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Schleichend

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Schleichend ist das Gift, das nur langsam in uns eindringt, ohne dass wir es wirklich merken. Es sickert in unsere Poren. Es durchdringt uns; okkupiert jede einzelne unserer Zellen; übernimmt nach und nach unser Gehäuse, unseren Körper, unser Sein. Es verändert uns, und wir lassen es geschehen. Schauen nur manches mal etwas weniger manches mal etwas mehr ungläubig zu.

Es möchte etwas von uns. So ganz genau wissen wir noch nicht was. Doch irgendetwas will es. Es möchte irgendwo hin mit uns. Es treibt uns. Wir können uns wehren, doch wir fühlen, dass jeder Widerstand lediglich den Schmerz erhöht. Denn umgesetzt wird es so oder so. Mit Widerstand oder auch ohne. Mit Schmerz oder auch ohne.

Die Veränderung steht kurz vor der Vollendung. Ja, das ist es wohl, was es will. Es will Vollendung.
Es will uns befreien.

Und dann ist es da, und wir verstehen endlich, was es ist. Es ist das, was uns von Anfang an schon immer begleitet hat. Es ist der Tod.
 
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Kommentare  

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für deinen Kommentar.
Weshalb es zu diesem Text keine Kommentare
gegeben hat, obwohl er so viele Likes
bekommen hat? Gute Frage. Ich vermute, dass
der Text so eindeutig ist, dass er keine offenen
Fragen hinterlässt und dies deshalb nicht
unbedingt nötig ist.
An dieser Stelle aber vielen Dank an alle, die
den Text gelesen haben und natürlich auch an
diejenigen, die sich die Mühe gemacht haben,
ihm anschließend ein Like zu geben. Die
Resonanz auf diesen Text hat mich sehr gefreut.
LG


Siebensteins Traum (25.03.2019)

Hallo Siebensteins Traum,

weil Dein Text nun schon fast(!) einen Monat im Netz eingestellt ist, will ich Dir zu Deinen 327(?!) grünen Karten gratulieren. Wie machst Du das nur, ohne dass sich Deine Fans auch nur zu einem einzigen Kommentar hätten hinreißen lassen?! Ah - ich weiß: SCHLEICHEND (wie der Titel des Textes ja schon mitteilt).


Wolfgang Reuter (18.03.2019)

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