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Vorahnungen . ein neuer Mitspieler Teil II

Romane/Serien · Spannendes
Christoph Borsek führte eben seinen Schäferhund im Park seines kleinen Schlösschens spazieren, als sein Hausdiener eilig herbei gelaufen kam und ihm ein Telefon entgegen hielt. Borsek nahm es entgegen, nickte seinenem Angestellten zu und wartete, bis dieser außer Hörweite war.
„Borsek“ meldete er sich mit seiner tiefen Stimme.
„Hier ist Henry Bohl.“
„Ach, mein Auftragsschnüffler! Und, was haben Sie zu berichten? Haben Sie den Mann gefunden, den Sie suchen sollten?“
„Ja. Allerdings habe ich das. Und ich bin ein wenig verärgert. Sie – oder besser einer Ihrer Schergen hatte wohl vergessen, mir mitzuteilen, daß dieser kleine Drecksack bewaffnet und gefährlich war!“
Borseks Mine entwandt sich ein dezentes Lächeln und er überlegte, was er zu diesem Einwandt sagen sollte.
„Nun, eine kleine Unachtsamkeit, nichts weiter. Sie sprachen von Styx in der Vergangenheitsform. Heißt das etwa, mein lieber guter Freund ist in die ewigen Jagdgründe übersiedelt?“ Borsek mußte sich zusammen nehmen um nicht lauthals heraus zu lachen. Diese Situation war wirklich mehr als grotesk.
„Nun, ich wollte ihn eben abführen und zu meinem Wagen bringen, als er los rannte. Eigentlich wollte ich ihm ins Bein schießen um ihn aufzuhalten. Dummer Weise stolperte er im selben Moment und so traf die Kugel ihn tödlich. Ich würde sagen eine Verkettung ungünstiger Ereignisse“ sagte Bohl trocken.
„Gut. Kommen Sie in einer Stunde zu mir in die Vermoher Strasse in mein Büro!“
Borsek hatte aufgelegt. Es war zwar anders gelaufen als er es sich gedacht hatte, aber das Endergebnis war durch aus zufriedenstellend. Wenngleich es nun wieder einiges an Arbeit bedeutete, sein eigentliches Ziel zu erreichen. Doch damit mußte er nun eben leben.

Einige Zeit, nach dem er das Telefonat beendet hatte, ging Borsek ins Haus und direkt in sein Büro.
Die schwere Eichentür des Zimmers fiel schwer ins Schloß und der Riegel rastete ein, als Borsek den Schlüssel herum drehte.
„So“ ,meinte er und ging zunächst zur Terrassentür hinüber und blickte in den Park hinaus. Ein paar Augenblicke blieb er unbewegt dort stehen und hing seinenGedanken nach, ehe er sich umwandte und zu seinem Schreibtisch ging.
„So eine Scheiße! Wie konnte das nur passieren? Unglaublich.“
Borsek setzte sich und griff zum Telefon, legte dann aber wieder auf, ehe er eine Nummer gewählt hatte. Er legte die Fingerspitzen aneinander und spielte mit ihnen, während er vor sich in die Unendlichkeit starrte. Es schien als würde sich alles um ihn herum auflösen und verschwimmen.
„Debringer“ rief er schließlich aus! „Ich brauche Debringer!“
Eilig stand er auf, ging zur Bücherwand hiunüber und holte ein Telefonverzeichnis hervor. Schnell blätterte er es durch bis die Nummer auftauchte, die er gesucht hatte. Mit dem Buch in der Hand ging es zurüch an den Schreibtisch und ans Telefon. Nach wenigen Augenglicken war er mit Debringer verbunden. Kurz schilderte er ihm die Problematik und fragte ihn, ob er ihm weiter helfen konnte. Und er konnte tatsächlich. Nur wenige Minuten nach dem Gespräch war Debringer zum Schloß gekommen. Debringer hatte Borsek ein kleines Notizbuch mitgebracht. In ihm war die Lösung zu finden, so hatte Debringer ihm versichert.
Als Borsek das Buch in den Händen hielt breitete sich augenblicklich eine tiefe Zufriedenheit in ihm aus.
Genüßlich zündete er sich eine handgefertigte Kuba – Zigarre an, die er aus einem Ebenholzkästchen auf dem Schreiblisch geholt hatte. Sein guter alter Freund Debringer hatte es wieder einmal geschafft, ihm den Arsch zu retten. Er war immer wie eine Art Feuerwehr zur Stelle, wenn Borsek nicht mehr weiter wußte. Zwar gab es nicht viele solcher toten Punkte, an denen er Hilfe benötigte, doch es gab sie ab und an.
Borsek sah auf die Uhr. Gut zwanzig Minuten blieben noch, ehe er in die Stadt aufbrechen mußte. Zeit genug für einen gepflegten Drink, wie er sich sagte. So goß er sich einen guten Kognak ein und ließ ihn Schluck für Schluck langsam seine Kehle hinab laufen.
Tief atmete er durch, zog an der Zigarre und schloß für einen Moment die Augen. Tiefe Ruhe umgab und durchströhmte ihn. Alles war gut.
Nun konnte er sich in aller Ruhe um Bohl, diesen Versagen, kümmern. Vielleicht konnte dieser Teil der Lösung sein. Sollter es sich aber erweisen, daß er ein weiteres Problem darstellte, so würde man sich gesondert um ihn kümmern müssen. Aber zunächst mußte er ihn ersteinmal persönlich treffen um sich ein Bild von dem Mann machen zu können. Alle Kontakte waren bisher per Telefon zustande gekommen, nachdem sein Assistent den Mann per Brief beauftragt hatte, für Borsek tätig zu werden.
Borsek war neugierig, was ihn erwarten würde. Nur noch kurze Zeit und ein Urteil konmnte gefällt werden.
 
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