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Die Templer - Epilog (Ende)

Romane/Serien · Spannendes
© Alexander
Minuten später fuhr ein Krankenwagen vor, der kurze Zeit später mit Blaulicht und Polizeieskorte davon raste. Vom Pressesprecher der Botschaft erfuhren die Presseleute vor Ort, dass der Stabschef des Präsidenten während der Gespräche mit dem Premierminister einen Herzinfarkt erlitt. Weshalb die Gespräche auf unbestimmte Zeit verschoben wurden.
Wenige Stunden nach der Einlieferung, teilte das Krankenhaus mit in das Lewis Jackson eingeliefert wurde, das dieser verstorben sei. Offizielle Todesursache, so stand es im Tage danach veröffentlichen Obduktionsbericht, war ein Herzinfarkt. Das Weiße Haus brachte eine Stellungnahme heraus, in der man mitteilte, dass man sehr betroffen sei.
Gerüchte auf dem Botschaftsgelände sei es zu Schüssen gekommen blieben unkommentiert.
Der Präsident setzte eine Untersuchungskommission ein, die sich mit den Geschehnissen in Bezug auf die Anschuldigungen gegen Alexander Döbber, Landon Harris und der Harris Underwater and Sea Company beschäftigen sollte. 5 Wochen später reichte die Kommission unter dem Vorsitz des Vize-Präsidenten einen ersten Bericht ein, der den Deutschen, den Admiral und dessen Firma freisprach. Der Abschlussbericht wurde 2 Tage danach vom Präsidenten unterzeichnet. In der Folge stellten FBI und die Generalbundesanwaltschaft ihre Ermittlungen ein. Da Sie keine hinreichenden Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen ermitteln konnten.
Alle Beteiligten wurden freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt.
Das Smithsonian Institute erklärte sich Angesichts dessen froh darüber. Sie waren für eine Fortführung der Zusammenarbeit bezüglich der Bergung der CSS Ares mit der HUSC bereit. Zurück vor Ort wurden die Bergungsarbeiten fortgesetzt.
Der Alltagstrott kehrte für Alle zurück.
12 Tage später wurde das konföderierte Kanonenboot gehoben.
Nach einer Komplettrestaurierung stellte das Smithsonian Institute die CSS Ares offiziell der Öffentlichkeit vor. Zu den Gästen beim Empfang gehörten auch Alexander Döbber, sein Bruder Sven, Nava Hoffmann, Landon Harris und viele andere Persönlichkeiten. Unter ihnen auch eine Indianer Delegation, der US-Präsident und Sif Tekakwitha, Leiterin der Abteilung für indianische Kultur bei der Harris Underwater and Sea Company.
Die Veranstaltung wurde ein kompletter Erfolg.
Am Tag danach saßen Alexander und Nava in einer Linienmaschine nach London. Von wo Sie aus im Anschluss direkt nach Palma de Mallorca weiterflogen. Um dort ihren längst überfälligen Urlaub zu beginnen.
Abseits der Touristenzentren der Kanareninsel.
Sie wollten ihre Ruhe. Schließlich gab es einiges nachzuholen.
Mit einer Tasse Tee in der Hand stand Alexander auf der offenen Verander der Finca, die er mit Nava für die Zeit des Urlaubs bewohnte. Er schaute hinaus aufs Meer, nippte an der Tasse. Einfach herrlich. Entspannung pur. Genau, was sie nach all den Geschehnissen brauchten. Zeit für sich. Harris war darüber zwar nicht allzu begeistert, leistete auch verhältnismäßig wenig Widerstand. Obwohl die Auftragsbücher der HUSC voll waren.
Der Auftragslage hatten die Vorkommnisse rund um die Anschuldigungen gegen die Firma nachhaltig nicht geschadet. Die Reputation war vollkommen wiederhergestellt. Sie waren im Soll.
Man hatte eine Stiftung gegründet die jährlich 16 Stipendien vergab. Der Name lautete: Darwin. Ausgestattet war Sie mit mehreren Millionen Dollar, die wiederum von einem verborgenen Konto der zerschlagenen Templer-Organisation stammten. Im Laufe der letzten Monate erhielten verschiedene Hilfsorganisationen anonyme Millionen spenden. Das Geld stammte von zahlreichen Konten über die die Templer verfügten. Die entsprechenden Daten hatte Sif vom Templer-Netzwerk in den Speicher der Mini-Phiole kopiert.
Worüber Alexander schmunzeln musste, als er daran dachte. Ohne die vielen Millionen würden sich die Templer nicht so schnell erholen, sofern sie die Ermittlungen vom FBI überstanden, die auf dem Höhepunkt Dutzende medienwirksame Verhaftungen nach sich zogen.
Die Beziehungen zwischen Israel und den USA hatten sich in der Zwischenzeit wieder stabilisiert. Der politische Alltag kehrte für die Staatsmänner zurück. Innen- wie außenpolitisch. Pérez und seine Männer waren nach den Ereignissen in Boston nach Israel zurückgekehrt. Man verabschiedete sich voneinander. Auf Einladung von Alexander über Benjamin Scholl sah man sich auf der Präsentation der restaurierten CSS Ares wieder. Um sich am darauffolgenden Tag am Flughafen von Washington D.C. zu verabschieden.
Da lehnte sich Nava von hinten an ihn heran, gab ihm einen Kuss. „Wunderschön nicht wahr.“, urteilte Sie über die grandiose Aussicht auf das blaue Meer vor ihrer Haustür. Die Meeresoberfläche glitzerte Diamantenhaft.
„Hier kann man es aushalten.“ Alexander nippte an der Tasse.
„Wir sollten an den Strand.“
Er wandte sich ihr zu, schaute in Nava’s Gesicht, gab seiner Verlobten einen Kuss. „Aber nicht in diesem Aufzug.“
Sie knuffte ihn.
„Au!!“

***

Gleich nach Erhalt der Nachricht eilte er aus seinem Büro, rempelte dabei beinahe einen der geklonten Anzugträger um und rannte durch die hohen gotischen Flure, wich den Frauen und Männern aus, stürmte die Treppenstufen in das obere Stockwerk hinauf, ignorierte den Ausblick durch die großen Fenster in der Zwischenetage. Der Grund für seine Eile lag im Inhalt der Nachricht, welche er zum passenden Adressat bringen sollte, sobald sich etwas neues ergab. Genau das war geschehen. Entsprechend der Anweisungen handelte er jetzt.
Er erreichte den Vorraum des Büros, zu dem er unterwegs war. Die Sekretärin, eine hübsche Mulattin, sah auf und nickte ihm knapp zu. Genau wie er hatte sie Anweisungen sollte er bei ihr auftauchen. Als wohl einzige Person ging er geradewegs zur Bürotür, blieb einen Moment stehen, holte Luft, klopfte, öffnete die Tür und trat über die Schwelle.
Der Mann hinter dem großen Schreibtisch winkte ihn heran, sagte etwas zu dem Gesprächsteilnehmer, mit dem er telefonierte, wartete, erwiderte und beobachtete aus dem Augenwinkel den Mann, der vor seinem Schreibtisch stand. Nach der Verabschiedungsfloskel legte der Büroinhaber auf, blickte seinen Mitarbeiter kühl an.
„Sie haben sie gefunden.“, teilte er ihm schlicht und ein wenig außer Atem mit.
Woraufhin sich der Mann in seinem Bürostuhl zurücklehnte.
Viel ableiten ließ von der Mitteilung im ersten Moment nicht. Weit gefehlt. Denn genau das kam nicht gänzlich unerwartet für ihn. Immerhin hatte nicht irgendwer sie gefunden. Er lehnte sich wieder nach vorne, stützte seine Arme auf den Schreibtisch, nahm einen als streng vertraulich deklarierten Aktenordner, schlug den Deckel auf und das Erste Blatt mit Foto des Dossiers das der Aktenordner beinhaltete.
Das Foto stammte aus den allgemeinen Medien. Auch wenn sich die Person kaum im weltweiten Medienzirkus bewegte. Es zeigte einen schlanken, drahtigen Mann, der einen zweischneidigen Ruf besaß. Nichtsdestotrotz gehörte zu den Besten.
Er hatte die Akte mehrmals gelesen.
Kenne deinen Feind.
In gewisser Weise kannte er den Mann besser als sonst jemand. Vermutlich sogar besser als er sich selbst kannte. Daher zeigte er sich wenig überrascht von der Nachricht. Sie war erwartungsgemäß.
In der Spalte Name stand Alexander Döbber.
Soweit so gut. „Sie können gehen.“, richtete er an den Mann vor seinem Schreibtisch.
Nickend machte dieser auf dem Absatz kehrt und verließ das Büro.
Anders als andere würde er sich weiterhin im Hintergrund halten. Die Entwicklung beobachten, abwarten und erst einschreiten, wenn es nötig war. Solange dies nicht notwendig war, gab es keinen Grund voreilig zu handeln.
Alles lief im Rahmen der Analyseparameter.

***

Anna Bergmann setzte sich zu dem älteren Mann an den Tisch. Das Straßencafé lag in einer engen Seitenstraße in der Prager Altstadt. Ein unablässiger Strom Menschen verkehrte vor dem Café. Ein idealer Standort. Mit dem Publikumsverkehr bestehend aus Touristen verdienten die Betreiber ihr Geld.
Der ältere Mann war ihr kein Unbekannter. Sie arbeitete schließlich für ihn. Der Welt war er als der Nazijäger, Ari Lehmann. Durch sein Alter konnte er nicht mehr selbst auf die Jagd gehen. Das übernahm jetzt Anna für ihn. Sie verfügte über die nötigen Fähigkeiten. Mit dabei war Ari’s Leibwächter. Ein ehemaliger Mossad-Agent. Seine Arbeit als Nazijäger brachte ihm neben medialer Aufmerksamkeit auch Feindschaften derjenigen ein, hinter denen er in Person von Anna Bergmann her war.
Sein Gesundheitszustand, so stellte Sie wiederholt fest, hatte sich sichtbar verschlechtert. Jedes Mal wenn man sich eine gewisse Zeitspanne nicht sah, viel es ihr als Erstes auf. Was angesichts seines Alters nicht verwunderlich war.
Bei der Kellnerin bestellte Anna einen Kaffee ließ ihren Blick schweifen. Bevor sie sich wieder ihm zu wendete. Die Entschlossenheit hatte sich in seinen Augen nicht verändert. Er hatte sich der Jagd nach Nazis und deren Helfershelfern verschrieben. Dass machte ihn berühmt und berüchtigt. Seine Vergangenheit hingegen kannten nur wenige. Anna war eine davon. Worüber Sie sich kein Urteil erlaubte. Ihre eigene Vergangenheit hatte dunkle Kapitel.
„Weshalb wollten Sie mich sprechen?“ Ein schwaches gebrechliches Äußeres täuschte. Air Lehmann verfügte über einen unbandigen Willen, der ihm Stärke verlieh. Sie merkte das sich der Nazijäger Sorgen machte.
Er sah einen Moment verloren in die Menge.
„Ist alles in Ordnung?“ Sein Verhalten sah ihm gar nicht ähnlich. Irgendetwas stimmte nicht.
Als Ari Lehmann Sie wieder ansah, hatte er seine Entschlossenheit scheinbar wiedergefunden. Dem Altersgebrechen zum Trotz. „Ich bin auf etwas gestoßen das ihre Aufmerksamkeit verlangt.“ Die Kellnerin brachte die Bestellung. Sie verschwand auch sogleich. Wie aus einem Kitschroman schob der Nazijäger ihr eine gefaltete Zeitung rüber.
Es handelte sich dabei um die Prager Tageszeitung. Anna klappte sie auf, ließ den USB-Stick ungesehen in ihrer Hand verschwinden. Da erregte etwas in ihrem Augenwinkel ihre Aufmerksamkeit. Ihr Instinkt war sofort auf Anschlag.
Am Nebentisch hatte ein unauffälliges Paar gesessen. Ende Zwanzig. Studenten oder Touristen. Ohne einprägsame Auffälligkeiten. Ein Paar unter vielen. Bis auf die Tatsache, dass Sie einen gebräuchlichen Rucksack zurückließen. Im ersten Moment würde man annehmen, dass Sie ihn vergessen hatten. Was ohne Zweifel vorkommen konnte. Doch Anna wusste es besser. Jahrelanges Training und Einsatzerfahrung ließen nur einen Schluss zu.
Ruckartig sah sie erst zu Ari Lehmann, dann zum Leibwächter, dessen Reaktion gleich erfolgte. Anna schoss in die Höhe, stieß dabei ihren Stuhl um. Ihre Finger berührten die Tischkante, als die Explosion der Rucksackbombe das Straßencafé in eine Todeszone verwandelte.
______________________________________________________

ENDE
© by Alexander Döbber
 
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