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27 Seiten

Mein zweites Arbeitnehmeraustauschprogramm

Fantastisches · Kurzgeschichten · Experimentelles · Fan-Fiction/Rollenspiele
14. Mai 2018

Heute habe ich meine zweiwöchige Austauscharbeit als Rekrutierungsassistent angetreten, von meiner Arbeit als Stationsverwalter der Neptun-Hoststation bin ich für die Zeit des Austauschprogramms freigestellt. Mein Rekrutierungskandidat ist ein ehemaliger Pilot und Flugausbilder einer zivilen Passagierfluggesellschaft der aufgrund von Umstrukturierungen seinen Arbeitsplatz verloren hat.

Für meinen Kandidaten war das heute ein Tag der Kulturschocks, gleich nach dem Treffen sind wir durch das Quantenportal des administrativen Komplexes in München gegangen welches für Außenstehende wie eine ganz normale Wand aussieht. Im Anschluss erklärte ich ihm dass wir uns etwa 100 Meter unter der Erdoberfläche befanden, er wollte ja schließlich wissen wo es ihn plötzlich hin verschlagen hat. Nach der obligatorischen Körpervermessung um die Größen des Standard-Textilsortiments zu bestimmen sind wir mit einem Linienschiff des Passagiertransfernetzwerkes zur Neptun-Hoststation geflogen. Ich hätte ja gerne noch etwas mit diesem Schritt gewartet aber mein Kandidat hatte so viele Fragen und wollte unbedingt einen Beweis dafür dass es von Menschen bewohnte Lebensräume außerhalb des Erdorbits gab.

Der Wartebereich der Transferstation wirkte auf meinen Kandidaten beruhigend, erinnert dieser Bereich doch an die Wartebereiche auf Bahnhöfen und Flughäfen. Beim Boarding gab es dann den nächsten Kulturschock, mein Kandidat hielt den Raum mit der Teleporterplattform für einen Lift. Etwa zwei Sekunden später erkannte er wie falsch er damit gelegen hatte. Wir suchten uns einen Platz an der Fensterfront im Passagierabteil des Linienschiffes und mein Kandidat betrachtete die Szenerie außerhalb des Schiffes, der allererste Blick aus dem Orbit auf die Erde ist für jeden Menschen ein magischer Moment.

Der Sprung in den Orbit des Mars sowie der Blick auf den Planeten war für meinen Kandidaten die nächste Überraschung, innerhalb des Chamäleonfeldes zeigt sich der Mars nicht als toter öder Planet sondern man sieht eine Atmosphäre mit Wolken, grüne Ebenen und einige Gewässer. Dann ging es weiter zum Flottendock im Orbit des Uranus, im Dock lag gerade ein anderes Linienschiff des Passagiertransfernetzwerkes. Die Größe des Flottendocks beeindruckte meinen Kandidaten sehr, auch wenn er das Schiff im Dock bereits als Raumschiff erkannt und realisiert hatte dass es sich bei der riesigen Struktur ringsherum um ein Dock handeln musste.

Schließlich erreichten wir den Orbit des Neptun und ließen uns zur Neptun-Hoststation in die dortige Transferstation teleportieren, diesmal war die Teleportation für meinen Kandidaten kein so großer Schock mehr. Nach unserer Ankunft machte ich meinen Kandidaten erst einmal mit der Bedienung unseres Liftsystems vertraut, auf der Erde ist es schließlich unüblich dass man vor dem Einsteigen in den Lift mit einem Armband über einen Sensor fährt und dann per Spracheingabe sein Ziel wählt. Ich zeigte meinem Kandidaten dann erst einmal das Quartier welches für die nächsten zwei Wochen sein Reich ist und erklärte ihm wie die Einrichtung und Ausstattung mit dem Kommunikationsarmband per Spracheingabe gesteuert wird. Auch wie man eine Sprachverbindung herstellt erklärte ich ihm, schließlich muss er ja in der Lage sein mich als seinen Rekrutierungsassistenten im Bedarfsfall zu kontaktieren wenn er Fragen oder ein Anliegen hatte.

Inzwischen war es Mittag und ich beschloss weitere Erklärungen in den Restaurantbereich zu verlagern, ich ließ meinen Kandidaten also den Restaurantbereich als Fahrziel auswählen und wir fuhren mit dem Lift dorthin. Während des Essens fragte mein Kandidat nach den Kosten für die Verpflegung und die Unterbringung, ich erklärte ihm dass diese durch die Grundbedürfnisabgabe abgedeckt waren welche jedem Bürger der terranisch interstellaren Republik in Höhe von fünfzig Prozent von jeglichen Einnahmen abgezogen wird und dass es neben dieser Abgabe keine weiteren Abgaben bei uns gibt. Mein Kandidat zog einen Vergleich unserer Gesellschaftsordnung mit dem Kommunismus, ich erklärte ihm dass unsere Gesellschaftsordnung als kommunistisch soziale Marktwirtschaft definiert wurde.

Nach dem Essen beschloss ich meinem Kandidaten die Gewöhnung an unsere Gesellschaft und unseren technologischen Standard etwas zu erleichtern, in den Einsatzbesprechungen für die Rekrutierungsassistenz hatte man mir einen relativ weiten Handlungsspielraum eingeräumt welcher auch die Neuralinduktion umfasste. Wir fuhren mit dem Lift in den Bereich für die Neuralinduktion und ich erklärte meinem Kandidaten während der Fahrt das Verfahren und dessen Vorteile so gut ich konnte. Scheinbar verstand er meine Ausführungen denn er verglich die Neuralinduktion mit einer fortschrittlichen Kombination aus transkranieller Magnetstimulation und der Hirnstrommessung via EEG, was im Groben ein zutreffender Vergleich ist.

Ich wählte für meinen Kandidaten die Pakete für ein rudimentäres Verständnis und die Bedienung unserer Technologie und für die Kunde unserer Gesellschaft aus, dann ließ ich ihn das Headset aufsetzen und sich in dem ergonomisch geformten Sessel zurück lehnen. Die Implantation der Erfahrungen dauerte etwa eine Stunde, die übliche Zeitspanne für die Wissensergänzung. Während des Vorgangs stöberte ich im Flottennetzwerk herum und suchte nach interessanten Orten welche ich im Rahmen der Orientierungswochen mit meinem Kandidaten aufsuchen kann. Nach Abschluss der Neuralinduktion setzte mein Kandidat das Headset ab und rieb sich die Augen, er fühlte sich ausgeruht und hatte viele weitere Fragen.

Ich zeigte ihm erst einmal die Neptun-Hoststation, unsere Freizeiteinrichtungen und Sportstätten sowie andere Highlights, dank der Neuralinduktion verstand mein Kandidat vieles auf Anhieb und konnte auch fachspezifische Fragen stellen. Die obere Aussichtsplattform war der krönende Abschluss unserer Tour durch die Station, mein Kandidat genoss die Aussicht und betrachtete die verschiedenen Schiffe welche neben der Station um den Neptun kreisten. Nach unserer Tour beschloss ich meinem Kandidaten etwas Zeit für sich zu geben, ich sagte ihm dass er mich jederzeit kontaktieren kann wenn er eine Frage hat und entließ ihn dann in die Freizeit.

Alles in allem war das ein toller erster Tag, mein Kandidat hat sich ziemlich schnell eingewöhnt und scheint das Leben bei uns hier oben ganz interessant zu finden. Morgen werde ich mit ihm auf einem Linienschiff etwas herum fliegen, ich habe eine Zusage vom Management des Passagiertransfernetzwerks für eine Berechtigung zum Zutritt sensibler Bereiche. Ich werde mit meinem Kandidaten die Bereiche der Crew sowie die Brücke und den Maschinenraum besuchen und ihm alles zeigen was Piloten beim Passagiertransfernetzwerk so erleben und wie sie arbeiten.

15. Mai 2018

Am frühen Vormittag gegen halb zehn kontaktierte ich meinen Rekrutierungskandidaten und fragte ihn ob er bereit wäre einen Einblick in den Alltag auf den Fluglinien des Passagiertransfernetzwerks zu erlangen, er bestätigte dies und wir verabredeten uns zu 9:55 in der Transferstation des Passagiertransfernetzwerkes. Ich hatte ja gestern bereits während der Neuralinduktion meines Kandidaten die Genehmigungen organisiert damit wir auf einem Schiff des Passagiertransfernetzwerkes (P.T.N.) die Bereiche betreten dürfen welche der Mannschaft vorbehalten sind. Man hatte mir die Genehmigungen für ein Schiff zugestanden welches heute das Dock im Orbit des Uranus verlassen und den Linienbetrieb wieder aufnehmen sollte.

Wir trafen uns gegen 9:50 in der Transferstation von P.T.N. und meldeten uns für einen Transfer zum Flottendock an, die Ankunft unseres Linienschiffes war für 10:00 geplant. Mein Kandidat erzählte mir dass er bis spät in die Nacht den Flottennachrichtenkanal geschaut hatte und dass er dank der Neuralinduktion vieles verstanden hatte was dort berichtet wurde. Besonders die Sendung „Flotte aktuell“ hatte ihn sehr fasziniert, was wohl anscheinend auch zum Teil an der charmanten Art zu moderieren von Miranda Raven lag. Ich eröffnete meinem Kandidaten dass wir dem Auslaufen eines Linienschiffes aus dem Dock mit allen dazugehörigen Tests und seinem anschließenden Einsatz im Liniendienst beiwohnen würden. Seine Reaktion darauf zeigte eine große Begeisterung über das was ich ihm eröffnet hatte.

Schließlich traf unser Linienschiff ein, die Passagiere deren Ziel bzw. Umsteigepunkt die Neptun-Hoststation war verließen das Schiff und anschließend begann das Boarding für die abreisenden Passagiere. Dieses Mal überstand mein Kandidat die Teleportation auf das Linienschiff nahezu unbeeindruckt, so als wäre er schon sein Leben lang mit P.T.N. gereist. Das Schiff verließ den Orbit des Neptun gegen 10:10 und sprang in den Orbit des Uranus, dort ließen wir uns zum Dock hinüber teleportieren und meldeten uns anschließend bei der Administration des Docks an. Ich hätte nicht erwartet dass mein Bruder Handrij zur Mannschaft des im Dock liegenden Schiffes gehörte, doch er war es tatsächlich. Nach der offiziellen Begrüßung erklärte ich ihm von meiner Teilnahme am Arbeitnehmeraustauschprogramm und stellte ihm meinen Kandidaten vor.

Im Anschluss an die Sicherheitsbelehrung gingen wir an Bord des im Dock liegenden Linienschiffes, zuerst besuchten wir den Maschinenraum wo wir den Vorbereitungen für das Verlassen des Docks beiwohnten. Die Testläufe aller Systeme waren ohne Fehlermeldungen abgeschlossen und das Schiff wurde zum Leben erweckt. Zuerst wurde der primäre Brennstoffzellenreaktor hochgefahren, anschließend folgten die anderen Systeme des Schiffes, die gesamte Prozedur dauerte etwa eine halbe Stunde. Anschließend begaben wir uns auf die Brücke des Schiffes und wohnten dem Verlassen des Docks bei, nachdem alle Verbindungen zum Dock getrennt waren und die Erlaubnis zum Auslaufen erteilt war gab der Kapitän des Schiffes den entsprechenden Befehl. Mein Bruder als diensthabender Pilot flog das Schiff langsam aus dem Dock heraus, dann gab der Kapitän den Befehl den Sprung in den Orbit der Erde vorzubereiten. Mein Bruder führte alle Vorbereitungen durch und meldete es dem Kapitän als er damit fertig war, daraufhin gab der Kapitän den Befehl „Sprungantrieb ein!“ welchen mein Bruder Wortlos ausführte.

Nachdem das Linienschiff den Erdorbit erreicht hatte begann das Boarding, mein Kandidat verfolgte an der Konsole des Chef-Passagierbegleiters den Verlauf des Boardingvorgangs. Die Liste der für den Flug registrierten Passagiere wurde mit dem Protokoll des Teleporters abgeglichen, anhand der Signatur der Kommunikationsarmbänder wurden die Passagiere erfasst welche bereits an Bord teleportiert worden waren. Gegen 11:00 verließ das Schiff den Erdorbit und sprang in den Orbit des Mars, dort folgte das Boarding dem üblichen Ablauf, die Passagiere welche das Schiff verließen wurden zuerst in die Kolonie unter der planetaren Oberfläche teleportiert, dann wurden die zusteigenden Passagiere an Bord geholt. Auch hier verfolgte der Chef-Passagierbegleiter den Vorgang anhand der nebeneinander liegenden Listen von abgehenden, ankommenden und bereits teleportierten Passagieren.

Die gleiche Prozedur erfolgte auch im Orbit des Uranus beim Transfer der Passagiere zum und vom Flottendock bevor das Schiff weiter in den Neptunorbit sprang, als das Schiff in den Orbit des Neptun einschwenkte begaben mein Kandidat und ich uns zur Hangarverwaltung des Schiffes. Es gibt ja auch Passagiere welche mit eigenen Schiffen reisen, die aber nicht die gesamte Strecke bis in ein anderes Sternensystem selbst fliegen wollen. Diese Passagiere landen mit ihren kleinen Schiffen im Hangar eines Linienschiffes, reisen als Passagiere bis zu ihrem Zielort und verlassen mit ihren Schiffen dort den Hangar wieder. Sowas ist bei längeren interstellaren Reisen wie zum Beispiel von unserem Sonnensystem zum Riegel-System sehr praktisch, denn für diese Reise benötigt man trotz des Sprungantriebs zwei Tage. So erklärte uns der diensthabende Offizier in der Hangarverwaltung den Grund warum ein Linienschiff auch einen Hangar hat. Der Hangar war in mehrere Sektionen unterteilt von denen jede über eigene Hangartore und ein eigenes Druckausgleichssystem verfügte, so konnten in einer Sektion des Hangars die Passagiere dank des bereits vollzogenen Druckausgleichs ihre Schiffe verlassen während in einer anderen noch Schiffe landeten.

Nachdem die Schiffe im Hangar gelandet waren begaben wir uns wieder zurück auf die Brücke, rechtzeitig zum Verlassen des Neptunorbits kamen wir dort an. Der Kapitän befahl den Orbit zu verlassen und den Sprung in den Orbit von Gliese 581g vorzubereiten, nachdem mein Bruder die Befehle bestätigt und ausgeführt hatte befahl der Kapitän den Sprungantrieb zu aktivieren worauf mein Bruder den Sprung einleitete. Auf den Displays für die Außenansicht war das Blau der Sprungpassage zu sehen, mein Kandidat hatte zuvor noch keine Gelegenheit gehabt die Sprungpassage von innen zu sehen da die interplanetaren Sprünge zu kurz waren um Eindrücke zu sammeln. Einige Minuten schaute mein Kandidat in das Blau der Sprungpassage bevor er seine Aufmerksamkeit auf die Steuerkonsole richtete an der mein Bruder das Schiff steuerte. Die Konsole zeigte die Position des Schiffes im normalen Raum die es einnehmen würde wenn es zum aktuellen Zeitpunkt aus der Sprungpassage kommen würde. Etwas später sagte mein Kandidat zu mir dass dieses Fliegen so gar nichts mit der Fliegerei gemeinsam hätte welche er aus seiner bisherigen beruflichen Laufbahn kennt aber dass ihn die Arbeiten an Bord des Linienschiffes dennoch fasziniert, er verglich die Arbeit auf dem Linienschiff mit der auf einem Fährschiff auf der Erde. Der Kapitän des Schiffes hatte dies gehört und stimmte der Einschätzung zu, er meinte dass die Arbeit eines Kampfpiloten näher an das Fliegen auf der Erde herankommt. Für den Rest der Reise nach Gliese 581g verfolgte mein Kandidat die Anzeigen auf der Navigationskonsole.

Als das Schiff schließlich in den Orbit von Gliese 581g einschwenkte betrachtete mein Kandidat die Daten welche die Sensoren über den Planeten lieferten, auf der Erde herrscht ja die Meinung dass dieser Planet nicht existiert, es war für ihn eine Art Offenbarung. Wieder wurden Passagiere vom und zum Schiff teleportiert, im Hangar starteten und landeten kleine Schiffe, die ganze Prozedur dauerte nur zehn Minuten. Nach dem Passagierwechsel sprang das Schiff zurück in unser Sonnensystem, es machte Station im Orbit von Neptun, Uranus, Mars und der Erde. Anschließend ging es zurück über den Orbit von Mars, Uranus und Neptun nach Gliese 667 Cc und Gliese 667 Cf. Nachdem das Schiff wieder aus dem System Gliese 667 zurückgekehrt war ließen mein Kandidat und ich uns im Neptunorbit wieder auf die Neptun-Hoststation teleportieren. Inzwischen war es spät am Nachmittag, mein Kandidat hatte viele neue Eindrücke gesammelt und ich beschloss ihn für den Rest in die Freizeit zu entlassen. Das war heute bestimmt ein spannender Tag für ihn, hatte er doch an diesem Tag mehr Kilometer zurückgelegt und fremde Orte gesehen als in seiner gesamten Berufslaufbahn als Zivilpilot.

16. Mai 2018

Heute gegen 9:00 kontaktierte mich mein Kandidat und erzählte mir dass er sich gestern im Medienarchiv noch die Präsentation über die Agrarkolonie auf Gliese 581g angesehen hatte bei der wir gestern mit dem Linienschiff Station gemacht haben, nun wollte er wissen ob es möglich wäre diese Kolonie auch mal zu besuchen. Diese Anfrage kam mir ganz gelegen da ich gerne dort bin, daher sagte ich ihm dass ich mich darum kümmere. Anschließend veranlasste ich alles für einen Tagesausflug nach Gliese 581g und verabredete mich mit meinem Kandidaten zu 9:50 in der Transferstation von PTN. Schließlich umfassen die Orientierungswochen das Kennenlernen aller Berufe und Arbeitsbereiche unserer Republik.

Mein Kandidat wartete bereits in der Transferstation als ich dort eintraf, wir registrierten uns als Passagiere für den Flug um 10:00 nach Gliese 581g. Mein Kandidat hatte sich offensichtlich intensiv mit der Kolonie auf Gliese 581g beschäftigt, das konnte ich aus seinen präzisen Fragen zu Einzelheiten über die Kolonie entnehmen. Ich versuchte ihm so gut ich konnte zu antworten ohne jedoch zu viel vorher zu verraten. Während des Fluges sprachen wir über die Vorteile der Produktion von Agrargütern auf einem Planeten ohne Sonnenlauf, über die Besonderheiten der Vegetation einer Welt welche um einen roten Zwergstern kreist und wie sich die erhöhte Schwerkraft auf die Pflanzen auswirkt. Zwischendurch warf mein Kandidat immer wieder mal einen Blick durch das Fenster auf das beruhigende blaue Licht der Sprungpassage.

Nach unserer Ankunft im Besucherbereich der Kolonie registrierten wir uns gleich für eine Tour durch die landwirtschaftlichen Produktionsstätten, wir legten die dafür nötigen phaseninvertierten Schwerkraftanzüge an und warteten an der Schwerkraftschleuse welche den Besucherbereich mit dem Schwerkraftniveau der Erde vom Rest der Kolonie mit dem ca. vierfachen Schwerkraftniveau trennte. Einige Minuten später war die Gruppe für die Tour vollzählig, Verwalter Mangold begrüßte uns und wir begaben uns durch die Schwerkraftschleuse zum Station des Zuges welcher uns durch die einzelnen Produktionsstätten fuhr. Für meinen Kandidaten war die Tour sehr interessant, die verschiedenen Farmen für Pflanzen und Tiere interessierten ihn sehr aber die schwarzen Wälder in denen hochwertiges Holz geerntet wird fanden ein besonderes Interesse bei ihm.

Im Anschluss an die Tour genehmigten wir uns erst einmal ein reichhaltiges Essen, dabei diskutierten wir die Besonderheiten des Fliegens mittels Gravitations- und Sprungantrieb. Mein Kandidat hatte ja in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn nur Flugzeuge mit Auftriebs- und Steuerflächen sowie Rückstoßantrieb geflogen, daher war unsere Art des Fliegens ihm nicht so vertraut. Nach dem Essen beschloss ich die Einführung in unsere Art der Fliegerei noch etwas zu vertiefen, deshalb begaben wir uns in das Trainingszentrum für Piloten wo zahlreiche Möglichkeiten des simulierten Fliegens zur Verfügung standen. Ich wählte das Cockpit eines kleinen Transitschiffes für fünf Personen und ein Trainingsszenario zum erlernen der Grundlagen aus und ließ meinen Kandidaten erste Flugerfahrungen sammeln.

Es dauerte nicht lange bis mein „Schüler“ die Bedienung der Steuerelemente für den Gravitationsantrieb verstanden hatte, dann folgte das allseits beliebte Übungsszenario mit dem Flugpfad aus Ringen welche nacheinander durchflogen werden mussten. Mein Kandidat steuerte das virtuelle Schiff zuerst noch zaghaft und vorsichtig, gewann mit der Zeit jedoch an Selbstvertrauen und erreichte schließlich doch eine annehmbare Leistung für einen Erstflug.

Gegen Abend flogen wir mit einem Linienschiff zurück in den Neptunorbit zur Neptun-Hoststation, dieser Ausflug hatte von meinem Kandidaten doch einiges abverlangt, besonders die Flugstunde im Simulator. Wieder auf der Neptun-Hoststation angekommen entließ ich meinen Kandidaten in die Freizeit und begab mich in mein Quartier um weitere informative Ausflüge für meinen Kandidaten vorzubereiten und diesen Bericht zu schreiben.

17. Mai 2018

Gestern am späten Abend kontaktierte mich meine Freundin Yvette und erzählte mir dass sie von meiner Teilnahme am diesjährigen Arbeitnehmeraustauschprogramm gehört hatte, sie erzählte mir auch dass die Far Horizon wieder an den Orientierungswochen beteiligt ist. Dann fragte sie ob mein Rekrutierungskandidat eventuell daran interessiert ist die Far Horizon zu besuchen, ich erklärte ihr dass ich es für eine gute Idee hielt auf das Schiff zu kommen. Yvette erzählte mir dass die Far Horizon heute gegen Mittag bei der Neptun-Hoststation eintreffen würde und meinte dass ich meinen Kandidaten einfach mal für einen Besuch an Bord anmelden sollte. Ich folgte ihrem Ratschlag und reservierte für meinen Kandidaten und mich zwei Plätze für einen Besuch des Schiffes.

Heute am frühen Vormittag kontaktierte ich meinen Kandidaten und teilte ihm mit dass wir heute ein wirklich großes Schiff besuchen würden und vereinbarte ein Treffen gegen 11:30 auf der oberen Aussichtsplattform. Zur Vorbereitung riet ich ihm die Dokumentation über die Far Horizon im Medienarchiv anzusehen. Als ich gegen 11:20 die obere Aussichtsplattform der Neptun-Hoststation erreichte war mein Kandidat natürlich schon anwesend, die Far Horizon lag bereits neben der Station und war durch die großen Panoramafenster zu sehen. Ich kontaktierte die Far Horizon und ließ uns beide an Bord teleportieren. Auf dem Schiff herrschte ein reger Betrieb, es gab einige Rekrutierungskandidaten welche ebenfalls das Schiff besuchten.

Nach einer kurzen Ansprache von Kapitän Peter Tönnigs in der Mannschaftsmesse verteilten sich die Rekrutierungsassistenten mit ihren Kandidaten auf dem Schiff um die verschiedenen Abteilungen zu besuchen. Wir besuchten zuerst den Maschinenraum, dort erklärte Leutnant Miriam Sukow – die Chefingenieurin – die verschiedenen Systeme des Schiffes und beantwortete die Fragen der Rekrutierungskandidaten. Mein Kandidat hatte sich gut vorbereitet, er stellte einige Fragen welche auf der Dokumentation über die Far Horizon basierten. Leutnant Sukow beantwortete diese Fragen mit einer gewissen Begeisterung. Im Anschluss besuchten wir die Brücke, dort erklärte Commander Stefan Junkers die verschiedenen Arbeitsplätze wie die Operationszentrale mit ihren beiden Arbeitsplätzen für Steuerung und taktische Systeme, die Konsole für die Wissenschaftsstation mit Zugriff auf die Sensoren, den Arbeitsplatz für die Maschinen- und Systemkontrolle des Schiffes und die Konsolen am Rand der Brücke welche für weitere verschiedenste Zwecke eingesetzt werden.

Nach der Besichtigung der Brücke besuchten wir die Krankenstation wo Doktor Kim Ngujen uns die Einrichtung und die medizinische Ausrüstung erklärte, auch hier hatte mein Kandidat dank dem Studium der Dokumentation einige weiterführende Fragen. Doch Doktor Ngujen brachte das nicht aus dem Konzept, sie beantwortete die Fragen problemlos und mit einer ersichtlichen Freude. Auf den Besuch der Krankenstation folgte ein Besuch in der Wissenschaftsstation, hier erklärte Leutnant Nicole Berghof – die leitende Wissenschaftsoffizierin – die Arbeitsplätze des Wissenschaftsstabes welcher dem Wissenschaftsoffizier auf der Brücke mit seinen Analysen und Einschätzungen zuarbeitet.

Im Anschluss besuchten wir die Mannschaftsmesse für eine kleine Stärkung, dann ging es weiter zur Kampffliegerrampe und in die Räumlichkeiten der Piloten des Kampffliegergeschwaders. Hier erklärte Leutnant Yvette Mangold – meine Freundin die Geschwaderführerin – die Wartung und den Einsatz der Kampfflieger sowie die Koordination des Flugbetriebes in der Peripherie der Far Horizon. Für meinen Kandidaten war die militärische Fliegerei ohnehin etwas neues, dazu kam dass er erst vor wenigen Stunden erste Erfahrungen im Einsatz des Gravitationsantriebs gemacht hatte. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen auch hier einige spezifische Fragen zu stellen welche auf der Dokumentation über die Far Horizon basierten. Offensichtlich war Yvette davon beeindruckt, sie hatte diesen Blick aufgesetzt welcher ankündigte dass sie etwas vor hatte.

Nachdem wir die Räumlichkeiten der Geschwaderpiloten verlassen hatten erreichten wir die Kampffliegerrampe, dort standen einige Kampfpiloten bereit um mit den Rekrutierungskandidaten zu einem kleinen Flug aufzubrechen. Ich konnte sehen wie Yvette mit Leutnant Ruby Ivanes sprach, sie war früher Flugausbilderin auf der G-Force-Academy, dem Elite- Ausbildungsschiff. Dabei schaute sie zu mir und meinem Kandidaten herüber, ich sah wie Ruby lächelte und nickte, schließlich kam Ruby zu uns herüber und nahm meinen Kandidaten für einen Flug mit. Als beide im Cockpit des Kampffliegers verschwunden waren kam Yvette zu mir und meinte dass ich mir keine Sorgen machen sollte. Die Schiffe mit den Piloten und Rekrutierungskandidaten starteten und wir Rekrutierungsassistenten hatten etwas Zeit um uns anderen Dingen zu widmen.

Ich unterhielt mich mit einigen der Rekrutierungsassistenten, sie machten diesen Job alle hauptberuflich und waren erstaunt dass jemand freiwillig im Rahmen des Austauschprogramms als Rekrutierungsassistent arbeitet. Ich erzählte ihnen von Jean und Claudia, die ich beide privat für den Dienst bei der Erdraumflotte empfohlen und Rekrutiert hatte und wieviel Freude es mir bereitet hatte zu sehen wie sie sich bei uns einlebten. Diese Freude hatten die anderen Rekrutierungsassistenten auch empfunden wenn sie jemanden erfolgreich davon überzeugt hatten für die Erdraumflotte bzw. die terranisch interstellare Republik zu arbeiten.

Der Ausflug der Kampfpiloten mit den Rekrutierungskandidaten dauerte etwa zwei Stunden, der Kampfflieger mit Ruby Ivanes und meinem Kandidaten kehrte als letztes zur Far Horizon zurück. Er kam schnell herein, rollte auf den Rücken, drehte sich um die Querachse, bremste ab und landete präzise auf der richtigen Position. Dieses Manöver nennt man Servicelandung, es wird häufig verwendet wenn ein Schiff nach der Landung schnell wieder starten soll. So hatte es mir Yvette erklärt. Das Cockpit öffnete sich und ich sah das breite Grinsen von Ruby, das Gesicht meines Kandidaten hatte eine gesunde Farbe angenommen also muss ihm der Flug gefallen haben.

Als wir am frühen Abend wieder zurück auf der Neptun-Hoststation waren erzählte mein Kandidat mir ausgiebig von seinem Ausflug mit Ruby, anscheinend hat sie es geschafft ihn zu beeindrucken. Mit diesen Erinnerungen schickte ich meinen Kandidaten in die Freizeit, vorher betraute ich ihn jedoch noch mit einer Aufgabe. Er sollte für den morgigen Tag selbst ein Berufsfeld auswählen welches ich ihm vorstellen soll, er akzeptierte die Aufgabe und wir verabschiedeten uns.

18. Mai 2018

Mein Rekrutierungskandidat hatte mich am heutigen Vormittag kontaktiert und sagte mir dass er mehr über den administrativen Komplex von Erdraumflotte und terranisch interstellarer Republik erfahren wollte. Ich erklärte ihm dass dies kein Problem darstellte und fragte ihn wann er aufbrechen wollte. Er meinte dass es jederzeit losgehen könne. Ich sagte zu ihm dass er im Foyer des Hangardecks auf mich warten sollte, als ich dort eintraf war mein Kandidat schon da. Er erzählte dass er in der Nacht wieder eine Dokumentation gesehen hätte welche vom administrativen Komplex handelte. Wir gingen zur Hangarverwaltung wo ich ein Transitschiff für den Flug zur Erde buchte.

Es dauerte nicht lange bis ein Schiff für uns bereit stand, wir gingen an Bord und ich traf die Startvorbereitungen. Mein Kandidat saß schräg hinter mir auf dem Sitzplatz an der Konsole für die Sensoren und wartete auf die kommenden Ereignisse, schließlich war die Starterlaubnis erteilt und wir verließen den Hangar. Nach dem Passieren des Hangartors brachte ich uns auf die Sicherheitsdistanz zur Station für den Sprung und gab die Sprungparameter ein, dann drehte ich mich zu meinem Kandidaten um und fragte ob es losgehen kann. Er nickte und ich aktivierte daraufhin den Sprungantrieb. Kurz darauf waren wir in einiger Distanz zum Erdmond, mein Kandidat fragte was wir dort wollten aber ich sagte ihm dass er sich einen Moment gedulden sollte. Dann flog ich die Rückseite des Mondes an und übermittelte den Befehl zum aktivieren des großen Quantenportals. Auf der Oberfläche des Mondes leuchteten die Positionslichter um das Quantenportal auf, ich setzte Kurs auf das Portal und wir flogen hindurch, direkt in den Hangar des Hauptquartiers der Erdraumflotte. Nachdem wir an einer Andockstelle festgemacht hatten verließen wir das Schiff.

Wir besuchten die verschiedenen Abteilungen des Hauptquartiers der Erdraumflotte wo sich mein Kandidat über die verschiedenen Berufslaufbahnen informierte, seine Neugier schien geweckt zu sein. Auch darüber was ihn erwartete wenn er sich für den Dienst bei der Erdraumflotte entscheiden würde informierte er sich sehr genau, selbst wenn er sich anscheinend noch nicht entschieden hatte welche Berufslaufbahn er einschlagen wollte. Im Anschluss an den Besuch des Hauptquartiers der Erdraumflotte besuchten wir die Botschaft der terranisch interstellaren Republik. Auch hier wollte mein Kandidat vieles wissen, vor allem die Zusammenarbeit der Institutionen von Erdraumflotte und Republik mit den Behörden auf der Erde interessierten ihn.

Nachdem wir das Hauptquartier und die Botschaft besichtigt hatten fragte mein Kandidat mich nach dem repräsentativen Komplex in Manassas Park im US-Bundesstaat Virginia, ich erklärte ihm dass dieser Komplex zwar alle Möglichkeiten der Botschaft der terranisch interstellaren Republik bietet, jedoch nur eine Art Außenstelle ist. Wir hatten viel Zeit im administrativen Komplex verbracht, es war inzwischen schon 14:10, daher fragte ich meinen Kandidaten ob er Lust auf einen Besuch im repräsentativen Komplex hatte. Er stimmte begeistert zu, daraufhin begaben wir uns zur P.T.N.- Transferstation. Ich erklärte meinem Kandidaten dort dass P.T.N.- Global ein Service für die Teleportation von Ort zu Ort auf der Erde ist, dann ließen wir uns in den repräsentativen Komplex in Virginia teleportieren. Dort angekommen besichtigten wir die Räumlichkeiten der Außenstelle der Botschaft, auch hier war mein Kandidat sehr interessiert an den beruflichen Laufbahnen welche man antreten konnte.

Als wir mit unserer Tour fertig waren war es 15:00 nach deutscher Sommerzeit, da wir bis dahin keine Zeit gefunden hatten etwas zu essen entschied ich dass wir dies an Ort und Stelle nachholen sollten. Wir begaben uns in die Kantine des Komplexes und bestellten uns ein deftiges Frühstück mit Rührei, Speck und Toast und dazu je einen Neurobooster, schließlich war es in Virginia gerade früh am Morgen. Es brauchte zwar einige Zeit um meinem Kandidaten zu erklären warum es bei uns keinen Kaffee sondern stattdessen ersatzweise Neurobooster zu trinken gibt aber er verstand dass dieses Getränk die gleiche Wirkung und dank der zahlreichen Geschmacksrichtungen durchaus seine Vorzüge hatte.

Wir ließen uns wieder in den administrativen Komplex teleportieren und kehrten dort zu unserem Schiff zurück, als wir wenig später das Quantenportal zwischen dem Hangar und der Mondoberfläche passiert hatten fragte mein Kandidat ob es zu spät wäre den Mars zu besuchen. Natürlich war es nicht zu spät, daher setzte ich die Sprungparameter für den Marsorbit und aktivierte den Sprungantrieb. Wir erreichten den Orbit des Mars und ich forderte die Erlaubnis für die Landung im Hangar der Kolonie an. Als diese erteilt war setzte ich einen Kurs in die Atmosphäre und steuerte das Hangartor an welches auf einer Insel in einem der neu entstandenen Flüsse lag und von einem hohen Krater umgeben war. Das Hangartor öffnete sich und ich flog das Schiff in den Hangar und auf die zugewiesene Parkposition.

Auch hier in der Marskolonie schaute sich mein Kandidat alles sehr genau an und ließ sich alles erklären. Nach unserem Rundgang durch die Kolonie unter der planetaren Oberfläche erreichten wir den Raum mit den Zugängen welche zur Oberfläche des Planeten führen. Auf der Oberfläche des Mars mag es zwar einen für Menschen erträglichen atmosphärischen Druck geben aber die Atmosphäre selbst ist noch nicht atembar, daher benötigt man für den Besuch der Planetenoberfläche ein Atemgerät. Wir besorgten uns also Atemgeräte und fuhren hoch an die Oberfläche. Mein Kandidat schaute sich staunend in dieser im Aufbau befindlichen Biosphäre um, es gab bereits eine rudimentäre Vegetation aus Gräsern und kleinen Büschen aber noch keine Bäume, doch optisch wirkte alles wie eine Prärielandschaft auf der Erde.

Als wir am frühen Abend wieder auf der Neptun-Hoststation ankamen war mein Kandidat sichtlich erschöpft von den vielen Eindrücken welche er verarbeiten musste, daher habe ich für morgen keine Ausflüge geplant. Wenn mein Kandidat keine spezifischen Wünsche bezüglich eines Ausfluges hat werden wir das Wochenende auf der Station verbringen.

19. Mai 2018

Den heutigen Tag hat mein Kandidat auf der Neptun-Hoststation verbracht, wir waren zuerst in der Hangarverwaltung und in der Verwaltung der „Jägerbucht“ wie unsere Kampffliegerrampe genannt wird. Dort hat sich mein Kandidat über verfügbare berufliche Laufbahnen informiert und den Arbeitsalltag beobachtet. Im Anschluss habe ich ihm einen kleinen Einblick in die Verwaltung der Station gewährt, er war sehr angetan von der Ausstattung des Büros welches ich als Vorsitzender der Stationsverwaltung normalerweise benutze. Meinen Arbeitsplatz mit dem Augenliderprojektionssystem fand er sehr interessant, natürlich ließ er es sich nicht nehmen das APS auch einmal selbst auszuprobieren. Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten der Stationsverwaltung besuchten wir den Sicherheitsdienst der Station, auch hier gab es für meinen Kandidaten viel zu sehen und zu fragen. Sowohl die Abteilung für die interne Sicherheit als auch die für die Umgebung der Station interessierten ihn.

Nach dem Mittagessen zeigte ich meinem Kandidaten die sekundären Arbeitgeber auf der Station welche nichts mit dem Stationsbetrieb zu tun hatten. Wir besuchten die Abteilung des Flottennachrichtenkanals, die Textilfertigung und Entwicklungsabteilung von Nanotex, unser Neuralinduktionszentrum welches die Funktion einer Schule übernimmt und zahlreiche andere Firmen welche ihre Filialen auf der Station haben. Mein Kandidat folgte aufmerksam den Erklärungen und stellte durchdachte Fragen, was auf ein starkes Interesse und eine mögliche positive Entscheidung im Bezug auf die Rekrutierung schließen lässt.

Gegen 15:00 waren wir mit unserer Tour durch und ich beschloss meinem Kandidaten auch die kulturelle Seite der Station zu zeigen, also begaben wir uns ins Nullschwerkraftstadion und schauten ein Nullschwerkrafthandballspiel an. Ein solches Spiel hatte mein Kandidat nie zuvor gesehen und dementsprechend war auch sein Erstaunen darüber. Nachdem ich ihm halbwegs die Regeln erklärt hatte fand er es sogar ziemlich interessant. Das Spiel dauerte bis in den Abend hinein, die beiden Mannschaften waren in ihrer Spielstärke ziemlich gleichwertig, daher dauerte es einige Zeit bis eine Entscheidung gefallen war.

Obwohl wir die Station heute nicht verlassen haben war dies dennoch ein interessanter und informativer Tag für meinen Kandidaten, ich bin schon sehr auf seine weitere Entwicklung gespannt und darauf welche Bereiche ihn noch interessieren bzw. welche Fragen er noch hat.

20. Mai 2018

So ist das mit den Rekrutierungskandidaten, sie werden so verdammt schnell selbstständig! Am Montag war es für meinen Kandidaten noch ein Kulturschock durch ein Quantenportal zu gehen und heute kontaktierte er mich und teilte mir mit dass er mit den Leutnants Ruby und Sebastian Ivanes unterwegs war. Er erzählte etwas von der G-Force-Academy, dem Elite-Ausbildungsschiff der Erdraumflotte und dass er dieses im Rahmen der Orientierungswochen besuchte. Dann hörte ich die Stimme von Ruby Ivanes, sie erklärte mir dass ich mir keine Sorgen machen sollte und dass dieser „Ausflug“ auf ihrem Mist gewachsen war. Ich kenne Ruby Ivanes und machte mir daher keine Sorgen, ich war nur überrascht.

Im Anschluss an dieses Gespräch kontaktierte ich Yvette und fragte sie ob sie etwas darüber wusste dass Ruby und Sebastian mit meinem Kandidaten zur G-Force-Academy geflogen waren. Yvette erzählte mir dass mein Kandidat auf dem Rundflug vor drei Tagen bei Ruby einen guten Eindruck hinterlassen hatte und dass Ruby sich sicher war dass aus ihm auch bei der Erdraumflotte ein guter Pilot werden würde. Da ich ja für den heutigen Tag ohnehin nichts geplant hatte beschloss ich die freie Zeit zu nutzen und schon einmal die Rekrutierung meines Kandidaten vorzubereiten.

Mein Kandidat meldete sich am späten Nachmittag bei mir und berichtete von seinem Tag auf der G-Force-Academy. Er hatte sich alles genau angesehen und stand nun lediglich noch vor der Entscheidung ob er nun Steuermann eines Schiffes der Flotte, ein Kampfpilot oder ein Pilot bzw. Steuermann beim Passagiertransfernetzwerk werden will. Ich erklärte ihm dass er diese Entscheidung auch noch nach der Rekrutierung für den Flottendienst treffen kann. Daraufhin erklärte er mir dass ich ihn nicht mehr überzeugen muss sich rekrutieren zu lassen, er hat sich bereits entschieden und diesbezüglich auch schon einige Recherchen angestellt. Ich erklärte ihm dass eine Sprechverbindung keine geeignete Umgebung für eine solche Unterhaltung ist und dass wir diese Thematik in einem persönlichen Gespräch erörtern sollten. Er stimmte mir zu und fragte ob wir das morgen erledigen können. Da ich ihn ja nun nicht mehr überzeugen muss, kann ich ihm ja auch ebenso gut auf seinem Weg in die Karriere bei der Erdraumflotte helfen, also stimmte ich zu und verabredete mit ihm dass er mich morgen gegen 10:00 kontaktieren soll.

Was für ein seltsamer Tag, erst die Überraschung dass mein Kandidat bereits auf eigenen Füßen stehen kann und jetzt ist er bereits nach der halben Orientierungszeit überzeugt sich einzuschreiben! Normalerweise erfolgt die Begleitung durch die Eingliederungsphase erst in den letzten zwei Tagen der Orientierungszeit, jetzt steht uns eine ganze Woche dafür zur Verfügung. Ich hoffe dass ich diesen Umstand nutzen kann um meinen Kandidaten so gut wie möglich auf das Leben als Flottenangehöriger vorzubereiten.

21. Mai 2018

Wie abgesprochen kontaktierte mich mein Kandidat pünktlich um 10:00, ich forderte ihn auf mich im Foyer der Stationsverwaltung zu treffen und machte mich dorthin auf dem Weg. Es bestand kein Zweifel mehr dass er sich für den Dienst bei der Erdraumflotte entschieden hatte, wir trafen uns und begaben uns zum Servicecenter. Dort meldete sich mein Kandidat mit seinem Kommunikationsarmband an einem der Terminals an und wir gingen das Eingliederungsformular gemeinsam durch. Seine persönlichen Daten waren bereits im System erfasst und es mussten nun die Daten bezüglich der Eingliederung in die Bürgerschaft der terranisch interstellaren Republik eingegeben werden. Dazu gehörte unter anderem die Angabe des favorisierten Lebensraumes in dem sich das ständige Wohnquartier befinden sollte, die Anzahl der mit einzugliedernden Angehörigen und deren persönliche Daten und das favorisierte Berufsfeld des Einzugliedernden, für das es bereits einige Vorschläge anhand der bisherigen beruflichen Laufbahn gab.

Nach der Eingabe der Daten für die Eingliederung folgte das Formular zur beruflichen Weiterbildung, dort waren basierend auf der beruflichen Vergangenheit und dem favorisierten Berufsfeld einige Vorschläge für Ausbildungsstätten und Ausbildungsprogrammen bereits vorgeschlagen. Da mein Kandidat noch nicht wusste welche Art Pilot er werden wollte entschieden wir uns für eine zusätzliche Orientierungszeit in der Ausbildung in dem er alle infrage kommenden Berufsfelder in einer Rotation durchläuft. Als Ausbildungsstätte wählte mein Kandidat die Außenstelle der Flottenakademie auf der Neptun-Hoststation welche aufgrund des angegebenen favorisierten Lebensraumes vorgeschlagen wurde.

Im Anschluss erhielt mein Kandidat eine Liste der für die Eingliederung zu erledigenden Aufgaben welche mit seiner ID und seinem Kommunikationsarmband verknüpft wurde, da es bei uns keine religiösen Feiertage gibt konnten wir die Abarbeitung heute gleich in Angriff nehmen. Dazu gehörte die medizinische Grunduntersuchung mit der anschließenden Verabreichung der auf Nanotechnologie basierenden Immun- und Heilungsunterstützung von einem Arzt seiner Wahl, eine ergänzende Neuralinduktion zur Verinnerlichung für die Ausbildung wichtigen Grundwissens sowie die Abholung der Grundausrüstung für Auszubildende.

Mein Kandidat wusste zwar dank der Neuralinduktion bereits was die Immun- und Heilungsunterstützung ist und wie sie arbeitet, allerdings war ihm diese Technologie nicht ganz geheuer, er verglich die Verabreichung mit der Assimilation durch die Borg aus dem Star Trek – Universum. Dieser Vergleich wird oft von Rekrutierungskandidaten von der Erde angestellt, die Bürger unserer Republik erhalten die Immun- und Heilungsunterstützung bereits in der Kindheit und daher ist diese für sie etwas ganz normales. Den Menschen auf der Erde steht diese Technologie noch nicht zur Verfügung, allerdings ist dies nur noch eine Frage der Zeit bis sich das ändert. Ich kannte genau die richtige Ärztin für die Aufgabe meinem Kandidaten die Vorbehalte zu zerstreuen, Doktor Kim Ngujen, die Chefärztin auf der Far Horizon. Ich kontaktierte Yvette um zu fragen ob die Far Horizon in der Nähe war und ob wir das Schiff noch einmal für eine Konsultation der Chefärztin besuchen konnten bzw. ob Doktor Ngujen auch „Hausbesuche“ macht. Yvette versprach diesbezüglich nachzufragen und sagte dass wir erst einmal die anderen Punkte der Eingliederungsaufgaben in Angriff nehmen sollten, ich sagte ihr dass wir erst mal die ergänzende Neuralinduktion in Angriff nehmen würden und dass wir etwa zwei Stunden später bereit wären.

Der Weg zum Bereich für die Neuralinduktion viel meinem Kandidaten leichter, er kannte das Verfahren und wusste dass es daran nichts zu fürchten gibt, nachdem er es sich auf dem ergonomisch geformten Sitz gemütlich gemacht und das Headset aufgesetzt hatte startete ich die Übermittlung der für die Eingliederung erforderlichen Wissenspakete. Während mein Kandidat friedlich in seinem künstlichen REM-Schlaf lag kontaktierte mich Doktor Ngujen und teilte mir mit dass sie in Kürze mit einem Transitschiff auf der Neptun-Hoststation andocken würde um meinem Kandidaten nach der Neuralinduktion die Grunduntersuchung und die Immun- und Heilungsunterstützung zukommen zu lassen.

Mein Kandidat erwachte schließlich aus dem künstlichen REM-Schlaf welcher die ergänzende Neuralinduktion begleitet hatte und rieb sich die Augen, als er wieder auf seinen Füßen stand kontaktierte ich Doktor Ngujen und fragte nach ihrer Ankunftszeit. Doktor Ngujen erklärte mir dass sie bereits im Hangar angedockt hatte und bereit wäre uns zu empfangen, ich sagte ihr dass sie uns an Bord ihres Transitschiffes teleportieren sollte um Zeit zu sparen was sie anschließend auch tat. Doktor Ngujen erklärte meinem Kandidaten alles haargenau was sie zu tun beabsichtigte, mit ihrem Diagnoseokular sah sie zwar etwas wie ein Borg aus aber davon lenkte sie mit ihrer warmen und einfühlsamen Art ab.

Mein Kandidat setzte sich auf einen der Sitze im Cockpit des Transitschiffes und Doktor Ngujen scannte ihn erst einmal ausführlich, sie sagte dass sie keine Infektionen oder Verletzungen diagnostizieren konnte, dann holte sie eine Druckimpulsspritze aus ihrem Ausrüstungskoffer und zeigte sie meinem Kandidaten. Mein Kandidat meinte dass die Spritze wie eine Kreuzung aus Feuerzeug und Nasensprayflasche aussah, diese Beschreibung ist ziemlich zutreffend. Doktor Ngujen steckte die Druckimpulsspritze auf eine Kartusche und lud sie mit den Nanobots, anschließend steckte sie die geladene Spritze in ein Programmiergerät um die Nanobots auf die DNA meines Kandidaten, welche sie mit dem Diagnoseokular gescannt hatte, zu programmieren. So erklärte sie ihre Schritte auch meinem Kandidaten, schließlich setzte sie meinem Kandidaten die Druckimpulsspritze rechts an den Hals und löste die Injektion aus, ein kurzes Zischen war zu hören. Nach dieser Prozedur war alles erledigt, Doktor Ngujen verabschiedete sich von uns und wir verließen ihr Transitschiff wieder. Mein Kandidat meinte dass dies der entspannendste Arztbesuch seines bisherigen Lebens war.

Im Anschluss begaben wir uns auf das Promenadendeck um die Grundausrüstung für meinen Kandidaten zu besorgen, diese bestand aus einem X-Pad der Serie 5.2 von Nanotech mit einem 19 Zoll großen Display und einer dazugehörigen Transporttasche. Mit diesem Gerät sollten die Auszubildenden ihre Stundenpläne und Aufgaben managen, selbstständig recherchieren, mit anderen Auszubildenden kommunikativ zusammenarbeiten und auch im Bedarfsfall ihre Ausbilder kontaktieren, natürlich durfte das Gerät auch für den Privatgebrauch genutzt werden. Nachdem alle Aufgaben für die Eingliederung erfüllt waren entließ ich meinen Kandidaten in die Freizeit mit dem Rat, die neuen Eindrücke erst einmal zu verarbeiten.

22. Mai 2018

Heute hatte mein Kandidat seinen ersten Tag in der Orientierungsphase in der Außenstelle der Flottenakademie, diese – auch Berufsfindungsphase genannte – Zeit soll den zukünftigen Angestellten ermöglichen den für sie optimalen Beruf zu finden. Da für meinen Kandidaten aufgrund seiner bisherigen Laufbahn, seiner Erfahrung und seiner Interessen nur eine Laufbahn als Pilot oder Steuermann eines Schiffes in Frage kommt, konnte das Spektrum der zu angebotenen Berufsfelder erheblich verkleinert und die Orientierungszeit dementsprechend verkürzt werden. Zu Anfang erfolgten erst einmal die obligatorischen Tests der Toleranz gegenüber Beschleunigungskräften und der fliegerischen Fähigkeiten, die Anforderungen sind jedoch an der Flottenakademie bei weitem nicht so hoch wie bei der Aufnahmequalifikation an Bord der G-Force-Academy.

Im Schwerkraftsimulator wurde mein Kandidat verschiedenen Schwerkraftfeldern ausgesetzt welche aus allen möglichen Richtungen auf ihn einwirkten, dies sollte einen Atmosphärenflug mit Rückstoßantrieb simulieren. Im Laufe dieses Tests wurde die Intensität der Schwerkraftbelastung immer weiter gesteigert, bei 4,3 G verlor mein Kandidat das Bewusstsein. Ein Einstieg in die Laufbahn eines Kampfpiloten ist mit so einem Wert eher schwierig, daher fiel diese Berufslaufbahn schon mal weg. Als nächstes erfolgte ein Test bei dem mein Kandidat ein simuliertes Schiff nur mit Änderung der Fluglage und ohne Einfluss auf die Geschwindigkeit durch einen immer enger werdenden Tunnel steuern musste. Hie erreichte er ein akzeptables Ergebnis, für einen angehenden Steuermann eines Flotten- oder Passagierschiffes. Da sich beide Berufsfelder in der Ausbildung im ersten Jahr gleichen, wurde entschieden dass die Entscheidung für ein bestimmtes Berufsfeld auf später verschoben werden sollte. Mein Kandidat hatte zwar eine Präferenz für den Passagiertransport, er wollte sich aber der Chance einer Laufbahn als Steuermann eines Flottenschiffes noch nicht verschließen. Die Tests nahmen ein paar Stunden in Anspruch und forderten meinem Kandidaten einiges ab, am schlimmsten war für ihn das warten zwischen den Tests.

Schließlich war dann doch alles geschafft und mein Kandidat war somit offizieller Kadettenanwärter an der Flottenakademie, das Ausbildungsjahr beginnt am 3. September. Bis zum Beginn der Ausbildung hat mein Kandidat die Chance in einem berufsvorbereitenden Praktikum sowohl den Alltag an Bord von Flottenschiffen als auch von Linien- und Transitschiffen des Passagiertransfernetzwerkes kennenzulernen. Die Einzelheiten dieser Maßnahme müssen wir jedoch noch verhandeln und mein Kandidat muss sich der Entscheidung stellen was mit seinem Lebensmittelpunkt auf der Erde passieren soll. Ob er seine Wohnung als Zweitwohnung behält, ob diese von entsprechendem Personal gepflegt und beaufsichtigt werden soll oder ob der diesen Wohnsitz und andere Bindungen aufgibt, auch dabei wird er von entsprechendem Personal unterstützt. Darüber sollte er sich heute jedoch keine Gedanken mehr machen, wir haben schließlich noch fünf Tage Zeit bis seine zwei Orientierungswochen vorbei sind.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Tages habe ich meinem Kandidaten noch ein paar kulturelle Einblicke in unsere Gesellschaft gewährt, wir haben im Mediencenter einige bei uns beliebte Sportarten in Aufzeichnungen verfolgt und im Anschluss habe ich ihm noch gezeigt wie man eine Präsenz im Flottennetzwerk erstellt. Da das Flottennetzwerk „Fleetnet“ in der Bedienung mit Google+ vergleichbar ist fand sich mein Kandidat darin auch gut zurecht, auch die Bedeutung der Bereiche „Allianz“ und „Interessenten“ wusste er zu deuten. Die Verknüpfung mit der Bürgerdatei der terranisch interstellaren Republik und den Dienstakten und Dienstplänen etwaiger Arbeitgeber fand er interessant, da man dadurch die entsprechenden Lebensereignisse als Vorschläge für Beiträge auf seiner Präsenz erhält und weil man auch seit kurzem amtliche Angelegenheiten über das Flottennetzwerk regeln kann. Morgen werden wir uns dann um die Regelung der Angelegenheiten für das Praktikum und die Behandlung des Wohnsitzes meines Kandidaten auf der Erde kümmern.

23. Mai 2018

Gegen 10:00 traf ich meinen Kandidaten im Foyer der Stationsverwaltung und begleitete ihn zum Servicecenter, dort gingen wir gemeinsam seine Bürgerdatei durch und klärten die Formalitäten seines Umzuges. Nachdem er erfahren hatte dass es auf der Erde in den meisten Städten Urlaubsquartiere von Erdraumflotte und terranisch interstellarer Republik gibt entschied er dass er seine alte Wohnung dort nicht mehr braucht. Er wählte die Unterstützung bei der Haushaltsauflösung für neu eingegliederte Bürger der Republik und terminierte die Wohnungsauflösung für Anfang Juni, die Freizeitreservierung für diesen Tag buchte er auf meinen Rat hin ebenfalls denn es kann ja sein dass sein Praktikum in kürze beginnt. Als neue Postadresse für eventuell eintreffende Post nach der Wohnungsauflösung gab er die Poststelle des Administrativen Komplexes in München an, von dort aus würden Sendungen an den Standort seines permanenten Quartiers weitergeleitet. Für diese Adresse wurde ihm auch ein Mietvertrag ausgedruckt falls dieser für die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt oder anderen Institutionen erforderlich sein sollte. Als er mich fragte ob er seine Sparguthaben übertragen können erklärte ich ihm dass die Geschäfte in unserer Republik auch terranische Kredit- und Bankkarten akzeptieren und zeigte ihm wie er über das Flottennetzwerk auf seine Konten auf der Erde zugreifen kann.

Als wir das alles erledigt hatten nahmen wir die Organisation des Praktikums in Angriff, in dem er bis zum Beginn seiner Ausbildung schon einmal Erfahrungen sammeln sollte. Es standen einige Schiffe zur Verfügung, neben Linienschiffen von PTN auch die Red Halfmoon unter dem Kommando von Kapitän Vera Bach und die Far Horizon welche Kapitän Tönnigs kommandiert. Ich kannte einige Mitglieder der Mannschaft der Far Horizon und hatte von diesen auch schon einige Berichte von Missionen gehört, daher riet ich meinem Kandidaten sich für die Far Horizon zu entscheiden da diese als Flaggschiff der Flotte im Vergleich zu einem Linienschiff einen spannenderen und facettenreicheren Alltag an Bord bietet. Da die Orientierungswochen meines Kandidaten noch am Anfang der Rekrutierungssaison lagen bestand eine reale Chance dass auf der Far Horizon noch Praktikumsplätze frei waren. Mein Kandidat folgte meiner Empfehlung und wählte die Far Horizon als Standort für seine Praktikumszeit. Auf dem Schiff würde er alle Aspekte der Arbeit und des Lebens an Bord eines Raumschiffes kennenlernen und mit verschiedenen Mitgliedern der Mannschaft in den verschiedensten Einsatzbereichen zusammenarbeiten.

Nach dem Abarbeiten der Formalitäten für die Eingliederung und das Praktikum gab es keine zu erledigenden Sachen mehr für meinen Rekrutierungskandidaten, daher sagte ich dass es nun an ihm läge zu entscheiden was er für den Rest seiner Orientierungszeit machen will. Er sagte mir dass er gerne nochmal einen Ausflug in einem Kampfflieger machen würde wie den mit Ruby Ivanes bei unserem Besuch auf der Far Horizon und bei seinem Besuch auf der G-Force-Academy. Ich kontaktierte also Yvette und fragte ob sie oder einer ihrer Kameraden des Kampffliegergeschwaders Zeit hätte um mit meinem Kandidaten etwas herum zu fliegen, Yvette meinte dass ihre Schicht um 16:00 enden würde uns sie dann Zeit hätte. Außerdem sagte sie dass sie morgen und übermorgen einen Ruhetag im Dienstplan hätte. Nachdem mein Kandidat zugestimmt hatte machte ich mit Yvette für ihn am Nachmittag ein Treffen aus, ich riet ihm auch sich vor dem Ausflug noch etwas zu stärken und auszuruhen. Er verabschiedete sich und verließ das Servicecenter.

Da mein Kandidat bei Yvette in (hoffentlich) guten Händen war hatte ich ein paar Stunden Zeit um ein paar Freunde auf der Erde zu besuchen. Am Abend berichtete mir Yvette von ihrem Ausflug, sie waren ein Wenig im Sonnensystem herum geflogen und Yvette hatte ihm einige Manöver gezeigt mit denen sie sonst ihre Kameraden von Kampfgeschwader beeindruckt. Zum Glück hat sie dabei auf wilde Flüge durch planetare Atmosphären verzichtet, damit hätte sie meinem Kandidaten vielleicht die Freude am Fliegen verdorben.

24. Mai 2018

Am heutigen Tag sind Yvette und ich mit meinem Kandidaten etwas herum geflogen, da mein Kandidat ja alle Aufgaben erfüllt hat welche für die Rekrutierung und die Eingliederung notwendig sind, haben wir ihm einfach mal ein paar interessante Orte im Territorium unserer terranisch interstellaren Republik gezeigt. Mit einem Transitschiff sind wir am Vormittag von der Neptun-Hoststation zur Werftstation bei Wolf 359 geflogen, dort konnte sich mein Kandidat einen Überblick über die Schiffe verschaffen welche in der Erdraumflotte und unserer Republik verwendet werden. Der Vorsitzende der Verwaltung auf der Werftstation „Uwe Tschapkin“ hatte etwas Zeit um meinem Kandidaten alles zu erklären und seine Fragen zu beantworten. Wir schauten uns an wie die Schiffe der Ghostbird-Klasse – schwere Kampfflieger deren Außenhülle über eine optisch variable Oberfläche zur Tarnung besitzt – gefertigt werden. Außerdem erhielten wir einen Einblick in die Endfertigung eines Schiffes der Halfmoon-Klasse, ein leichter Kreuzer dessen Silhouette an eine Mondsichel erinnert. Und wir schauten in der Entwicklungsabteilung vorbei, wo neue Technologien entwickelt und für die Praxistests in Versuchsschiffe eingebaut wurden. Mein Kandidat stellte viele Fragen und Verwalter Tschapkin versuchte diese so gut wie möglich zu beantworten.

Nach einer reichhaltigen Mahlzeit in der Kantine der Werftstation flogen wir zu einer der Agrarstationen in unserem Sonnensystem, welche zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus die Sonne umkreisen. Dort konnte mein Kandidat sehen dass wir nicht nur planetare Agrarkolonien besitzen und woher die Nahrungsmittel kommen mit welchen die Einrichtungen unserer Republik auf der Erde, in der Marskolonie, im Flottendock im Orbit des Uranus und die Neptun-Hoststation beliefert werden. Im Anschluss an unseren Besuch auf der Agrarstation beobachteten wir wie ein Frachtschiff von dort aus in Richtung der planetaren und orbitalen Lebensräume aufbrach um dort seine Fracht abzuliefern, wir folgten dem Frachter und begleiteten ihn auf seinem Weg. Das Frachtschiff machte Station in den Orbits der Planeten Erde, Mars, Uranus und Neptun um seine Fracht in die Lebensräume auf den Planeten oder in deren Orbit zu teleportieren. Mit den Sensoren unseres Transitschiffes konnte mein Kandidat den Transfer der Fracht genau beobachten, was für ihn trotz des unspektakulären Ablaufs sehr spannend war.

Nachdem der Frachter seine letzte Fracht auf die Neptun-Hoststation teleportiert hatte kehrte er zum Flottendock im Orbit des Uranus zurück, wir dagegen landeten wieder auf der Neptun-Hoststation. Um den Tag interessant ausklingen zu lassen schlug Yvette vor in die VR-Abteilung des Mediencenters zu gehen und beim Cyberblade etwas Dampf abzulassen. Da mein Kandidat von diesem Sport keine Ahnung hatte bot sie sich an ihm die Grundlagen beizubringen, ich beschloss bei diesem Spektakel nur zuzuschauen da ich in diesem Sport nicht allzu gut bin.

Nach dem Betreten des Spielraumes legten Yvette und mein Kandidat die Körperpanzerung an und setzten die Augenliderprojektionssysteme auf, ich setzte mich in den Zuschauerraum und schaute mir das Spiel aus der Distanz an. Yvette wählte eine virtuelle Arena aus welche über das Augenliderprojektionssystem simuliert wurde und zeigte meinem Kandidaten wie man den Karbonstab hält, dieser erschien in der Simulation – welche auch im Zuschauerraum auf dem Bildschirm zu sehen war – als Waffe, aufgrund der von Yvette gewählten Parameter als Langstock. Yvette zeigte meinem Kandidaten wie er mit der virtuellen Waffe umzugehen hatte, dann begann sie mit dem Übungskampf. Natürlich passte sich Yvette den Fähigkeiten meines Kandidaten an damit es ein fairer Kampf blieb, hätte sie alles gegeben dann hätte mein Kandidat keine Chance gehabt. So jedoch konnte mein Kandidat lernen in der virtuellen Arena mit der virtuellen Waffe umzugehen.

Als wir am Abend die VR-Abteilung wieder verließen hatte sich mein Kandidat richtig ausgetobt und auch Yvette wirkte ziemlich ausgeglichen. Ich finde sowas gehört auch zu den Orientierungswochen, denn die Anwärter auf den Dienst für die Flotte und die Republik sollen ja alle Vorteile unserer Gesellschaft kennenlernen.

25. Mai 2018

Heute war ich mit meinem Rekrutierungskandidaten und Yvette im Simulationsbereich der Station um ihm mal die Gelegenheit zu geben die verschiedenen Arbeitsplätze kennenzulernen welche für ihn in Frage kommen. Zuerst besuchten wir den Brückensimulator für Linienschiffe von PTN, mein Kandidat saß dort auf dem Platz des Steuermanns, Yvette übernahm die Funktion des Kapitäns und ich saß an der Konsole des Chefpassagierbegleiters. Da während eines interstellaren Sprungs nicht allzu viel zu tun ist wurde die Sprungzeit in der Simulation auf eine Minute begrenzt, so spielten wir eine komplette Schicht einer Brückenmannschaft durch. Dabei lernte mein Kandidat viel über das Berechnen von Umlaufbahnen für den Fall dass der Gravitationsantrieb nicht zur Verfügung steht um ein Schiff über einem Planeten auf einem künstlichen Lagrangepunkt zu halten.

Im Anschluss begaben wir uns in den Brückensimulator für Flottenschiffe, hier bekleidete mein Kandidat ebenfalls die Position des Steuermannes an der Operationszentrale, Yvette hatte sich für den zweiten Platz an der Operationszentrale als taktischer Offizier entschieden und ich nahm die Position des Kapitäns ein. Die Restlichen Brückenoffiziere und die anderen Abteilungen des Schiffes wurden durch virtuelle Charaktere vom Simulationssystem besetzt. Zum Glück hatte Yvette kein kompliziertes Szenario gewählt, es war nur eine Forschungsmission um einen unbekannten Planeten zu erkunden. So verbrachten wir den Vormittag bis hinein in den Nachmittag im Simulationsbereich, aufgrund der Detailgenauigkeit unserer Simulationen war das für meinen Kandidaten und auch für mich ein richtiges Abenteuer. Gegen 15:00 suchten wir den Restaurantbereich auf und stärkten uns erst einmal.

Nach unserem späten Mittagessen trafen wir uns mit Ruby und Sebastian Ivanes und Sebastian erzählte davon wie er damals Rekrutierungskandidat von Ruby war, er berichtete von seinen Erlebnissen während der Orientierungswochen und wie er auf diese Weise mit Ruby zusammen kam. Für meinen Kandidaten waren Sebastians berichte sehr interessant, durchlebt er doch jetzt eine
Phase in seiner beruflichen Laufbahn welche Sebastian bereits hinter sich hat. Anschließend gab Sebastian meinem Kandidaten noch ein paar gute Ratschläge damit es ihm leichter fällt sich in seinem neuen Leben als Angehöriger der Erdraumflotte oder Angestellter bei PTN zurechtzufinden. Nebenbei leerten wir einige Trinkkrüge blauen Honigwein, die Verwendung von Safe-Alk in diesem Getränk fand mein Kandidat sehr interessant. Er meinte dass dieser Alkoholersatz welcher zwar den Geschmack von alkoholischen Getränken vortäuscht, aber keine weiteren Wirkungen von Alkohol hat, auf der Erde helfen könnte einige Probleme zu vermeiden.

Wir plauderten bis spät in den Abend über die Unterschiede zwischen dem Alltag auf der Erde und in unserer terranisch interstellaren Republik, als wir uns am Abend trennten hatte mein Kandidat viel über unsere Kultur und seinen zukünftigen Arbeitsalltag gelernt. Ich denke mal dass er sich als Bürger unserer Republik wohl fühlen und stolz darauf sein wird zu unserer Gesellschaft zu gehören.

26. Mai 2018

Heute am vorletzten Tag seiner Orientierungswochen war ich mit meinem Kandidaten noch einmal unterwegs, wir sind mit einem Schiff von PTN auf der Linie zwischen den Sternensystemen Gliese 667 und Gliese 581 mit Aufenthalt im Sonnensystem herum geflogen. Dabei haben wir den Passagierbegleitern über die Schulter geschaut, mein Kandidat fand diesen Ausflug interessant, auch wenn heute kein Besuch auf der Brücke, im Hangar oder im Maschinenraum auf dem Plan stand. Man kommt auf so einer Reise unweigerlich mit einigen Passagieren ins Gespräch und erfährt so, was in den einzelnen Lebensräumen so vor sich geht und wie die einzelnen Bewohner die Geschehnisse betrachten. Im Nachrichtenkanal von Flotte und Republik bekommt man zwar auch einen Überblick über die Geschehnisse aber die subjektive Bewertung erhält man nur im Gespräch mit Betroffenen und Zeitzeugen.

Größere Probleme gibt es in den planetaren Kolonien der beiden Systeme welche die Fluglinie verbindet nicht, nur individuelle Herausforderungen wie Nachzüge von Verwandten in die Kolonie. Wenn die Verwandten aus Lebensräumen kommen in denen sie einem geringeren Schwerkraftniveau ausgesetzt sind, dann benötigen sie für die Akklimatisierung natürlich einem Platz in den Anpassungszonen bzw. auf der Anpassungsstation wo sie schrittweise an das höhere Schwerkraftniveau gewöhnt werden. Diese Anpassungsplätze sind natürlich nur in begrenzter Zahl verfügbar, daher kann es vorkommen dass ein Bürger unserer Republik welcher zu seinen Verwandten in die Kolonie ziehen will die erste Zeit im Besucherbereich der Kolonie wohnt wo das irdische Schwerkraftniveau herrscht. Besuche bei den Verwandten sind dann immer mit dem Tragen eines phaseninvertierten Schwerkraftanzuges (welche seinen Träger vor dem höheren Schwerkraftniveau abschirmt) verbunden. Rivalitäten zwischen den Kolonien bzw. ihren Bewohnern gibt es keine, schließlich stammen viele Menschen in den Kolonien noch von Terra (der Erde) oder zumindest von gebürtigen Terranern ab was sie alle eint.

Der Ausflug war für meinen Kandidaten daher auch sehr lehrreich, er lernte viel über den Alltag in den einzelnen Kolonien kennen. In vielen Kolonien gibt es keinen Sonnenlauf und keine Jahreszeiten, da sich diese Kolonien auf Planeten befinden welche einen Stern in einer gebundenen Rotation umkreisen, diese Kolonien unterliegen der Heimatzeitverordnung und in ihnen gilt die irdische Zeitzone GMT+1. Mein Kandidat erkannte die Wichtigkeit der Heimatzeitverordnung und stellte eine Verbindung zu den verschiedenen Standorten von Erdraumflotte und Republik auf der Erde her. Auch hier gilt ja die Heimatzeitverordnung da es viele Angestellte gibt welche zwischen den Komplexen hin und her reisen, durch die kurze Reisezeit mit P.T.N.- Global durchquert man mehrere Zeitzonen in gerade mal zwei Sekunden. Wenn man dann die Komplexe verlässt kann dies zu einem erheblichen Jet Lag führen. Natürlich haben wir die Kolonien auch besucht, wenn mein Kandidat alles gesehen hatte sind wir mit dem nächsten Linienschiff weiter geflogen.

So haben wir den heutigen Tag verbracht und mein Kandidat konnte wichtige Eindrücke sammeln, ich finde dass dies eine produktive Art des Zeitvertreibs war. Der heutige Tag war auch der letzte an dem wir solchen Aktivitäten nachgehen konnten, morgen findet die Auswertung der Orientierungswochen statt. Dabei müssen mein Kandidat und ich einen Bericht verfassen welcher sowohl die Eindrücke meines Kandidaten, als auch meine Einschätzung seiner Gewöhnung an unsere Gesellschaft beinhaltet. Da mein Kandidat ja bereits alle für die Eingliederung notwendigen Schritte hinter sich hat, wird die Dokumentation der bereits angelaufenen Maßnahmen und gestellten Anträge den Bericht komplettieren. Mit der Abgabe dieses Berichts endet sowohl für meinen Kandidaten als auch für mich eine interessante Zeit, es war erfrischend mal in ein anderes Berufsfeld hineinzusehen. Bis jetzt habe ich noch keine Idee für welches Berufsfeld ich mich beim Arbeitnehmeraustauschprogramm im nächsten Jahr bewerbe, doch bestimmt fällt mir bis dahin eines ein das mich interessiert.

27. Mai 2018

Im Laufe seiner zwei Orientierungswochen hat er sich gut in unsere Gesellschaft eingelebt, seine Nachfragen bei den Besuchen potentieller Arbeitsstellen ließen ein hohes Interesse erkennen. Angesichts dieser Eindrücke bin ich davon überzeugt dass mein Kandidat sich zu einem wertvollem Mitglied unserer Gesellschaft entwickeln wird, seine frühzeitige Entscheidung für die Eingliederung bestärken mich in dieser Einschätzung.

So in Etwa lautete das Fazit über die Entwicklung meines Kandidaten im Bericht über seine Orientierungszeit. Mein Kandidat äußerte sich ebenfalls positiv über seine Erlebnisse während der zwei Orientierungswochen, er schilderte seine Begeisterung über den Entwicklungsstand und unseren Stand der Technik welche ihn sehr beeindruckt hatte. Auch über die Begleitung durch mich während der Orientierungszeit äußerte er sich sehr positiv, ich hätte ihm quasi eine Brücke gebaut von seiner Welt auf der Erde in unsere Welt, so beschrieb er meine Arbeit.

Ich muss zugeben dass es mir ziemlich leicht fiel meinen Kandidaten in unsere Gesellschaft einzuführen, dies könnte an der Fortschrittlichkeit unserer Gesellschaft liegen aber auch daran dass ich von unserer Lebensweise überzeugt und mit dieser sehr zufrieden bin. Ich gehe jedoch nicht davon aus dass man mir einen Kandidaten zugeteilt hat mit dem ich es leicht haben würde, man kann zwar die Chancen halbwegs kalkulieren wie hoch die Wahrscheinlichkeit sein wird dass sich ein Kandidat von der Eingliederung in unsere Gesellschaft überzeugen lässt, aber es gibt zu viele Variablen die man nicht berechnen kann. Sebastian Ivanes hatte mir ja bereits berichtet was für Kulturschocks er damals durchlebt hatte als er die Orientierungszeit durchlief, solche Überraschungen können Menschen bestimmt auch abschrecken.

Es war doch eine interessante Abwechslung zu meinem Alltag als Vorsitzender der Stationsverwaltung hier auf der Neptun-Hoststation, morgen arbeite ich wieder in meinem gewohnten Job und ich freue mich auch darauf. Ich weiß noch nicht für welches Berufsfeld ich mich beim Arbeitnehmeraustauschprogramm im nächsten Jahr anmelde aber ich denke da fällt mir schon etwas ein, es gibt noch viele interessante Berufsfelder im Dienst der Republik und der Flotte. Die offizielle Arbeit als Rekrutierungsassistent hat mir jedoch genau so gut gefallen wie die private Betätigung in diesem Bereich, es macht mir genau so viel Spaß jemand fremdes in unsere Gesellschaft einzuführen wie bei einem Bekannten oder Freund. Daher denke ich dass ich bestimmt noch weitere Kandidaten für die Eingliederung in unsere Gesellschaft finden und sie durch die Orientierungszeit begleiten werde, auch wenn dies in privater Initiative geschehen wird und nicht als offizieller Rekrutierungsassistent.
 
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