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2 Seiten

Die Routine des Lebens

Nachdenkliches · Poetisches
Zuerst kommt der Schwindel, dann der stechende Kopfschmerz. Um mich herum könnte die Welt untergehen und ich würde es nicht mitbekommen, trotzdem lächle ich... Aber wieso tue ich das? Ich tue es, um den anderen Menschen um mich herum das Gefühl zu vermitteln, mir ginge es gut, um sie glauben zu lassen, es sei alles in Ordnung. Ich habe keine Ahnung an was es liegt, was bewirkt, dass ich jeden Tag in der Schule das gleiche durchmachen muss. Es gibt kaum einen Tag, an dem ich denke bevor ich handle, ich tue einfach was von mir verlangt wird, ich tue es und weiß nicht mal warum. Meine Hände und mein Kopf nicht mehr eins, sie arbeiten gegeneinander, so als würden sie heraus finden wollen, wer der stärkere Part ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass keiner stärker oder schwächer ist, das einzige Resultat aus dieser Situation ist ein stechender Kopfschmerz und ein Gefühl, das sich anfühlt als wäre man in Trance. Du machst und machst, aber weißt überhaupt nicht was du da tust. Tust du es weil es von dir verlangt wird, oder weil du es willst? Lebst du eigentlich für dich, oder für die anderen, die jeden Tag neue Erwartungen an dich stellen? Oft sagt man sich: "Nein, meine Umgebung ist da anders" Aber es geht überhaupt nicht um die großen Dinge, nein, es geht um Erwartungen, die wir gar nicht als solche aufnehmen, weil sie nicht direkt ausgesprochen werde. Es beginnt mit der einfachen Frage, wann du mal wieder Zeit für deine Freunde hast, oder ob du schon fleißig für die Schule gelernt hast. Diese Erwartungen sind allgegenwärtig und wenn du genau darauf achtest, bemerkst du sie auch.
Jeden Tag aufs Neue, stehst du morgens auf, fährst zur Schule oder zur Arbeit und wartest dass die Stunden verstreichen... Danach noch mit ein paar Freunden treffen, Hausaufgaben machen oder auf die kleinen Geschwister aufpassen, und dass jeden Tag, obwohl du am liebsten einfach nur schlafen würdest. Wozu dann das Ganze? Leben um zu sterben, um in den ewigen Schlaf zu fallen, der uns alle erlösen soll.
Doch der Grund um zu leben ist, dass es nicht nur die schlechten Dinge gibt. Nimm dir einen Moment Zeit, und überlege, wann dir in letzter Zeit etwas so schönes oder lustiges widerfahren ist, dass dir der Atem wegblieb. Hast du einen?
Dann halte daran fest und du wirst merken, dass es das Leben wert ist gelebt zu werden, dass man über den schlechten Momenten stehen muss, denn wenn du in 60 oder 80 Jahren an dein Leben zurückdenkst, werden die schlechten Erinnerungen plötzlich ganz klein sein, die Guten jedoch riesengroß. Und das ist es was am Ende zählt.
 
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