochsicherheitsbereich. So einfach kam niemand auf das Gelände.
Diese Männer hingegen bewegten sich vollkommen ohne jede Aufsicht. Sie verluden einen Frachtcontainer auf einen passenden Lkw-Aufleger. Vor und hinter dem Transportfahrzeug befanden sich im Duo je ein schwarzer, gepanzerter SUV und ein schwarzer Humvee mit einer computergesteuerten Maschinengewehrlafette als Dachaufbau.
Kaum war Frachtcontainer verladen und gesichert, ließen die vermeintlichen Arbeiter alles Stehen und Liegen. Sie zogen schwarze Kampfanzüge an, wie diejenigen der Bewacher, nahmen ein Sturmgewehr vom Typ HK XM8, stiegen mit den übrigen Männern in die Fahrzeuge.
Kaum waren alle eingestiegen fuhr der 5er Konvoi unbehelligt vom Hof des UN-Depots.
Der Humvee fuhr stets voraus, blockierte an Kreuzungen die Zufahrtsstraße. Sobald der Konvoi an ihm vorbeigerast war, an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielt man sich nicht, schloss der Humvee zu ihnen auf und deckte den Rücken.
Dass Bäumchenwechsel dich ging bis zur Autobahn. Ab da rasten sie im Gespann vor und hinter dem Lastwagen. Sie hatten die Autobahnauffahrt Richtung Basra genommen.
Die wichtigste Hafenstadt des Iraks.

***

Es gab schon einen Grund, warum er das Büro mied.
Die Bearbeitung des Papierkrams gehörte nicht zu den Dingen, die ihm Freude bereitete. Dabei hätte er als Chef der Consulting Projekts Abteilung jemand anderem die Arbeit machen lassen können. Jemand der daran Freude hatte. Dummerweise verfügte die Abteilung lediglich über 3 Mitarbeiter. Seinen Bruder Sven, Maggie Thompson, die Sekretärin der Abteilung und er selbst.
Vielleicht sollte er beim Admiral eine Personalaufstockung beantragen!? Eine Praktikantenstelle schaffen!! Dann konnte er jemanden herumkommandieren. Die Idee heiterte Alexander ein wenig auf.
Ganz anderes das Wetter, als er aus dem Fenster seines geräumigen Büros im 4. Stock vom Harris Sea and Underwater Building in London sah. Grau. Niesel. Kalt. Windig. Typisches britisch-englisches Wetter. Kein Wunder warum er sein Büro im Hauptsitz der Harris Sea and Underwater Company so mied.
Ach, was soll’s, entschied Alexander. Als Boss konnte er sich seine Arbeitszeit selbst einteilen. Außerdem betonte der Admiral und Firmengründer wie Eigentümer immer das er ihn nicht fürs rumsitzen fürstlich entlohnte. Wobei man über die fürstliche Entlohnung streiten konnte. Andererseits konnten sich die Brüder was die Bezahlung anging nicht beklagen. Sie verdienten genug, obgleich die Konkurrenten des Admirals sie mit Geld und allem möglich überschüttet hätten nur um für sie zu arbeiten.
Man konnte eben nicht alles haben.
Er nahm seinen Mantel vom Stummen Diener, verließ das alte Backsteingebäude in der Innenstadt von London. Alexander ging los, machte trotz des scheußlichen Wetters einen Spaziergang. Das Loft, seine Wohnung, lag keine 15 Minuten vom Harris Sea and Underwater Building entfernt. An der Straßenecke befand sich ein Pub, wohin er ab und an ging, wenn er in der Stadt weilte. Die meiste Zeit war er mit seinem kleinen Bruder im Auftrag des Admirals in der Welt unterwegs.
Bob, der Besitzer des Pub’s begrüßte ihn mit seiner brummigen Freundlichkeit.
Alexander setzte sich an den Tressen, bestellte einen Trink und warf einen Blick auf die Fernseher über der Bar. Neben ihn setzte sich ein Mann. „Die Ausbildung beim Mossad ist auch nicht mehr das was sie mal war.“
Benjamin Scholl schmunzelte. Es wunderte den Israeli nicht, dass er seine Schatten bemerkte. Sie waren in der Ausbildung. „Die Standards sind nicht mehr das was sie einmal waren.“ In der Nachbesprechung würde man die Fehler analysieren. Besser sie machten jetzt Fehler als später, wo jeder Fehler sie umbringen konnte.
Letztes Jahr hatten Sie die Goldene Stadt gesucht, gefunden und überlebt. Was auch anders ausgehen hätte können. Woran die Wächter, gezüchtete Monster, ihren Anteil hätten. Seit dem vermeintlichen Untergang El Dorados fochten die Wächter und die Abkömmlinge die Vorherrschaft in den Straßen der Goldenen Stadt aus. Wobei die Abkömmlinge zwar die Stadt kontrollierten, nicht aber den Tempel.
Ihr Auftauchen entfachte die Feindschaft neu. Zeitgleich auch zur Zerstörung von El Dorado.
Ihr Geheimnis und ihr sagenumworbener Schatz ruhten unter Millionen Tonnen Gestein.
Außer ihnen hatte auch keiner überlebt, der den Standort hätte weitergeben können. El Dorado würde bisweilen ein Mythos bleiben.
„Ich muss mit dir sprechen.“, sagte Ben.
„Du hättest einfach anrufen können.“ Ihm war klar das es etwas wichtiges sein musste, andernfalls hätte der Israeli neben ihm ihn auch angerufen. Sie waren Freunde. Der Kampf ums überleben schweißte einen eben zusammen. In vielerlei Hinsicht. „Worum geht es?“, fragte Alexander als Sie vom Tresen zu seinem Stammplatz, einer Sitznische gewechselt waren.
Ben wartete einen Moment, schaute ob es sicher genug war. Schließlich sollte der Inhalt des Gesprächs nicht morgen in der London Times stehen. Andererseits würde dies irgendwie zur Pechsträhne passen, die der Mossad im Moment hatte. „Was weißt du über die Erben des Dritten Reichs?“, flüsterte beinahe. Falls Sie elektronisch belauscht wurden, hatte er einen Störsender aktiviert, der jedes elektronische Signal neutralisierte. Vorsicht war besser als Nachsicht. Vor allem wenn man für einen Geheimdienst arbeitete. Was Ben ja faktisch tat. Auch wenn er offiziell im Urlaub war.
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Ende, Prolog
© by Alexander Döbber
 
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Kommentare  

@ Jingizu - ich bin für jegliche Art von Verbesserungen offen, solange Sie der Geschichte nicht schaden.

@ Ano Nymos - Danke für deinen Kommentar. Freut mich das du meine Geschichte spannend findest. Hoffe du liest weiter, tust deine Meinung kund. Egal ob positiv oder negativ.


Alexander (26.05.2012)

Nun ja der Titel hat mich dann schon etwas gelockt. Also war ich gespannt was du daraus machen willst. Vielleicht eine dieser okkulten Nazi-Geschichten?

Im ersten Abschnitt jedoch, der ja direkt in den letzten Zügen des Dritten Reiches spielt, hätte ich mir aber mehr Flair der demaligen Zeit erhofft. z.B. das anhimmelnde "der Führer" oder "der Reichskanzler" statt "Adolf Hitler", den vom damaligen Gigantismus geprägte Ausdruck "1000jähriges Reich" statt "Drittes Reich", "Leibstandarte der Waffen-SS" statt "schwer bewaffnete Männer" und sicher haben die Nazis die Alliierten auch nicht einfach "Alliierte" genannt sondern sie mit einem demagogen Schimpfwort belegt usw. usf.
Sprich wenn du deine militärische Faszination und Deteilreiche auch auf andere Aspekte der Geschichte ausweiten würdest, dann wär der Leser gleich viel tiefer drin im Geschehen und nicht einfach nur ein Betrachter aus der Ferne.


Jingizu (26.05.2012)

Der Prolog liest sich interessant! Man darf gespannt sein... Gut geschrieben... /Nur nebenbei: In HH ist das wetter mieser als in London
Gruß Ano Nymos


Ano Nymos (21.05.2012)

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