Ein interessanter Beitrag über unser heutiges
Seelen-FKK-Verhalten, was längst als normal
gilt. Genauso gilt es als normal, sich divers zu
betiteln. Aber darüber mag ich gar nicht mehr
reden ...
Toll finde ich, dass du die Kurzgeschichte von
Kurt Kusenberg: “Die gläserne Stadt” knapp und
verständlich zusammenfasst. Ich habe mal
recherchiert, weil ich diese KG unbedingt lesen
wollte. Online leider nicht möglich. Der Autor ist
bereits 1983 verstorben aber hatte diese Story
schon 1954 geschrieben! Seine Science-Fiction-
Version von damals war also nicht utopisch,
sondern gruselig real. Das finde ich an H.G.Wells
und Jules Verne ebenso bewundernswert, weil
ihre fiktiven Geschichten nicht nur reine
Fantasien waren, sondern sie hatten die Gabe,
all das in ferner Zukunft für möglich zu halten.
Übrigens: Alexa als Quasseldose zu bezeichnen
ist genial.
Der Text gefällt mir sehr gut. Der Zweifel, ob die
wahrgenommene Realität echt ist, wurde in der
Philosophie schon seit jeher durchgekaut, allen voran
durch das Hölengleichnis bei Platon über Descartes mit
der Subjenkt - Objekttrennung als Ergebnis bis hin zur
popkulturellen Auseinandersetzung, vor allem seit den
Matrix-Filmen. Es gibt keinen Ausweg aus diesem
skeptischen Szenario und die Frage an sich bleibt eine rein
akademische. Eine andere Frage ist die nach den
Machtverhältnissen und vor allem nach der
Machtverteilung innerhalb einer Gesellschaft. Diese
Aspekte werden durch die neuen digitalen Technologien
tatsächlich in erheblicher Weise neu ausgehandelt und
müssen auf allen Ebenen der Gesellschaft, vor allem auch
wissenschaftlich, analysiert und dann, falls nötig,
politisch korrigiert werden. Ein toller Text, der zum
Nachdenken anregt.
Köstlich, deine scharfzüngige Art, die Dinge gleich beim Haarschopf zu packen und durchzuschütteln. Ich musste oft laut auflachen. So treffend hast du alles auf diesen wenigen Seiten beschrieben. Wenngleich ich teilweise anderer Meinung bin als du, so ist dir dieser satirisch verfasste Text ausgesprochen gut gelungen.