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Mein ersterTag im Austauschprogramm als Passagierbegleiter für das Passagiertansfernetzwerk

Fantastisches · Kurzgeschichten · Experimentelles · Fan-Fiction/Rollenspiele
Heute war mein erster Arbeitstag im Austauschprogramm zwischen der Erdraumflotte und der terranischen interstellaren Republik der Lebensräume, ich arbeite zwei Wochen lang als Passagierbegleiter an Bord eines Schiffes des P.T.N. Passagiertransfernetzwerkes auf der Linie Gliese 667 – Sol – Gliese 581. Aufgrund der Arbeitszeitvorschriften habe ich in diesen zwei Wochen nur 8 Arbeitstage, die restlichen 6 Tage sind Ruhetage. Der Sinn dieses Austauschprogramms (für mich) ist, die Unterschiede der Menschen aus den verschiedenen Lebensräumen zu erkennen. Da sich die Lebensräume in ihren Umweltbedingungen leicht voneinander unterscheiden, dürfte sich dies auch auf die dort lebenden Menschen auswirken.

Als Passagierbegleiter habe ich die Aufgabe die Passagiere zu informieren, über mögliche Anschlussflüge und deren Erreichbarkeit, über das Liniennetz des Passagiertransfernetzwerks sowie über die Schiffe und die Möglichkeiten welche sie den Passagieren bieten. Des weiteren vermittle ich freie Piloten an Passagiere für Flüge zu Zielen welche nicht oder nicht so häufig vom Passagiertransfernetzwerk angeflogen werden. Der Job ist wirklich interessant, man lernt eine Menge Leute kennen und hört viele interessante Geschichten und Berichte.

Manche Unterschiede fallen einem erst auf, wenn man nach ihnen sucht. Die Menschen von der Erde, aus der Marskolonie und den anderen orbitalen Lebensräumen unseres Sonnensystems sind in ihrer Wesensart etwa gleich. Dagegen sind die Menschen, welche schon eine Weile in den Lebensräumen der Sternensysteme Gliese 667 und Gliese 581 leben, viel ruhiger als die Menschen welche aus unserem Sonnensystem stammen. Ich habe mir sagen lassen dass dies an der anderen Zusammensetzung des Sternenlichts in den entsprechenden Lebensräumen liegen soll, je weniger blau im Spektrum des natürlichen Lichts ist, desto ruhiger werden die Menschen. Man muss den Übergang zum fremden Lichtspektrum jedoch langsam vollziehen, sonst fängt man sich einen heftigen Jump-Lag (Auswirkung eines schlagartig veränderten Tageslicht-Spektrums) ein, dann ist man ständig müde oder aufgedreht. Der langsame Übergang wird durch zusätzliche Lichtquellen in den Quartieren bzw. Lichtfilter in deren Fenstern ermöglicht, so dass man langsam an das neue Lichtspektrum gewöhnt wird.

Das Schiff, auf dem ich stationiert bin, ist der Passagierkreuzer „P.T.N.S. Riegel III“, P.T.N.S. steht für Passenger-Transfer-Network-Ship. Die „Riegel III“ ist eines der größten Schiffe die zur Zeit im Einsatz sind, es bietet Platz für 3000 Passagiere und sein Hangar kann 150 kleine Schiffe aufnehmen. Die PTN-Schiffe sind vergleichbar mit den Fährschiffen auf der Erde, sie verkehren im Linienbetrieb und sorgen somit für den schnellen Transport von Passagieren zwischen den Sternensystemen und deren verschiedenen orbitalen und planetaren Lebensräumen. Mit ihren Sub-Licht-Antrieb kommen sie auf etwa 0,25 Prozent der Lichtgeschwindigkeit, ihr primärer Antrieb ist jedoch der Sprungantrieb, dieser bietet einen Geschwindigkeitsvorteil von 16,042 Lichtjahren pro Stunde. Dadurch erscheinen die Entfernungen zwischen den verschiedenen Planeten und Sternensystemen nicht mehr ganz so gewaltig.
 
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