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Das Lichtlein und die Finsternis

Nachdenkliches · Kurzgeschichten
Ich sehe ein kleines Lichtlein leuchten in diesem großen dunklen Wald. Es verhindert, dass die Finsternis mich umhüllt. Dieses kleine orange Licht. Ich will bei ihm bleiben, aber wie soll ich dann jemals weiterkommen? Lange hadere ich, doch dann wage ich einen Schritt, und noch ein paar Weitere. Ich drehe mich um, das Licht ist noch zu sehen, aber dieses warme orange Licht umhüllt mich nicht mehr. Die Finsternis hat mich gefangen, schnell laufe ich zurück, bis ich wieder in Sicherheit bin. Da ist es ja, mein kleines Lichtlein. Wie konnte ich nur jemals daran denken es zu verlassen? Niemals wieder würde ich mich aus seinem Lichtschein bewegen. Also setze ich mich neben es und starre in den dunklen Wald.
Was würde dort wohl auf mich warten? Die ganze Zeit sitze ich neben diesem Lichtlein – in Sicherheit- und doch will ich weiterziehen. Bin ich denn verrückt? Wieso sollte ich denn die Sicherheit für das gefährliche Ungewisse aufgeben? Aber vielleicht ist es überhaupt nicht so gefährlich. Will ich wirklich mein restliches Leben hier sitzen bleiben? Bei meinem letzten Versuch war ich nicht stark genug, ich war mir nicht sicher genug. War ich es denn jetzt? Ich erhebe mich und wage einen Schritt, und noch ein paar Weitere. Ich drehe mich um, das Licht ist noch zu sehen, aber es umhüllt mich nicht mehr. Noch ist es nicht zu spät, noch ist eine Rückkehr zur Sicherheit möglich, Ich wage noch einen Schritt, bleibe stehen und atme durch. Ich fühle etwas… ist es Angst? Nein, ich glaube es ist Freiheit. Nun laufe ich, weg von dem Licht hin zur Freiheit. Es fühlt sich gut an, schon bald habe ich das Licht komplett vergessen. Da bin nur noch ich, doch was ist das? Leuchtet da vorne etwas?
 
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Kommentare  

Guter Text, interessante Gedankengänge
dir noch ´ne schöne Woche


martin suevia (01.04.2019)

Sehr schön geschrieben... kurz, klar, einfühlsam, positiv und doch auch nachdenklich stimmend ...
Gruß Daniel


Daniel Freedom (29.03.2019)

Tolle Metapher für das geboren werden das Leben und das Sterben. Ich finde besser kann man es nicht ausdrücken. Kleine aber feine Story, sehr gelungen.

Marco Polo (24.03.2019)

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