Wolfgang Reuter

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Ich bin Jahrgang 1943, in Görlitz geboren und dort aufgewachsen. Erst mit meinem Lehrerstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam musste ich mich allmählich von meiner Heimatstadt lösen; und als Lehrer kam ich ab 1965 nach Laubusch (Kreis Hoyerswerda).

Mein Leben hatte immer mit jungen Leuten zu tun, kein Wunder also, dass ich beim Kinderfernsehen der DDR landete. Mit Sandmännchen, Pittiplatsch, Fuchs und Elster, Clown Hoppla, mit dem Märchenland, dem Spielhaus und vielen anderen Freunden der Kleinsten hatte auch ich meine Freude.

Am 31. 12. 1991 war ich unter denen, die im DDR-Fernsehen das Licht ausknipsen mussten. Lediglich "Unser Sandmännchen" überlebte mit Mühe die Wende. Warum das so war, wissen die vielen Zuschauerfans, die den Helden der ostdeutschen Kinderzimmer einfach nicht hergeben wollten.

Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit erfuhr ich von der Absicht, in München-Unterföhring einen neuen Sender zu starten: DSF. Das kam mir vertraut vor, denn ich hatte meinen DSF-Beitrag bis zur Wende regelmäßig entrichtet. Also bewarb ich mich und hatte das Glück, von der ersten Sendeminute an eingestellt zu werden. Bis zur Rente 2008 ist es dabei geblieben.

Natürlich hat ein Sportsender nicht so zwingend mit Kindern zu tun, das fehlte mir ein bisschen. Ich fing an, über mein Leben nachzudenken und landete folgerichtig bei dessen Ausgangspunkt - in Görlitz. Meine Kindheits- und Jugendträume setzten mir so lange zu, bis ich ein paar davon in "Ein Schatz für Anke" aufgeschrieben habe.

Zwei Jahre später war es wieder so weit: Es reichte für mein zweites Buch (gemeinsam mit Texten von Barbara Siwik). Diesmal reizte mich der politische Schweinsgalopp der deutschen Politik. Statt mich darüber aufzuregen, schrieb ich lieber ein paar satirische Texte.

Und natürlich bin ich dem Schmöker-Verlag Garbsen ausdrücklich dankbar, dass er mir beide Bücher eingeräumt hat.

Was jetzt noch folgen wird, ist offen.

Einerseits liegen "Flunkergeschichten" für Kinder zur Veröffentlichung bereit, mit Illustrationen von Kerstin Arndt. Unter "Kindergeschichten" sind viele in WebStories veröffentlicht - wie "Der Wassertropfen", "Warum die Fische Schuppen haben" oder "Warum es keine Eisenwürmer gibt".

Andererseits ist Text- und Bildmaterial für ein Spaß-Büchlein "Deine letzte Zigarette" zusammengestellt. Beides aber will bisher kein Verlag herausbringen, jedenfalls habe ich noch keinen gefunden.

Und am Bilderbuch "Erika, das Waschbär-Mädchen" arbeitet Kerstin Arndt ebenfalls gegenwärtig. Wer aber wird das drucken?!

Vielleicht bleibt mir also nur, einen weiteren Traum zu realisieren: einen Krimi schreiben, der fast wie eine Fortsetzung zu "Ein Schatz für Anke" mit den gleichen Hauptfiguren in Görlitz spielen soll, natürlich mit nun fast schon erwachsenen Roman-Helden. Schaun wir mal!

Berlin, Februar 2010
Wolfgang Reuter
http://www.wolfgang-reuter.com/




Mein erstes Buch: "Ein Schatz für Anke" (2005):

Der Nikolaifriedhof in Görlitz ist ein uralter Friedhof, mindestens neunhundert Jahre alt. Hier hat die dreizehnjährige Anke Wolfsgruber ein "Date" mit ihrem Freund Frank. Dieser hatte den verschwiegenen Treffpunkt wohl aus der Sorge heraus vorgeschlagen, von Klassenkameraden beobachtet zu werden.

Was Anke aber beim Warten auf Frank hier entdeckt, ist die große Sensation dieser Sommerferien für sie: Auf einem uralten Grabstein liest sie ihren eigenen Namen.

Anke kann gar nicht glauben, dass in Görlitz schon einmal ein Mädchen mit Ihrem Namen gelebt hat. Schon bald beginnt sie eine abenteuerliche Spurensuche nach ihrem "Schwesterchen ANKE", und gemeinsam mit Frank findet sie auch wirklich einen Weg, mehr über diese ANKE von vor fünfhundert Jahren herauszufinden.

Im Buch erleben wir nicht nur, wie Anke und Frank Stück für Stück das Geheimnis um "Schwesterchen ANKE" lüften. Wir geraten auch mitten hinein in das Leben der Kaufmannstochter Anke aus dem spätmittelalterlichen Görlitz. Und das Erstaunlichste: Es gibt tatsächlich Spuren, die diese fünfhundert Jahre überdauert haben und noch heute auffindbar sind.

Ich gebe ja zu, dass die erzählte Geschichte etwas frei erfunden ist. Aber fast alle Hintergründe entsprechen der Wahrheit. Die Görlitzer Altstadt hat sich in den letzten fünfhundert Jahren nur unwesentlich verändert, wenn auch der große Stadtbrand von 1525 die Görlitzer zwang, ihre Stadt auf spätgotischen Grundmauern fast neu aufzubauen.

Das Gotische in den Grundmauern und den vielen mehrstöckigen Kellern hat die Zeiten überdauert. Darüber erhebt sich vieles aus der Zeit der Frührenaissance; denn die Görlitzer beeilten sich, die Brandspuren von 1525 zu beseitigen. Innerhalb weniger Jahrzehnte erstand wieder ein blühendes Görlitz, dessen Altstadt fast unverändert bis heute erhalten ist: die Kirchen, das Rathaus, das Jüdische Bad, der Nikolaifriedhof, die alten Kaufmannshäuser, die Konsolköpfe an Häusern und in Kirchen und die alten Gassen natürlich auch. So kann man also ober- wie unterirdisch auch heute noch jederzeit weitere Spuren finden bei einer eigenen Suche nach "Schwesterchen ANKE". Und vielleicht findet sich ja dann tatsächlich -

EIN SCHATZ FÜR ANKE.


Mein zweites Buch: "High-matt-Land" (2007)

Barbara Siwik aus Braunsbedra bei Merseburg (wir kennen uns nur aus dem Internet) und ich haben satirische Texte zusammengetragen, die ein paar Schlaglichterchen auf unser Heimatland werfen. Dass es mal "high" und mal "matt" erscheint, liegt aber (bitte) nicht an uns!!! Wir wollten nur ein wenig den Blick schärfen für die Holprigkeiten des deutsch-deutschen Weges der Noddis, Wessis, Süddis und Ossis. Und natürlich kommt dabei der altbekannte "deutsche Michel" nicht zu kurz, heutzutage natürlich "HERR Michel" (so viel Zeit muss sein!). Ein paar meiner Texte sind hier bei "WebStories" einzusehen oder auch auf meiner Homepage, wenngleich der größere Teil auf Verlangen des Verlages hier gelöscht werden musste.
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Schöne Berufe: Die Glaser (2)
108
- 19.06.2017, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

... und jetzt gibt es auch ein Bild dazu, vermeldet

Wolfgang Reuter (04.09.2017)

Da merkt man gleich, dass hier ein Meister am Reimen ist. Hoch das Glas. Ich stoße mit dir an.

Evi Apfel (22.07.2017)

Ein Gedicht, das einem ein Lächeln entlockt. Ja, ich habe auch schon daran gedacht. Es muss schrecklich zugig in den alten Burgen gewesen sein und erst recht in den armseligen Bauernhäusern. Wer etwas wohlhabender war, der konnte die Holzläden, abends wenn es dunkel war, schließen. Das war`s dann aber auch. Sehr schön, hat mir gut gefallen!

doska (20.06.2017)

Schöne Berufe: Die Glaser
128
- 12.06.2017, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Na das gefällt mir aber, den Fliegen bestimmt nicht, denn das hier ist ja eine Reklame für die Glaser und die Fliegen möchten doch gerne ohne Hindernisse in gemütliche, oft auch lecker duftende Wohnungen hinein summen.

Else08 (14.06.2017)

Danke! (2)
108
- 22.05.2017, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Danke!
99
- 16.05.2017, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Ein tolles Gedicht, ganz mit Seele geschrieben. Es klingt gut und hat auch eine sehr gute Aussage. Ich finde überhaupt, man sollte einander viel öfter Danke sagen und nicht alles als selbstverständlich ansehen.

Evi Apfel (24.05.2017)

Ich fahr so schrecklich gerne Lift!
150
- 09.02.2017, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Dein Lied: Da liegt Marzahn, ist dir wirklich gut gelungen. Ich war angenehm überrascht. Klingt absolut professionell und das meine ich nicht schmeichelhaft, sondern ernst! Hätte ich doch nur früher im Musikunterricht besser aufgepasst, dann könnte ich heute Noten lesen und die Vertonung von “Lift fahren“ mindestens summen und erahnen, wie dieses Lied klingt. Denke mal, dass das die wenigsten hier im Forum können. Also, wenn es soweit ist, gib es bekannt.

LGF


Francis Dille (25.02.2017)

Die Vertonung des Liedtextes "Lift fahren" ist jetzt abrufbar (links oben zweimal anklicken), versichert

Wolfgang Reuter (24.02.2017)

Hallo Francis Dille,

manche Texte vertone ich, andere nicht. Alles trage ich selber vor in meinen satirischen "Lesungen am Klavier". Programm-Ausschnitte kannst Du sehen unter https://www.youtube.com/watch?v=uvf2Dw-nlfQ
Und ein Beispiellied in der Aufnahme mit dem Kinderchor Marzahner Promenaden-Mischung kannst Du hören unter http://www.berliner-woche.de/biesdorf/kultur/da-liegt-marzahn-d88364.html
Du kannst mich aber auch im März bei einem meiner sieben Auftritte besuchen (Termine auf meiner Homepage).
Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (14.02.2017)

Hallo Wolfgang, das ist ein netter lustiger Text. Schreibst du nur Songtexte oder komponierst auch? Und wenn ja, singst du selbst oder lässt du deine Lieder von jemand singen?
LGF


Francis Dille (11.02.2017)

Lied vom Waschbären Erika
67
- 05.11.2016, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
Wenn wir 'nen Kaiser hätten ...
75
- 03.10.2016, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Wolfgang,
aha, ein Bestandteil eines Kabarett-Programms also, um die politische Unordnung in
Deutschland wieder "in Ordnung" zu bringen. Und ein neues Kaiserreich als eine der Möglichkeiten. Sehr interessant. Mit diesem Hintergrund ist das Gedicht schon o.k..
Hättest Du aber auch gleich darauf hinweisen können. Ich hatte mich schon gewundert, weil ich von Deinen anderen Gedichten mehr satirischen Biss gewohnt bin. Aufschlussreich wäre es auch, die anderen Möglichkeiten zu erfahren. Wieviele hast Du denn parat? Hast Du auch die AFD in Betracht gezogen? Huch!
Ich glaube, dass es nichts mehr in Ordnung zu bringen gibt, weil die Politik gegen den Willes des Volkes zu ausgeufert und zu einem Selbstläufer geworden ist. Es wird nur noch reagiert und nicht klar agiert. Von allen Seiten nur Populismus.
Gruß von


rosmarin (31.10.2016)

Hallo rosmarin,

wie schön, mal wieder etwas von Dir zu hören
bzw. zu lesen! Ich sehe wie Du, dass wohl
glücklicherweise kaum jemand von einem neuen
deutschen Kaiser träumt. Dieser Liedtext ist
Bestandteil eines Kabarett-Programms, das wir
gestern erfolgreich in der Kultschule
Sewanstraße aufgeführt haben. Im Programm
geht es darum, die politische Unordnung in
Deutschland wieder "in Ordnung" zu bringen.
Dazu werden verschiedene Modelle erwogen,
auch das eines neuen Kaiserreiches. Und das
Lied erntete gestern einige Lacher und viel
Applaus.

Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn
ich das Umfeld des Liedes von Anfang an hier
mitgeteilt hätte. Aber ich wollte mich einfach
mal der kritischen Aufmerksamkeit von
webstories stellen und testen, wie der Text
ankommt. Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (31.10.2016)

Ich kennen niemand, der davon träumt, wieder einen Kaiser zu haben, aber davon, eine Regierung mit Verstand und Weitblick.
Mit dem Gedicht habe ich so meine Probleme. Mir fehlen Biss und Klarheit. Es kommt so allgemein, so wischiwaschi daher.
Gruß von


rosmarin (15.10.2016)

Lieber Michael,

meinen Augen geht es wie deinen - aber offen halten muss man sie trotzdem. Und die Sache mit dem Kaiser bekommt in diesen Tagen des erneuten Einzelhandelskrieges eine ganz neue makabre Bedeutung. Womöglich wünscht sich bald schon so mancher in seinem Wohngebiet: Ach wenn wir doch 'nen "Kaiser" hätten!


Wolfgang Reuter (15.10.2016)

Lieber Wolfgang, trotz meiner gesundheitlichen handicaps lese ich deine Kreationen noch immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge und mit viel Sympathie.

Michael Kuss (04.10.2016)

Zum Geburtstag
72
- 03.08.2016, 6 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Herzhaft humorvoll hast du diese einstigen
Geburtstage, bis hin zur stattlichen Neunzig,
nochmals Revue passieren gelassen und bei
jedem Wiegenfest hast du all die schönen und
schlechten Augenblicke wieder neu aufleben
gelassen. Und auch den aktuellen Start in Form
dieser kreativ gestalteten Geburtstagskarte
finde ich für sehr originell und wunderschön
gelungen.
LG. Michael


Michael Brushwood (07.08.2016)

Was du so alles machst? Da dürften sich die Geburtstagskinder aber gefreut haben so etwas Heiteres und auch Besinnliches von dir erhalten zu haben. Gefällt auch mir sehr.

Else08 (07.08.2016)

Köstlich! Einfach köstlich. Ein gelungener Reuter!

Michael Kuss (04.08.2016)

Nichts zu tun (neuer Liedtext)
221
- 16.09.2015, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Ganz lieben Dank für 200 "Grüne"!

Wolfgang Reuter (16.02.2016)

Ist da noch jemand, der mir die 200. grüne Karte zuerkennen könnte, fragt sich

Wolfgang Reuter (14.02.2016)

Hallo Wolfgang, auch ich wollte mich hier endlich mal anschließen. Ein großartiges Gedichtelied. Nicht nur so mancher Politiker auch jeder einzelne Bürger wird hier mal angesprochen.
Ganz liebe Grüße an Dich


Else08 (13.02.2016)

Hallo Doska,
danke für Deine lieben Worte! Die Idee kam mir über das Lied "Und denn saß ick mit de Emma uff de Banke" von Fredy Sieg (1923). Aber so belanglos wie damals "de Beene baumeln lassen" ist heute leider nicht mehr! Schade, dass ich auf WebStories keine Musik speichern kann - denn auch mein Text ist eigentlich ein Lied.


Wolfgang Reuter (01.02.2016)

Hallo Wolfgang, ich verstehe gar nicht weshalb ich dein wundervolles Gedicht noch nicht kommentiert habe. Das ist dir ja gelungen, das ist so toll...ich finde dafür keine Worte.

doska (31.01.2016)

Danke für 100 "Grüne" sagt

Wolfgang Reuter (23.09.2015)

Ich bitte um Nachsicht - aber ich habe noch einmal
ein wenig am Text "gebastelt" und gekürzt, um
noch stärker das Thema Flüchtlinge zu betonen.
Für die bisherigen Kommentare bedankt sich


Wolfgang Reuter (21.09.2015)

Menschliche Kälte und menschliche Wärme, die
unvereinbar wie Feuer und Wasser sind, prallen
derzeit in noch nie gekannten Dimensionen
aufeinander. Dies ist derzeit für ganz Europa
zutreffend. Unüberhörbar ist derzeit das arg
strapazierte Wort "Überforderung", das es
vielleicht sogar im folgenden Jahr in die engere
Auswahl zum Unwort des Jahres 2015 schaffen
könnte.
Ein prima Gedicht, in dem du den Aufschrei nach
Gerechtigkeit höchst eindrucksvoll zur Geltung
gebracht hast. Für mich erhebt sich nun die
Frage: Ist dieser tiefgreifende Riss durch die
Gesellschaft überhaupt noch zu kitten?
LG. Michael


Michael Brushwood (21.09.2015)

Erstklassig. Sehr schön bissig und somit umso aufrüttelnder. Auch erwähnenswert ist der perfekte Reimstil.

Marco Polo (20.09.2015)

Marzahn bleibt bunt (Liedtext)
189
- 30.08.2015, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Tja lieber Wolfgang, damals am 15.08.2015 habe ich dir voll zugestimmt. Doch die Situation hat sich verändert. Nun wird es mir zu bunt. Tag und Nacht geht es hier an der Grenze zu Kreuzberg tatü, tata. Wer soll das verantworten?
Die Situation wird unerträglich für die Flüchtlinge und die Bevölkerung.
Gruß von


rosmarin (01.11.2015)

Ich bin zwar Hohenschönhausener aber mir gefällt dieses Lied trotzdem. Dieses Lied beweist dass Marzahn besser ist als sein Ruf!

Andreas Kretschmann (19.09.2015)

Und von mir bekommst du auch noch einen. Danke für dein wunderbares Gedichtelied.

Else08 (07.09.2015)

Danke an alle für 160 "Grüne"! Und ich bin so froh über die Bilder aus München und anderen Orten Deutschlands.

Wolfgang Reuter (07.09.2015)

Meisterhaft gemacht. Klingt schon als Gedicht rhythmisch ganz hervorragend ohne dass ich die Noten gesehen habe und es hat einen Text, der mir ganz aus dem Herzen spricht. Da möchte man am liebsten lauthals mitsingen.

Marco Polo (05.09.2015)

Lieben Dank an Christian, Michael und Evi! Harte Zeiten brauchen harte Worte. Der nächste Text wird wieder schlitzohriger, verspricht

Wolfgang Reuter (02.09.2015)

Lieber Wolfgang, ich muss mich da anschließen. Dieses Liedchen sollte man auf Demos singen, vielleicht sogar für den Stadtteil Marzahn immer wieder einen anderen entsprechenden Städtenahmen einsetzen, und los geht`s. Sehr gelungen. Ich bin ganz begeistert. Nebenbei freue ich mich auch, dass sich hier Michael Kuss zu Worte gemeldet hat.

Liebe Grüße an euch Beide


Evi Apfel (02.09.2015)

kann leider wegen krankheit nicht ausführlich kommentieren. aber danke für deine klaren und engagierten worte.
michael


Michael Kuss (31.08.2015)

Oh, wie sehr wünsche ich mir, dass dieses Lied nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland sehr laut gesungen wird. So einfach der Text auch scheinen mag, so ausgefeilt finde ich ihn auch. Ich hoffe echt, dass du damit einige Menschen erreichen kannst.

Christian Dolle (31.08.2015)

Weihnachten im Wäldchen
84
- 01.12.2014, 2 Seiten


Nachdenkliches · Kurzgeschichten · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Lieber Wolfgang, ich finde dein Märchen klasse. Das sind ja auch alles Ratten und Schweine, die andere nicht in ihrem Land haben wollen, nur weil sie anders Aussehen oder sich anders geben. Schöne Metaphern. Eine kleine Geschichte, die nicht nur Kindern Spaß machen dürfte.

Else08 (05.12.2014)

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Gedanken zum Text, die ich zu hinterfragen versucht habe. Ich komme zu keinem anderen Schluss, als ich aufgeschrieben habe. Und das hat folgenden Grund:

Der vorletzte Satz (der mit den Tränen) ist als ironische Übertreibung gemeint. Wenn ich behaupte, dass "böse" Tiere so einsichtsvoll wären, etwas zu lernen, dann kann ich mich anschließend (im Schluss-Satz) desto wirkungsvoller an die Menschen wenden.

Ließe ich die Geschichte einfach mit grölenden Ratten und Schweinen enden, wäre es nichts weiter als die pure Realität, erzählt durch Tiermäuler. Wo bliebe da die „Moral“? Und dann hätte es auch wenig Sinn gemacht, die Geschichte aufzuschreiben.


Wolfgang Reuter (02.12.2014)

Kurz, bündig und treffend, logisch im Aufbau. Daumen hoch!

Nur der letzte Satz "Ach - ginge es doch bei den Menschen ähnlich zu" scheint mir ein bisschen zu viel "erhobener Zeigefinger". Denn diese Schlussfolgerung ergibt sich doch schon aus der Geschichte selbst, ohne dass man die Leser noch einmal darauf hinweisen muss.

Auch bin ich nicht sicher, ob die Ratten und Schweine "bittere Tränen der Einsamkeit" weinten. Eher ist es doch wohl so, dass sie sich in eine isolierte Schmollecke zurückziehen und sogar mit ihrer Isolation noch prahlen bzw. in ihrer Selbstüberschätzung diese sogar heroisieren. Was der erfolgreichen gemeinsamen Feier der anderen Tiere natürlich keinen Abbruch tut. Oder glaubst du, lieber Wolfgang, Ratten und Schweine würden sich ihrer isolierten Einsamkeit bewusst werden...? Möglich, dass die eine oder andere Ratte zum Nachdenken kommt, aber wichtiger scheint mir als Ergebnis die Solidarität der anderen Tiere zu sein.


Michael Kuss (02.12.2014)

Schöne Berufe: Zöllner
65
- 10.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Du hast einen angenehmen Humor. Dass Du kleine Bildnisse aktueller Berufe festhälst, finde ich sehr schön.

Frank Bao Carter (23.01.2016)

Schöne Berufe: Kapitän
67
- 09.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Schöne Berufe: Kraftfahrer
69
- 08.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Schöne Berufe: Fleischer
69
- 07.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Was ich immer wieder bei dir bewundere, lieber Wolfgang, ist die flüssige Nahtlosigkeit deiner Texte. Besonders ist mir das wieder bei deiner Reihe "Schöne Berufe" aufgefallen, meint

Michael Kuss (08.09.2014)

Schöne Berufe: Bestatter
66
- 06.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Sehr gelungener Anfang, treffliches Ende. Da hätte
allerdings gut noch was dazwischen gepasst, finde
ich.


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Schöne Berufe: Fußballer
64
- 04.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ebenfalls sehr treffend beschrieben. Mal sehen, was
ich bei Dir noch so entdecke...


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Schöne Berufe: Finanzberater
65
- 04.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wenn das wohl wahr wäre...

Stephan F Punkt (07.09.2014)

Schöne Berufe: Politiker
67
- 03.09.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Da liegt Marzahn! (Liedtext)
85
- 15.08.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ich bin gerührt, obwohl ich nicht in Marzahn wohne. Ein tolles Lied!

Andreas Kretschmann (01.06.2016)

Falls jemand das Lied nicht nur lesen, sondern
auch HÖREN möchte: Entweder nach "Da liegt
Marzahn!" googeln oder folgenden Link aufrufen:
http://www.berliner-woche.de/biesdorf/kultur/da-
liegt-marzahn-d88364.html
Viel Spaß wünscht


Wolfgang Reuter (01.06.2016)

Ja, Marzahn hat schon einige Vorzüge gegenüber den innerstädtischen Bezirken. Was die Streckenführung der U5 angeht, da hast Du Recht. Allerdings weiss ich nicht genau zu welchem Bezirk die oberirdischen Stationen der U5 vor der Bezirksvereinigung von Marzahn und Hellersdorf gehörten.

Andreas Kretschmann (27.08.2014)

Hallo Andreas, wenn die U5 den Bahnhof Tierpark
verlassen hat, klettert sie aus dem Untergrund,
um mit Beginn des Stadtbezirkes Marzahn-
Hellersdorf (Bahnhof Biesdorf-Süd) über der Erde
zu bleiben.
Kürzlich las ich, dass sich manche
Friedrichshainer beschweren: Ihr Stadtbezirk
verkomme durch den intensiven Touristenstrom
allmählich zu einer Art Disney-Land, wo man
nachts nicht mal mehr bei geöffnetem Fenster
schlafen könne. Da lob ich mir doch mein
ruhigeres Marzahn, von wo aus ich in kürzester
Frist auch den Friedrichshain erreichen kann -
aber nur, wenn mir danach ist, meint ...


Wolfgang Reuter (25.08.2014)

Mit herrlichen Bildern hast du diesen etwas weniger im Rampenlicht stehenden Stadtbezirk ins rechte Licht gerückt und die Leser darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht nur den Ku'damm, den Fernsehturm, sowie das Brandenburger Tor und andere Sehenswürdigkeiten gibt.

Michael Brushwood (17.08.2014)

Das gefällt mir sehr, denn es bestätigt dass Marzahn besser als sein Ruf ist. Der Refrain hat mich aber doch ein Wenig stutzig gemacht, dass die U-Bahn in Marzahn ans Tageslicht fährt. Aber seit der Bezirksreform sind ja Hellersdorf und Marzahn ein Bezirk, damit stimmt die Aussage dann auch.

Fazit: Ich mag das Lied!


Andreas Kretschmann (17.08.2014)

IGA-Lied für Marzahn
81
- 11.05.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Gefällt auch mir. Ein Lied zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken.

Else08 (18.05.2014)

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Zusatz-Hinweise! Es hatte mich gereizt, tatsächliche Vorhaben wie die Schwebebahn mit Phantastereien wie der Pferde-Straßenbahn zu kombinieren und daraus ein (wie gewohnt) leicht ironisches Liedchen (siehe jetzt eingefügte Noten!) zu basteln. Übrigens: Der Dreiviertel-Takt (also Walzer) taugt auch zum Mitschunkeln, versichert ...


Wolfgang Reuter (17.05.2014)

Lieber Wolfgang, ich freue mich immer über deine flüssigen Texte. Allerdings bin ich diesmal im Zweifel, ob jede(r) (der oder die wenig über Berlin und noch weniger über den Stadtteil Marzahn bzw. das Wuhletal wissen) die subtilen Feinheiten deines ironischen Lobgesanges zu deuten und zu schätzen wissen. Vielleicht für alle, die sich näher damit befassen möchten: Googeln mit den Suchbegriffen "Gärten der Welt" oder "Wuhle". Ich finde, erst mit diesem Wissen kann man dein Gedicht grenzenlos verstehen und genießen.

Michael Kuss (12.05.2014)

Hallo Else08 !!!
58
- 21.02.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Da hast du recht, Wolfgang! So etwas fällt gleich
auf. Ein herrlich heiterer Limerick!
LG. Michael


Michael Brushwood (22.02.2014)

Das ist ja ganz entzückend. Ich fühle mich geschmeichelt. Was für ein süßer Lim. Da kann man ja nicht anders, als weitermachen!

Else08 (22.02.2014)

Die Eine gibt es nicht!
73
- 05.02.2014, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ganz große Geschichte, egal wie man sie auslegen
mag, allein: für mich fehlt in Strophe 2, 4 und 6 in
der letzten Zeile am Anfang eine Silbe; vielleicht nur
ein stummes: “hm“?


Stephan F Punkt (07.09.2014)

ich dachte natürlich auch nicht an die eine zigarette. da hast du uns ja ganz schön hinters licht geführt. aber mit dem joint irrst du. ich habe so ein, zweimal dran gezogen und es dann gelassen. an einer zigarette ziehe ich mal ab und an, wenn es sich ergibt und lasse es dann wieder. ich habe ja kein suchtpotenzial. alle achtung ihr beiden. ihr habt es geschafft und lebt nun bestimmt zehn jahre länger.
gruß von


rosmarin (07.02.2014)

Was Glimmstengel betrifft, da gibt es doch DIE EINE, die Letzte, auf die es ankommt: In einem Italien-Urlaub 1996 musste ich 300 Treppenstufen steigen, um in ein Dorf zu kommen. Ich drehte mir noch gemütlich eine Lulle, um die Zeit totzuschlagen und stiefelte los. Plötzlich auf halber Strecke schmeckte die Lulle so eklig, so bitter wie Gift, ich schmiss sie im hohen Bogen weg und das Tabakpäckchen gleich hinterher und ich schwor mir: "Nie wieder! Das war die Letzte!" Ich habe den Schwur gehalten. Bis heute! Es war in diesem Fall DIE EINE!

Aber bei den Beziehungskisten bleibt es nicht bei EINEM Versuch. Bei niemand. Oder kennst du jemand, der nach einem Versuch die Hoffnung aufgab?


Michael Kuss (07.02.2014)

AchWolfgang, du redest vom Rauchen, aber ich hatte an Beziehungskisten gedacht. Ein totales Missverständnis.

Michael Kuss (07.02.2014)

Hallo RosMarin,

wenn Du den Einen (Joint) meinst, gibt es wohl auch wenig Hoffnung. Wer einmal zieht, der lässt es nicht (oder so). Mein Text entstand, als ich vom Rauchen loskommen wollte. Und da ist eine der bösesten Versuchungen, bloß mal die Eine zu rauchen (auf die unweigerlich wider die zweite, die dritte, die nächste Schachtel, die nächste Stange ...folgen). Ich habe es aber trotzdem geschafft: Heute morgen um 10.34 Uhr war es 6 Jahre und 82 Tage her, dass ich meine letzte Zigarette ausgedrückt habe, versichert Dir


Wolfgang Reuter (07.02.2014)

Vielleicht gibt es ja den Einen?

rosmarin (06.02.2014)

Es gibt immer wieder Romantiker(innen), die hoffen dass Wolfgang sich irrt. Und die Hoffnung stirbt zuletzt; Erfahrund hin und Erfahrung her...

Michael Kuss (06.02.2014)

Die volle Wahrheit hast du auf heitere Art ganz toll
zur Geltung gebracht!
LG. Michael


Michael Brushwood (06.02.2014)

*Schmunzel* Na, ob du dich da mal nicht irrst ?

Else08 (06.02.2014)

Weihnachtsgeschenke
113
- 01.12.2013, 1 Seiten


Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten · Winter/Weihnachten/Silvester
 

sehr schöne satire!
kaltblüter unter sich: die schlange windet sich um die beiden anderen, das chamäleon wird mitsamt seiner sippe draufgehen - die kröte wird überleben und sich eins quaken... ;-)


Ingrid Alias I (03.12.2013)

Nur die Mama!
58
- 13.11.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ja, lieber Wofgang, gesungen und mit Melodie ist deine Stereo-Mama natürlich nachvollziehbar und verständlich; anders als von dir aufgeschrieben könnte man sie ja sonst nicht SINGEN. Aber als Gedicht zu LESEN ...? Ich stelle mir gerade vor, wie viele, viele WebstorianerInnen in Zukunft zum Gesang anheben. Eine weitere Perspektive für Webstories...

Michael Kuss (15.11.2013)

Hallo Michael,

vielen Dank für den „Grünen“!

Und zu Deiner Kritik: Die Wiederholungen in den Strophen und im Refrain sind dem musikalischen Vorbild geschuldet. Ruf doch mal den Link (Anmerkung am Ende des Textes) auf und hör Dir den alten Schlager (von 1933) an: Dem dort stereotyp wiederholten „Tante Anna“ (ab 2. Strophe) musste (und wollte) ich auch in meiner Text-Variante entsprechen. Sonst kann man's ja nach der Melodie gar nicht singen.

Und außerdem: Das Schöne an alten Schlagern ist für mich ja gerade das irgendwie „Behämmerte“. Vielleicht aber hätte ich meine Schlagertext-Parodie auf einer Nur-Text-Seite wie „WebStories“ gar nicht anbieten sollen. Leise vor sich hin trällernd grüßt Dich der Alt-Schlager-Fan


Wolfgang Reuter (15.11.2013)

Fast so gut und perfekt wie die anderen Reuter-Werke; diesmal jedoch mit der kleinen Einschränkung, dass es sich - für meine Begriffe - "flüssiger" lesen würde, wäre nicht am Ende jeder Zeile jedesmal die Wiederholung "... ohne Mama...". Zumal ja die Mama-Betonung noch einmal in jedem Refrain sichbar wird. (Trotzdem natürlich wieder einen Grünen von mir).
lg
Michael Kuss


Michael Kuss (13.11.2013)

Zeitungsschau
54
- 19.10.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wenn ich auf Webstories seh,
tut mir nicht der Schädel weh.

Deine Zeilen rechnen ab
mit der ganzen Welt sehr knapp,
doch erreichen tust du viel,
die Worte treffen voll ins Ziel.

Ich kann's keinesfalls gescheiter,
Danke, lieber Wolfgang Reuter.


Christian Dolle (22.01.2015)

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Fortsetzungs-Ideen. Und weil ich am Sonnabend beim Marzahner "Kultour à la carte" auftrete, habe ich mich gleichfalls zu ein paar neuen "Randglossen" hinreißen lassen. Man kann gar nicht so schnell texten, wie die Politik vor sich hin spinnt, befürchtet ...


Wolfgang Reuter (26.03.2014)

Angesichts der Höhnes-Heuchelei der letzten Tage konnte ich nicht anders, als in die Tasten zu hauen...

Michael Kuss (17.03.2014)

Herrliche Fakten, die mit herzhafter Ironie
eindrucksvoll belegt sind!
LG. Michael


Michael Brushwood (28.01.2014)

Hallo Michael, vielen Dank für Deine neuen Zeitungs-Gucker.

Ich hatte vorgestern einen Auftritt, bei dem ich zwei neue Strophen meiner "Zeitungsschau" gesungen habe. Und - welch ein Wunder - ich hatte Lanz genauso beim Wickel wie Du. Meinen neuen Text findest Du gleichfalls hier, schau mal nach! Beste Grüße von


Wolfgang Reuter (28.01.2014)

Ich bin mal fremd gegangen..., und zwar unter die Dichter.

Michael Kuss (27.01.2014)

Hallo Jochen,

zwei Parteien sollen also ihre Wahlversprechen gehalten haben, behauptest Du. Und meinst damit die Aussage, nicht mit den LINKEN zu koalieren. Und dies also sei der Grund, warum die Wähler Grüne und SPD gewählt haben??? - Das kann doch nicht wahr sein! Beide Parteien haben wohl noch etwas mehr zu bieten als LINKEN-Allergie?! Und dann kriecht halt die SPD mit ein paar kleiner gesteckten Zielen bei CDU/CSU zu Kreuze, die man im Wahlkampf so wild verteufelt hatte ... Das ist dann der versprochene Politik-Wechsel? Endlich weiß ich, was es heißt, Wahlversprechen einzuhalten, versichert ...


Wolfgang Reuter (21.10.2013)

Hallo Michael, hallo Wolfgang,
also, ich habe meinen Kommentar schon satirisch gemeint und will jetzt auch nicht eine politische Diskussion hervorrufen.
Irgendwie bekomme ich aber den Eindruck, als ob ihr beiden euch durch meinen Beitrag ein bißchen "angepisst" fühlt. Woran liegt das?
Ich persönlich halte die Grünen nicht für eine sozialistische Partei, denn ich habe sie 1998 gewählt. Darum bin ich auch nicht still, wenn man sie mit der Linken in einen Topf wirft, wogegen sich die Grünen auch immer gewehrt haben, nur aus Jux und Dollerei oder hat das einen triftigen Grund gehabt?
Jedenfalls finde ich es sehr gut, dass zwei Parteien ihre Wahlversprechen halten, das ist ja nicht immer so.
Übrigens hier ein Link zu einem Jörges Video: http://www.stern.de/politik/deutschland/joerges-der-video-zwischenruf-warum-es-rot-rot-gruen-nie-geben-wird-2063816.html


Jochen (20.10.2013)

Hallo Jochen,
wieso nennst Du „... SPD, Grüne und Linke ...“ SED? Müsste es dann nicht „SGL“ heißen? Und wer behauptet, dies sei EINE Partei? - Ich nicht!

Weil Du aber offensichtlich den deutschen Wählern in Ost und West übel nimmst, dass sie so „links“ gewählt haben (außer meiner einen Stimme kann ich nichts dafür!), sei Dir zum Trost gesagt: Die Ost-CDU war auch keine „regimekritische“ DDR-Partei. Ihr letzter Vorsitzender (1966 – 1989) Gerald Götting war unter anderem Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Verteidigung (!!!), auch zuständig für die Berliner Mauer, und von 1960 bis 1989 Stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR. 1961 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden der DDR...

Und: Hast Du übersehen, dass mein Text unter „Satirisches“ eingestellt wurde? Da musst Du wohl etwas mehr Lockerheit aufbringen, um solches zu ertragen.

Hallo Michael,
vielen Dank für Deine vertiefenden Zusätze. Die Bezeichnung „Sozis“ scheint mir schon in der Weimarer Republik verniedlichend für die SPD benutzt worden zu sein (Tucholsky? Weinert?). Aber auch aus metrischen Rhythmus-Gründen (ich brauchte ein zweisilbiges Wort) habe ich diesen Begriff gewählt.

Und jetzt seid mal alle nicht feige und versucht auch eine aktuelle Strophe. Ein paar ältere habe ich als Ergänzung noch hinzu gefügt. Wenn ich meine „Lesungen am Klavier“ abhalte, singe ich öfter mal dieses Lied „Zeitungsschau“ mit frischen Strophen, weil man damit so herrlich politisch-aktuell sein kann. Vieles allerdings wird schon nach kurzer Zeit unverständlich, weil man den politischen Bezug schnell wieder vergisst. Alles ist halt vergänglich, bedauert ...


Wolfgang Reuter (20.10.2013)

Uups, entschuldige lieber Jochen, aber es ist ein bisschen schwierig, über Wolfgangs aufgezeigte und nachweislich bestehende Gesellschaftsproblematik mit Menschen zu diskutieren, die zwischen der heutigen Linken und der früheren DDR-SED nicht unterscheiden UND die nach der Wende entstandenen bundesrepublikanischen sozialen Gesellschaftsprobleme nicht erkennen können oder nicht wahrhaben wollen. Fast 25 Jahre nach dem Mauerfall haben wir heute eine völlig neue politische Konstellation in der Parteienlandschaft UND völlig neue soziale Gesellschaftsprobleme, die es in dieser Form vor der Wende in beiden deutschen Staaten NICHT gab. Es macht deshalb auch keinen Sinn, heute noch mit dem abgedroschenen Hinweis auf eine nicht mehr existierende SED antikommunistische Denkmuster zu bemühen, um unsere heutigen bundesrepublikanischen Probleme zu lösen. Und es ist nun einmal eine Tatsache, dass Rot-Rot-Grün rechnerisch insgesamt eine linke Mehrheit gegenüber den Konservativen hat. Und hierzu hat auch eine emanzipierte LINKE beigetragen, die es nicht nötig hat, noch immer mit dem abgedroschenen SED-Argument in Zusammenhang gebracht zu werden. Aber wenn wir schon mal bei der "Aufarbeitung von Partei-Vergangenheiten" sind, dann sollten wir auch mal untersuchen, woraus sich nach dem Zweiten Weltkrieg und aus welchen Nazis sich die ach so "christliche" CDU und die ach so "liberale" FDP rekrutiert hat. Zu einer subtileren Gesellschaftsanalyse gehört eben ein bisschen mehr, als nur der abgedroschene SED-Linke-Vergleich. Jedenfalls sind mir Wolfgang Reuters klare und kritische - literarisch aufbereiteten - Texte zigmal lieber als Muttis Wischiwaschi-Verwässerungstaktik.

Michael Kuss (20.10.2013)

Uups,
entschuldige Wolfgang, es war mir doch glatt entgangen, dass SPD, Grüne und "Linke" (SED) eine Partei sind. Also, wenn wir schon wieder so weit sind, dann sollten wir auch so ehrlich sein, den Namen SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands hieß das glaube ich) auch wieder anzunehmen, damit der Wähler auch wirklich weiß, was er wählt.


Jochen (20.10.2013)

Es ist ein Hohn, dass du die SPD in diesem Zusammenhang "Sozis" nennst. Sie hätten zusammen mit den Grünen und der Linken mehrheitlich Mutti wie ein Nasenbär vorführen und eine sozial gerechte Gesellschaft versuchen können, aber wir kennen ja das alte Sprichwort aus der deutschen Geschichte: "Wer hat uns verraten...?"

Und was den Dauergrinser Rösler betrifft: Sicher würde er ins Limburger Klischee passen, aber wahrscheinlich wird man eine andere Verwendung für ihn finden. Jedenfalls habe ich es noch nicht erlebt, dass einer von den abgehalfterten Politbanausen nach unten fällt. Aber vielleicht wird er jetzt endlich mal lernen was "arbeiten" heißt.

Ach Entschuldigung, jetzt sind mir die Pferde durchgegangen; wir sind ja hier eigentlich auf einer Literaturseite und nicht in einem Polit-Forum. Deshalb mein lobender Kommentar: Du hast - wieder einmal - literarisch-satirisch den Punkt getroffen. Gut gemacht!

Übrigens, da du die Geschichte zum Weiterschreiben freigegeben hast: Es wird eine "Never-ending-Story"; wenn ich dichten könnte, würde ich mich drangetrauen. Genug aktuelle Beispiele würde es geben...


Michael Kuss (19.10.2013)

Ein wahrer Held
93
- 14.05.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
AUTOGEN
81
- 09.05.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

elegant gedichtet, auto nomisch sozusagen, ich sehe gerade, es ist ein älterer text, und seitdem ist das auto-gen bestimmt noch weiter motiert.;-)
lieben gruß an dich!


Ingrid Alias I (10.05.2013)

Skandal im Wahl-Lokal
86
- 01.05.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hoppla, ich muss mich langsam bremsen, sonst
erfährt meine Hochachtung keine Steigerung mehr:
Sehr gut, Herr Lehrer, Sie dürfen jetzt aufstehen ;-)


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Und wieder haben die Politiker von dir gedroschen bekommen. Besonders hat mir die Anspielung auf Fischer gefallen. Hast`se beinahe alle verKOHLt.

Drabblemaker (01.05.2013)

Auf sehr humorvolle Art hast du uns diese verschiedenen Wahlspeisen serviert. Eine Gourmetpolitik dürfte allerdings nach der Wahl nicht zu erwarten sein!
Tolles Gedicht!
LG. Michael


Michael Brushwood (01.05.2013)

Vor hundert Jahren
98
- 29.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Mein Gott heißt Lessing
103
- 27.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

ich war schon immer ein fan der ringparabel.

Es eifre jeder seiner unbestochnen
Von Vorurteilen freien Liebe nach!

das ist die kernaussage. allerdings habe ich so meine zweifel,denn eine liebe kann auch nach krieg, rache, verderben, vergeltung dürsten. und dieses im namen der drei religionen. das weise urteil des weisen nathan erscheint mir persönlich gar nicht mehr so weise, sondern eher diplomatisch. so eifere ich lieber meiner eindeutigen liebe, nämlich dem pazifismus, nach. würde das jeder, wäre die welt friedlicher.
übrigens finde ich das gedicht nicht amüsant und satirisch, sondern eher nachdenklich, auch wenn du gott lessing satirisch meinst.
gruß


rosmarin (29.04.2013)

Hallo Lord Abstellhaken,

in den 3 großen Religionen fordert der jeweilige Gott von seinen Gläubigen, dass sie ihr Leben lang ihm zuliebe Gutes tun. Viele Gläubige beherzigen dies.

Aber einige rangeln auch darum, „besser“ Gutes zu tun als Gläubige anderer Religionen, wollen ihren Gott zum „Sieger“ gegen andere Götter machen. Und aus diesem „Wettbewerb“ wird allzu oft „Wettkampf“ und „Wettstreit“ - mit Raub, Mord und Totschlag und leider auch mit vielen Kriegen. Wo bleibt da das göttlich geforderte Gute in den Menschen? Und welcher Gott lässt in seinem Namen solche Kriege zu? (Da hat Michael Kuss wohl Recht, wenn er als wahre Kriegsgründe gänzlich „ungöttliche“ Süchte ehrgeiziger Menschen nach Geld und Macht erkennt.)

Gotthold Ephraim Lessing hat mit seinem „Nathan der Weise“ und der darin enthaltenen „Ringparabel“ viel Weises zu diesem Streit der Religionen gesagt, so Weises, dass ich Atheist dieser Sicht mehr zustimme als jeglichem „Gotteswort“. Wenn ich also den MENSCHEN Lessing (satirisch) meinen „Gott“ nenne, weil ich seine Weisheit schätze, dann zeugt das geradezu von meinem Atheismus.

Übrigens: Die „Ringparabel“ ist leider zu lang für diese Diskussionsecke, erklärt und hinterfragt aber das Thema viel besser als mein Kurzkommentar. Lies doch mal bei Lessing nach - erster Vorname: Gott(!)hold!


Wolfgang Reuter (28.04.2013)

Es ist nicht nur deine geschliffene Sprache und die Didaktik, die mich immer wieder angenehm überraschen, es ist auch die gesellschaftliche Weitsicht und Weltoffenheit, die in deinen Zeilen steckt. Für meine Begriffe müsstest du längst in einer Reihe mit Kurt Tucholsky genannt werden (obwohl ich mir nicht die gesellschaftlichen Umstände, in denen Tucholsky gelebt hat und gestorben ist, zurück wünsche).

Eine inhaltliche Bemerkung zum ersten Vers deines Gedichtes: Ich habe den Eindruck, dass es bei diesem Streit nur vordergründig um "Religion" oder "Kultur" geht: hintergründig und in Wahrheit geht es um Geld und Macht, egal welches religiöse oder kulturelle Mäntelchen man der Sache verpasst. Da müssen wir nicht einmal bis zu den Kreuzzügen Barbarossas zurück blicken.


Michael Kuss (28.04.2013)

Wie kannst du Atheist sein, wenn du die übliche Götze
durch eine neue ersetzt hast?


Lord Abstellhaken (27.04.2013)

Die Schlips-Etage
95
- 24.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Die Gepflogenheiten dieser elitären Schichten hast du auf sehr humorvolle Art rübergebracht! Zwar eine hübsche Lachgeschichte, aber voll der Realität entsprechend - einer eher traurigen Realität!
LG. Michael


Michael Brushwood (25.04.2013)

*lach* meisterhaft gereimte amüsante Kurzgeschichte.

Gerald W. (24.04.2013)

Aufschwung im Café
86
- 21.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wunderbar, hast mir wieder ein kleines Lächeln entlockt.

Else08 (23.04.2013)

Ach Mädels!
101
- 19.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ein Mann und schwanger *kicher* aber warum nicht? Einige Jahre weiter, dann geht`s vielleicht mit Hilfe unserer Technik und der neuesten Forschung. Wird Zeit, dass ihr uns ablöst.

Else08 (23.04.2013)

Frühwarn-System
89
- 15.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Von Leyens Frühwarnsystem ist Augenwischerei, die Aktionismus vortäuschen soll. Motto: "Schaut mal her, wir kümmern uns!" Dabei bekämpft man mit Trostpflästerchen eine Gesellschaftsmisere, die man selbst herbeigeführt hat. Heuchler! Nichts als Heuchler! Aber das Schlimme daran ist: Wir schlucken's mehrheitlich!

Ach, sorry, jetzt bin ich aus Versehen politisch geworden, wo es hier doch eigentlich um hehre Literatur geht. Warum muss Wolfgang aber auch immer dermaßen pointiert provozieren? fragt


Michael Kuss (15.04.2013)

Unterschicht
93
- 12.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Tja, lieber Herr Reuter, je mehr ich heute früh lese,
desto begeisteter bin ich. Das sollte mir kleinem
WS-Licht als Anstoss dienlich sein, vielleicht doch
auch mal etwas politischer zu schreiben. Herzlichen
Dank für diese Inspiration.
Stephan F Punkt


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Hallo Michael + Michael,

der Begriff "Unterschicht" wurde - für mich überraschend - 2006 plötzlich von den Regierenden und den Medien ins Gespräch gebracht. Zu DDR-Zeiten hatte ich mit Klassen und Schichten wie "Arbeiterklasse" und "Schicht der werktätigen Intelligenz" zu denken gelernt - aber "Unterschicht"? - Auch das damals auftauchende Wort "Prekariat" war für mich als Begriff neu.

Und so wollte ich mit meinem Text dem etwas überheblich klingenden Wort "Unterschicht" (wer es ausspricht, meint wohl, er stünde "höher"?) zu mehr Bedeutungsschwere verhelfen, entschuldigt sich ...


Wolfgang Reuter (14.04.2013)

Hallo Wolfgang,
auch ich sehe diese gegenwärtige Situation, die du mit sehr treffenden Worten hast aufleben gelassen, mit größter Sorge!
Ganz toll geschrieben!


Michael Brushwood (13.04.2013)

Treffend! Allerdings hätte ich im letzten Satz statt "Unterschichten" den Begriff "Unterbauten" eingesetzt. Denn letztlich sind es die arbeitenden "Unterschichten", die Substanz und "Unterbau" eines Hauses schaffen und gewährleisten. Es ist dieser "Unterbau", der - besonders von Schwarz-Gelb - mit der ständigen Umverteilung von unten nach oben unverantwortlich ausgehöhlt und zerbröselt wird, meint

Michael Kuss (13.04.2013)

Hallo Ossi!
80
- 08.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Michael,

vielen Dank für Deine weiterführenden Gedanken zum Thema Biografie-Katastrophen. Nur in einem Punkt möchte ich Dich ergänzen: Alt-Nazis hatten aus meiner Sicht in Ost und West sehr unterschiedliche Perspektiven. Mag sein, dass Wissenschaftler wie Ardenne und Sportler wie Brauchitsch in der DDR trotz „getrübter“ Vergangenheit neue Betätigungs- und Bewährungsfelder fanden – Nazi-Politiker und -Juristen hatten im Osten keine Chance.

Anders in der BRD: Allein die Nazi-Vergangenheit des einstigen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten (1958 – 1966) und späteren Bundeskanzlers (1966 – 1969) Kurt Georg Kiesinger spricht da für sich und stellt nur die Spitze eines tiefbraunen Eisberges in der BRD dar. Er war es ja auch, der dem von Dir erwähnten Alt-Nazi Hans Filbinger als seinem Nachfolger in Baden-Württemberg ins Amt des Ministerpräsidenten verhalf.

Die endlose Liste der im Westen zu neuen „Ehren“ gelangten Alt-Nazis ist auch nachlesbar im 1965 in der DDR erschienenen „Braunbuch der Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik“.


Wolfgang Reuter (12.04.2013)

Hallo Wolfgang und Michael,
Grundlegende Änderungen in den politischen und ökonomischen Machtverhältnissen machen solche Biografie-Katastrophen möglich.
Übrigens: Das Schmunzeln das ich gemeint habe, ist natürlich ironischer Natur. Ansonsten gebe ich dir, lieber Wolfgang, in deiner Einschätzung voll recht. Tillich bildete wohl eher eine Ausnahme. Aber es gab auch viele Wissenschaftler und sonstige gesellschaftliche Kräfte, die zwar SED-Mitglieder waren (zum Teil als Überzeugung, zum Teil aber auch weil sie zu diesem Schritt gezwungen worden waren), die aber ansonsten keinem das Rückgrat gebrochen haben. So muss bei der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit jeder Fall einzeln betrachtet werden. Einige ehemalige Stasi-Leute haben nach der Wende auch Karrieren in den Arbeitsagenturen und Job-Centern gemacht, so wie auch ehemalige NSDAP-Mitglieder nach dem Ende des Dritten Reiches in der Altbundesrepublik in ihren Karriereleitern steil nach Oben klettern konnten, wie übrigens in der DDR auch. Da denke ich an Manfred von Ardenne, der in der NS-Zeit mit Werner von Braun zusammengearbeitet hatte oder an den ehemaligen Rennfahrer Manfred von Brauchitsch, der sogar Adolf Hitler die Hände geschüttelt hatte. In der Bundesrepublik war der ehemalige Nazi-Richter Filbinger, der später sogar zum Ministerpräsidenten von Baden Württemberg aufgestiegen war, ein passendes Beispiel von vielen. Leider wurden nach dem Ende der DDR auch viele fähige Leute abserviert, die in der Wirtschaft eines vereinigten Deutschlands ebenfalls gute Dienste zum Wohle der Allgemeinheit hätten verrichten können.
LG. Michael


Michael Brushwood (10.04.2013)

Ach so, noch zurück zu deiner Frage, wieso solche "Biografie-Katastrophen" möglich sind? Meine Vermutung: Weil es nur selten stämmige Eichen, dafür aber mehrheitlich schlappe Gummebäumchen gibt, die beim ersten Stürmchen umknicken oder den Schwanz einziehen und den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Und wer das weiß, bleibt Sieger und kann die Gummibäume manipulieren. Bedauerlich, aber vorläufig wohl kaum zu ändern...

Michael Kuss (09.04.2013)

Gerade deshalb, lieber Wolfgang, hab' ich geschmunzelt, weil ich ahnte, dass deine teil-ironischen Hinweise auch mit schmerzhaften Mundwinkel verbunden sind. Und ich hab' geschmunzelt, weil es mich freut, dass da endlich mal jemand Farbe und nicht herum eiert. Übrigens: Mir musst du nichts erläutern, du rennst offene Türen ein. Ich hab' in meinem Freundes- und Bekanntenkreis genug Ossis, mit denen ich das Thema von verschiedenen Seiten betrachtet und besprochen habe; sowohl Wendehälse und schlappe Gummibäume wie auch standfeste ostdeutsche Eichen mit Charakter. Es gibt nämlich beide Exemplare (obwohl ich nicht weiß, welches überwiegt).

Michael Kuss (09.04.2013)

Hallo Michael und Michael,

ein bisschen tun mir beim Schmunzeln die Mundwinkel weh;

denn einerseits hat sich so mancher einstige "Klassenkämpfer" nach der Wende als Schönredner, Pfeife, Feigling und Versager entpuppt;

aber andererseits hat Deutschland viele gebildete und fähige DDR-Leute (nicht nur gute Köche bei der Stasi, sondern auch Lehrer, Akademiker, Künstler, Sportler ...) auf den Müll verbannt - als Rache für ihr einstiges DDR-Engagement. Es gibt auch wenige Ausnahmen - wie Stanislaw Tillich, vor der Wende Stellvertretender Vorsitzender des Rates des Kreises Kamenz, heute sächsischer Ministerpräsident.

Kurzum: Mein Schluss gibt nicht nur dem Oswald Schuld an seiner heutigen Misere, sondern fragt auch ein wenig nachdenklich: Wie wurden solche Biografie-Katastrophen möglich?


Wolfgang Reuter (09.04.2013)

Auch dieses ist ein Resultat der Deutschen Einheit!
Ein hübsches Schmunzelgedicht!
LG. Michael


Michael Brushwood (09.04.2013)

schmunzel...schmunzel...

Michael Kuss (09.04.2013)

Schon wieder Vereinigung?
96
- 05.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

hallo wolfgang, dieser kommentar gefällt mir sehr gut. alles ist wahr. genauso war es. und ich wundere mich auch immer wieder über das trara in den medien, wenn frauen karriere und familie unter einen hut bringen. mensch, das war doch in der ddr leiser alltag. ebenso die selbstverständliche kinderbetreuung in kindergarten und hort und ein soziales gesundheitssystem und vieles mehr. und wie oft habe auch ich mir gewünscht, und das, als noch gar nicht an die einheit zu denken war, wie schön es wäre, wenn ein neuer staat entstünde mit dem besten und bewährtesten aus beiden staaten. und wie du schon schreibst, besinnt man sich langsam auch auf das gute in der ddr. ich bin froh, dass es gekommen ist, wie es gekommen ist, aber man sollte das gute nicht vergessen. auch nicht den palast der repuplik. dort war ich fast täglich. aber ich verstehe - satire. muss sein.
gruß


rosmarin (08.04.2013)

Hallo Jochen und Michael,
dass die Ossis in ihrer Mehrheit eine Wiedervereinigung wollten, steht wohl außer Frage. Bekommen haben sie stattdessen aber einen Bei-Tritt. Also: bedingungslose Kapitulation und Angliederung an die BRD.

Es klingt so, als wäre beides identisch. Nein, ist es nicht! Hier ein paar Beispiele:
- Die Bezirke der DDR mussten abgeschafft und dafür nach West-Vorbild Länder eingeführt werden. Erste Ministerpräsidenten wurden Leute wie Kurt Biedenkopf in Sachsen oder Bernhard Vogel in Thüringen – beide West-Import.
- Die meisten Ex-DDR-Betriebe wurden West-Konzernen einverleibt. Und blieben sie selbständig, dann kamen ebenfalls häufig West-Importe an die Spitze - wie der nach seiner „Traumschiff-Affäre“ abgekanzelte Ex-Ministerpräsident Lothar Späth beim einstigen VEB Carl Zeiss Jena.
- Das DDR-Fernsehen musste am 31. 12. 1991 abschalten. Stattdessen begannen die nach West-Vorbild neu installierten Landessender – mit solchen West-Importen wie Udo Reiter als Chef des „mdr“.
Die Liste ließe sich verlängern. Aus allem geht hervor, dass dem Osten das West-Prinzip übergestülpt wurde, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Mehrheit der Ossis (und auch mancher Wessi) hätte wohl aber einen neuen Staat vorgezogen – gebildet aus dem Besten, was sowohl Ost als auch West zu bieten hatten. Leider eine enttäuschte Hoffnung! Auch wenn sich allmählich „durch die Hintertür“ gute DDR-Erfahrungen in ganz Deutschland einschleichen wie unser Krippen-System, die Polikliniken und manches Andere – natürlich immer ohne Benennung der Herkunft …

Es bringt wohl nichts, den ganzen alten Frust aufzuarbeiten. Also fordere ich: Vergesst den Palast der Republik und freut Euch auf das Berliner Schloss!


Wolfgang Reuter (07.04.2013)

Hallo Jochen, ich hatte ja geahnt, dass Wolfgangs Ossi-Wessi-Gedicht Wellen schlagen und mehr als einen Kommentar hervorrufen würde. Aber bei deinem hinkenden Vergleich mit dem Trabbi möchte ich Einspruch erheben; da hättest du viele andere DDR-Betriebe nennen können, die von der Treuhand plattgemacht wurden, weil Westfirmen die Betriebe für'n Appel und'n Ei geschenkt bekamen, dann enorme Subventionen abstaubten und trotzdem die Betriebe geschlossen haben, was dann zu Arbeitslosigkeit geführt hat. Diese Wunden des Abzocker-Kapitalismus sind bei den Ossis nicht verheilt, Freiheit hin, oder Demokratie her. Ich finde, das ganze enorme Thema kann man nicht so einfach mit den abgedroschenen Phrasen "Demokratie" und "Freiheit" abtun; mit gesellschaftlichen Aspekten solchen enormen Ausmaßes sollte man wohl in der Analyse etwas subtiler und ausführlicher sein, als nur den Trabbi als Beweis anzuführen, meint

Michael Kuss (07.04.2013)

Hallo Wolfgang,
eigentlich recht witzig, wenn ich nicht dabei das Gefühl bekäme, du meintest es Ernst.
Ich selbst gehöre zwar zu den alten "Wessis", die froh über die Wiedervereinigung sind und ich denke, das sind nicht alle, genau wie bei den "Ossis" , aber ich glaube bei beiden "...sis" nicht, dass es die Mehrheit ist, anders als bei den Ösis, die sich über eine solche "Reichserweiterung" sicher nicht freuen würden.
Ein Satz stört mich bei dem Gedicht noch: "Der Sieg des Gelds über die Ideen"
Also bei aller Kritik, die ich an unserem System übe, gerade die Ideen sind unsere Stärke, die Stärke einer demokratischen Gesellschaftsordnung und eben die Schwäche einer jeden Diktatur und das war nun mal die DDR. Deshalb haben ja auch die "Ossis" nach der Wiedervereinigung die mit sozialistischem Erfindergeist produzierten "Trabanten" nicht gekauft, um nur ein Beispiel zu nennen.
Aber vielleicht meinst du ja auch alles nur witzig, dann ist dir das gelungen und du hast mich angeschmiert.


Jochen (07.04.2013)

Hallo Weltösi,

ein bisschen freiwillig war's schon - des schönen West-Geldes wegen und den schmucken Autos zuliebe, von Reisemöglichkeiten und Sex-Shops ganz zu schweigen ...

Aber gut: Dann eben nicht "Össis", sondern "Weltis", korrigiert sich ...


Wolfgang Reuter (07.04.2013)

hallo du viertel-ösi. da muss ich aber mal widerspruch einlegen. da war nichts mit freiwilliger vormundschaft unter die westlichen fittiche. es gab keine wahl. ein friedlicher panzer hatte die ossis überrollt. da gab es nur eines. liegenbleiben oder aufstehen und kämpfen. und welcher partei? am besten gar keiner. ich bin ein weltösi.
gruß


rosmarin (06.04.2013)

Hallo Michael und RosMarin,

dass der Text schon etwas älter ist, stimmt. Und trotzdem: Immer noch kriegen wir Ossis tagtäglich unsere Vergangenheit um die Ohren geschlagen. Wieso also haben wir uns nach der Wende im Osten(!!!) freiwillig unter die Vormundschaft des Westens begeben?

Da habe ich mir mal das satirische Gedanken-Experiment gestattet, nach loyaleren Einheitspartnern Ausschau zu halten. Wir waren doch alle mal im Deutschen Bund! (Und außerdem hatte ich eine Wiener Großmutter, bin also Viertel-Ösi.)

Nehmt's nicht so wörtlich - wir hätten uns ja auch Siebenbürgen anschließen können, überlegt sich jetzt ...


Wolfgang Reuter (06.04.2013)

ich bin so blöd und weiß überhaupt nicht, was du mit diesem gedicht sagen willst, oder ist die aussage überholt, weil du es schon 2006 geschrieben hast?
gruß


rosmarin (05.04.2013)

Lieber Wolfgang, deine Ideen in allen Ehren, aber der "neue" Staat wird sich nicht aus frustrierten Ossis und bereitwilligen Österreichern zusammensetzen, sondern aus den Ergebnissen des Verteilungskampfes und Konfliktes zwischen Besitzenden und Armen. Um das zu erkennen, muss man nicht einmal olle Kalle bemühen; es wird jeden Tag deutlicher, wenigstens für jene, die über den Tellerrand und die schwarz-gelben Verarschungen von Super-Illu oder BUNTE hinausschauen.

Michael Kuss (05.04.2013)

SIE
126
- 01.04.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Lieber Wolfgang, was soll ich mich jetzt noch
steigern?
Ich hör für heute besser auf, noch mehr von Dir zu
lesen. Ansonsten fände ich, ich selbst sei nie
gewesen


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Bis zum letzten Wort hab' ich krampfhaft überlegt, welche Diva meint der Wolfgang denn. Ich bin alle bekannten West- und Ost-Schabracken durchgegangen und hab' keine gefunden, auf die alles passt. Die Lösung, wie sie kommen muss, kam endlich dann zum guten Schluss.

Wolfgang du bist ein Schlingel! Aber einer von der ganz subtilen Sorte.


Michael Kuss (01.04.2013)

Gedicht auf Bestellung
69
- 23.03.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Na ja, ich hab' eher den Eindruck, Wolfgang wollte auf die magelhafte Vorgabe des Verlages hinweisen: Denn wenn ein Verlag, der einen Literatur-Wettbewerb ausschreibt, für die Teilnehmer eine Höchstzahl von 20 Zeilen bestimmt, dann bleibt für viele Teilnehmer kaum ein Gestaltungsspielraum (denn gerade bei "lustigen" Gedichten braucht ein Autor oder eine Autorin ein bisschen mehr An- und Ablauf, um eine Geschichte "zu erzählen"). Andererseits habe ich schon Ausschreibungen erlebt, da war die Höchstzahl auf 20 WORTE festgelegt. Da wird's dann wirklich eng mit dem Geschichtenerzählen.

Michael Kuss (01.04.2013)

Und diesen vorher festgesetzten Rahmen auch einzuhalten, ist eine Kunst, die nicht jeder kann!
Auf humorvolle Art hast du uns auf die wahren Künste des Schreibens und deren Unwägbarkeiten, die dabei im Wege stehen könnten, mit tollen Worten aufmerksam gemacht!
Einfach super!
LG. Michael


Michael Brushwood (24.03.2013)

Hallo Wolfgang, beinahe wie ein Drabble.

Drabblemaker (23.03.2013)

Zehn kleine Arbeitslose
98
- 09.03.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Superb, wenn man noch was lernen kann, dann bei
Dir


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Wieder etwas Nachdenkliches bei dem man unwillkürlich kichern muss, denn du sagst es so treffend - noch dazu gereimt. Bewundernswert!

doska (13.03.2013)

Hallo Wolfgang. Wieder eine spaßige, dennoch in Anbetracht eines Arbeitslosen, makabere Satire. Heutzutage kann manch einer sogar das Liedchen trällern: Zehn kleine harte Arbeiter bezogen zudem Harz IV…

Drabblemaker (10.03.2013)

Herzhaft humorvoll!
Ich musste so richtig schmunzeln!
Einfach super, zumal es trotz allem Humors auch den vollen Tatsachen entspricht!
LG. Michael


Michael Brushwood (10.03.2013)

Köstlich treffend! Fehlen eigentlich nur noch die Hinweise, dass ein Arbeitsloser in eine nutzlose Umschulung gesteckt wird, ein anderer in einen unterbezahlten Aufstocker-Job und ein weiterer in eine sonstige Verschleierungsmaßnahme, die hilft, die Statistik so schön zu färben wie den letzten Armutsbericht von Betrüger Rösler und v.d. Leyen.

Michael Kuss (09.03.2013)

Raucher-Pech
56
- 07.03.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ein wahrer Spruch und eine gelungene Zeichnung von Wilhelm Busch.

Francis Dille (09.03.2013)

Knapp, witzig und gut!

Gerald W. (08.03.2013)

Nichts zu tun
105
- 05.03.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Michael,

Du arbeitest aber erheblich an meinem Selbstvertrauen. Dafür großen Dank!

Und was Tucholsky oder Kästner oder Weinert, Busch oder Heine betrifft: Manchmal versuche ich tatsächlich, mich in deren Rolle zu versetzen. Was hätten sie wohl an unserer Zeit für kritikpflichtig, persiflierbar, verscheißerungswürdig, total zum Kotzen ... oder so gefunden? Aber weil sie allesamt leider schon tot sind, versuche ich halt, ihre Rolle so recht und schlecht zu übernehmen.

Einer muss es ja machen!


Wolfgang Reuter (06.03.2013)

Lieber Wolfgang, ich will nicht so vermessen sein, dich mit Tucholsky zu vergleichen, aber viele deiner zwischen Schmunzeln und subtiler Nachdenklichkeit angesiedelten Geschichten erinnern mich doch an unser Kurtchen.

Wenn ich mir überlege, wie viele schnöde Möchtegern-Comediens unsere Fernsehlandschaften verunstalten und mit Billigware das Publikum unterhalten, und gleichzeitig sehe, dass Künstler wie du ein nahezu unbekanntes Schatten-Dasein fristen, dann werd' ich traurig...


Michael Kuss (06.03.2013)

Wunderbar, allein die Art wie du reimst und dann der Schmunzeleffekt. Sehr gelungen.

Gerald W. (06.03.2013)

Tapetenwechsel
96
- 01.03.2013, 2 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wirklich super gereimt. Obendrein noch eine Geschichte, die sich sehr lebendig liest und noch dazu kann man sich bei jedem deiner Verse ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Dieter Halle (01.03.2013)

Heimatland
107
- 27.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Guckst du

http://www.auslaender-statistik.de/bund/abschi_2.htm


Wolfgang Reuter (04.03.2013)

Ach, Fremde werden in Deutschland also abgeschoben? Nicht falsch verstehen aber, mhh, wusst ich gar nicht.

Drabblemaker (03.03.2013)

Dieses sind wahre, sehr zutreffende Worte, mit denen du die sich stetig verschärfenden Kontraste in unserem Land, ganz toll, garniert mit gut verträglichem Humor, rübergebracht hast.
Damit hast du mir voll aus meinem Herzen gesprochen!
LG. Michael


Michael Brushwood (27.02.2013)

So ist es. Ein ständiges Hin-und-her und man weiß nicht wohin das noch führen wird. Konntest mir ein Schmunzeln entlocken.

Dieter Halle (27.02.2013)

Das Häuschen
99
- 24.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wusste doch, dass am Ende noch etwas Kleines, aber Feines kommt. Toll gereimt, amüsant geschrieben und schöne feine Untertöne. Sehr gelungen.

Marco Polo (25.02.2013)

Im deutschen Zoo
130
- 23.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Sehr hübsch. Auch mir hast du damit Freude bereitet.

Marco Polo (25.02.2013)

Wirklich sehr amüsant. Eines der lustigsten Limericks, die ich bei Webstories gelesen habe.

Drabblemaker (24.02.2013)

Du Böser, du...

Michael Kuss (24.02.2013)

Optimist und Pessimist
86
- 20.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Gegenteilige Schreie der Verzweiflung, aber dennoch gehen beide gleichermaßen in diesem mörderischen Sturm unter! Selbst der kühnste Optimist ist im Leben manchmal dem Schicksal des Untergangs hilflos ausgeliefert!
Tolles Gedicht!
LG. Michael


Michael Brushwood (27.02.2013)

Kurz und köstlich!

Evi Apfel (27.02.2013)

Hallo Else08,

vielen Dank für Dein Lob!

Und weil Du nach der Grammatik fragst: "Weil ein Sturm gekommen IST" drückt nichts Gegenwärtiges aus, sondern nutzt das Perfekt (2. Vergangenheit). Die drei Vergangenheiten lauten: "ein Sturm kam" (Imperfekt) - "ein Sturm ist gekommen" (Perfekt) - "ein Sturm war gekommen" (Plusquamperfekt).

Und in meinem Text ergibt sich die logische Reihenfolge, dass zuerst ein Sturm gekommen ist (2. Vergangenheit oder Perfekt), in dessen Folge sie in Not gerieten (1. Vergangenheit oder Imperfekt). Schriebe ich "gekommen war", läge der Sturm schon weit zurück. Das geht ja aber nicht; denn kaum kommt der Sturm, geraten sie auch schon in Not ...

Hoffentlich habe ich das jetzt überzeugend erklärt (schließlich bin ich ja Deutsch-Lehrer von Beruf).

Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (21.02.2013)

Sehr gelungen. Klasse gereimt und witzig, aber noch schöner wäre es, wenn alles in der Gegenwart geschrieben wäre. Wegen dem Satz : "Weil ein Sturm gekommen IST" Da müsste nämlich eigentlich sonst WAR hin. Belehre mich eines Besseren, falls ich mich irren sollte.

Else08 (20.02.2013)

Flotter Dreier
52
- 19.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

*Grins" Da hast du durchaus recht.

Jochen (20.02.2013)

Vor der Party
55
- 18.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Das Geschenk
61
- 17.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Ein bitterböses Märchen
66
- 15.02.2013, 1 Seiten


Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
Raucher-Limericks
84
- 15.02.2013, 2 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ganz lieben Dank, Michael!
Ein paar dieser Limericks nutze ich auch in meinen Programmen, wie Du auf meiner Homepage www.wolfgang-reuter.com unter "VIDEOS" sehen kannst.


Wolfgang Reuter (15.02.2013)

Ein ganz tolles Gedicht mit phänomenalen Metaphern, mit spritzigem Humor und sehr guten Reimen!
Da leben Erinnerungen an den Song aus den siebziger Jahren von Insterburg&Co., "Ich liebte ein Mädchen", in mir wieder auf. Da wurden alle Bezirke im damaligen Westteil von Berlin durchforstet und dann waren Städte im übrigen Deutschland an der Reihe. Deine Arbeit finde ich allerdings noch origineller, da du noch viel schärfere Metapher gefunden hast. Und das Rauchen zu vermiesen ist immer noch ein stärkeres Pfund mit dem du wuchern kannst, als ein Mädchen in sämtlichen Bezirken von Berlin, bzw. von Deutschland einmal geliebt zu haben. Aber beides passt irgendwie doch zusammen, denn Raucherküsse sind nicht gerade vom feinsten Geschmack!
Einfach super!
LG. Michael


Michael Brushwood (15.02.2013)

Nie wieder rauchen!
95
- 13.02.2013, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Lieber Wolfgang, das sind ja herrliche Zeilen. Ich habe auch das Video mit den Berliner Stadtteillimericks angesehen. Einfach genial.
Viele Grüße
Sabine


Sommertänzerin (14.02.2013)

Hallo Michael,

ich hatte 2007 diesen Text bei WebStories gelöscht. Mein Verlag hatte mich darum gebeten, weil "Nie wieder rauchen" im Bändchen "High-matt-Land" veröffentlicht wurde. Das ist jetzt lange genug her, so dass ich auch ein paar andere Texte bei WebStories wieder einstellen will.

Übrigens: Auf meiner Homepage www.wolfgang-reuter.com kannst Du unter "VIDEOS" auch die von mir zum Klavier vorgetragene Fassung des Textes begutachten.


Wolfgang Reuter (14.02.2013)

Viel zu schade, um in einer Schublade zu verstauben. Einfach köstlich. Und professionell. Mit Neid ich guck...

Michael Kuss (14.02.2013)

Ein Weihnachts-Krimi
226
- 15.12.2012, 2 Seiten


Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Herzlichen Dank an alle für die freundlichen Kommentare und die 200 grünen Karten von

Wolfgang Reuter (21.12.2012)

Um ehrlich zu sein, hat mir eigentlich erst der letzte Satz als gelungene gesellschaftliche Aussage UND als Symbolik gefallen: Schon wieder ein SPD-Frontmann, der sich heuchlerisch als Roter Genosse gibt, zwei andere Leute erst in rote Klamotten zwingt und sie dann mit Gewaltandrohung zum Flüchten bringt um sich selbt den Weg zu ebnen, sich an Bündel mit 25.000 Euro gewöhnt hat, der gehört tatsächlich angeprangert, wenn nötig satirisch. Aber, lieber Wolfgang, er hätte nicht auf's Merkelchen schießen müssen; ein leichter Streifschuss als Warnung (nach dem Motto: "Wir wollen mal so tun als ob...") hätte genügt: die beiden mögen sich nämlich und sind sich letztendlich sehr ähnlich.

Ansonsten sehr gute Idee, das Weihnachtsfest literarisch mit Banküberfall und Polit-Heuchlern zu verbinden.


Michael Kuss (19.12.2012)

lach....da kann ich nur den andren zustimmen.
Einfach klasse und zum ganz breit grinsen.
Gelungen!

Und für Morgen wünsch ich dir alles Gute.


Tis-Anariel (18.12.2012)

Vielen Dank für die freundlichen Kommentare! Bei meiner morgigen Lesung ("Welt-Uraufführung!!!") werde ich ja erleben, ob die Sache auch vor Publikum funktioniert. Bitte drückt mir die Däumchen, hofft inbrünstig

Wolfgang Reuter (18.12.2012)

Voll uns ganz muss ich den anderen zustimmen. Große Klasse, besonders der Überraschungseffekt.

Marco Polo (17.12.2012)

Zum schlapplachen, einfach prima!

Else08 (16.12.2012)

Damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet. Ich hatte
mich auf ein ganz anderes Ende eingestellt...


Homo Faber (15.12.2012)

ja, ja, so sind sie, unsere Vorbilder der Nation...
da hilft nur ein totales Verbot von Nebentätigkeiten für Abgeordnete, auch als Weihnachtsmann


Jochen (15.12.2012)

Spritzig, spannend und überraschend. Ich habe schallend gelacht. Einfach gut gelungen.

doska (15.12.2012)

Eine märchenhafte Weihnachtsgeschichte
227
- 12.12.2012, 2 Seiten


Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Eine schöne Weihnachtsgeschichte. Die Idee, alle
Märchenfiguren mit einzubringen, gefällt mir.


Homo Faber (15.12.2012)

Ganz große Spitze. Ich musste so schmunzeln, besonders darüber, wie jede der Märchenfiguren wirklich etwas für den Weihnachtsmann spenden konnte.

Else08 (14.12.2012)

Wowereit als Weihnachtsmann? Eine grauenhafte Vorstellung. Dann lieber viele falsche Märchenfiguren als Ersatz. Oder warum nicht gleich den Baron von Münchhausen?

Michael Kuss (12.12.2012)

na, da ist sie ja wieder. juchhe!

also nochmal: das ist ja eine schöne geschichte. wir sollten uns ein beispiel an der solidarität und hilfsbereitschaft deiner grimmschen märchenfiguren nehmen. und der bezug zu unserem jetzt ist dir auch gelungen. sehr schön.
vorweihnachtlichen gruß von


rosmarin (12.12.2012)

Alle Jahre wie-hie-der
202
- 12.12.2012, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Natürlich kann man jedes Jahr zu Weihnachten immer wieder auf das Elend der Welt hinweisen, aber ist das nun wirklich so ein Text, den man zu Weihnachten wenn die Kerzen brennen, gerne vorliest? Ich finde da möchte man lieber schmunzeln und sich selbst so ein bisschen im Text wiedererkennen. Denn mal im Ernst, wir sollten uns nicht heiliger machen als der Papst. Streetworker sind wir alle nicht, die vielleicht noch zu Heiligabend in den Straßen herumrennen und gutes für arme geschundene Menschen tun - und darum finde Wolfgangs Gedicht ehrlich. Wolfgang, du hast mich mit deinem Gedicht angesprochen und amüsiert, sehr gelungen.

Else08 (14.12.2012)

ja, mir fehlt hier ein einprägsames bild, ein bild, dass man nicht vergisst.
aber die weihnachtsgeschichte- wo ist sie überhaupt hin?- ist wunderschön. hier ist der kommentar, den ich mehrmals geschrieben und dann kopiert habe.

also nochmal: das ist ja eine schöne geschichte. wir sollten uns ein beispiel an der solidarität und hilfsbereitschaft deiner grimmschen märchenfiguren nehmen. und der bezug zu unserem jetzt ist dir auch gelungen. sehr schön.
vorweihnachtlichen gruß von


rosmarin (12.12.2012)

Hallo RosMarin und Michael,

ich hatte schon befürchtet, dass ich diesmal nicht "mit heiler Haut" davonkomme. Und Ihr habt völlig Recht: So doll ist es mit dem Text nicht bestellt.

Als Entschuldigung kann ich nur folgendes anführen: Bei meiner gestrigen Weihnachtslesung wurde mir bewusst, dass es mir ein wenig an weihnachtsbezogenen Texten fehlt. So entstanden zwei Schnellschüsse: dieses Lied und die "Märchenhafte Weihnachtsgeschichte". Der Vorteil meines Textes besteht darin, dass ich ihn zur bekannten Melodie vorsingen kann und so ein wenig Abwechslung in mein Programm bringe. Ob das funktioniert, wird sich bei meiner morgigen Veranstaltung herausstellen.

Danke für Eure Kritik - und das nächste Mal gebe ich mir mehr Mühe.

Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (12.12.2012)

Vierter Kommentar-Versuch:
Zwar kenne ich rosmarins Weihnachtsgedicht von vor vier Jahren nicht, aber ich halte ihre Einschätzung zum vorliegenden Weihnachtsgedicht von Wolfgang Reuter für nachvollziehbar. Gemessen am sonstigen kritischen Reuter-Niveau ist auch mir der Inhalt - und besonders die Konsequenz - etwas zu dürftig geraten. Den Irrsinn unseres weihnachtslichen Konsumverhaltens könnte man deutlicher aufzeigen. Andererseits scheint es mir aber, dass Wolfgang Reuter mit seinem kleinen Spott-Gedicht nicht den gesamten Umfang zum Thema "Weihnachten" kritisch bearbeiten, sondern nur einen Teileffekt ironisch erfassen wollte. Deshalb, und weil das Gedicht flüssig geschrieben ist, auch von mir den Klick auf den grünen Gefälltmir-Buttom.


Michael Kuss (12.12.2012)

Hallo,
wir haben versucht den Server auf eine neue PHP Version umzustellen. Leider gibt es an vielen Stellen Probleme mit der alten Webstories Seite.
Die neue Version von PHP ist jedoch nötig, um die Arbeiten an dem Webstories Redesign anzufangen. Wir arbeiten jetzt an einer anderen Lösung und hoffen auf euer Verständnis.
Die Kommentarfunktion funktioniert jetzt wieder wie gewohnt.

Liebe Grüße

Euer Emediacreation Team
(www.emcberlin.de)


Emediacreation (Seitenbetreiber) (12.12.2012)

Was ist mit der Kommentar-Spalte los? Der Name des Schreibers erscheint zwar hier, aber der geschriebene Kommentar ist im Nirwana verschwunden.

Michael Kuss (12.12.2012)

hallo wolfgang, ist ja ganz nett, doch gefällt mir mein gedicht - wo bleibt nun die lieb-, das ich schon vor vier jahren geschrieben habe, besser, weil es gehaltvoller ist. dieses gedicht ist mir etwas zu allgemein gehalten. irgendwie fehlt mir der esprit.
gruß von


rosmarin (12.12.2012)

Bloß gut, dass ich schon älter bin!
93
- 01.11.2012, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Jau, da stimme ich zu. Wie immer detailiert
beobachtet. Allergrößten Respekt meinerseits!


Stephan F Punkt (07.09.2014)

Lieber Wolfgang, was soll man hier noch positiv hinzufügen? Es ist schon alles gesagt. Es ist eine Freude, solche flüssigen und stimmigen Texte zu lesen.

Michael Kuss (03.12.2012)

Hallo Jingizu,

herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Du lässt ja wirklich kein Auge trocken. Besonders dankbar bin ich Dir, dass Du zwischen dem Protagonisten und mir als Autor zu unterscheiden weißt.

Warum ich den Text geschrieben habe? Vor allem wegen Strophe 6. Als ich im Betrieb in die Altersrente verabschiedet wurde, sagte ein Kollege zu mir: „Du hast es gut, Du hast es geschafft - Arbeit bis zur Rente!“
Dieser Satz ist mir im Gedächtnis geblieben; denn er ist sehr traurig: Man soll sich freuen, dass man Rentner geworden ist??! Hier stimmt etwas in unserer Gesellschaft nicht. Es darf nicht sein, dass das Zittern um die eigene Existenz frühestens mit dem Rentenbeginn (und für viele niemals) aufhört.

Der konkrete Anlass für meinen Text aber ist ein anderer. Wie Else schon richtig vermutete, habe ich mir einen Liedtext geschrieben für mein satirisches Programm „Jetzt ham wa den Salat!“ Weil ich damit auch oft bei Rentner-Gruppen der Volkssolidarität zu Gast bin, habe ich versucht, den jahrtausendealten Slogan der Alten „Früher war alles besser!“ zu karikieren. Und wenn ich Dich recht verstanden habe, scheint mir das ja auch gelungen zu sein.

Allerdings würde ich mit Deiner Pauschalverteidigung aller Jugend-Torheiten nicht so ganz mitgehen. Nicht alle Ohrstöpsel in der U-Bahn geben wohl Vorlesungsinhalte wieder; und Prügeleien werden nicht dadurch attraktiver, dass sie „Geschichte“ haben. Ich will hier aber nicht „schulmeistern“; denn ein Text ist kein Kreuzworträtsel, wo der Autor am nächsten Tag die richtige Lösung veröffentlicht. Und deshalb steht es Dir frei, Deinen Gedanken und Empfindungen freien Lauf zu lassen. Ich freue mich, dass ich Dich dazu animieren konnte.


Wolfgang Reuter (03.11.2012)

Hallo Else,

Lied hin oder her - mit deiner Interpretation kann ich nicht übereinstimmen und zwar bin ich so sehr von deren Gegenteil überzeugt, dass ich dieses kleine Werk einer genaueren Beobachtung unterzieen möchte.

Es ist ein Text dessen Inhalt nur so von Desinteresse und Oberflächlichkeit des Protagonisten strotzt. Es werden zwar Beobachtungen gemacht, die aber in keinen Kontext zur realen Welt gebracht, sondern nur zu der des Protas.

*******************

1. Strophe: Rente/Zusatzrente
Allein schon die Wortwahl "Zusatzrente" statt z.B. "Riesterrente", welches sprachlich ebenso perfekt passen würde, zeugt davon, dass unser Prota der Welt schon längst den Rücken gekehrt hat.
Bereits vor Jahren haben uns Experten und Sendungen wie "Wiso" lang und breit erklärt, dass jeder mit einem normalen bis kleinen Einkommen an seinem Lebensende nicht einen zusätzlichen Cent aus der Riesterrente bekommt und allein die Leute daran verdienen, die die Riesterrente verkaufen - dennoch lebt unser Prota in einer Welt, in der immer noch die Werbeslogans von vor 5 Jahren seine Gültigkeit haben.

2. Strophe: öffentlicher Nahverkehr
Der komplette erste Teil kritisiert alle anderen Menschen. Nur er ist nach seiner Ansicht normal, weil er ja den anderen ins Gesicht blicken will. Dennoch sucht er nicht über Smalltalk den Kontakt zu den Leuten, sondern nimmt die Tatsache, dass ihn keiner anblickt (vielleicht, weil niemand unschicklich auf die gewaltigen Herpesblässchen an seiner Lippe, oder die knallrote Säufernase starren will,...) als Fakt dafür, dass die Welt um ihn herum automatisch schlechter geworden ist.
Ebenso der zweite Teil der Strophe in denen es um "die Stöpsel in den Ohren" geht.
Allein schon zu meiner Studienzeit, die schon etwas her ist war es Gang und Gebe, das Kommilitonen die Aufzeichnungen von Vorlesungen oder Krieg und Frieden auf der Fahrt zur Uni sich noch einmal akustisch durch den Kopf gehen ließen - unserem Prota sind solche Dinge nicht bekannt und sie interessieren ihn auch nicht. Für ihn hört jeder andere wahrscheinlich nur gewaltverherrlichende Rapmusik, die zu Schulmassakern auffordert. (Hyperbel meinerseits)

3. Strophe: Sport
"Fußball ist ein schöner Sport, das war schon immer so." ist ein wunderbar stereotypes Allgemeinplätzchen. Er findet Fußball gut, also ist es "ein schöner Sport und war es schon immer gewesen" - seine Meinung diktiert sein Weltbild.
Hooligans gehen bis zum Ende des 19. (!!!!) Jahrhunderts zurück und hatten in den 50ern und 60ern des 20. Jahrhunderts ihre Blütezeit, dennoch ist in der Wahrnehmung des Protas heute alles viel schlimmer und früher war alles besser.

4. Strophe: Frauen
Hier setzt sich die klischierte Beobachtungsweise fort. Verallgemeinerungen wohin man blickt, so als ob Alkohol, Zigaretten, Hanf und Prostitution eine Neuerung der letzten 5 Jahre waren.

5. Strophe: Technik
Hier trifft Wolfgang die Bigotterie perfekt wie in keiner anderen Strophe.
Unser Prota schwärmt von seiner Jugend, als man mit dem Statussymbol "Schwalbe" die Frauenbeine um sich herum öffnen konnte und verdammt im nächsten Satz dass die jetzige Generation über andere Statussymbole verfügt.

6. Strophe: Arbeit
Hier fehlen etwas die Überspitzungen, die den Rest des Textes so herrlich satierisch machen

7. Strophe: Politik
Auch hier heißt es wieder "wenn man dir heut [...] verspricht, dann [...] glaub den Blödsinn nicht". In der Welt des Protas war es also früher so, dass das Wort eines Politikers in Stein gemeißeltes Gesetz war, an dass er sich uneingeschränkt hielt und erst die heutigen "Herrscher" so wankelmütig und verlogen sind.

Refrain
Der Refrain macht einen wichtigen Teil dieses Liedes aus, denn er unterstützt nach jeder Strophe die Erkenntnis des Lesers, dass hier jemand spricht, der die Welt zwar noch sieht, aber sie nicht mehr wahrnimmt und ihr den Rücken gekehrt hat.
Probleme wie Rente, Politik, Technik, Sport gehen jederman an - und wenn auch nur indirekt durch Kinder und Kindeskinder, aber unser Prota hat sich entschlossen, sich aus der Welt auszuklinken und nur noch mit einem sauren "früher war alles besser Kopfschütteln" durch sie zu ziehen. Nach mir die Sintflut.

Diese durchaus verbreitete Einstellung trifft Wolfgang perfekt und kann sie satierisch zynisch Strophe für Strophe rüberbringen.


Jingizu (03.11.2012)

Na, ganz so wie Jingizu sehe ich dein Gedicht nicht. Dem Klang nach ist es wohl ein Lied. Es hat ein Refrain und dieses weißt zwar auf eine ältere Person hin, aber alles übrige sind doch scharfe Beobachtung. Humorvoll weist du mit diesem - wirklich gut gereimten Gedicht auf die Probleme in unserem System hin.

Else08 (02.11.2012)

Uhhhh das Werk hier hat mir wirklich gut gefallen. Es hat einen eingängigen Rhythmus und diese herrliche alte-Leute-Sichtweise auf die Welt, die den Text so sympathisch macht.
Jeder lebt wohl irgendwann in einer Welt, die nichts mehr mit einem gemein hat und in der man sich nicht mehr zurechtfindet und es auch keinen Sinn mehr hat, es zu versuchen.


Jingizu (02.11.2012)

Der Euro schmilzt!
100
- 25.09.2011, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Spott und Ironie deiner Geschichte haben mit gefallen. Aber in der Konsequenz ist es egal, welche Währung "schmilzt". Es geht nicht um den Euro. Auch die "gute alte D-Mark" würde unter diesen gesellschaftlichen Vorzeichen "leiden". So lange es "Bankenrettungen" und Hedgefonds und andere Perversitäten des Neo-Kapitalismus auf Kosten der kleinen Leute gibt, so lange wird es Wirtschaftkrisen und damit schmelzenden Geldwert geben. Olle Kalle, genannt "Marx", lässt schmunzelnd grüßen. Es brodelt überall, auch wenn man's noch nicht überall bemerkt hat, sondern noch geschickt den Menschen Honig ums Maul schmiert.

Michael Kuss (03.12.2012)

Der Euro schmilzt. Und was kommt dann?
Die gute alte D-Mark!
Hat mir sehr gefallen!
LG. Michael


Michael Brushwood (22.11.2011)

köstlich, der schmelzende Euro, da wollen wir ihn mal schnell wegschlabbern wie ein Speiseeis ehe wir uns dafür kein Eis mehr kaufen können.
Nur mit deiner DDR-Verschuldung in deinem Kommentar bin ich nicht einverstanden, denn das läuft doch wie bei unereinem, wenn er einen Kredit bei der Bank haben will - also das Thema mit den Sicherheiten - und die Ostmark der DDR, dafür hat doch kein Geldgeber der westlichen Welt eine müde Mark gegeben, da konnten die doch gar nicht richtig Schulden machen wie unsere Politiker!


Jochen (21.11.2011)

Vielen Dank allen für die Kommentare. Schade, dass einem beim Kichern der Hals so trocken wird!

Übrigens: Die DDR hatte am Ende (nach unterschiedlichen Quellenangaben) wohl um die 27 Milliarden DM (also ca. 13,5 Mia Euro) Staatsschulden. Deutschland hat jetzt die 2-Billionen-Grenze geknackt. Das ist das fast 150fache. Und die Garantien im "Rettungs-Schirm" sind da noch gar nicht mitgerechnet.


Wolfgang Reuter (02.10.2011)

Ja, wohin mit den Euros? Wer welche hat, könnte wirklich eines Tages arm dran sein. Habe laut gelacht, auch wenn`s so ernst ist.

Dieter Halle (01.10.2011)

Das ist ja was, das ganz zum Zeitgeschehen passt. Außerdem Humor- und - geistvoll, super gereimt, kurz: einfach perfekt. Aber werden die Euros wirklich schmelzen? Ich hoffe das nicht!

Else08 (01.10.2011)

Ein tolles Gedicht. Wieder spitzenmäßig gereimt und arg zum schmunzeln. Tja, wenn es nur die Reichen treffen würde. Aber ich befürchte, dass selbst die kleinen Leute in eine Katastrophe hinein geraten könnten, denn alles ist ja miteinander vernetzt - eben leider auch global.

doska (28.09.2011)

der euro schmilzt, wir schmelzen mit...
hab' ich kein geld um's einzufrieren,
dann kann ich auch nicht viel verlieren...
jau, flottes gedicht!


Ingrid Alias I (27.09.2011)

Ist ja wirklich sehr gelungen. Habe laut gelacht. Da können wir so einiges erwarten und wie heißt es doch so schön? Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Gerald W. (26.09.2011)

Wilde Wiese
51
- 12.08.2011, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Tja, auf wilden Wiesen geht es manchmal auch wild zu. Ein süßes kleines Schmunzelgedicht.

doska (18.08.2011)

Oh,oh, was so eine wild gewordenen Wiese manchmal fabrizieren kann. Sehr niedlich, hat mir gut gefallen.

Else08 (13.08.2011)

Neues vom Flaschenteufelchen
136
- 15.07.2011, 1 Seiten


Amüsantes/Satirisches · Kurzgeschichten
 

Oh, wie gemein, nun muss der deutsche Michel dort sitzen und ihm fällt nicht - wo weiter reichen ? Ja, hätte er nur vorher genauer hingeschaut. Da bleibt einem fast die Lache im Halse stecken. Teuflisch gute Story.

doska (20.07.2011)

Hallo Geminus, ich sehe es auch als Parabel - vor allem aber sehe ich es als gesellschaftskritisches Gedankenspiel.

Wichtig war mir der Gedanke, dass sich die scheinbaren "Werte" in den Tresoren des internationalen Kapitals immer mehr als gefährliche Luftblasen entpuppen. Und wenn die mal platzen, geht das mühsam Ersparte von uns allen gleich mit in die Luft - auf Nimmerwiedersehen.

Stevensons Flaschenteufelchen passt beängstigend gut in unsere Zeit. Alle Banken versuchen, ihre geplatzten Fehlinvestitionen dem Nachbarn überzuhelfen - bis den Letzten schließlich der Teufel holt. Da kann ich mit Jochen nur hoffen, dass wir nicht noch einmal in eine Weltwirtschaftskrise wie 1929 stürzen.


Wolfgang Reuter (18.07.2011)

Witzig und hintergründig geschrieben Wolfgang!
Frage mich gerade: Ist das nun eine Parabel?
Oder liege ich damit völlig daneben!


Geminus (18.07.2011)

Eine tolle Idee wirklich gut umgesetzt. Da muss man einfach grinsen.

Gerald W. (16.07.2011)

Hihi, wirklich witzig, besonders der Schluss. Obwohl ...eigentlich beängstigend.

Petra (16.07.2011)

Zünftig boshaft, wie eine Satire sein muss. Sehr gelungen.

Marco Polo (16.07.2011)

Hallo Wolfgang,
herrliche Idee, dein Teufelchen. Ich hoffe nur, dass der nicht irgendwann sein T-Shirt wechselt und dann darauf steht "Inflation".
Aber das wird unseren Michel-Politikern vielleicht gar nicht so Unrecht sein, denn dann könnten sie die Schulden Deutschlands locker mit den Steuereinnahmen eines Jahres tilgen.


Jochen (16.07.2011)

Laaach.....ist das herrlich fies!
Danke für den herzlichen Lacher.


Tis-Anariel (15.07.2011)

Neues vom Zauberlehrling
162
- 05.04.2011, 2 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Bisher 104 "Grüne" (in 5 Tagen) liest sich gut. Trotzdem: Goethe hätte mindestens das Doppelte geschafft! Ganz nach seiner Devise:
"... Denn als Geister
ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."


Wolfgang Reuter (11.04.2011)

Vielen Dank für die wohlmeinenden und ergänzenden Kommentare!
Natürlich gebührt das Hauptverdienst Johann Wolfgang von Goethe; denn von ihm stammen sowohl die Leit-Idee (Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.), als auch das Reim- und Metrik-Schema. Ich gestehe, dass eine gewisse Anstrengung damit verbunden war, die teils sehr kurzen Verszeilen mit kompaktem Inhalt zu füllen. Aber das hat ja beispielsweise Ingrid Alias I sicher auch schon bei ihren Versuchen gespürt.
Wer also wie ich mal seine Sprachgewandtheit testen will, sollte sich auch mal an Goethe-Metrik versuchen. Ich weiß, dass man gegen den Meister nur verlieren kann, aber auch für sich etwas gewinnen.


Wolfgang Reuter (08.04.2011)

Sehr eindrucksvoll hast du zum Ausdruck gebracht, welche Gefahren auf die Menschheit lauern, wenn wir uns diesen nicht stellen. Doch auch in Zukunft dürfte der Profit Vorfahrt haben und die Vernunft von diesem überrollt werden. An vollmundigen Versprechungen seitens der Politik mangelt es zwar nicht, leider verlaufen diese aber immer wieder im Sande, da Politik und Kapital die gleichen Interessen vertreten.
Soeben habe ich gehört, dass Japan von einem erneuten Erdbeben heimgesucht worden ist.
Schlimm genug!
Die geldgierigen Finanzhaie sind drauf und dran, der gesamten Menschheit das Grab zu schaufeln.
LG. Michael


Michael Brushwood (07.04.2011)

billig billig
sind atome
wenn sie werden
dann zum strome
katastrophe nein!
wird nie im Leben sein
profit machen
die konzerne
das zahlt der
steuerzahler gerne...
mit geld und leben
so ist das eben...


Ingrid Alias I (07.04.2011)

Der neue Zauberlehrling ist ja fast noch unheimlicher als der alte, weil er einfach von der Wahrheit spricht. Hat auch mir sehr gefallen.

Else08 (06.04.2011)

Der Zauberlehrling einmal ganz anders. Und es stimmt. Wie wird man nun die herbei gerufenen Geister wieder los? Klingt wirklich wie ein Lied. Sehr gut gemacht.

Gerald W. (06.04.2011)

Ein tolles satirisches Lied. Ich hab`s zum Schluss fast gesungen. Es ist aufrüttelnd, ungeheuer sarkastisch und passt zum Zeitgeschehen. Ganz große Spitze.

doska (06.04.2011)

satirisch, kritisch, humorvoll, und wahr. ein echter reuter eben.
grüß dich


rosmarin (06.04.2011)

Frauentag (Liedtext für den 8. März)
92
- 11.02.2011, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Hoffentlich kennen wir auch den Unterschied zwischen Frauentag und "Muttertag"? Der ist nämlich enorm, der Unterschied...

Michael Kuss (03.12.2012)

Weil ich doch noch etwas länger über Frauen und ihren Frauentag nachgedacht habe, sind noch zwei Strophen dazu gekommen. Wahrscheinlich könnte man endlos über dieses Thema philosophieren ...

... vermutet


Wolfgang Reuter (23.02.2011)

Auch ich empfinde diesen Liedtext als sehr gelungen. Er entlockte mir ein kleines Schmunzeln und hinterließ ein wohliges Gefühl im Magen.

Jochen (18.02.2011)

Vielen Dank für die wohlmeinenden Kommentare!
Es ist nur schade, dass ich hier meine zum Klavier gesungene Version nicht anbieten kann.
Grüße an alle von


Wolfgang Reuter (12.02.2011)

Ein toller Liedtext- par excellence.Voilà tout!

Else08 (12.02.2011)

Ich stimme zu, einmal dir, was die Frauen anbetrifft und einmal den bereits geschriebenen Kommentaren, denn dein Gedicht ist wirklich meisterhaft gereimt. Hut ab.

Gerald W. (11.02.2011)

Charmant und süß! Ich fühle mich geschmeichelt. Und obendrein witzig und perfekt gereimt. Kurz, einfach toll!

doska (11.02.2011)

also, ich steh' ja nicht so auf frauen (liegt möglicherweise daran, dass ich selber eine bin), aber dein gedicht ist KLASSE !!!

Ingrid Alias I (11.02.2011)

... Opa sein dagegen sehr!
56
- 22.12.2010, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wirklich sehr knapp, aber nett!

Gerald W. (24.12.2010)

Kurz und gut. Das kann man zu deinem kleinen Gedicht sagen. Ja, so können einen Enkel "verändern", hehe.

doska (23.12.2010)

Da musste ich schmunzeln, denn du hast ja so recht!

Else08 (22.12.2010)

Sonett
145
- 09.10.2010, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ich danke Euch allen sehr herzlich:
Nicht einmal 10 Tage sind vergangen - und Ihr habt schon mehr als 100 "Grüne" spendiert.
Ich gestehe aber auch, dass es mir großen Spaß macht, in solchen "Zwängen" von Reim und Metrik zu schreiben und dabei dennoch Pointiertes rüber zu bringen.

Und ich vertrete den Standpunkt: Wer erst einmal die Tücken der exakten Reimerei gepackt hat, dem kaufe ich auch Texte in freien Rhythmen ab. Seid mir deshalb nicht böse; aber ich mag sie halt alle, die "Klassiker" - von Goethe und Heine bis Tucholsky und Kästner.
Dies bekennt ein älterer Herr namens


Wolfgang Reuter (18.10.2010)

Da schließe ich mich doch einfach an. Habe sehr schmunzeln müssen. Und wenn das noch kompliziert war, dann alle Achtung!

Petra (14.10.2010)

Sehr unterhaltsam.
Und Sonett.


fog of crows (M.R.) (14.10.2010)

Witzig und metrisch perfekt. Ganz ausgezeichnet. Meine Anerkennung.

doska (10.10.2010)

Genial - da soll mal noch einer etwas gegen klassische Gedichte mit Metrik und Reimen sagen! Auch im 21. Jahrhundert muss man sich nicht unbedingt immer an den Dichtern orientieren, bei denen sich nichts mehr reimt, es keine Rechtschreibung und keine Zeichensetzung gibt. Das finde ich nämlich oft nicht Sonett.

Tintenkleckschen (10.10.2010)

Hallo Wolfgang,
Respekt, Respekt, das ist dir wirklich gelungen. In meiner Neugier habe ich natürlich gleich bei Wikipedia nachgesehen, was ein Sonett ist. Das ist ja ein richtig strenges Korsett, in dem du da dichten musstest und das ist dir prima gelungen, sogar mit einer kleinen Pointe!


Jochen (09.10.2010)

Zwanzig Jahre Ehe-Glück
144
- 03.10.2010, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Könnte von Kurtchen Tucholksky sein, wenn er nicht so früh gegangen wäre.

Michael Kuss (03.12.2012)

Vielen Dank für die anerkennenden Worte. Eigentlich ist der Text entstanden, weil ich es gründlich satt habe, als Ossi nach zwanzig(!) Jahren noch immer darauf reduziert zu werden, dass ich vierzig Jahre lang ein schießwütiger Stasikotzbrocken gewesen sein soll, der dann einen Tag lang als Nationalheld die Mauer wegriss. So jedenfalls stellen uns noch immer viele Medien, manche Politiker und die vorlauten Gauck-ler dar.

Was aber ein richtiger Wessi ist, der hat längst verstanden, dass die „ollen Kamellen“ nur davon ablenken sollen, welche Probleme uns heute quälen – Ossis wie Wessis. Und diese Probleme sind gesamtdeutsch gezeugt. Stuttgart sei Dank!


Wolfgang Reuter (08.10.2010)

Toll, was dir so einfällt. Ein originelles Gedicht. Wieder sehr gelungen. Und du hast ja so recht. Gemeinsam schafft man ganz bestimmt so einiges besser.

Petra (05.10.2010)

Schöner Gedanke, den ehemaligen "Osten" und "Westen" als ein Pärchen darzustellen. Und natürlich ist wieder alles perfekt gereimt, klingt gut und verführt zum Schmunzeln.War ein Genuß das zu lesen.

Jochen (05.10.2010)

Ein Gedicht zum Tag der deutschen Einheit. Schöner Rhythmus, gute Metapher, wahre Worte - einfach gelungen.

doska (04.10.2010)

hallo, wolfgang, diese doppelbödigkeit mag ich sehr, obwohl mir hier etwas der biss fehlt. aber, naja, ist ist ja ein sanftes eheglückgedicht. und nach zwanzig gemeinsamen jahren haben sich zwei auch sehr unterschiedliche partner doch etwas angeglichen und einer von dem anderen gelernt, denn immer nur nörgeln bringt wirklich nichts.
grüß dich


rosmarin (04.10.2010)

Marzahn-Loblied: ICH MAG DIE PLATTE!
93
- 22.06.2010, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Gefällt mir, wie du ins Schwärmen gerätst. Ich glaube, es ist einfach wichtig, was man aus seinem Leben macht. In diesem Fall, dass man viel spazieren geht in die nahe Umgebung, die wohl noch sehr schön ist, und dann hat man den Ausgleich. Da muss ich Jochen zustimmen. Andererseits habe ich schon sehr viel Schlechtes gerade über Plattenbauten gehört. Aber bei dir wird es wohl nicht so gewesen sein. Süße Schwärmerei, da wird man ganz kuschelig und muss schmunzeln und wie immer hast du alles meisterhaft gedichtet.

Petra (25.06.2010)

Hallo, Ihr Lieblichen,

heißen Dank für viele gute zusätzliche Gedanken. Ich gestehe, dass mich das (vor allem durch Medien) weit verbreitete schlechte Platten-Image gereizt hat, dagegen zu halten. Denn es ist und bleibt wahr: Von außen betrachtet, mögen Platten-Siedlungen „unkuschelig“ wirken - wer aber je darin gewohnt hat, weiß es besser.

Und was das Satirische betrifft, liebe RosMarin, da hast Du ja Recht. Aber die angebotenen Kategorien schienen mir allesamt unpassend. Da habe ich halt gewohnheitsgemäß die Satire gewählt. Dort fühlte ich mich noch am besten aufgehoben, weil mein Loblied ja nicht in hehren Phrasen tönt, sondern recht bodenständig „schnoddert“. - Und ich versichere: Ich mag die Platte!

Noch eine kleine Episode: Nachdem der Text in ein paar kostenlosen Marzahner Anzeigen-Zeitungen veröffentlicht worden war, sprach mich eine Migrantin aus Russland an: Es sei der erste ihr bekannte Text, in dem die Rede sei von „und mancher, der gut russisch spricht“. Das sei eine große Freude für sie, nun endlich in Marzahn als Einheimische akzeptiert zu werden ...


Wolfgang Reuter (23.06.2010)

hallo, wolfgang, mal wieder ein kleines meisterwerk aus deiner reimschmiede. alles, was du beschreibst, ist mir vertraut. und aus der platte sind sehr schöne wohnungen entstanden. aber, mir wäre es lieber, du hättest es nicht unter satirisches gepostet, denn es stimmt. und es ist nichts überzogen. es klingt wie ein etwas wehmütiges liebeslied an ein zuhause.
satire ist eine spottdichtung, die mangelhafte tugend oder gesellschaftliche missstände anklagt. (wikipedia) und ich nehme nicht an, dass du die platte und das grüne marzahn verspotten willst.
hier kommen ganz liebe grüße an dich


rosmarin (23.06.2010)

Stimmt! Wenn man gut und preiswert wohnen will, geht's noch am ehesten in Marzahn. Man kann auf grüne Berge klettern und die Wuhle lang spazieren, kilometerweit, praktisch von S-Bahn zu S-Bahn zu U-Bahn zu S-Bahn ... und die Vögel dabei piepen hören!

Sven Jaelin (22.06.2010)

Ist schon erstaunlich, denn viele mögen sie nicht. Mal was anderes, deine Meinung. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Natur, sofern man sie rasch errreichen kann, ein guter Ausgleich dazu ist. Bewunderswert, wie du uns deine Meinung stets in perfekt gereimter Form mitteilen kannst und als Lied müsste sich das Ganze wohl noch besser anhören.

Jochen (22.06.2010)

Gibt uraltes Sprichwort wat du sicher kennst. "Ob Ost ob West tu hues is best!" Das kann man wirklich zu deinem Gedicht sagen. Hat mir sehr gut gefallen, deine kleine Hommage an die vertraute Umgebung, die man nicht missen möchte.

doska (22.06.2010)

Huhu, das hat mir auch gefallen. Wenn man's genau nimmt, bin ich in einer "Wessi-Platte" groß geworden. Immer eine Horde von Kindern um den Häusern, inklusive Abenteuerspielplatz, Tarzanschaukel, Cowboy-und Indianerspiele, schnell eine Pommes holen im "Grill 2000", die ersten "Feten mit Musik" im Wäschekeller.
Liebe Grüße Dubliner Tinte


Pia Dublin (22.06.2010)

Hallo Wolfgang,

hat mir sehr gefallen, dein Gedicht.
Auch ich wohne seit 23 Jahren in der Platte. und kann nicht klagen. Da ist wenigstens noch ein gewisser Zusammenhalt.
Ich finde es prima, dass du in deinem Gedicht die alten Zeiten wieder ins Gedächtnis zurückgerufen hast, und interessante Vergleiche mit der Gegenwart gezogen hast.
LG. Michael


Michael Brushwood (22.06.2010)

Erika, das Waschbär-Mädchen
301
- 06.01.2010, 3 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Hallo, grüner Kartenspender!
Für die 300. Karte bedanke ich mich besonders herzlich. Und wenn Du mir mitteilst, wer Du bist, schicke ich Dir gratis ein Exemplar des Buches "Erika, das Waschbär-Mädchen". Ganz heißen Dank von


Wolfgang Reuter (08.08.2017)

Hallo Wolfgang,
meinen Namen hast du wirklich mit einem tollen Vers mit klasse Reim gewürdigt!
LG. Michael


Michael Brushwood (27.01.2013)

Ganz herzlichen Dank, Michael + Michael!
Euch zu Ehren bekommt mein nächstes Tierchen vielleicht den Namen Michael, etwa so:

Ein Mehlwurm namens Michael,
der lebte einst im Weizenmehl;
denn Weizen essen fand er schick,
doch machte ihn das ziemlich dick.
….. usw. .........

Und als Moral ermahne ich die Kinder dann, mehr Graubrot zu essen. Oder so?!
Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (26.01.2013)

Eine sehr schöne Geschichte, mit der du uns mit dem Leben eines Waschbären in dazu passender Gedichtform vertraut gemacht hast und auch das Foto von diesem putzigen Gesellen, der sich nun auch in unseren Breiten so richtig gemütlich gemacht hat, finde ich total süß.
LG. Michael


Michael Brushwood (26.01.2013)

Lieber Wolfgang, ich wusste ja bereits von deiner Reim- und Dichtkunst, aber diese Tierfabel ist das süßeste Gedicht, dass ich seit langem gelesen habe. Flüssig, ohne Hänger und ohne Stolpersteine, dafür treffend geschrieben. Zumal als Beispiel einer humanen Lebensmöglichkeit für uns Menschen. Sowas macht Freude! Aufrichtiges Kompliment!

Michael Kuss (26.01.2013)

Danke, Jingizu

Wolfgang Reuter (23.10.2012)

Gratulation, die Geschichte hat es auch verdient.

Jingizu (22.10.2012)

Jetzt liegt "Erika, das Waschbär-Mädchen" als Ausmal-Buch bereit mit wunderschönen Bildern von Kerstin Arndt. Näheres unter www.wolfgang-reuter.com - Mein 3. Buch

Wolfgang Reuter (22.10.2012)

Es ist mal wieder Zeit, für Eure netten Worte zu danken. Jetzt ist es schon 164 Tage her, dass ich meine „Erika, das Waschbär-Mädchen“ bei WebStories ins Netz gestellt habe. Dass Ihr mir dafür indessen schon 200 grüne Karten zuerkannt habt, ist für mich eine große Freude und ein ansehnliches Jubiläum. Einen Verlag aber habe ich für das geplante Bilderbuch „zum Ausmalen und Aufsagen“ bis heute noch immer nicht überzeugen können. Vielleicht klappts ja bis zum 300er-Jubiläum?

Wolfgang Reuter (19.06.2010)

Gefällt auch mir einfach wunderschönnnnnnnnnnnnn.......

Kette (01.06.2010)

Das ist aber auch ein goldiges Gedicht.

Else08 (18.02.2010)

!!! Juchuuhh!!! 101 grüne Karten! Danke, danke, danke ...

Wolfgang Reuter (08.02.2010)

Genau heute vor einem Monat habe ich meine „Erika“ bei WebStories veröffentlicht.
Das hat mir seitdem 92 grüne Karten eingebracht –
und damit den deutlichen Spitzenrang unter den „Kindergeschichten“.

Ich danke allen Kartenspendern und freundlichen Kommentatoren.
Ihr habt mir neuen Mut gemacht im Kampf um die Gnade eines Verlages.
Sollte es je gelingen, das Bilderbuch vom Waschbär-Mädchen Erika herauszubringen,
werde ich es hier mitteilen. Ihr seid wirklich alle sehr lieb zu mir. Nochmals: Danke!


Wolfgang Reuter (06.02.2010)

Ein wunderschönes Gedicht. Und sicher nicht nur für Kinder.

Tintenkleckschen (18.01.2010)

Herzlichen Dank an alle für die anfeuernden Kommentare und die 44 grünen Karten innerhalb von 10 Tagen!

Wolfgang Reuter (17.01.2010)

das ist so eine schöne gedichte-geschichte... da fällt es einem viel einfacher zu leben. ;))
lieben gruß


Ingrid Alias I (13.01.2010)

Ein wirklich gelungenes Gedicht,hat mir gut gefallen.

Peterpan (12.01.2010)

Einfach hinreißend.

Evi Apfel (08.01.2010)

Ach, ist das ein süßes und wunderschönes Geschichtengedicht und das Foto dazu - einfach drollig. Schön auch, dass du die Kinder aufmerksam machst, dass so ein Waschbär leider kein Knuddeltier ist. Ich denke mal, dass er kräftig zubeißen kann. Ein klasse Gedicht auch für jung gebliebene Erwachsene.

Petra (08.01.2010)

Hallo, Ihr drei!
Herzlichen Dank für die guten Bewertungen.
Von Jochen fühle ich mich "erwischt"; denn der Text ist wirklich fast "filmisch" gemeint.
Er liegt seit reichlich einem Jahr in der Schublade,
weil ihn kein Verlag (Ihr kennt das sicher?) haben wollte.
Jetzt sitzt eine befreundete Garfikerin dran und versucht,
daraus das beabsichtigte Bilderbuch zum Vorlesen zu machen.
Aber wer's verlegen wird - keine Ahnung ....


Wolfgang Reuter (07.01.2010)

Ich kann mich nur Doskas und Rosmarins Worten anschließen. Das hast du super hingekriegt. Ich habe dabei einen ganzen Film vor meinen Augen gesehen. Spitzenmäßig.

Jochen (07.01.2010)

Hallo Wolfgang, da ist dir ja wiedermal ein Hit geglückt. Humorvoll, spannend und natürlich klasse gereimt, machst du mit diesem Märchengedicht Kindern klar, dass es ganz egal ist woher man kommt und wie man aussieht, die Hauptsache ist, alle halten fest zusammen.

doska (06.01.2010)

ach, ist das ein wunderschönes gedicht.
grüß dich


rosmarin (06.01.2010)

... noch ein Weihnachts-Limerick
77
- 20.12.2009, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Du meine Güte, Wolfgang, hier ist was los. Ja,ja, die Weihnachtsmänner, haben`s eben auch nicht leicht. Der eine verliert seine Hose und der andere pausiert mit einem hübschen Mädchen einfach im Wald und dann singt sich jemand von ihnen heiser und schließlich kommt sogar ein ganzer Chor in den Stimmbruch. Also müssen wir mit ihnen nachsichtig sein, wenn sie jetzt zu uns kommen und vor allem leise. (Was mir sehr schwer fällt) und wir dürfen nicht zu ihnen sagen: Da haben wir die Bescherung! Weil, so etwas könnte sie irgendwie kränken. So, genug der Vorschläge und ...fröhliche Weihnachten!

Petra (24.12.2009)

Danke, doska und Jochen!

Eigentlich haben Weihnachtsmänner ja eigens ausgebildete Gesangs-Engel an ihrer Seite.
Aber in der Krise wird halt so manches wegrationalisiert.
Weil aber die Geschenke ohnehin mehr zählen als die Singerei, gilt vielleicht bald:

Ein Weihnachtsmann lebte am Brenner
im Weihnachts-Verein "Weihnachtsmänner".
Dort sang man wie dumm
sich heiser bis stumm.
Die "Stille Nacht" wurd so zum Renner.


Wolfgang Reuter (22.12.2009)

Schönen Dank, Wolfgang, dass du uns hier mal aufklärst : Nämlich darüber, dass es EIN Weihnachtsmann aus Sindelfingen war. (Woraus ich entnehme, dass es offensichtlich mehrere Weihnachtmänner gibt- naja, wer soll denn auch die ganze Arbeit ALLEINE schaffen!
Und, dass dieser ein wenig zu Übertreibungen neigte (zumindest was die Kapazität der eigenen Stimme anging)
Dadurch wissen wir - letztendlich noch durch Doskas aufklärenden Kommentar - dass sich auch Weihnachtsmänner ganz unbeherrscht geben können - OHNE auf ihre Umgebung zu achten.
Eigentlich ist ein solches Verhalten für Weihnachtmänner untypisch. Würdest du das nicht auch sagen?
Und darum danke ich dir, dass du diesen ungewöhnlichen Weihnachtsmann hier mal rasch in geschickten Worten erwähnst, damit man einen Beruhigungstee beizeiten für ihn parat haben kann.


Jochen (22.12.2009)

He, Wolfgang, das ist aber traurig
Da klang gewiss jedes Lied schaurig.
Es tat manchem Reh
das Öhrchen bald weh
und Wildschweine grunzten recht maulig.

Hat mich richtig heiter gestimmt.


doska (21.12.2009)

Weihnachten?
99
- 13.12.2009, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches · Winter/Weihnachten/Silvester
 

Schön zu sehen, dass auch du dich schon eine Weile kritisch mit der Heuchelei rund um Weihnachten befasst.

Michael Kuss (04.12.2012)

Hallo Wolfgang,

in diesem Gedicht hast du sehr eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, wie sehr das Weihnachtsfest zu einem Fest des Konsums verkommen ist.

Nichts gegen das Schenken - sehr schön anzusehen auch die leuchtenden Kinderaugen.
Nur hat der Weihnachtsrummel von Jahr zu Jahr immer groteskere Ausmaße angenommen, wodurch der eigentliche Sinn dieses Festes immer mehr in den Hintergrund gerät.

Wirklich sehr schade, ist aber leider nicht zu ändern.
Ich selbst denke manchmal an das Weihnachtsfest der sechziger und siebziger Jahre mit etwas Wehmut zurück.
Da konnten sich die Menschen an den kleinen Dingen des Lebens noch erfreuen.
Dieses gibt es in dieser hektischen Welt unserer Gegenwart viel zu selten.
Schade!


Michael Brushwood (04.01.2010)

Zwischen zwei Einkäufen ein schnelles "Danke!" an alle!
Tut mir leid, Leute, ich hab noch nicht alles beisammen ... und ab geht's wieder!


Wolfgang Reuter (16.12.2009)

Hallo Wolfgang, da sprichst du mir ja ganz aus der Seele. Mit deinem Gedicht fegt uns mal endlich jemand den süßlichen Glimmerschleier vom ganzen rührseligen Weihnachtsgetöse weg. Sehr gelungen.

Jochen (16.12.2009)

Obwohl ich ein Weihnachtsfeiergernemensch bin, gefällt mir dein Gedicht sehr gut, denn da ist schon was Wahres dran.

Petra (14.12.2009)

Schönes Weihnachtsgedicht zur besinnlichen Zeit. Grünes Geschenk von mir für das Gedicht.

Kurz Lydia (14.12.2009)

hallo, wolfgang, da hast du uns ja mal wieder schonungslos den spiegel vor die augen gehalten und vielleicht auch einigen geöffnet. ich wünsche uns jedenfalls ein kaufrausch - und fressgemäßigtes weihnachtsfest.
gruß von


rosmarin (14.12.2009)

Schön, mal ein Weihnachtsgedicht auch von dir zu lesen. Und du hast es damit wirklich wirklich auf den Punkt gebracht. Während der vielen weihnachtlichen Feierei wird oft die eigentliche Nachricht, der Geschichte vom Jesuskind, völlig vergessen. Tolles amüsantes und nachdenklich machendes Weihnachtsgedicht.

doska (13.12.2009)

Die Fabel vom Efeu und der Kiefer
203
- 24.07.2009, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

hallo, wolfgang, tja, wie uns das passieren konnte. schön, dass du es korrigiert hast, allerdings war dein tag am 1. august. lach. es ist unglaublich!
gruß von


rosmarin (03.08.2009)

Wie versprochen, habe ich den Text jetzt korrigiert.

Wolfgang Reuter (03.08.2009)

Na klasse. Dann reihe ich mich mal ein und kassiere mir eine 6 für Textverständnis.

Killing Joke (28.07.2009)

Nach 139 Zugriffen, 8 Kommentaren und 21 grünen Karten
muss ich mich doch noch einmal zu Wort melden:
Ein Freund machte mich darauf aufmerksam, dass ich
- in den Strophen 1 bis 4 von einer Kiefer erzähle,
- die dann in den letzten zwei Strophen zur Fichte mutiert.

Es ist unglaublich, wie mir so etwas passieren konnte!
Es ist noch unglaublicher, dass dies bisher niemand
in „Webstories“ bemerkt hatte.
Ich verstehe die Welt nicht mehr!

Ein botanischer Volltrottel.
(Den Text korrigiere ich erst am 01. August!)


Wolfgang Reuter (27.07.2009)

Tja, auf nichts kann man sich verlassen. Nicht einmal auf einen - eigentlich so anständigen - Efeu. *Schmunzel* Sehr schönes kleines Friedensgedicht und ganz besonders gut geeignet für Kinder.

doska (27.07.2009)

Hallo Wolfgang,
echt gut gelungen und das gilt, wie ich meine, ja nicht nur für Krieg, das passiert in allen Lebensbereichen


Jochen (26.07.2009)

hallo, wolfgang, wieder eine tolle geschichte, in stimmigen versen erzählt. und ein lapidarer, uns allen bekannter, schluss. danke auch für den tipp.
gruß von


rosmarin (25.07.2009)

Hallo, Ihr Wohlmeinenden,
da danke ich aber sehr für die Blumen!
Dass ich Fabeln sehr mag, konnte man wohl schon merken an
„Die Fabel vom Lauch und den Rosen“.
Und weil ich bisher nur Fabeln mit Tieren kannte,
versuche ich es halt mal (revolutionär?!) mit Pflanzen.

Übrigens: Diese Fabel und auch „Krieg spielen“ und „Soldatin“
sind meine Beiträge zur Berliner „Friedenslesung 2009“,
an der sich jeder (also auch Ihr!!!) beteiligen kann.
Schaut mal rein bei http://www.friedenslesung-berlin.de/
und schickt dann Eure Texte an kulturforum@kulturring.org!
Nur noch bis zum 31. Juli 2009 ist Zeit dafür.


Wolfgang Reuter (25.07.2009)

lieber Wolfgang,
wieder einmal eine gelungene Fabel.Glückwunsch! Eignet sich gut zur Friedenslesung, dann profitieren noch weitere Literaten von Deiner Lyrik.
Brunhild


Brunhild Hauschild (25.07.2009)

Wie der Mann es doch schafft mit leichter, seichter Poesie am Ende noch mit vier Worten den Holzhammer hinterherzuschieben.

Zur erklärung: Beim ersten lesen ratete ich noch - Schleswig Holsteinischer Koalitionskindergarten? Nein, das paste nicht. Die Allseits beliebten Bankerburschenschaften? Möglich aber unwahrscheinlich. Ich kam vor dem Ende nicht auf das Thema Krieg, da hat die letzte Zeile gut gewirkt.

Erbsenzählerei: Das parasitäre Verhalten der Efeupflanze ist weniger ein Krieg als eher Nahrungsdiebstahl mit tödlichen Dimensionen. Krieg dagegen ist einfach Sc...ße.


Killing Joke (24.07.2009)

Hallo Wolfgang.
Da hast du aber ein richtiges Meisterwerk fabriziert. Es liest sich so locker und flüssig, als hättest du gar nichts Gereimtes, sondern nur eine kleine Geschichte geschrieben. Erst wenn man es noch einmal liest, merkt man wie melodisch es klingt. Schöne Metapher als Aufruf für mehr Zusammenhalt in der Welt.


Petra (24.07.2009)

Das find ich großartig dargestellt mit den Pflanzen. Das sagt alles. Deine Art, ernsthafte Dinge/Themen mal in ganz anderer Form und Weise zu präsentieren ist einfach genial.

Fan-Tasia (24.07.2009)

Krieg spielen
85
- 23.07.2009, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Gemessen daran, dass du für deine anderen Geschichten zwischen einhundert und zweihundert grüne Karten bekommst, bin ich erstaunt, dass es hier "nur" 67 geworden sind. Gerade hier, wo du sehr konkret und deutlich nachvollziehbar mit praktischen Beispielen "das Spiel entlarvst", hätte ich mehr Zustimmung durch noch mehr grüne Karten erwartet. Zwar lassen einige Kommentare erkennen, dass man sich inhaltlich etwas tiefer mit deinem Gedicht befasst hat, aber die "Masse der LeserInnen" tut sich offensichtlich mit grünen Karten schwer bei Texten die "schmerzen". Jedenfalls erlebe ich es hier bei Webstories öfters, dass "emotionale" Geschichten mehr Zustimmung bekommen, als Geschichten, die konkret den Finger auf eine realistische Wunde legen. (Aber vielleicht hängt das mit der Wechselwirkung von "Selbstschutz und Verdrängungsmechanismus" zusammen?).

Michael Kuss (31.01.2013)

Hat mir gut gefallen und regt die Gedanken entsprechend an.Gefahren birgt jedoch jedes Spiel, egal welches.

Kurz Lydia (14.12.2009)

wieder eine tolle gedichtegeschichte. solche gespräche müsste es öfter geben, und vielleicht den kompromiss mit dem alten kriegsspiel schach. ist auf alle fälle ungefährlicher.
gruß von


rosmarin (25.07.2009)

Herzlichen Dank für die freundlichen Kommentare!
Übrigens: Der Schluss schlägt eigentlich vor, statt der neuen Kriegsspiele ein altes zu spielen: Schach!


Wolfgang Reuter (25.07.2009)

Es muss furchtbar für den armen Opa sein, den Enkel bei fröhlichem " Geballere" zu erwischen. Aber ich glaube kriegerische Spiele hat die Jugend wohl schon seit Urzeiten furchtbar gerne gespielt. Dass es heute so ausufert, dass Jugendliche ihre Spiele in Realität umwandeln und auf ihre Mitmenschen mit richtigen Waffen zu schießen beginnen, hat meiner Ansicht nach nichts mit diesen PC Games zu tun. Es ist die Vernachlässigung der Jungend im Allgemeinen. Aber ich glaube darüber kann man sich streiten.
Um endlich auf dein Gedicht zu kommen. Wie immer bist du Perfektionist. Das Gedicht stimmt sowohl vom Versmaß als auch vom Takt. Es erzählt uns eine kleine Geschichte. Ich habe den Alten und seinen Enkel richtig vor mir gesehen. Süß ist, wie der Großvater seinem Enkel am Schluss verzeiht und darauf hofft, dass dieser eines Tages wohl noch zu Verstande kommen wird. Das alles hat mir sehr gefallen und ich habe mich gefreut, mal wieder etwas Neues von dir lesen zu können.


doska (23.07.2009)

Das hat er aber jetzt gut und vor allem treffend ausgedrückt, der Killing Joke.
Obwohl es ja nicht zum Lachen ist, musste ich dennoch grinsen beim Lesen, weil es aber auch so vorzüglich geschrieben ist, als reimende Geschichte, die sich deswegen vielleicht gerade so witzig liest, der Ernst aber durchaus bewusst wird und somit auch mal das (Gewalt)Problem anspricht, das heutzutage dadurch bei vielen ja auch immer mehr zur Aggressivität führen soll. Gefällt mir auch sehr gut.


Fan-Tasia (23.07.2009)

Es gefällt mir!

Die Formen des Krieg spielens. Schwieriges Thema. Einerseits spiele ich auch gerne Krieg am Computer, andererseits kann ich gut nachempfinden wie sehr ältere Menschen und jene die es schon miterleben mussten, von solcher Art des Spielens angewidert werden. Warum dürfte klar sein.

Wir jungen, die den großen Luxus einer friedlichen Gesellschaft erleben, darin aufgewachsen sind und den Krieg* nur als etwas abstraktes und verfremdetes aus der Zeitung kennen, verbinden damit (dem Spiel), wenn man es herunterbricht, ganz naiv und einseitig ein Abenteuer, einen Wettstreit und Aufregung.

Das resultiert, wie Du auch schön geschrieben hast, aus der zwar realtitätsnahen aber unreflektierten und verherrlichenden Form, in der virtuelle Kriegsspiele uns dargeboten werden - und daraus, dass in unserem Verständniss nur eine bedingte Verbindung zwischen dem Spiel mit den Polygonen und der Realtität besteht.

Nun ja. Die Realtität ist oft nur dann Freund des Menschen, wenn er sie braucht oder haben will.


Entschuldigung, den "Konflikt", nein, das ist auch zu offensiv ausgedrückt, ich meinte die "nötige Eskalation", äh... den "Stabilisierungseinsatz"...

Grün gedrückt.


Killing Joke (23.07.2009)

Jetzt ham wa den Salat!
57
- 01.03.2009, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Wolfgang,

habe dein Gedicht jetzt erst gelesen.
Sehr passend finde ich den Titel "Jetzt ham wir den Salat."
Natürlich hat es auch Unrecht und Menschenrechtsverletzungen in der ehemaligen DDR gegeben und die DDR sollte auch nicht verklärt werden.

Unrecht ist allerdings auch eine Politik, die nur die Schwächsten in unserer Gesellschaft, diejenigen, die nur schwer imstande sind sich zu wehren, ihrer Rechte beraubt, und die Verursacher dieser Krise ungeschoren davonkommen lässt.

LG. Michael


Michael Brushwood (29.06.2010)

wie immer triffst du den nagel volle kanne auf den kopf
vielleicht sollten wir aber auch mal an die nordis und südis denken
die bleiben immer außen vor


Regenwolke (15.03.2009)

hallo, wolfgang, ich will es mal ganz krass ausdrücken und sage: ein staat, der nicht in der lage ist, seinen menschen arbeit zu geben und sie stattdessen mit almosen abfüttert, sie also weder leben noch sterben lässt, geht eines tages unter, löst sich auf. die zeichen sind unübersehbar.

rosmarin (03.03.2009)

Hallo Jochen, hallo Rosmarin,

zunächst mal vielen Dank für die Anteilnahme. Es wäre ja auch ein Wunder,
wenn 20 Jahre „danach“ schon „Ruhe im Karton“ wäre.

Weil aber mal wieder die uralten Zeiten in den Vordergrund der Diskussion zu rücken drohen,
will ich hier ganz deutlich sagen: Ich habe nicht was zum „20. Jahrestag“ schreiben wollen,
sondern zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise des Weltkapitalismus
und seines Bestandteiles BRD.
Und diesbezüglich entfährt mir ein sehr entsetztes „Jetzt ham wa den Salat!“
Darin steckt meine ganze Wut und Enttäuschung über das kapitalistische System,
das uns an gefährliche Abgründe treibt und das offensichtlich nicht in der Lage ist,
die menschliche Gesellschaft vernünftig zu organisieren –
beispielsweise in Sachen Arbeitslosigkeit (1. Strophe),
in Sachen Volkes Wille (2. Strophe)
und in Sachen Krise (3. Strophe).

Insofern also melde ich mich durchaus als Ossi mit Ostbiografie und frage:
Was bleibt uns noch von den Hoffnungen und Wünschen, die wir in die „Wende“ gesetzt hatten?
Sind wir in den existenziellen Fragen der Menschen womöglich vom Regen in die Traufe geraten?
Wie bankrott ist denn die BRD mit gegenwärtig
(falls ich schnell genug schreibe, ehe der Berg weiter wächst)
ca. 1.594 Milliarden € Staatsverschuldung?
So viel hätte der DDR übrigens nie jemand geliehen.

Was in den letzten Monaten an galoppierender Krise passiert ängstigt mich sehr, und ich sage mir:
Da ham wa den Salat!


Wolfgang Reuter (03.03.2009)

hallo, wolfgang,
wenn ich das gedicht pur nehmen würde, könnte ich mich natürlich nicht mit der aussage identifizieren, ich habe nie in dieser art geträumt. denn ich habe oft meine verwandten im westen besucht und wusste in etwa, was nach der wende auf uns zukommt. aber du meinst ja die große masse, und weil der text unter satire läuft, und diese immer überzogen sein sollte, finde ich es sehr treffend. ich für mein teil esse sehr gern salat, fische mir aber, was mir nicht passt, heraus und ab damit in die tonne. und zu dem kaisersagen möchte ich sagen, dann möchte ich auch den kaiser wieder haben, denn eins ohne das andere finde ich absurd. viel spaß beim salatvertilgen.
gruß von rosmarin


rosmarin (03.03.2009)

Hallo Wolfgang,
da sind wir uns ja schon fast einig.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich war immer und bin heute noch ein begeisterter Anhänger der Wiedervereinigung, auch wenn das viele wirtschaftliche Probleme gebracht hat. Anfangs habe ich mich selbst als „Wossi“ bezeichnet.
Was mich heute nervt, ist die nostalgische Verklärung der DDR (bewusst nicht in Anführungszeichen) und die Verdrängung der entscheidenden Unterschiede der politischen Systeme der DDR und der BRD und der für mich existenziell wichtigste Unterschied ist der zwischen einem demokratischen Gesellschaftssystem und einem Willkürstaat.
Deshalb ist in meinem Beitrag auch dieses Thema die einzige Zielrichtung.
Ansonsten kann ich dir nur zustimmen zu deiner Aussage.


Jochen (03.03.2009)

Hallo Jochen,

sicher hast Du Recht mit kritischen Gedanken zur „Ostalgie“.
Andererseits weißt Du so gut wie ich, dass sich die DDR
nicht auf Negativa wie Stasi oder „Gelbes Elend“ reduzieren lässt.
Deshalb will ich auch nicht mit Dir rechten,
ob die von Dir zitierte heutige „große Fresse“ schwerer wiegt
als der feste Arbeitsplatz –
und wie Arbeitslose darüber denken mögen.

In meinem Text „Jetzt ham wa den Salat“ ging es mir
weniger um ein nachträgliches Heiligenbild von der DDR,
als vielmehr darum, mit kräftigem(!) Augenzwinkern(!!!)
dem ewigen „An der DDR war nicht alles schlecht“
ein kräftiges „An der BRD ist nicht alles gut“ entgegen zu setzen.

Und natürlich stehe ich zu dem Gedanken,
dass so manche Illusion aus Wendezeiten
längst durch die bundesdeutsche Wirklichkeit
gründlich widerlegt wurde: Jetzt ham wa den Salat!


Wolfgang Reuter (03.03.2009)

Hallo Wolfgang,
dein Gedicht hat mir gut gefallen, Versmaß gut gelungen.
Nur mit deiner Nachricht gehe ich nicht konform. Deswegen habe ich mir erlaubt, mal meine Gedanken zu dieser deutsch-deutschen Vergangenheit unter dem Titel "Ostalgie" zu Papier zu bringen.


Jochen (03.03.2009)

Februar-Sonne
58
- 05.02.2009, 1 Seiten


Poetisches · Winter/Weihnachten/Silvester · Frühling/Ostern · Romantisches
 

hallo, wolfgang, wunderschöön.
grüß dich


rosmarin (09.02.2009)

Und mein Herz wärmst du auch mit diesem Gedicht. Habe schon ein paar Vögel singen gehört und hoffe sie verscheuchen damit endlich die böse Kälte und das hässliche Grau am Himmel. Ach ja, kommt her, ihr Sonnenstrählchen!

doska (08.02.2009)

Soldatin?
56
- 16.12.2008, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

da spricht der meister.
gruß von rosmarin


rosmarin (09.02.2009)

Da kann ich mich nur Doska und Pia anschließen. Inhaltlich und stilistisches schlägt es auch bei mir ein wie eine Bombe. Nettes Werk!

Schmunzeln musste ich auch wegen meinem freudschen Vergucker - da ich die Rubrik "politisches" gelesen habe. Vermutlich im Zusammenhang mit dem Titel :)

Übrigens ist dein Forumsbeitrag nicht mehr da. Ich hoffe, dass das Bild bald wieder an seinem richtigen Platz ist :)

Lg Sabine


Sabine Müller (29.01.2009)

Gekonnt gereimt. Ein wunderbares Schmunzelgedicht.
l.g. Doska


doska (09.01.2009)

Perfekt - grüner gehts nicht.
Liebe Grüße Dublin ;0)


Pia Dublin (18.12.2008)

Angie
61
- 16.11.2008, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

...und ich dachte immer, mein Vorbild sei Max
Goldt. Du kannst das aber auch, wie ich
lesen darf. Leider muss ich jetzt schlafen gehn und
les Dich morgen wieder. Versprochen! PS: meine
Sachen sind soo schlecht auch nicht.....


Stephan F Punkt (07.09.2014)

und ich dachte schon...
aber was denkt die katze wohl davon *gg*
lieben gruß


Ingrid Alias I (21.08.2010)

Hallo Dublin,
ich fühle mich hin- und hergerissen zwischen mindestens zwei Versionen.
Die gestrige Diskussion in "meinem" Autorenkreis "Fensterblick" (Berlin-Hellersdorf)
hat sich eindeutig zur Erstfassung bekannt (die ich jetzt wieder hergestellt habe) -
und davon habe ich mich halt umstimmen lassen.
(Es ist auch die kürzere und deshalb vielleicht "saftigere" Fassung.)
Vielen Dank für Dein aufmerksames Beaobachten!


Wolfgang Reuter (18.11.2008)

Hi Wolfgang, du hast die Version geändert! Die vorherige fand ich fast noch schöner, schade, dass sie weg ist.
Wird das ein Angie-Zyklus?? ;0)
LG Dublin


anonym (18.11.2008)

Mein Bank-Nachbar
53
- 28.10.2008, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Problem-LÖSUNG
51
- 04.08.2008, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Hallo, Ihr zwei,

heißen Dank für's freundliche Kommentieren.
Interessant fand ich auch, welche Funktionen im Deutschen das Wort "lösen" hat:
Probleme werden gelöst,
Salze und andere Substanzen werden gelöst (meist in Wasser),
Schulden / Hypotheken werden abgelöst,
manche haben ein gelöstes Wesen,
auch Bindungen werden gelöst - sowohl bei Skiern als auch zwischen Menschen ...
Da gäbe es noch 'ne Menge, versichert ...


Wolfgang Reuter (07.08.2008)

lach, lach, grün, weil es meine lachmuskeln so reizt. ja, nur wir menschen machen uns das leben schwer.
gruß von rosmarin


rosmarin (06.08.2008)

Ach ja, wenn das immer so einfach wäre...

Tintenkleckschen (05.08.2008)

Polit-Chamäleon
51
- 21.07.2008, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
Sagen wird man über unsre Tage
56
- 10.07.2008, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Es ist erstaunlich auf welche kleinen Goldstücke man so stößt, wenn andere Leser längst vergessene Texte frisch kommentieren.
Selten hat ein Gedicht solch euphorische, oder emotionale Kommentare ausgelöst (auch wenn der erste wohl recht kritische hier leider verschwunden ist)

Der Text klingt wie das letzte, verzweifelte Aufbegehren eines Sterbenden, der sein Lebenswerk nicht vergessen oder verunglimpft sehen möchte.

Aber seien wir doch ehrlich, die DDR wird in zukünftigen Geschichtsbüchern weiterhin als Musterbeispiel für eine gescheiterte Wirtschaftsform eingehen, als böse Diktatur mit Mauern auf denen schießwütige Soldaten standen, als Dämon für alle, die es auch nur wagen am Kapitalismus zu zweifeln.
Und zukünftige Sozialisten werden auch ganz sicher nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, denn dann wären sie ja die ersten Menschen, die das tun würden. Wir lernen ja nicht einmal mehr aus den Fehlern von gestern.

Wie lang es mit dem Kapitalismus noch "gut" geht, wird sich wohl am ehesten am Beispiel Amerika zeigen, denn dort haben die Leute den Abgrund längst erreicht, auf den wir seit Jahrzehnten zurasen.
Doch oh Wunder, obwohl dort 1% der Bevölkerung etwa 80% des Gesamtvermögens besitzt, das Land wirtschaftlich, bildungstechnisch und medizinisch kaum noch unter die ersten 50 in der Welt kommt, ist die Lüge des Kapitalismus dort so stark vertreten, dass sie über alle Widrigkeiten hinwegstrahlt.
"Du bist nicht arm. Du bist nur ein zukünftiger Milliardär der momentan in einer kleinen finanziellen Krise steckt." (freie Übersetzung eines republikanischen Werbeslogans)
Es ist die Lotto-Lüge - Jeder kann gewinnen!
Ja, sicher kann jeder gewinnen - aber eben nicht alle. Reichtum für alle geht nicht. Damit einer reich werden kann, müssen Tausende, Millionen andere ihr Geld in den Gulli schmeißen. Aber die kollektive Hoffnung der Ausgebeuteten eines Tages DIESER EINE zu sein, ist alles was den Kapitalismus seit Anbeginn am Leben erhält.

************

Na ja, wie so oft bin ich auch hier wieder in meinem reingesteigerten Elan vom Thema abgewichen.

Natrürlich waren die Menschen in der DDR näher beisammen gerückt. So wie Wohlstand die Menschen entzweit, rückt Notstand sie zusammen, aber müssen wir deshalb einen künstlichen Notstand schaffen, um sie erneut für einander da sein zu lassen?

Der Sozialismus und ähnliche Strukturen lassen sich nur auf dem Rücken intelligenter, vorausschauender Menschen aufbauen, denen der Mensch neben ihnen wichtiger ist, als das eigene Ich, während der Kapitalismus nur kollektive Dummheit und Gier benötigt - betrachten wir die Gesellschaft, jede Gesellschaft, einmal ganz nüchtern, so wird sich immer das Versprechen: "Du kannst eines Tages mal ein ganz Reicher sein, der ohne Sorgen lebt!" gegenüber dem des "Arbeite fleißig und teile was du hast, dann können wir alle ein gutes Leben führen." durchsetzen. Immer. Es ist wie der Traum des Sklaven, nicht die Sklaverei zu beenden, sondern eines Tages zu den Haltern zu gehören. Dumm, verwerflich, doch aber so bezeichnend menschlich.


Jingizu (20.12.2012)

Lieber Wolfgang Reuter, ich bin froh, dass du dieses Gedicht und die Kommentare nicht gelöscht hast. Nicht wegen dem "literarischen Wert" um den es in den Kommentaren leider ohnehin nicht geht. Sondern die Texte enthalten Ansatzpunkte für eine Diskussion, die weit über das Thema "DDR" hinausgehen. Das Thema DDR ist ohnehin zu vielschichtig, um es hier in diesem Rahmen erschöpfend behandeln zu können. Denn wenn wir erst einmal mit dem "Vergleichen" beginnen würden, dann müssten wir nicht nur über "Versorgungsengpässe", "Mauer" oder "Jugendclubs" reden, sondern auch die Begriffe "Entstehung des Faschismus und seine Überwindungsversuche", "Einfluss des Kapitalismus auf Kriege und Faschismus und generell auf das Gefüge einer Gesellschaft", über "Armut und Reichtum", "Konsum und Ressourcen", "europa- und weltweite politische Bewegungen und Revolutionen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert", und viele andere Begriffe behandeln. Und wir müssten die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse und Welt-Konstellationen berücksichtigen, unter denen die beiden deutschen Staaten entstanden sind und existieren MUSSTEN. Aber wir müssten auch nüchtern analysieren, wie sich das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben im aktuellen Deutschland nach der Wende entwickelt und welche Perspektiven es hat.

Zum Glück hast du in deiner Antwort an Daniel Druskat bereits ein paar Vergleiche und Argumente genannt. Ich unterstütze besonders dein Argument "Der Kapitalismus hat keine Chance, aber der Sozialismus kann aus seinen Erfahrungen und Fehlern lernen!" Kapitalismus lässt sich nicht reformieren, denn er ist auf Profitmaximierung aufgebaut und nicht auf Humanressourcen. (Schau dir doch die "Gipfeltreffen" an, was dabei herauskommt wenn es um Umwelt, oder Bankenrettung, oder Kriegseinsätze geht).

Ich finde es großartig, wie deutlich du zu deiner Überzeugung stehst. Immerhin wurden mit der Übernahme der DDR durch die Bundesrepublik auch persönliche Träume und Lebensentwürfe von jenen Menschen zerstört, die anständig für die Idee des Sozialismus gearbeitet haben. An denen sollte man festhalten, trotz aller Rückschläge. Die alte und eitle und blinde Politbüro-Riege der Wandlitzer Steinzeitstalinisten haben sich zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber Leute wie Gerhard Schröder, Kohl, die "liberalen" Nieten der FDP, die Bankenbosse und Abzocker treiben jetzt - nach dem Ende des Sozialismus - ungeniert und schamlos unsere Gesellschaft dermaßen ins Abseits, dagegen waren die Wandlitzer brave Chorknaben.

Du hast Recht: Wir müssen diesen Kapitalismus nur überleben! Und von einer gerechteren Welt nicht nur träumen, sondern darauf hinarbeiten. Jeder auf seine Weise. Ich danke dir für deine Texte und Kommentare!


Michael Kuss (20.12.2012)

Hallo Daniel (genannt „Druskat“),

vielen Dank für Deine Meinungs-Äußerung.
Ich freue mich, dass Dich mein Text zu interessanten weiterführenden Gedanken anregen konnte –
und ich freue mich über Dein DDR-Bild, das in so vielem dem meinigen ähnelt.

Kürzlich schrieb mir eine Leserin meines Bändchens „High-matt-Land“:
„Die DDR war ein großartiger Versuch und ICH war dabei!!! Und keiner hat eine Chance, mir das kleinzureden.
Es tut natürlich weh, wenn ich an meinen Enkeln erlebe, wie und in welcher Zeit sie sich arrangieren müssen.“

Auch mir schwirrt manchmal durch den Kopf, ob man das DDR-Leben Sozialismus nennen darf.
Aber dann sage ich mir: Wenn man den heutigen Kapitalismus „soziale Marktwirtschaft“ nennt,
dann war die DDR weit sozialistischer als die BRD heute sozial ist – oder?
Und so manches zarte sozialistische Pflänzchen wurde ja auch nach der Wende schnellstens zertrampelt,
die Gleichberechtigung und hohe Selbstbestimmtheit der Frau beispielsweise,
oder das Schulsystem und unsere Kindergärten,
die Chancengleichheit junger Leute, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern,
die vorsichtigen Anfänge eines Miteinanders im Betrieb, im Mietshaus, unter Mitschülern ...
Hier in Berlin-Marzahn gehörte es zu den ersten Nach-Wende-Maßnahmen, die Jugendklubs zu schließen.
Und schon blieb jungen Leuten nur noch die Straße. Warum man dies tat?
Die Jugendklubleiter wurden von der FDJ bezahlt. Das ging natürlich nicht mehr (die FDJ verschwand kurz danach ohnehin von selbst).
Lieber raus in den Rinnstein, als irgendwas von der DDR übernehmen ...

Ich bin sicher, dass der BRD-Kapitalismus nicht die bessere Gesellschaftsordnung ist,
sondern allenfalls die zweitschlechteste.
Und ich bin auch davon überzeugt, dass künftige Sozialismus-Erbauer einen großen Vorteil haben:
Sie können aus den Fehlern der Pariser Kommune und des „Ostsozialismus“ (1917 – 1989) lernen.
Eine solche Chance hat der allmählich schwindsüchtig galoppierende Kapitalismus nicht.
Nur: Überleben muss ihn die Menschheit!

Besuch mich mal: http://www.wolfgang-reuter.com


Wolfgang Reuter (18.08.2008)

Hallo,

da ich meinen Namen nicht angeben kann – ohne Mitglied in der Community zu sein bleibt nur „anonym“ übrig – biete ich an, Kommentare zu mir unter „Druskat“ abzugeben.

Ich bin 10 Jahre in eine Schule gegangen, die den Namen „Kurt Barthel“ trug – ich kenne daher den Ausgangstext. Wahrscheinlich finde ich daher dieses kleine Gedicht sehr ansprechend, zum drüber Nachdenken, etwas wehmütig, traurig – doch treffend.
Rosmarin schrieb, dass es sehr allgemein gehalten ist und führt dies auf „kollektives Denken“ der DDR- Bürger zurück.
Zum kollektiven Denken hast Du, liebe rosmarin, recht: Kollektives Denken hieß für mich: Denken an jeden, und an sich selbst zuletzt. Kollektives Denken bedeutete für mich Humanismus im Kant´schen Sinn. Doch leider hat der Begriff „kollektives Denken“ einen schalen Beigeschmack bekommen, und Humanismus im Kant´schen Sinn ist heute kaum noch gefragt. Das Streben der Gesellschaft in eine Richtung, damit es allen besser geht, ist hinter das Streben des Einzelindividuums nach Reichtum und Macht zurückgefallen und liegt todkrank darnieder.
Der allgemein gehaltene Wortlaut des Gedichtes: Ich meine Absicht. 16 Millionen Lebensläufe bekamen einen Knick, 16 Millionen Einzelschicksale gingen einen Weg, der plötzlich in eine andere Richtung abbog, als die eigentlich eingeschlagene. Jeder einzelne – so er es denn will – kann sich wieder finden in diesen Zeilen, kann sein Schicksal hineininterpretieren.
Ich glaube fest, dass es viele gab unter dem damals noch geteilten Himmel (obwohl Himmel wohl nicht ganz passend ist), die ehrlichen Herzens neue Wege beschreiten wollten. Allerdings gab es von den anderen, die voller Eitelkeiten waren, zu viele.
Tatsächlich besaß die D-Mark eine Leuchtkraft, die aus der Ferne gesehen ihren eigenen Schatten überstrahlte. Doch im Schatten dieses Lichts liegen heute noch diejenigen, die schon vor der Wende nur mit Mühe ihren eigenen Weg fanden – auch bei uns gab es einfache Menschen oder preisgünstigen Alkohol. Früher stellte man diesen Menschen eine Lampe hin und half beim Anschalten. Heute sollen sie die Lampe selbst holen. Und wenn nicht ?

Nein – ich möchte diese alte Zeit nicht zurück, denn ich habe meinen Weg gefunden. Ich werde die ersten 20 Jahre meines Lebens nicht auslöschen, weil man ein leer stehendes Haus nicht schon deswegen abreißt, weil es nicht das Elternhaus war. Ich halte Abriß als Vergangenheitsbewältigung für nicht passend. Doch dies offen sagen, das geht nicht. Wer nur über das alte Dunkel berichtet, der ist willkommen, in dieser schönen hellen Welt. Wer auch für das alte Licht – und wenn es nur schwach ist – einen angemessenen Raum verlangt, wird in eine Schublade gesteckt. Leider zu oft von denen, die die Vergangenheit nur vom Hörensagen kennen.
Nein – ich möchte diese Zeit nicht zurück, denn das, was wir hatten, war nicht das, was es zu sein schien. Es war kein Sozialismus. Und, liebe rosmarin, diese Zeit soll nicht wider auferstehen.
Ich glaube, dass eine Zeit kommen wird, wo Geld keine Rolle mehr spielt. Wir sind auf dem besten Weg dorthin: Es gibt wenige Reiche, die so reich sind, dass Geld keine Rolle mehr spielt. Es gibt so viele Arme, die so wenig Geld habe, dass es auch keine Rolle mehr spielt. Und es gibt immer weniger dazwischen. Doch so lange der Mensch nicht nach Gerechtigkeit, sondern nur nach dem Ich strebt, ist diese Zeit noch nicht reif.

Wo sind wir angekommen, wenn eine Mutter ihrem Kind zur Einschulung keine Schultüte mehr schenken kann.
„Sich am Glanz der roten Welt erfreuen“ – ja.


anonym (18.08.2008)

Mir gefällt das Gedicht, auch wenn es sehr ernst ist. Ich war letztens mit ein paar Freunden/innen noch in der ehemaligen DDR und wir hatten zwischenzeitlich ein recht ernstes Gespräch über die damaligen Zeiten, die man ja nur von "außen" und am Rande und durch den Schulunterricht etc. mitbekommen hat.
Das Gedicht finde ich sehr gelungen. Denkanstösse können nie schaden.

Lg Sabine


Sabine Müller (17.07.2008)

Hallo RosMarin,
ganz lieben Dank für Deine tiefer gehende Analyse. Kein schöneres Urteil als Deinen Startsatz kann ich mir wünschen: „... ein Gedicht, über das man stundenlang diskutieren könnte:“ Dafür ist es ja gedacht. Auch wenn das hier nicht zu machen ist, will ich Dir in ein paar wenigen Stichpunkten antworten:
· Ja, ich bin im „... kollektiven Denken und Handeln der ehemaligen DDR ...“ groß geworden. Was da passierte, schiebe ich nicht nur „den Regierenden“ in die Schuhe. Mit „Unserem Sandmännchen“ beispielsweise, für das ich viele Jahre unter anderem arbeiten durfte, hatten die Regierenden nicht so viel zu tun. Und trotzdem ist es bis heute ein Stück erinnerungswürdige DDR. Und wenn ich überlege, womit heutzutage Kinder am Fernseher (oder an der Spielkonsole) „gefüttert“ werden, komme ich doch sehr ins Grübeln. Haben WIR (!!!) in der DDR also nur Dummheiten gemacht? Waren all UNSRE Wege wirklich Irrwege?
· Und wenn heute, wie Du schreibst, „... wieder vieles im Argen liegt ...“, dann ist das für mich nicht so sehr Wiederholung, sondern eine ganz beängstigend NEUE Perspektivlosigkeit, ob in Sachen Arbeitslosigkeit, Bankenkrach und Inflation, Bankrotte mit Massenentlassungen, Altersarmut und Hartz IV, neue Kriegsgefahren und schon „gewohnter“ täglicher Kriegs-Alltag in mehreren Ländern, Jugendkriminalität und Rechtsradikalismus ... Wohin führt das?
· Bei gebotener Kürze noch ein Wort zum Schluss des Gedichtes: Wie immer die Zukunft der Menschheit aussehen wird – sollte es weltkapitalistisch weitergehen, wird sie keine haben. Die Widersprüche in der Welt forcieren sich: Bodenschätze und Klima stehen kurz vor dem Kollaps. Die Weltarmut wächst (der Reichtum in wenigen Händen auch). Die Kriegs-Schauplätze nehmen zu. Die Rüstung galoppiert. Das Weltkapital wird immer größenwahnsinniger. Wer soll das aufhalten? ... Deshalb denke ich: Wenn überhaupt noch eine Zeit sein sollte, in der Geschichtsschreiber über unser heutiges „Damals“ reflektieren können, dann kann es nur eine wie auch immer geartete nichtkapitalistische Zeit sein – nach meiner heutigen Überzeugung auch gern eine aus der Vergangenheit gelernt habende „rote“.

Beim nochmaligen Lesen fällt mir auf, dass ich etwas aggressiv klinge. Und dies, obwohl ich in Dir eine vermute, deren Standpunkte den meinen sehr ähnlich sind. Nimm’s also bitte nicht als „Gegendarstellung“, sondern als Ergänzung, bittet Dich


Wolfgang Reuter (15.07.2008)

hallo, wolfgang, das ist ein gedicht, über das man stundenlang diskutieren könnte. ich habe erst nach mehrmaligem lesen begriffen, dass du mit deinem resümee - unserer tage - die entschwundene ddr meinst. der text ist sehr allgemein gehalten, aber auch das entspricht dem kollektiven denken und handeln der ehemaligen ddr. neue wege wurden gefunden, und das schließt natürlich auch die irrwege mit ein. und der rote glanz verblasste am ende immer mehr. alles stimmt, und alles ist richtig, und dass es nicht geblieben ist, wie es war, empfinde ich persönlich als schicksal, das es gut mir uns gemeint hat. es gibt doch neben dem persönlichen, kleinen schicksal, ein großes, ein geschichtliches, ein allumfassendes, gegen das der einzelne machtlos ist. es passiert einfach. und so erging es uns. ich schaue nicht wehmütig zurück, ich sage immer- das rad der geschichte kann man nicht zurückdrehen. und das ist gut so, alles hat ja bekanntlich zwei seiten. jetzt ist individuelles gefragt, eigendenken, eigenverantwortung. fantasie, kreativität. und das finde ich viel spannender. auch wenn wieder vieles im argen liegt. und das ist auch ein wichtiger punkt in deinem gedicht. - die führer waren voller eitelkeiten -. das hatten wir doch schon mal. und sind gescheitert. also- sagen wird man über diese tage - wir haben nichts gelernt. und wer etwas gelernt hatte und aufbegehrte, und das aus liebe und sorge um das schöne entschwundene land, wurde mundtot gemacht, ausgewiesen, eingesperrt. auch das wird man sagen. und so komme ich mit dem letzten vers nicht klar- wer wird sich wann an dem -roten glanz - erfreuen? meinst du, der sozialismus wird wieder auferstehen? vielleicht in hundert jahren, wie ich es in - crysella - geschrieben habe? als alternative zum schon ewig verfaulenden kapitalismus?
also, alles in allem, es ist schon ein wichtiges gedicht, nur fehlt halt noch so einiges.
gruß von rosmarin


rosmarin (15.07.2008)

Dem ersten Kommentar kann ich mich gar nicht anschließen. Ich finde hier die Wörter "hölzern oder leblos" völlig fehl am Platze. Manchmal müßte man sich nur mal die Mühe machen so einen Text richtig zu lesen, wenn es sein muss auch mehrmals. Ich komme eher zu dem Schluss, daß das Gedicht sehr wehmütig klingt (obwohl ich kein "Ossi" bin und auch den Liedtext nicht kenne).

Ronnja (14.07.2008)

Auch wenn ich „anonym“ feige finde, will ich zu Deinem Kommentar Stellung beziehen:

Mitte der siebziger Jahre wurde von Singeklubs der DDR ein Lied nach einem Text
von „Kuba“ (Kurt Barthel, 1914 – 1967) gesungen: Sagen wird man über unsere Tage.

Im Gestus eines späteren Geschichtsschreibers versuchte Kuba damals zu formulieren,
wie spätere Generationen wohl mal über die Sozialismus-Anfänge in der DDR urteilen würden –
was also bleiben könnte vom schweren Anfang in der DDR.

Kürzlich veröffentlichte ein Autor einen neuen Text mit gleichem Titel: Sagen wird man über unsre Tage.
Und weil die „offizielle“ Meinungsgebung alles, was mit der DDR zu tun hat, heute nur verteufelt und diskreditiert,
reizte es mich, aus heutiger Sicht mein eigenes DDR-Resümee zu ziehen.
Ein bisschen hatte ich dabei die Hoffnung, in „WebStories“ auf „Ossis“ zu stoßen,
denen der Liedtitel noch im Ohr ist und die vielleicht ihr DDR-Urteil mit dem meinigen vergleichen könnten.

Weil das offensichtlich nicht funktioniert, will ich die vorstehende Erklärung für etwa eine Woche so stehen lassen
und danach meinen Text samt Kommentaren löschen.


Wolfgang Reuter (12.07.2008)

Was ist Solidarität?
63
- 30.06.2008, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

Hallo,

auf jeden Fall sehr gute Gedanken und auch die Idee mit der Fragestellung. Solidarität wird wahrscheinlich auch von vielen Menschen anders ausgelegt.

Ein blödes Beispiel aus dem Leben: Es gibt ein Spiel, dass Bubenziehen heißt. Immer wenn man bei einem verdeckten Kartenspiel einen Buben zieht, muss man sich einen Kurzen reinziehen. Hat man zwei Mal hintereinander Pech, dann trinken "aus Solidariät" alle Einen mit.

Wahrscheinlich wird sich der Begriff sehr oft zu Eigen gemacht.

Letztendlich ist es auch jeden Fall wichtig, dass fair gehandelt wird, mit Augenmerk auf die Schwächeren/ Ärmeren etc., halt Gleichberechtigung etc. Das gelingt uns sicherlich nicht immer.

Die Strophen nach den Sternchen finde ich daher sehr aufschlussreich. Es wird Alles schön auf dem Punkt gebracht.

Diese Gedicht bietet sehr viel Stoff für Diskussion, auch deshalb finde ich es gelungen.

Lg Sabine


Sabine Müller (01.07.2008)

Hallo Sabine,

vielen Dank für Deinen schnellen Kommentar!
Was das Verhauen von schwächeren Mitschülern betrifft, sind wir sicher einer Meinung:
Ich behaupte ja auch nicht, dass "Schnauze halten" in Schlägerbanden Solidarität sei.
Ich befürchte aber, dass dieses Wort auch von solchen Gangs für ihre Zwecke genutzt wird.
Denn Kumpanei (wehe, du petzt - egal, was wir anstellen!) wird leicht als Solidarität getarnt.

Auch manch andere Strophen treffen womöglich nicht den Kern des Solidaritäts-Gedankens,
so dass ich mich und den Leser frage:
Wohin gehört eigentlich das oft missbrauchte Wort "Solidarität"?
Und wie gut könnte die Welt sein (oder werden?),
wenn Solidarität zum Grundprinzip des Handelns aller Menschen würde ?!
Ob dies in einer kapitalgeprägten Welt überhaupt möglich ist, steht auf einem anderen Blatt!

Liebe Grüße vom Wolfgang


Wolfgang Reuter (01.07.2008)

Hallo Wolfgang,

nachdenkliche Zeilen am Abend. Da hat sich Jemand Gedanken gemacht. Dinge, die viel zu oft vergessen werden. Die Zeile mit den Schwächren verhaun' gefällt mir allerdings nicht so gut. Vom Inhalt her.

LG Sabine


Sabine Müller (01.07.2008)

Der "Dichter"
54
- 29.06.2008, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Wolfgang,

gefällt mir nach wie vor sehr gut.
Kurz und knackig.

Lg Sabine


Sabine Müller (29.06.2008)

Die Kaltmamsell
74
- 26.06.2008, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Ich finde, du verstehst es, feinen Humor in wirklich gute Reime zu verpacken.

Jochen (09.03.2009)

Erzähl' uns, wenn du die Anthologie bestellt und gelesen hast *g

Sabine Müller (01.07.2008)

"Ich tippe mal stark auf Themaverfehlung, denn nicht der Traum der Salatwäscherin wird thematisiert sondern eher der Traum (bzw. die Traumvorstellung) des Dichters."

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn ich als Thema "links" verlange und jemand schreibt über "rechts", dann kann der Text noch so gut sein ...

Die Ausschreibung heißt:
"Der Traum der schönen Salatwäscherin" und nicht

"Der Traum über die schöne Salatwäscherin"


anonym (27.06.2008)

ach, jetzt weiß ich es, du hast wahrscheinlich wirklich das thema verfehlt, wie anonym vermutet. es heißt ja- der traum der schönen salatwäscherin - und nicht - der traum des lüsternen reuter -. oder -verstehen sie spaß -.
gruß von rosmarin
hab vergessen, mich einzuloggen.


anonym (27.06.2008)

hahhaha, ein echter reuter. zu köstlich. und alles stimmig. aufbau, thema, rhytmus, reim, und alles gut umgesetzt auf deine humorvoll satirische art. du schlingel, denkst aber auch nur an das eine. na, wer will's dir verdenken. lach. aber vielleicht war das wirklich zu vordergründig. und die jury zu spießig. na, mach dir nichts draus. es gewinnen nicht immer die besten. ich geh mal auf die seite. hättest mir ja auch einen wink geben können. vielleicht hätte ich auch mitgemacht. na, eher nicht.
jedenfalls ein sehr schönes erheiterndes gedicht.
gruß von rosmarin


anonym (27.06.2008)

Hallo Sabine,
vielen Dank für Deine aufbauenden Bemerkungen. Etwas ungläubig lese ich
auf der HP "Lyrik 2000 S", dass mein Text weder
eine der vier ersten Platzierungen erreicht hat,
noch zu den weiteren 46 Texten gehört,
die für die Veröffentlichung in einer Anthologie vorgesehen sind.
Derartig in die Schranken gewiesen, habe ich fast Lust,
die Anthologie zu kaufen, um mich von der Vorzugsqualität
dieser insgesamt 50 besseren Texte zu überzeugen.
Man will ja dazulernen!


Wolfgang Reuter (27.06.2008)

@ Sabine

"Wie kann man nur solch' einen gelungene Text durchfallen lassen? Wahrscheinlich war es ihnen zu erotisch angehaucht, wer weiß."

Kennst du denn die anderen Beiträge? Nein? Dann kannst du nämlich auch nicht mutmaßen.

Ich tippe mal stark auf Themaverfehlung, denn nicht der Traum der Salatwäscherin wird thematisiert sondern eher der Traum (bzw. die Traumvorstellung) des Dichters.


anonym (26.06.2008)

Wie kann man nur solch' einen gelungene Text durchfallen lassen? Wahrscheinlich war es ihnen zu erotisch angehaucht, wer weiß. Aber bei solch' einem Titel, da kann Einem ja wohl kaum etwas anderes einfallen *g. Was erwarten die denn? Auf jeden Fall sehr nett gedichtet, eine gute Prise Humor und es liest sich sehr sauber. Lange nicht soetwas Gutes gelesen. Mal was ganz anderes. Da ham' wa den Salat, wa?! *g
Lg Sabine


Sabine Müller (26.06.2008)

EIN HUND. - Na und?
52
- 21.02.2008, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Hallo Sabine,

vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar. Gegenwärtig entsteht aus meinen Tiertexten für Kinder ein Bilderbuch für Kinder im Vorschulalter.
Und die Hundestory wird vielleicht das Titelbild, in das - wenn überhaupt - nur ein ganz, ganz kleiner Text passt.
Liebe Grüße sendet Dir


Wolfgang Reuter (23.02.2008)

Hallo, das klingt spannend! Das wird bestimmt eine runde Sache. Frohes Schaffen. LG Sabine

Sabine Müller (23.02.2008)

So ein Hundeleben kann manchmal so einfach, unbeschwert und schön sein. Denen ist manchmal alles Wurst...
Kleines, feines Gedicht, aber noch ein paar Zeilchen mehr über das Wesen des treuen Freundes würden mich erfreuen. LG Sabine


Sabine Müller (22.02.2008)

Rauchverbot im Stall
58
- 18.01.2008, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

hallo, wolfgang, ein typischer reuter - hintergründig und witzig. kühe gehören übrigens zu meinen lieblingstieren.
lg
rosmarin


rosmarin (21.01.2008)

Ich rauche nicht!
207
- 06.12.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo, Ihr Raucher wider Willen,

ich habe doch tatsächlich nach 50 ununterbrochenen Raucherjahren
bald mein zweijähriges Nicht-Mehr-Raucher-Jubiläum.
Oder anders gesagt:
Krieg ich einst Rheuma und die Gicht -
ICH RAUCHE NICHT!


Wolfgang Reuter (13.09.2009)

Oh boy...
Was für beschämende Zeilen das doch sind. Ich glaub ich steck mir darauf eine an. Mit sehr - sehr schlechtem Gewissen.


Killing Joke (13.09.2009)

Oh je, jedes Wort sprciht mir aus der Seele.
Wie oft habe ich diese Worte gesagt....und dann...doch wieder geraucht.


Barbara Saskat (13.09.2009)

Und hier wieder ein Meisterwerk von Wolfgang. Wer`s noch nicht kennen sollte.... lesen!

doska (05.02.2009)

Einfach genial! Ich bin begeistert.

doska (13.12.2007)

die idee ist echt gut! schade, er raucht nicht so schön...:P auch von der form her gut, gefällt mir also rundum:)
lg dartkangel


darkangel (13.12.2007)

Danke, Christian und RosMarin,
und ob Ihr's glaubt oder nicht: Nach 50 Jahren Raucher-Karriere bin ich heute erstmals 23 Tage "rauchfrei". Den Text hatte ich ursprünglich für das Nichtraucherforum "rauchfrei online" geschrieben.


Wolfgang Reuter (12.12.2007)

hallo, lieber wolfgang, wie liebe ich deine satirischamüsantaktuellgedichte! vielleicht landest du ja wirklich mal in der hölle. die teufelsbande freut sich auf einen wie dich. viel glück.
gruß von


rosmarin (12.12.2007)

Lobenswerter Aufruf an alle, die von dem "Problem" betroffen sind, die Sucht in Kreativität umzusetzen. Besonders die letzten Zeilen sind gefallen mit schöner Ironie, so wird das ganze nicht zur Moralpredigt! Hat mir gut gefallen!
Gruß
Christan Hoja


Chrstian Hoja (10.12.2007)

Schon wieder Herbst
51
- 04.11.2007, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches · Herbst/Halloween
 

Kurz ist es, aber es gefällt mir und es steckt etwas Wahres dahinter. Die Zeit vergeht schnell und eh' man sich versieht, gibt es schon wieder Weihnachtsartikel in den Läden. Lg Sabine

Sabine Müller (17.11.2007)

Hallo RosMarin,

Du sagst es: immer dieses banale Herumgerenne nach noch banaleren Geschenken!
Darüber hatte ich mich auch schon mal im Gedichtchen "Weihnachten" mokiert, erinnert sich ...


Wolfgang Reuter (09.11.2007)

hallo, wolfgang, naja, kurz schon, und auch etwas banal, was mir aber manchmal gefällt, denn es hat was von in der kürze steckt die würze. und jetzt kann ich gar nicht mehr in ruhe den herbst genießen, egal von welcher seite er sich zeigt. er weist immer in die zukunft.
gruß von


rosmarin (09.11.2007)

Stimmt, doska, viel zu kurz, der Herbst dieses Jahr, findet

Wolfgang Reuter (08.11.2007)

Ein büsschen wenisch!

doska (08.11.2007)

Eine Botschaft für Osama
39
- 19.09.2007, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

hallo, wolfgang, das nenn ich eine schnelle reaktion. humoristisch satirisch auf den punkt gebracht.
gruß von


rosmarin (20.09.2007)

Verschmutzungsrechte
47
- 22.07.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Killing Joke,

wir sollten Wiglaf Droste nicht unterschätzen. Aber dennoch vielen Dank für Deine positve Wertung.

Und Dir, liebe RosMarin, danke ich vor allem für Deine weiterführenden Gedanken, wie sich irgendwer anmaßen kann, Rechte zu vergeben. Wie kann eine Regierung Rechte zur Verschmutzung von unser aller Umwelt vergeben? Gehört IHR die Erde? Dass ich bei "Verschmutzungsrechten" (offizielles Polit-Deutsch!!!) an "Dreckschleuder" denken muss, behielte ich wohl besser für mich. Du hast wohl Recht: Bald spielen die da oben "lieber Gott" und vergeben auch Lebensrechte. Entzogen oder begrenzt werden die ja heute schon (oder hat ein Leben auf Hartz-vier-Niveau die Bezeichnung "Leben" noch verdient?

Bissige Grüße von


Wolfgang Reuter (31.07.2007)

ich habe es gerade entdeckt und gelesen. Du hast da ein in den Punkten Wortwahl, Stil und Inhalt ein rundherum gelungenes und satirisches Gedicht geschrieben. Das hätte Wiglaf Droste kaum besser hinbekommen können!

Killing Joke (30.07.2007)

hallo, wolfgang, wie wahr. mitnichten muss man halten sich an alle pflichten. denn, wenn man noch weiterdächte, gäb' es bald auch lebensrechte.(für einige)
gruß von rosmarin


rosmarin (27.07.2007)

Es kommt alles mal wieder
49
- 25.05.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Wolfgang,
der Staatssicherheitsdienst der DDR hätte sich die Finger geleckt, hätte er über die technischen Mittel verfügt, die die weit über 15 heutigen deutschen Geheimdienste einsetzen. Jedes deutsche Bundesland hat neben dem BND seinen eigenen Landes-Geheimdienst; hinzu kommen noch die Auslandsgeheimdienste, der Verfassungsschutz und die Dienste der militärischen Sektionen sowie die Landeskriminalämter (die alle bei den Nazi-Morden der NSU versagt haben). Was waren das noch für elende Geheimdienstzeiten, als Spione ihre Beobachtungen noch mit der Hand aufzeichnen mussten. Was da jahrelang in Stasi-Akten zusammengetragen und gehortet wurde, das erledigt PRISM und die NSA jetzt in Sekunden. Angesichts dieser Spitzel-Volumen sind die Heucheleien und die Krokodilstränen über die böse Stasi lächerlich. Zugegeben: Geheimdienstarbeit hat immer den Geruch des "Bösen" und Verruchten, aber wir sollen doch bitte nicht so tun, als hätte nur die DDR Spione gehabt. Nicht nur die Zeit des "Kalten Krieges" war von Spionen geprägt; heute ist der so genannte Kalte Krieg längst vorbei, aber die westlichen Geheimdienste - einschließlich Amiland und Deutschesland - haben uns subtil aber effizient mit einem noch nie erlebten Geheimdienstnetzt umgeben. Wir werden jede Sekunde ausspioniert, manipuliert und verarscht! Aber wir merkeln's nicht, weil man uns gleichzeitig Brot und Spiele und miese Fernsehprogramme zur Betäubung gibt.

Oder nehmen wir mal die "komfortablen Villen" der DDR-Oberen in Wandlitz: Ich habe mir diese Bruchbuden mal angsehen. Nicht mal ein kleiner westdeutscher Handwerker würde in eine Wandlitzer "Villa" einziehen. Das waren nichts anderes als bescheidene Einfamilienhäuser mit Vorgärtchen. Da von "Prachtbauten" zu sprechen, besonders angesichts der aktuellen Limburger katholen Geschichte, ist peinlich und lächerlich.

Es war sicher nicht alles Gold in der DDR und es gab berechtigte Kritik. Aber es wird jetzt langsam auch mal Zeit, ein paar Vorurteile gerade zu rücken, wie du das in deinem Gedicht getan hast. Und gleichzeitig sollten wir an Mini-Jobs, an Hartz 4, an Aufstocker und Arbeitslosigkeit, an Kriege und Flüchtlinge im Nahen Osten und den Zusammenhang von Waffenlieferungen und Erdöl, an Bankenrettungen mit Steuergeld vom Volk, an die Tea-Party der USA und deren verhängnisvolle Auswirkung auf die Gesellschaft, an Abzocker und an Uli Hoeness erinnern, und an Hellersdorf und den Berliner Oranienplatz, an teuere Mieten und Miet-Kündigungen und Wohnraumspekulationen, und an Obdachlose auf der Straße, oder an die Zusammenarbeit von Nazis und Geheimdiensten.

Aber in der DDR war ja alles sooo schlecht und sooo böse! Da lach' ich mich sogar als WESSI schlapp!


Michael Kuss (18.10.2013)

hallo, wolfgang. ist doch klar.
ich wünsche dir einen sonnigen tag.
gruß von rosmarin


rosmarin (31.05.2007)

Hallo RosMarin,

Du sprichst mir wirklich aus dem Herzen.


Wolfgang Reuter (29.05.2007)

das ddr-schulsystem hatten die finnen dann übernommen
seitdem sind sie platz eins in den pisa-listen
und das soziale system der ehemaligen brd hatten die schweden übernommen
seitdem geht es ihnen am besten
nun sind unsere höchstintelligenten politiker dabei alles wieder "zurückzukaufen"
gib ihnen also noch 100 bis 200 jahre zeit


cronos (29.05.2007)

hallo, wolfgang, ich hatte mir immer gewünscht, von beiden seiten das gute mit in die neue zeit zu nehmen. von der ddr zum beispiel das soziale netz(absicherung vom baby - bis zum rentenalter, weiter das wirklich gute bildungssystem für jedermann und besonders arbeit für alle. ich denke noch immer, dass die alternative zum kapitalismus der marxismus ist und eines tages, vielleicht in hundert jahren, in neuer form wieder auferstehen wird.
gruß von rosmarin


rosmarin (29.05.2007)

Hallo Nicolas,

(mit nicht deutlich besserem Gewissen:) Das landläufige "Es war nicht alles schlecht im Osten." ist eine oft gebrauchte, aber beileibe nicht immer ernst gemeinte Floskel. Das sagen viele so dahin ... Schade, schade - denn wir Ossis hatten so manches im Alltag, was leider mit der "Wende" den Bach runter ging. Wie schön wäre es, wenn nach nun bald zwei Jahrzehnten endlich damit begonnen würde, das wirklich Aufhebenswerte (im Hegelschen Sinne) beider deutscher Staaten auf Tauglichkeit zu überprüfen und nur das Beste in die Gesamt-BRD zu übernehmen. Ich denke da beispielsweise noch an das Schulsystem, die Lehrausbildung (garantiert für jeden) ...

Und interessant wäre natürlich, was alles nach einem (von mir gegenwärtig nicht gewünschten!) Ende der BRD so ans Tageslicht käme - in Sachen Verfassungsschutz, Korruption usw. Die Ex-DDR hat jedenfalls ihren Kehraus schon hinter sich. Vielleicht schieße ich aber mit diesen Überlegungen über das Ziel hinaus? fragt sich nachdenklich ...


Wolfgang Reuter (29.05.2007)

Hallo Wolfgang,

(mit schlechtem Gewissen) fünf Punkte aus dem westlichen Westfalen.
Ja, unsere Vorurteile in Bezug auf die "Ostzone" waren grenzenlos. Was hat die Bonner Republik nicht alles über Kinderkrippen geschrieben...

lg
Nicolas


Nicolas van Bruenen (29.05.2007)

Hallo Wolfgang,

ja, du sagst es....

Lg, Mike


weltuntergang (28.05.2007)

Hallo cronos, Danke für den Willkommensgruß! Schade, dass ausgerechnet Dinge wie Doping und Stacheldraht an "alte Zeiten" erinnern.

Hallo RosMarin, Du kannst Gedanken lesen! Genau diese Melodie (einschließlich Text-Idee) schoss mir angesichts dieser Déjà-vu-Ereignisse durchs Hirn. Und der Grundgedanke, dass auf jeden September auch wieder ein Mai folgt, ist doch irgendwie tröstlich - oder?


Wolfgang Reuter (27.05.2007)

hallo, wolfgang. wie wahr, darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. aber es ist wohl so im leben. alles muss vernichtet werden, um es dann neu erfinden zu können. das gleiche gilt für die gleichberechtigung. bei deinem gedicht hatte ich von anfang an die melodie von - es geht alles vorüber - im kopf.
gruß von rosmarin
p.s.: hab nochmals lieben dank für dein - high-matt-land.


rosmarin (27.05.2007)

tadellos
für das ding sind fünf punkte deutlich zu wenig
herzlich willkommen in der alten heimat
auf ein neues
es kann nur besser werden


cronos (26.05.2007)

Aber dann kam Knut
46
- 24.04.2007, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Hallo karamba,

ich danke Dir! So kurz hat's noch keiner gesagt, versichert ...


Wolfgang Reuter (10.05.2007)

warum was schreiben, was es schon in besser gibt?

http://www.youtube.com/watch?v=Qz1Fd_J660I


Middel (06.05.2007)

Hallo, RosMarin und Sabine,

vielen Dank für Eure "Knut-schereien"!

Nichts tut so gut
wie'n Reim auf Knut!

... versichert ...


Wolfgang Reuter (06.05.2007)

Sicher ist sicher
47
- 22.04.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

hallo, wolfgang, das ist ein sehr mutig satirisch geschichtsträchtiger reuter. hut ab.
gruß von rosmarin


rosmarin (23.04.2007)

Deutsche Eierei
129
- 03.04.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches · Frühling/Ostern
 

western soll das ostern doch nicht werden/ eier rollen überall auf erden.
*g*


rosmarin (05.04.2007)

Wirklich amüsant. Der Humor gefällt mir. Lg Sabine

Sabine Müller (05.04.2007)

Hallo, Ihr drei "alten (webstories-)Hasen",

vielen Dank für Eure Absolutionen! Da kann ich Euch nur zurufen:

Hockt der Hase auf den Nestern,
wird sehr leicht aus Ostern Western.

Jetzt isses aber genug. Liebe Grüße von


Wolfgang Reuter (05.04.2007)

Tja, dann wünsche ich also allen hier ein fröhliches Westereiersuchen, lasst schön den Westerhasen kommen ... wer geht eigentlich zum Westermorgensegen? Und gibt es dieses Jahr dann wieder ein Westerfeuer? Mit Weterbrot? Und Westerfladen? Hast Du schon Dein Westerlamm gebacken, um es am Sonntag segnen zu lassen? Übrigens: am Westermontag kommt mein Sohn zu Besuch ...
Hallo Wolfgang, nein, nicht wirklich - ich glaube, wir sollten ostern doch ostern sein lassen *lach*, sind eben doch nicht per se gescheiter - brauchst net alles kopieren - und ehrlich: was wär die musik ohne rosenstolz? Also sei stolz, ob mit oder ohne rosen ...
lg
ursula


kalliope-ues (05.04.2007)

hallo, wolfgang, toll. ich würde sagen - owestern. ??
auch dir nochmals erfolgreiches ostereiersuchen.
gruß von rosmarin


rosmarin (05.04.2007)

lach, das ist ja herrlich !!!
lg


Nathanahel Compte de Lampeé (05.04.2007)

Prima Klima
42
- 25.03.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Hallo Nausicaä,

schön, dass Du meine ironischen Töne magst. Es gibt so Polit-Vokabeln, da sträubt sich mir das (schon etwas spärlich gewordene) Nackenhaar. "Verschmutzungsrechte" gehört auch dazu. Wer ermächtigt denn irgendeine Regierung, anderen das Recht zu vergeben (bzw. den Konzernen zu VERSCHENKEN), die Welt zu verdrecken??? Und wie immer verstehen die es, daraus Geld zu schinden. In Kürze wird dieser Text wohl bei webstories veröffentlicht (abgeschickt ist er schon). Auch wenn mir zum Thema Verschmutzung nicht allzu viel eingefallen ist, findest Du vielleicht trotzdem Deinen Spaß daran.

Danke und liebe Grüße von Wolfgang


Wolfgang Reuter (24.07.2007)

Hallo Wolfgang,

ich habe mir gerade mehrere deiner Gedichte durchgelesen und die satirische Art deiner Texte sowie deine kritische Herangehensweise an einige "Modethemen der Moderne" gefallen mir sehr.

Was ich an diesem Gedicht besonders mag, ist die Selbstironie, durch die du deinen Leser dazu anregst, ebenfalls selbstkritischer über das eigene Verhalten nachzudenken. Auf der anderen Seite zeigst du auf, wie Politik und Medien das Thema zu ihren Gunsten ausschlachten. Sehr gelungen.

Liebe Grüße, Nausicaä


Nausicaä (24.07.2007)

Hallo, stimme den anderen zu. Wirklich ein gelungenes Werk, kritischer Blick, Gedankenanregend und das ganze lyrischschön verpackt. Gruß Sabine

Sabine Müller (29.03.2007)

Ein sehr gelungener Beitrag zur derzeit überhitzten Diskussion um Klima, Knut & Co. Dieser ausgewogene, menschliche Schreibstil kann dem Text zu einer Breitenwirkung verhelfen.

Hoffentlich darf der Text noch eine Weile bei webstories verbleiben :-)

lg

Nicolas


Nicolas van Bruenen (28.03.2007)

Hallo RosMarin,

schön, dass ich Dir wieder einmal einen Text "zum Fraße" vorwerfen konnte. Und ich bedanke mich artig für die hohe Anerkennung. Aber dieses ganze Klima-Gelaber reizte mich einfach, die wahren Klima-Schweine mal aus ihrer Suhle zu locken ...

Dass es letztens etwas stockender zugeht bei mir, hat damit zu tun, dass wir bei den letzten Vorbereitungen schwitzen für "Wolfgang Reuter / Barbara Siwik: High-matt-Land". Der Schmöker-Verlag will das Buch mit satirischen Gedichten Ende April / Anfang Mai herausbringen. Deshalb wurde ich auch vom Verlag aufgefordert, einen Großteil meiner Texte in "webstories" zu löschen. Leicht gefallen ist mir das nicht; denn damit löscht man ja leider auch die Kommentare. Bleibt nur ein Ausweg: neue Texte schreiben ...

Liebe Grüße von Wolfgang


Wolfgang Reuter (26.03.2007)

hallo, wolfgang, jetzt hast due es uns allen und dir selbst aber wieder gegeben. einfach toll. satirisch, selbstkritisch, überzeugend in inhalt und form.
gruß von rosmarin


rosmarin (26.03.2007)

Reg(ul)ierungswut
51
- 12.02.2007, 1 Seiten


Poetisches · Aktuelles und Alltägliches
 

Scheisse ja, es ist so.
Aber man muss sich nicht immer an alles halten ;-)
In anderen Ländern gibts tatsächlich Gesetzte, die Oralverkehr verbieten.
Irgendwie verrückt.

Gruss


weltuntergang (15.02.2007)

lach, war ja auch nur ein vorschlag.
grüßli


rosmarin (14.02.2007)

Danke, liebe RosMarin, aber fange nicht an, mich diesbezüglich auch noch zu regulieren. So extrem, wie Du und Luther mir vorschlagen, will ich das deutsche Bevölkerungsdefizit nun auch wieder nicht aufarbeiten.

Liebe (atemlose) Grüße!


Wolfgang Reuter (13.02.2007)

hallo, wolfgang, wieder ein echter reuter, satirischhumorvoll. aber die eine lücke könnte ich schließen - in der woche zwiee schadet weder ihm noch ihre - oder so ähnlich hat es luther wohl ausgedrückt. nur, damit du nicht ganz so verunsichert bist.
gruß von rosmarin


rosmarin (13.02.2007)

ABC des Arbeitnehmers
55
- 29.01.2007, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

WOW, alle Buchstaben, es reimt sich und passt ihhaltlich. Hut ab, gefällt mir gut. (Außer die Arbeitsregeln ansich... hehe) Gruß Sabine

Sabine Müller (05.04.2007)

Hallo Wolfgang,

meine letzen jobs waren nur studentenjobs, da musste ich zum glück nicht so rumlaufen, aber vor dem studium lief ich eine zeitlang unfreiwillig in meinem damaligen job so rum.


Homo Faber (20.02.2007)

hallo, wolfgang, wieder ein tolles exemplar aus deiner reimschmiede. allerdings bin ich im sinne des gedichts kein vorbildlicher arbeitnehmer. aber, wer will und muss, kann ja deine gebote, verbote, beherzigen. grins frech.
gruß von rosmarin


rosmarin (08.02.2007)

Hallo Karamba,

vielen Dank für den Vorschlag - aber dann holperte die Zeile ja. Und das mag ich grundsätzlich nicht.

Und Homo Faber muss ich fragen, ob Du selbst mit Schlips auf Arbeit rennst? Dein "so geht es wirklich in manchen Frimen zu" weckt in mir den Verdacht, ich hätte Dich erwischt ??? Du scheinst ja Deine Firma von meinen Spielregeln auszunehmen? - Das wäre natürlich einen neuen Text wert ...


Wolfgang Reuter (08.02.2007)

Hallo Wolfgang,

passend gesagt, so geht es wirklich in manchen firmen zu.

lg Holger


Homo Faber (03.02.2007)

Ich bin beeindruckt!
allerdings schlage ich eine klitzekleine Veränderung vor:
S - chlips, Jackett und weiße Kragen
T - rägt man nur auf den Chef-Etagen...


Karamba (01.02.2007)

Der Floh
56
- 17.01.2007, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Sehr gut. Gefällt auch mir.

doska (23.07.2008)

Ein Flohgedicht - wie niedlich. Gefällt mir auch sehr gut. Liest sich prima und lässt mich abermals schmunzeln. Gruß Sabine

Sabine Müller (05.04.2007)

Haha, kann leider nix sagen, bauchwackelt ... lg, ursula

kalliope-ues (05.04.2007)

Sehr lustig - ist Dir wirklich gut gelungen.

Nathanahel Compte de Lampeé (19.01.2007)

hallo, wolfgang, so so, ein floh, öh, oh, du machst mich froh. so, so. das ist zu köstlich. lach.
gruß von rosmarin


rosmarin (19.01.2007)

Warum die Spinnen spinnen
139
- 16.01.2007, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Hallo, liebe schreibende und lesende Gilde,

vielleicht ist Euch schon aufgefallen, dass sich bei mir in letzter Zeit manch Tierisches tut. Das soll noch mehr werden, weil ein nächstes Projekt (Buch im Schmöker-Verlag?) für Kinder entstehen soll. Sowohl Gedichte als auch kleine Geschichten über Tiere und sonstige Natur werden allmählich zusammengetragen. Da spielen natürlich auch die häufigen Warum-Fragen der Kinder eine Rolle. Deshalb also:
- Warum die Fische Schuppen haben
- Warum es keine Eisenwürmer gibt
- Warum die Spinnen spinnen ...

Warum der so ein Zeug schreibt, wollte hiermit einfach mal erklären:


Wolfgang Reuter (06.04.2007)

He, warum sagt mir denn hier keiner, dass ich mal beim wolfgang lesen soll, frau verpasst ja was wirklich lachenswertes!!
Hallo Wolfgang, ich glaub, ich spinn ... und das stand sogar vor jahren mal in der zeitung ...


kalliope-ues (05.04.2007)

hallo, wolfgang, schön, mal wieder etwas von dir zu lesen. toll, was sich da aus den ecken der reimschmiede gehangelt hat. ja, die spinnen gehören auch zu dem - alles, was da kreucht und fleucht -.
gruß von rosmarin


rosmarin (17.01.2007)

geht mit ebenso. Einfach wunderschön. Lg Sabine

Sabine Müller (16.01.2007)

mitschmunzel...

vogelfrosch (16.01.2007)

Ganz herrlich, musste beim Lesen viel schmunzeln !

SCvLzH (16.01.2007)

Wir Hamster
58
- 17.12.2006, 1 Seiten


Poetisches · Erinnerungen
 

hallo, wolfgang, so schön und so wahr, aber sei beruhigt; ich bin kein allesfresser.
veganischen gruß von rosmarin


rosmarin (18.12.2006)

Ein Specht
60
- 14.12.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

hallo, wolfgang, das gedicht ist so witzig und bildlich. ich seh den kleinen specht so richtig vor mir, wie er seinen langen, krummen schnabel unermüdlich in einen dicken baumstamm hackt. nein, du könntest das nicht. lach.
gruß von rosmarin


rosmarin (16.12.2006)

Mein Traum vom Pferd
58
- 12.12.2006, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

Wirklich gelungen. Da kommt Pferdefieber auf ;-)

Wenn ich mich in den Sattel schwinge,
und dabei Cowboyleider singe,
dann bin ich ganz ich
und freue mich


Sabine Müller (11.01.2007)

Hallo Wolfgang Reuter,
so denkt auch Klein-Conny
und kämmt stolz ihren Ponny.
;-)
witzig und wahr, ich kenne solche Mädels!


Karamba Karacho (13.12.2006)

Hallo RosMarin,

danke für das "allerliebst"! Wenn Du mich beim Gedicht "Der Hahn" vor der Traumerfüllung gewarnt hättest, hätte ich wie mein Traumpferd gewiehert vor Lachen ... versichert Wolfgang


Wolfgang Reuter (12.12.2006)

hallo, wolfgang, na, das ist ja wieder allerliebst. aber pass auf - träume gehen manchmal in erfüllung.
gruß von rosmarin


rosmarin (12.12.2006)

Dobermännchen
54
- 28.11.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Ups, das s hinter Foto muss wohl weg!

Karamba Karacho (15.12.2006)

Hallo Wolfgang! Dankeschön! Ja, da passt jetzt alles zusammen! Text, Fotos und die Punkte! Der ist wirklich drollig! Für diese Aktion hättest du glatt noch ein paar Punkte verdient!

Karamba Karacho (15.12.2006)

Hallo Karamba,

Dein Wunsch war mir Befehl. Danke für Deinen freundlichen Kommentar!


Wolfgang Reuter (07.12.2006)

Hallo Wolfgang, dein Gedicht gefällt mir, schade das ich das foto nicht auch sehen kann, oder kann ich?

Karamba (07.12.2006)

Süß, einfach nur süß! Es ist schon eine große Kunst, wenn man beim Wort "Dobermann" ein herziges Gefühl bekommt, anstelle die Idee von Zähnen und Gefahr. Super geschrieben oder super Hund?!

DWSW (29.11.2006)

Der Hahn
58
- 26.11.2006, 1 Seiten


Poetisches · Frühling/Ostern · Für Kinder
 

na endlich habt ihr es kapiert. auf die form, das wie, kommt es an. ein kluger schriftsteller hat mal sinngemäß gesagt, schreiben könne man, was man wolle, aber auf das wie käme es an. dem kann ich mich nur anschließen. aber yassa, das widerspräche ja deinen kommentaren in bezug auf ....das tiefe loch. ist es nicht ein vergnügen, gedichte wie die von wolfgang reuter zu lesen? geht einem da nicht das herz auf? und vielleicht noch einiges mehr?
gruß von rosmarin


rosmarin (27.11.2006)

Wirklich super. ich finde es beeindruckend, wie du in so einer lockeren Schreibform noch bei einem strikten Reimschema bleiben kannst, ohna dass irgendetwas gekünztelt wirkt. Es ist, als könnte es wirklich jemand so erzählen und gerade deshalb merkt man, dass da ein meister am Werk war.

Yassa (27.11.2006)

Hallo, ein schönes Gedichtchen. Stimmt mich fröhlich. Gefällt mir wirklich gut. LG Sabine

Sabine Müller (27.11.2006)

hi, wolfgang, ich könnt' dich knutschen, wenn ich könnte. ist das süüüß. hab mich köstlich amüsiert. - wenn der hahn kräht auf dem mist, ändert sich's wetter, oder es bleibt wie's ist. -
wenn aus dem hahn das wasser tropft, ist er noch lange nicht verro(p)st'. ups.
gruß von rosmarin


rosmarin (27.11.2006)

Kater Kalle
64
- 24.11.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Einfach süß. Gefällt mir wirklich gut.

Petra (14.05.2009)

hallo, wolfgang, im gegensatz zu christa stimmt für mich das -mal etwas -, denn das dieses oder jenes folgt ja dann. lach. sehr schön. die kinder werden sich freuen.
- weißtes - hier hast du das leerzeichen vergessen.
gruß von rosmarin


rosmarin (27.11.2006)

Hallo Wolfgang,
wieder eine witzige Idee und gut umgesetzt. Allerdings tat ich mich bei der ersten Zeile etwas schwer, weil mein Gedankenschwerpunkt auf dem "etwas" lag. Weniger mißverständlich wäre "male was". Weiß aber nicht, ob es dann noch den richtigen Rhythmus hat, bin kein Theoretiker. Vom Klang her wäre es für mich ok-
LG
Christa


CC Huber (26.11.2006)

Der Wassertropfen
151
- 15.11.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Hallo Wolfgang,
Ich finde, dass dein Gedicht nicht nur zum Schmunzeln verführt. Es ist auch weise.


Petra (28.02.2009)

Da schon wieder so ein Feuchtwetter ist, passt dieses klasse Gedicht sehr gut dazu. Nur die Sache mit den Schneekristallen überlesen wir mal ganz hurtig, denn sonst ....? Nee, nee, nicht schon wieder Schnee!

doska (27.02.2009)

Ich vergaß, den letzten Kommentar, und diesen-
bekamst du von:


Karamba (07.12.2006)

Das ganze mit gitarrenmusik untermalt, und du kannst es als Kinderlied vortragen. Ein schöner Songtext!

 (07.12.2006)

ich finde, dass diese art gedichte eher etwas für die kinder ab sechs jahren sind, weil sie ja auch die wortspielereien verstehen müssen, um freude daran zu haben.
gruß von rosmarin


rosmarin (16.11.2006)

Hallo Wolfgang,
kommt drauf an, welches Alter für die Zielgruppe vorgesehen ist. Dreijährige sind wohl noch überfordert, aber ich denke, so fünf-sechsjährige verstehen den Text und machen bestimmt mit Freude mit. Vielleicht ein/zweimal üben, dann klappt es bestimmt.
christa


CC Huber (16.11.2006)

Hallo, RosMarin und Christa,

vielen Dank für die Komplimente. Eine Internet-Freundin (http://www.beluga-on-tour.de/) bat mich, für ihre Kinder-Ecke irgendetwas mit Wasser zu basteln. Mein "Warum die Fische Schuppen haben" hatte sie bereits übernommen. Auch wenn sie sich über meinen "Wassertropfen" zufrieden geäußert hat, bin ich etwas unsicher, ob (kleinere) Kinder am Text wirklich Spaß haben. Ich gehe ja davon aus, dass immer fünf Zeilen von Erwachsenen für Kleinkinder vorgelesen werden und die Kinder dann die jeweilige Schluss-Zeile selbst sprechen, ihr Reimgefühl also angeregt und genutzt wird. Schließlich kann man nicht früh genug für Autoren-Nachwuchs zu "webstories" sorgen?!

Vielleicht sagt mir jemand, ob er die Zioelgruppe für erreicht hält, oder ob ich überfordere.


Wolfgang Reuter (16.11.2006)

und ich falle in die falle der reimkunst.
gruß von rosmarin


rosmarin (16.11.2006)

Hallo Wolfgang,
das ist ein perfektes Gedicht über einen ewigen Kreislauf. Witzig und wahr. Gefällt mir gut. 5 verdiente Punkte.
Christa


CC Huber (15.11.2006)

für R...O...S...M...A...R...I...N
46
- 03.09.2006, 1 Seiten


Poetisches · Amüsantes/Satirisches
 

@Rosmarin: Freu dich doch. Du hast es verdient :-) LG Sabine

Sabine Müller (04.09.2006)

sehr gut geschrieben passt genau zu ROSMARIN

dilak janulen (04.09.2006)

hallo, oh, ein anagramm für mich. und kommentare dazu. danke. aber wie soll ich mich jetzt fühlen? ich schwanke zwischen scham und freude.
lg
rosmarin


rosmarin (04.09.2006)

hi wolfgang,
recht haste. ich schließe mich dem inhalt dieses textes an.
gruß, gulli


Gulliver Assi (03.09.2006)

Hallo, ein schönes Gedicht für unsere kleine Literaturprinzessen oder Lyrikhexe :-) Hat sie verdient. LG Sabine

Sabine Müller (03.09.2006)

Leben in alten Städten (Liedtext)
58
- 31.08.2006, 1 Seiten


Poetisches · Erinnerungen
Warum es keine Eisenwürmer gibt
152
- 29.08.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

Spitzenklasse!
lg


holdriander (05.01.2010)

Wer das noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt tun. Nicht nur für Kinder gut, auch für Kind gebliebene Erwachsene.

doska (18.02.2009)

Gefällt mir sehr. Bringt mich zum Schmunzeln.

Nausicaä


Nausicaä (27.07.2007)

Hallo Wolfgang,

ein wirklich schönes Gedicht, der Stil erinnert mich ein wenig an Heinz Erhardt. Das schreit nach mehr, vielleicht doch ein klitzekleines über die eismade?

Liebe Grüße
Lucie....(fers Tochter)


Lucie (19.12.2006)

Hallo Wolfgang Reuter,
wie sagt denn eine holzwurmmutter abends zu ihren kindern? husch husch ins brettchen !


Karamba Karacho (19.12.2006)

ja, wirklich schade. aber vielleicht gibt es ja eine eismade? und du schreibst über sie ein so tolles gedicht?
lg
rosmarin


rosmarin (04.09.2006)

Hallo, gefällt mir auch sehr gut. Werde mich bei Gelgenheit mal auf deine anderen Werke stürzen. Schönen Tag noch, lg Sabine

Sabine Müller (01.09.2006)

Einfach entzückend. Auch dieses Gedicht dürfte Kindern als Bilderbuch gefallen. Aber warum wollen wir sie so verwöhnen? Die Kleinen und Großen haben ja auch Fantasie und die hast du mit deinem Eisenwurm wunderbar angesprochen.*Schmunzel*

doska (31.08.2006)

Warum die Fische Schuppen haben
163
- 28.08.2006, 1 Seiten


Poetisches · Für Kinder
 

heyy geile geschichte!!!1

Maike (22.11.2006)

Bleibt die Frage an alle: Wer hat (oder weiß) einen geeigneten Verlag? ... Und damit wären wir wieder bei b.) ... bis ... z.).

Wolfgang Reuter (31.08.2006)

Die Frage mit den Zeichnungen ließe sich beantworten, denn ich bin Grafikdesignerin, aber einen Verlag habe ich leider nicht- wäre sonst ganz pranktisch gewesen, nicht wahr?

doska (31.08.2006)

Hallo doska,

irgendwas in der Art schwebt mir schon länger vor - daher auch die nachgeschobenen "Eisenwürmer". Aber:
a.) Wer zeichnet?
b.) Wer verlegt?
c.) ... bis z.) Wer verlegt?

Ach ja - das ist schon alles nicht so einfach!


Wolfgang Reuter (31.08.2006)

Hat mir sehr gefallen. Dazu noch ein paar gute Zeichnungen und fertig wäre ein süßes Kinderbuch, hehe!

doska (31.08.2006)

ich freue mich ;-)

Sabine Müller (28.08.2006)

Hallo Sabine,

dann muss ich Dir morgen unbedingt erzählen, WARUM ES KEINE EISENWÜRMER GIBT.


Wolfgang Reuter (28.08.2006)

wirklich allerliebst, und vor allem, perfekt gereimt.
lg
rosmarin


rosmarin (28.08.2006)

Toll, ich liebe solche Tiergedichte. Echt genial. Lg Sabine

Sabine Müller (28.08.2006)

Die Fabel vom Lauch und den Rosen
75
- 16.08.2006, 1 Seiten


Nachdenkliches · Poetisches
 

die rose verblüht, das lauch verwelkt.

rosmarin (16.12.2006)

Der Westen ist die Rose......der osten ist das Lauch

Me (16.12.2006)

Danke für die Blumen! Interessant ist, dass in meinem privaten Umfeld (ich wohne im Osten und arbeite im Westen) die Schlussfrage je nach Herkunft beantwortet wird. Keiner will Lauch sein - und dabei ist gerade dies doch so wichtig ?!

Wolfgang Reuter (23.08.2006)

Hihi, sehr schön. Wunderbarer Rhythmus und herrliche Pointe!

doska (22.08.2006)

Stimmt, auf erhobene Zeigefinger steh ich auch nicht unbedingt, aber du verpackst ihn so schön (und vor allem stimmt die Form so perfekt!!), dass auch ich dir verzeihen will.
Eine nette Geschichte in schöne Reime verpackt, gefällt mir sehr gut!
LG Lena


Lena N. (16.08.2006)

hallo, wolfgang, ein doppelbödig hintergründiges gedicht. ich mag zwar keinen erhobenen zeigefinger, aber da es eine fabel sein soll, sei er dir verzeihen.
lg
rosmarin


rosmarin (16.08.2006)

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