292


8 Seiten

Die Frauen von Kampodia/Kapitel 19 – DIE WELT IST GENUG

Romane/Serien · Nachdenkliches
Es war gar nicht einfach, verlobt und somit gebunden zu sein, so dachte die Hanna. Sie fühlte sich ein bisschen verloren, als würde sie sich selber durch diese Heirat aufgeben. Dabei war der Karl doch so lieb, so gütig. Die meiste Zeit allerdings kümmerte er sich nicht um sie, und das wurmte sie irgendwie.
Sie hatte die letzten Wochen in seinem Haus gelebt, das war im Dorf so üblich. Die Verlobten sollten sich kennenlernen unter Alltagsumständen – natürlich nicht im Ehebett, vor dem sie eine Heidenangst hatte – und die Braut sollte sich mit dem Haushalt vertraut machen. Es war schön, dass sie ihre Tante mitbringen konnte, der Karl hatte darauf bestanden. Dennoch fühlte sie sich nicht wohl in seinem Haus. Der Reichtum darin war so offensichtlich, und sie selber war so arm.
Durch angestrengte Arbeit versuchte sie dieses Gefühl zu verdrängen, doch es wurde nicht besser. Warum wurde es nicht besser? Sie liebte die Grotmudder vom Karl, als wäre es ihre eigene Grotmudder. Die alte Frau war so froh, dass sie ihre Last jetzt weitergeben konnte an die zukünftige Frau ihres Enkels. Und sie, die Hanna trug diese Last mit Leichtigkeit, dennoch fühlte sie sich so... minderwertig. Sie wich dem Karl aus, wo sie nur konnte – und ärgerte sich gleichzeitig darüber, wie er das ignorierte. Es schien ihn nicht groß zu bekümmern, dass sie seine Gegenwart mied. Und so lag sie manchmal schlaflos in ihrem Zimmer und grübelte vor sich hin.

Am Tag vor der Hochzeit machte sie mit dem Karl einen Spaziergang, er führte sie in das Untere Dorf, bis sie schließlich vor ihrem Häuschen ankamen.
Doch wie anders sah es nun aus! Das Loch in der Vorderfront war verschwunden, und sogar das Dach war neu gedeckt mit Binsenstroh. Die Hanna konnte nur staunen.
Doch dann fing sie an zu weinen und machte dem Karl die heftigsten Vorwürfe: „Jetzt hast du mich wohl ganz und gar. Was willst du von mir, ich bin doch ein nichts, und jetzt besitze ich nicht einmal mehr mein Häuschen...“
Der Karl hörte sich ihr Gejammer eine Weile an, er konnte es nicht fassen, er hatte gedacht, wenn er sie in Ruhe ließe, dann hätte sie Zeit zum Nachdenken, würde sich zu ihm bekennen, aber nein, es wurde immer schlimmer mit ihr, sie entfernte sich von ihm, und er fürchtete sie zu verlieren. Das wäre das Schlimmste, was er sich vorstellen konnte. Er hatte Angst, alles stand auf der Kippe, er musste sie nun überzeugen, und hoffentlich nahm sie es ihm nicht übel.
Zaghaft fing er an: „Hanna, ich weiß, dass du dich schwer tust mit unserer Heirat, und deswegen wollte ich dich auch nicht bedrängen. Ich dachte, die Zeit wird dir zeigen, wie lieb ich dich habe und dass ich nur dein Bestes will. Dieses Häuschen hier wird immer deins bleiben – und das andere, das bisher meins war, das wird bald unser Haus sein.“ Prüfend blickte er die Hanna an, aber die machte keinerlei Anstalten aufzuhören mit dem Schluchzen.
„Hast du überhaupt eine Ahnung davon, was das heißt? Unser? Nein, du weißt es nicht, du bist immer noch besessen davon, alles alleine zu schaffen, bist so überzeugt von deiner Stärke... Dabei ist jedes Pferd und jeder Ochse stärker als du. Oder als ich. Ich glaube, ich war früher auch so, wollte die Welt herausfordern, und das war dumm. Ich kann dir jetzt nur sagen, dass ich dich lieb habe und nur dein Bestes will, auch wenn ich mich wiederhole. Überleg es dir. Ich weiß nur, wenn du mich nicht willst, dann muss ich alleine bleiben für mein ganzes Leben...“
Die Hanna schaute an ihm vorbei und sagte nichts darauf. Und der Karl hatte schwere Bedenken, als sie schweigend nebeneinander ins Dorf zurückgingen. War er zu hart gewesen?
~*~*~
Der Tag, an dem der Karl und die Hanna heirateten, war wunderschön. Zuerst blieb es nebelig, doch dann kam immer stärker die Sonne heraus, bis sie schließlich diesen späten Oktobertag beherrschte und zärtlich warm auf alle herab schien.
Die Hanna trug ein schlichtes schwarzes Kleid – es war natürlich ihr einziges – und wie üblich in Kampodia symbolisierte der weiße Schleier auf ihrem Kopf ihre Jungfräulichkeit. Ja, das war sie, furchtsam und jungfräulich, und sie verspürte nicht wenig Angst vor ihrer Hochzeitsnacht, aber sie vertraute dem Karl. Wer hätte das jemals gedacht.
Die Baronin kam ihr in den Sinn, sie war zum Herrenhaus gegangen, um sie um Rat zu bitten. Irgendwie war die Baronin wie eine Mutter für sie. Bei dem Besuch teilte sie ihr alle Zweifel und Ängste mit: Wie ihr Vater die Mutter geschlagen hatte – und sie sich zwischen die beiden warf, um die Schläge von der Mutter abzulenken. Und dass sie deswegen ein wenig verdorben war in Bezug auf die Mannsbilder. Und vor allem, dass er jetzt wieder dagewesen war, ihr Vater…
Die Baronin hatte schmerzlich gelächelt und dann gesagt: „Alle Frauen haben so ihre Erfahrungen mit den Mannsbildern, auch ich... Trotzdem muss man sich bemühen, verzeihen zu können...“ Wieder lächelte sie so seltsam, doch dann fuhr sie schnell fort: „Der Karl ist aber nicht so einer, du solltest ihm einfach vertrauen.“
War der letzte Satz von der Baronin der Grund, warum sie jetzt neben dem Karl stand, angetan mit dem weißen Schleier der Jungfräulichkeit? Nein, sie hatte sich schon vorher entschieden. Warum aber war sie zur Baronin gegangen? Sie wusste es nicht, ein Gefühl hatte sie dort hingetrieben. Sie ahnte, dass die Baronin etwas mit dem Karl zu tun hatte, sie wusste nicht, was es war, und sie empfand es auch nicht als Bedrohung. Vermutlich wollte sie nur ihren Segen. Und den hatte sie bekommen.
Der weiße Brautschleier war ihr von der Baronin geschenkt worden mit den Worten: „Ich weiß ganz sicher, dass ihr miteinander glücklich werdet“, und danach hatte sie sie umarmt wie eine Tochter. „Liebe Hanna, du solltest dich bei der Maladessin entschuldigen“, riet sie ihr noch, und sie, die Hanna hatte dies auch getan.
Der zweite Rat von der Baronin war ihr viel härter erschienen. Sich mit ihrem Vater zu versöhnen? Ihn gar bei sich aufzunehmen? Was würde der Karl dazu sagen? Er hatte ja schon ihre Tante bei sich aufgenommen. Nein, bei uns, verbesserte sie sich. Vielleicht war der Karl ja froh drüber, nicht der einzige Kerl im Haus zu sein…

Jetzt zu ihrer Hochzeit standen alle großen Frauen am Wegesrand, als sie mit dem Karl aus der Kirche kam, und sie winkten ihr zu. Sie war jetzt wohl auch eine große Frau – darüber musste sie lächeln – aber so wie die würde sie sich bestimmt nicht verhalten.
Sie erkannte die Baronin, sie stand neben der Maladessin und lächelte ihr zu. Das war ihr die größte Ehre, nicht weil die Baronin die größte unter den Frauen war, nein, sie war so gütig und so verständnisvoll. Trotz ihres Lächelns wirkte sie traurig. Was hatte sie wohl Schlimmes erlebt?
Sie blickte kurz nach links. Der Karl, da war er, so zuverlässig, so liebevoll... Sie würde ihn glücklich machen, das war ihr fester Wunsch.
Als sie durch das Dorf gingen, sahen viele ihnen nach und machten sich so ihre Gedanken.
Der Metzgermeister war voller Groll, denn er hatte dieses wunderschöne Meeken nicht gekriegt.
Die Eve–Marie verspürte ein kleines bisschen Wehmut. Wie würde es wohl sein, wenn man aus Liebe heiratete? Sie hatte den Karl auf ihre Art geliebt, das wusste sie, aber hätte sie ihn auch glücklich machen können? Ihr Wesen war nun mal anders als das der meisten Frauen, und vermutlich hätte sie ihn unglücklich gemacht. Da war der Archie schon härter, ein Aristokrat vom Scheitel bis zur Sohle, er hatte alle negativen Seiten des Adels in sich, als da waren Überheblichkeit, Verschwendung und Anmaßung. Aber er war auch zäh und vor allem lernfähig.
Sie würde ihn glücklich machen – wenn man Glück definierte als Reichtum, Unabhängigkeit und gesellschaftlichem Stand...
Eve-Marie, Baronin von Kampe... Das hörte sich gut an!
Sie würde dieses heruntergewirtschaftete Rittergut wieder zu seiner alten Größe führen. Sie war die Zukunft, sie hatte Ideen! Vage schwebte ihr etwas mit Senf vor, das Familienrezept, man könnte es in größerem Ausmaß herstellen. Aber es verdarb ziemlich schnell. Doch auch dafür würde sich etwas finden lassen. Essig oder Zucker... Andere Bilder tauchten vor ihr auf. Ein riesiger Eiskeller unter der Erde. Dort konnte man das neue untergärige Bier brauen, es brauchte Kühlung, sonst verdarb es zu schnell. Aber bald würde sie Zugriff auf die Teiche haben und im Winter große Eisblöcke daraus sägen lassen, um sie in die Kellergewölbe der Brauerei zu schaffen. Dort würden sie fast ein Jahr lang das neue Bier kühlen können...
Welche Aussichten! Sie würde das Rittergut nicht nur zu seiner alten Größe, sondern zu neuen Höhen führen, denn auch dafür gab es Möglichkeiten. Sie hatte von Dreschmaschinen gehört, die den Winterdrusch überflüssig machten. Gut, dadurch würden viele Männer im Winter kein Einkommen mehr haben, aber es war der Lauf der Dinge, und man konnte sich diesem Lauf nicht verschließen. Falls man das tat, konnte man das Getreide nicht mehr verkaufen, es war einfach zu teuer... Zu alledem gab es einen großen Destillierapparat auf dem Gut, damit konnte man Schnaps brennen, wenn die Ernte üppig ausfiel und die Preise deswegen sanken. Schnaps war immer gefragt…
Und sie würde auf jeden Fall wohltätig sein, um das Dorf nicht gegen sie aufzubringen, aber sie würde es nicht aus Liebe für die armen Menschen tun, sondern mehr aus Eitelkeit. Die Eve neigte nicht dazu, sich in einem verklärten Lichte zu sehen, sie kannte sich gut.
Andererseits würden viele Menschen das Dorf verlassen, um in den Städten Arbeit zu suchen. Und auch in den Städten würde es kritisch werden, denn in den Fabriken dort fertigte man nun Waren, die einst von Hand hergestellt wurden.
Würde ihre Vorgehensweise bei ihrer künftigen Schwiegermutter auf Verständnis stoßen? Nun denn, die Baronin war nicht dumm, sie wusste bestimmt, worauf sie sich einließ mit ihrer Schwiegertochter. Und die Zeiten änderten sich nun mal, man musste unbedingt mit der Zeit gehen, aber besser noch, ihr voraneilen.
Ich werde die neue Herrin von Kampodia sein! Ein bisher unbekanntes Gefühl überkam die Eve, es war neu und großartig, und sie schwelgte darin.
Dann musste sie wieder an die Baronin denken. Die hatte ja einiges mitgemacht, wenn auch nur im Nachhinein ihres Ehelebens. Die arme Frau: Von der Exgeliebten ihres Mannes erpresst zu werden... Unglaublich!
Als ihre Mutter es ihr erzählte, da war sie förmlich ausgerastet. „Die? Diese Schlampe will uns niedermachen? Nein, das schafft sie nicht – und wenn ich alles dafür tun müsste!“
Und sie hatte einiges dafür getan. Sie liebte sich nicht besonders dafür, aber es musste nun mal getan werden. Sie war die zukünftige Herrin vom Rittergut Kampodia, und sie würde alles tun, um es zu erhalten. Für sich selber, für ihren Mann und für ihre gemeinsamen Kinder.
Alles tun… Sie hatte fest vorgehabt, die Lakosta über die Klippen zu stürzen, nachdem sie die Frau erst süchtig gemacht hatte - und ihr dann das Mittel verweigerte. Doch dann stolperte diese, und gegen ihren Willen streckte sie die Hand aus, um sie festzuhalten. Doch die Lakosta wollte ihre Hand nicht nehmen, sondern stürzte lautlos nach hinten in den Abgrund.
War sie trotzdem eine Mörderin? Hatte sie die Lakosta durch ihre Verkleidung in den Wahnsinn getrieben? Durch ihre Lügen am Ende? Oder durch das Laudanum? Es war eine Opium–Tinktur, die als allgemeines Heilmittel galt – aber man durfte nicht zuviel davon nehmen, und zusammen mit dem Schnaps wirkte es verheerend.
Aber der Lakosta war wohl nicht mehr zu helfen: Die geliebte Tochter spurlos verschwunden, kein Einkommen mehr... Sie war so oder so am Ende.
Zu Hause würde sie den hohen Hut, die Augenklappe und den Rest der schwarzen Kleidung unauffällig verbrennen.
Sie hörte, wie auf einmal Getuschel aufkam. Wie eine Windsbraut erfasste das Getuschel die Leute, die an der Straße stranden – und wirbelte einige davon ziemlich durcheinander. Auch sie, die Eve-Marie...
„Habt ihr es gehört: Die Lakosta ist auf der anderen Seite des Holzebergs tot aufgefunden worden...“
„Was denn, die alte versoffene Schachtel...“
„Sie scheint abgestürzt zu sein von den Klippen...“
„Die war bestimmt hackedicht!“
„Aber was wollte sie dort?“
„Ach weißt du, die war ja lange schon nicht mehr klar im Brägen. Lief immer besoffen im Unteren Dorf herum und erzählte Lügengeschichten...“
„Was denn für Lügengeschichten?“
„Ach so einen Mist von wegen, ihre Tochter wäre nun die neue Baronin von Kampodia...“
„Heiliger Strohsack, die hatte wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank!“
„Aber war da nicht dieser schwarze Mann? Was wollte der von ihr?“
„Keine Ahnung, vielleicht ist er ja wirklich von Lena geschickt worden. Aber der hat bestimmt nichts mit dem Tod der Lakosta zu tun. Warum auch, wen juckt so eine?“
„Ob da wohl eine Untersuchung stattfinden wird?“
„Wegen der? Die ist doch vollkommen unwichtig. Da wird sich der Büttel einen Dreck drum kümmern...“
„Stimmt, der hat Wichtigeres zu tun...“
„Trotzdem würde ich gerne wissen, wo die Lena abgeblieben ist...“
„Wenn die so ist wie ihre Mutter, dann hat die sich anpimpern lassen von irgendeinem und ist schnell weg von hier, bevor’s rausgekommen wäre...“
„Ich hab’ ja immer schon gedacht, das Meeken sieht ziemlich dreist aus...“
„Aber hübsch war die Lena schon, die hätte ich nicht von der Bettkante geschubst...“

Das allgemeine Getuschel erreichte schließlich auch die Baronin.
Sie ist tot, dachte Morgan, und im ersten Augenblick überkam sie deswegen eine ungeheure Erleichterung. Sie ist tot, sie kann der Familie nicht mehr schaden! Doch dann musste sie wieder grübeln: Wer hatte die arme Frau getötet? Von wegen arme Frau. Diese „arme“ Frau hatte geduldet, dass ihre Tochter sich mit ihrem Bruder verband und mit ihm ein Kind zeugte. Das war doch furchtbar, die musste krank im Kopf sein.
Aber wer hatte sie denn nun getötet? Morgan fühlte, wie ihr Gesicht errötete und dass ihre Hände feucht wurden. Sie selber war es nicht gewesen, das stand nun fest, und das war die Hauptsache. Sie hatte nie das Gesicht der schwarzen Gestalt erkennen können, und eigentlich wollte sie das auch gar nicht. Was ging es sie an?
Oh doch, es geht dich an! Du hättest genauso gut ihr Mörder sein können, doch ein anderer hat es dir abgenommen. Aber nein, es war bestimmt ein Unfall.
Nun auf einmal befielen sie Skrupel. Sie hatte diese Frau gehasst, das war klar, wie einen Stachel in ihrem Fleisch hatte sie die gehasst! Frederic hatte sie einmal geliebt und mit ihr ein Kind gezeugt. Vermutlich war er darüber nicht erfreut gewesen, denn er verleugnete es von Anfang an. Aber trotzdem hatte er seine Exgeliebte samt ihrer Brut immer gut versorgt.
Oh nein, warum war sie nur so eifersüchtig auf diese arme Frau? Vielleicht weil sie sich selber nicht sicher fühlte in Bezug auf Frederics Gefühle. Hatte Frederic sie überhaupt geliebt?
Wieso nur fühlte sie sich so unsicher? Sie und Frederic hatten doch wunderschöne Zeiten miteinander gehabt, niemals waren ihr Zweifel daran gekommen, was er für sie empfand.
Aber Liebe ist vielleicht nicht gleich Liebe. Leidenschaft... ist die wichtiger? War sie nicht leidenschaftlich genug? Fehlte ihr dieser Wesenszug? Sie hatte viele leidenschaftliche Momente mit Frederic erlebt. Aber er vielleicht nicht mit ihr...
Damn it! Sie wollte nicht mehr darüber nachgrübeln. Frederic war tot und mit ihm seine Geliebte. Obwohl das Kind, das aus dieser Verbindung letztendlich hervorging, wohl noch lebte, doch das sollte sie nicht kümmern.
Morgans Augen trafen sich zufällig mit denen der Eve–Marie. In diesem winzigen Augenblick erkannte sie darin die Wahrheit. Und sie senkte betroffen ihren Blick. Wieso hatte sie das nicht voraussehen können?
Wer war diese junge Frau? Sie sah aus wie eine Porzellanfigur, mittelgroß von Gestalt und überaus hübsch, blonde Locken umrahmten schmeichelhaft ihr Puppengesicht, doch was steckte dahinter?
Die Baronin wusste nicht, ob sie ihre zukünftige Schwiegertochter jemals lieben konnte, dafür erschien sie ihr zu kühl und zu fremd. Dennoch war sie ihr dankbar, denn die Eve–Marie hatte die Last nun auf sich genommen.
Morgan seufzte erleichtert auf. Sie war es nicht gewesen, obwohl sie durchaus hätte sein können. Und die Eve sah aus, als könne sie diese Last tragen, Morgan fiel ein, dass die schwarze Gestalt ihre Hand ausgestreckt hatte, um den Sturz der Lakosta zu verhindern, also war die Eve keine Mörderin. Jedenfalls nicht direkt. Was hatte sie getan, um die Lakosta dorthin zulocken?
Nein, Morgan schüttelte unmerklich den Kopf, sie wollte es gar nicht wissen! Sie würde noch in diesem Winter den Archibald mit der Eve verheiraten. Danach würde sie die junge Frau in die Gesellschaft einführen.
Und nach vielleicht zwei Jahren würde sie Kampodia verlassen und nach Helligenthal gehen, um dort den Rest ihres Lebens zu verbringen.

~*~*~~*~*~~*~*~
 
Wenn du registriert und angemeldet bist und selbst eine Story veröffentlicht hast, kannst du die Stories bewerten, oder Kommentieren. Wenn du registriert und angemeldet bist, kannst du diese Story kommentieren.
Weitere Aktionen
Wenn du registriert und angemeldet bist, kannst du diesen Autoren abonnieren (zu deinen Favouriten hinzufügen) und / oder per Email weiterempfehlen.
Ausdrucken
Kommentare  

@ doska
danke schön doska! jetzt gibt es nur noch einen teil, und der wird... ja, mal gucken, wie er wird... ;-) wie immer habe ich meine zweifel.
lieben gruß an dich


Ingrid Alias I (17.10.2013)

@ rosmarin
falls du wirklich den rest liest, dann musst du aber diesen teil vergessen, sonst ist die luft raus.
bis dann, liebe rosmarin!


Ingrid Alias I (17.10.2013)

@ michael
oh danke schön! wenn ich allerdings die wahl hätte zwischen 60 bestsellern und meinen eigenen werken, dann würde der schnöde mammon siegen... ;-)
lieben gruß an dich


Ingrid Alias I (17.10.2013)

Wieder sehr eindrucksvoll geschrieben und - wie Michael schon sagt - kein Pilcher Geschichtchen sondern ein mitreißender historischer Roman.

doska (17.10.2013)

hat sich wieder gut gelesen, wie alle deine geschichten. doch leider fehlen mir die anderen kapitel, außer 1, 2 und 3. aber nächste woche werde ich sie lesen und mich wieder schön in die geschichte hineinfinden.
gruß von


rosmarin (16.10.2013)

Was mir besonders gut gefällt: Dass du bei allen persönlichen und emotionalen Empfindungen der Protagonisten nicht den gesellschaftlichen Hintergrund und die sozialen Zusammenhänge vergisst. Hierdurch wird die Schilderung von Schicksalen glaubwürdig und triftet nicht auf Pilcher-Niveau ab.

Michael Kuss (16.10.2013)

Login
Username: 
Passwort:   
 
Permanent 
Registrieren · Passwort anfordern
Mehr vom Autor
Hunde überhaupt - und in Zeiten des Virus  
Krankenhäuser in Zeiten des Virus  
Im Supermarkt meines Vertrauens ...  
Verwandtschaft impossible ...  
Am Haken  
Empfehlungen
Andere Leser dieser Story haben auch folgende gelesen:
DER HIMMEL UEBER ROM, Teil 2 - IM SPIEGEL  
DER HIMMEL UEBER ROM, Teil 9 - ELYSISCHE GEFILDE...  
DER HIMMEL UEBER ROM, Teil 18 - HONIG UND STACHELN  
Gedächtnis  
Rotkäppchen - aufs Wesentliche reduziert  
Das Kleingedruckte | Kontakt © 2000-2006 www.webstories.eu
Counter

Counter Web De